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Der Fondssparplan bei der Riester-Rente

Für Riester-Fondssparpläne gilt wie für jedes andere Fondsinvestment die gleiche Regel: Je höher das Risiko ist, desto höher sind auch die Renditechancen. Durch eine Steigerung des Aktienfondsanteils wird so zum Beispiel die Möglichkeit für hohe Renditen geschaffen – und ebenso das Verlustrisiko erhöht. Zwar ist im Vergleich zu klassischen Fonds das Risiko bei Riester-Verträge begrenzt, da der Erhalt des eingezahlten Geldes immer garantiert wird. Doch wer vorzeitig und in schlechten Börsenzeiten Kapital aus dem Riester-Vertrag entnimmt, muss mit einem Verlust aus dem Riester-Vertrag rechnen. Denn die Garantie, dass alle Einzahlungen in voller Höhe erhalten bleiben, gilt nur für das Ende der Laufzeit des Fondssparplanes.

Genrell fließen die Einzahlungen in Riester-Fondssparpläne in Aktien- und Rentenfonds. Von deren Erträgen, also Zinsen, Dividenden und Kursgewinne, profitieren daher auch die Riester-Sparer. Auch für Fondssparpläne gilt, dass sie sich mit Lebensphasenmodellen der Lebenssituation des Anlegers anpassen. So kann zum Beispiel mit fortschreitendem Alter in einigen der auf dem Markt verfügbaren Verträgen der Fondsbestand mit der Zeit von Aktien in konservative Wertpapiere umgeschichtet werden – und damit ein Plus an Sicherheit bei sinkendem Risiko gewonnen werden. Da die monatliche Einzahlungen in unterschiedliche Fonds erfolgen, ist auch bei den Riester-Fonds ein transparenter Vergleich nur schwer möglich.

Die Riester-Sparer können, wenn sie von ihrem Fonds nicht überzeugt oder von der Performance enttäuscht sind, den Vertrag und Anbieter wechseln. Doch ist dieser Wechsel in der Regel mit zusätzlichen Kosten und der Realisierung von eventuellen Buchverlusten verbunden. Hier gilt die Regel: Je später ein Wechsel erfolgt, desto höher ist auch der zu zahlende Ausgabeaufschlag für den neuen Fondssparplan.

Beim Kauf der Fondsanteile fällt für die Kunden ein Ausgabeaufschlag an, der bei einigen Anbietern bis zu fünf Prozent der Einzahlung ausmacht. Meistens fallen noch zusätzlich jährliche Verwaltungskosten für das Management des Investmentfonds an. Da einige freie Investmentfondsvermittler auch rabattierte Fondsangebote anbieten, kann sich die Einholung eines unverbindlichen Angebotes – mit Rabatt auf den Ausgabeaufschlag – unter Umständen lohnen. Jedoch sollte ein Rabatt auf den Ausgabeaufschlag für Riester-Sparer kein entscheidendes Kriterium für oder gegen ein Fondsangebot sein – letztlich entscheidet die Performance des Fonds über den Erfolg und nicht die Höhe der Gebühren.

Attraktiv sind Riester-Fondsparpläne auch bei der Auszahlung zum Rentenbeginn, da die Anleger direkt 30 Prozent ihrer Ersparnisse abheben dürfen, während der Rest in einen Auszahlplan oder in eine Rentenversicherung eingeht.

Ein riesterfähiger Fondssparplan eignet sich vor allem für Personen, die sich hohe Renditechancen – und die damit verbundenen Risiken – auch leisten können. Ebenso ist er für Sparer attraktiv, die schon in jungen Jahren wissen, dass sie kein Geld aus dem Vertrag nehmen wollen, um damit Immobilien zu erwerben.