Hallo,

Ich habe keinen Berufsabschluss, also habe ich mich für eine Ausbildung beworben und tatsächlich einen Platz bekommen. Diese Ausbildung kostet aber Geld, was ich nicht habe. Also habe ich einen Bildungsgutschein beantragt. Beim ersten Gespräch fand der Sachbearbeiter das auch gut, da ich ohne Ausbildung keine Chance auf einen Job mit genug Einkommen zur Selbstversorgung habe. Die Ausbildungsstelle hat mir auch gesagt, dass sie zwar keine Schüler mit allgemeinen Bildungsgutscheinen haben, aber oft welche mit speziellen Fallgutscheinen. Also wo genau steht, für diese Person ist genau diese Ausbildung sinnvoll und die Kosten werden übernommen.
Trotzdem wurde mein Antrag komplett abgelehnt. Die Begründung auf Nachfrage war, von Einzelfallförderung hätte man noch nie was gehört und ein Umzug wird nicht gestattet, denn es gäbe auch Ausbildungen in der Nähe.
Ich müsste zwar aus dem Einzugsgebiet meiner jetzigen ARGE wegziehen, aber das müsste ich sowieso auch für die nächstgelegene Möglichkeit. ?!
Außerdem sprechen meiner Meinung noch andere Fakten für die gewählte Ausbildung. Da ich wegen sehr guter Vorkenntnisse noch in den laufenden Kurs einsteigen kann, würde das Ganze nur 12 Monate dauern. In der Nähe wären es mindestens 24 Monate, der Start ist aber erst viel später möglich, wären also insgesamt 29 Monate. Außerdem sind die Kosten meiner gewählten Stelle auch viel geringer, schon pro Monat und erst recht, wenn man die Länge mit berechnet.
Habe ich nicht irgendeine Möglichkeit eine Förderung zu bekommen?
Kann ich auf eigene Faust umziehen und dann am neuen Wohnort versuchen Hilfe zu beantragen? Oder bin ich dann „selbst Schuld“, dass ich umgezogen bin und habe dadurch keinen Anspruch auf Hilfen oder vielleicht nicht einmal mehr ALG II?
Darf ich überhaupt umziehen, oder muss ich vorher auf ALG II verzichten?
Falls ich verzichten muss, kann ich es dann am neuen Wohnort trotzdem wieder beantragen?

Gruß, Ratsucher