Festgeld Zinsen
Im Gegenzug für die mit der Geldanlage einhergehende Kapitalbindung über die Laufzeit der Festgeldanlage garantiert die kontoführende Bank den auf den Anlagebetrag gewährten Zins ebenfalls für die gesamte Laufzeit.
Der Anleger unterliegt bei der Festgeldanlage daher nicht dem Risiko tagesaktueller Zinsanpassungen, wie sie beispielsweise beim Tagesgeld anzutreffen sind.
Auszahlung und Berechnung der Zinsen
Die Auszahlung der Zinsen erfolgt, je nach Anlagedauer, meist zum Jahresende oder mit Ablauf der Festgeldanlage zugunsten des angegebenen Verrechnungskontos. Da der Anlagebetrag für die gesamte Laufzeit festgeschrieben ist, bildet dieser die Basis für die Berechnung der Festgeld-Zinsen. Bisher angefallene Zinserträge finden bei der Berechnung keine Berücksichtigung – daher tritt bei der Geldanlage in Festgeld kein Zinseszinseffekt ein.
Dieser Nachteil lässt sich durch die Nutzung eines Tagesgeldkontos als Verrechnungskonto abmildern, sofern die jeweilige Bank diese Möglichkeit bietet. Ansonsten besteht natürlich auch die Möglichkeit, Zinserträge vom Verrechnungskonto eigenhändig auf ein Tagesgeldkonto zu transferieren.
Höhe der Zinsen auf Festgeldanlagen
Der Höhe nach liegen die Zinsen auf Festgeldanlagen, sofern man die zeitlich begrenzten Neukundenangebote und sehr kurze Festgeld-Laufzeiten außer Acht lässt, regelmäßig über denen von Tagesgeldanlagen.
Grundsätzlich wird der gewährte Zinssatz von der Dauer der Festgeldanlage, teilweise auch von deren Anlagebetrag beeinflusst. Längere Anlagezeiträume bringen in der Regel auch erhöhte Zinserträge mit sich. Der Betrag der Festgeldanlage hat nur in verhältnismäßig geringem Rahmen Einfluss auf die Zinshöhe. Zinsstaffelungen, bei denen ab einem gewissen Einlagebetrag nur noch sehr geringe Zinsen gewährt werden, sind bei Festgeldanlagen in der Regel nicht üblich.
Festzinsanlagen
Im Unterschied zum Festgeld wird bei der Festzinsanlage nicht der Anlagebetrag sondern der Zins für die Laufzeit festgeschrieben. Gleichwohl ist das Einlagekapital für die Anlagedauer der Festzinsanlage gebunden. Im Ergebnis bedeutet dies für den Anleger, dass bei einer Festzinsanlage ein Zinseszinseffekt eintritt, da die Zinserträge auf die Anlagesumme addiert werden und so ihrerseits Zinsen abwerfen.
