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Bargeldabhebung am Geldautomaten

Eine der meistgenutzten Angebote der Banken ist der Bezug von Bargeld mithilfe von Geldautomaten. Hierbei kann der Kunde mithilfe der zum Girokonto gehörenden ec-/Maestro-Karte im Rahmen des verfügbaren Kapitals Bargeld unter Eingabe der persönlichen vierstelligen PIN-Nummer erhalten.

Kosten für Bargeldabhebungen an bankeigenen Geldautomaten

Die Abhebung von Bargeld an bankeigenen Geldautomaten ist in der Regel kostenfrei. Da die Dichte der Geldautomaten gerade bei kleineren Banken nicht sehr groß ist, haben sich mehrere Kreditinstitute zu Partnerverbänden zusammengeschlossen. Die Mitgliedsbanken des jeweiligen Partnerverbandes bieten den Kunden aller zugehörigen Banken in der Regel kostenlose Bargeldabhebungen an den jeweils bankeigenen Geldautomaten an.

In Deutschland sind die allermeisten Geldautomaten einem der vier großen Partnerverbände zugehörig. Neben den Volk- und Raiffeisenbanken und den Sparkassen sind hier die Verbände CashGroup (etwa 7000 Geldautomaten) und CashPool (etwa 2500 Geldautomaten) zu erwähnen.

Wer regelmäßig Bargeldabhebungen vornehmen möchte, sollte die Verfügbarkeit von Geldautomaten bereits vor Kontoeröffnung kritisch prüfen. Hierbei sollte man beachten, dass entweder bankeigene Geldautomaten oder solche des Partnerverbandes, dem die eigene Bank angehört, bequem zu erreichen sind.

Kosten an bankfremden Geldautomaten

Kostenpflichtig hingegen ist der Bezug von Bargeld oftmals an bankfremden Geldautomaten. Die Gebühren hierbei variieren sehr stark und erreichen schnell fünf Euro und mehr pro Bargeldbezug. Teilweise werden pauschale Gebühren fällig, teilweise ergibt sich die Gebühr aus der Höhe des gewünschten Bargeldbetrags.

Gefahren bei der Nutzung von Geldautomaten

In letzter Zeit häufen sich Fälle, in denen Geldautomaten in betrügerischer Absicht technisch manipuliert werden, um in Besitz der PIN-Nummer und der ec-/Maestro-Karte der Bankkunden zu gelangen.

Hierbei wird in der Regel die Eingabe der PIN-Nummer mittels einer versteckt angebrachten Kamera ausgespäht. In Besitz der Karte gelangen die Täter entweder durch einen Diebstahl zum Nachteil des Bankkunden oder durch technische Manipulation des Kartenschlitzes am Geldautomaten, mit deren Hilfe eine Kopie der ec-/Maestro-Karte angefertigt wird.

Besonders problematisch ist ein solches Geschehen für den Bankkunden aufgrund der Tatsache, dass ein hieraus entstehender Schaden vom Kunden zu beweisen ist.

Daher bietet es sich an, als Nutzer eines Geldautomaten eine gewisse Vorsicht walten zu lassen. Zu nennen ist hier beispielsweise die Prüfung des Automaten und der unmittelbaren Umgebung auf fremde Gegenstände, wie zum Beispiel Prospektständer, die Kameras enthalten können. Zudem sollte man den Kartenschlitz des Automaten auf etwaige Manipulationen prüfen. Bei der Eingabe der persönlichen PIN-Nummer sollte das Eingabefeld zudem immer mit der Hand verdeckt werden. Es bietet sich außerdem an, regelmäßig die gleichen Geldautomaten zu nutzen. Abschreckend für Kriminelle wirkt auch das Vorhandensein einer Überwachungskamera, zudem ist die Entdeckungsgefahr bei Straftaten an Geldautomaten im Inneren Bereich einer Bankfiliale deutlich größer.

Für den Fall, dass Sie Opfer eines Geldautomaten-Betrugs werden oder nach der Nutzung eines Geldautomaten Manipulationen feststellen, sollten Sie ihre ec-/Maestro-Karte umgehend sperren lassen und die zuständige Bank benachrichtigen.

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VGW 167