Rürup-Rente - staatlich subventionierte Altersversorgung für Selbständige und Besserverdienende
Aufgrund der in den nächsten Jahrzehnten zu erwartenden demographischen Schieflage und der auch dadurch bedingten bedenklichen Entwicklung des gesetzlichen Rentensystems sah sich der Staat zu einer Reform der Altersvorsorge gezwungen – und baute auf Anreize für die Bürger, um die private Vorsorge zu stärken. Zum einen gestand der Staat damit die sogenannte Rentenlüge („Die Rente ist sicher“) ein, zum anderen zieht er sich auch ein Stück weit aus der Versorgung – und damit gleichzeitig aus der Verantwortung – für die Rentner von morgen zurück.
Fakt ist, dass die private Altersvorsorge ein unausweichlicher Baustein für die Rente ist. Arbeitnehmer bzw. rentenpflichtversichterte Beschäftigte erhielten die Möglichkeit, sich staatlich gefördert mit der Riester-Rente ein zusätzliches Standbein neben der gesetzlichen Rentenversicherung aufzubauen. Schwieriger war und ist es, ein Modell zu kreieren, das nicht nur für gut verdienende Selbständige, die ihre Beiträge in die gesetzliche Krankenkasse zum Teil schon längst einstellten oder einstellen mussten, sondern auch für Freiberufler mitsamt ihren Angehörigen interessant und attraktiv ist. Um den sowieso schon hohen Anspruch noch zu erhöhen, sollte es zusätzlich auch Arbeitnehmern möglich sein, in die neue Rentenform zu investieren. Für diese – im Vergleich zu den Riester-Renten-Sparern – eher heterogene Bevölkerungsschicht sollte die 2005 in Kraft getretene Basis-Rente eine geeignete Altersvorsorge darstellen. Der Vater der Basis-Rente ist Bert Rürup, einer der sogenannten Wirtschaftsweisen, dessen Namen mittlerweile ähnlich der Riester-Rente zum Kennzeichen dieses Altersvorsorgemodells wurde.
