Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    schwere.frage ist offline Neuer Benutzer
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    Standard HARTZ4, Aufstockung oder keine Aufstockung möglich?

    Hallo zusammen,

    ich habe die Möglichkeit nach jahrelanger "Hartz4-Zugehörigkeit" in einem kleinen Unternehmen einen Job zu bekommen. Hier sind einige Fakten zum Job:
    - 5-Tage-Woche mit 30 Wochenstunden
    - kein Betriebsrat
    - Arbeitsplatz im Haus des AG
    - einfache Entfernung: 150km
    - Brutto-Verdienst: 1.800,00 €
    - Netto-Verdienst ca.: 1.233,00 €
    - PKW mit 7,5 ltr. Diesel / 100 km ist vorhanden

    Eine täglich Fahrt zum Arbeitsort und zurück würde mich bei 21 Arbeitstagen nur an der Tankstelle (ohne Verschleiß, ohne Reparaturen, ohne Versicherung, ohne Steuern etc.) ca. kosten (bei 7,5ltr. Diesel zum Preis von 1,50€):
    150 x 2 x 21 / 100 x 7,5 x 1,5 = 708,25 Euro

    Danach würden mir zum Leben verbleiben:
    1.233,00 - 708,25 = 524,75 Euro

    Diese gerundeten 525,00 € reichen gerade einmal aus für meine Wohnung und die Nebenkosten.

    So, nun kommen meine Fragen:
    - Habe ich überhaupt einen Anspruch auf Aufstockung?
    - Wenn JA, habe ich einen Anspruch auf Aufstockung bei einer 30-Std.-Woche?
    - Wenn JA, wie wird meine Aufstockung berechnet?


    ODER LOHNT ES SICH ÜBERHAUPT NICHT, EINEN JOB UNTER DIESEN FAKTEN ANZUTRETEN?

    KANN MICH DAS AMT DAZU "ZWINGEN" DIESEN JAB ANZUTRETEN?

    Ein Umzug komt m. E. nach erst nach Ablauf der 6-monatigen Probezeit in Frage.

    So, jetzt hoffe ich inständig, dass mir hier jemand, der rechtlich etwas bewandert ist, mir mit Infos zum Thema Aufstockung weiterhelfen kann, ob und in welchem Umfang ich eine Aufstockung bekommen würde.

    Im Voraus vielen Dank

  2. #2
    lacki ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    nee, das hat nichts mit der 30 h-woche zutun, sondern damit dass du 1800 € brutto verdienst. da gibt es keinen anspruch mehr auf h4. ergo, es lohnt nicht.
    ob dich jemand zwigen kann? naja, bei mir wäre mein auto kaputt, basta. wie sieht es mit öffentlichen verkehrsmitteln aus?

  3. #3
    Kitty121 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Der Arbeitsplatz ist nicht schlecht.Das einzige Problem bei dir ist die große Entfernung und die damit verbundenen Kosten.Aufstockung oder auch Wohngeld wirst du kaum bekommen.Ich frage mich aber warum man sich in einer solch weit entfernten Firma bewirbt denn die Kosten hat man doch vorher schon im Auge. Bleibt nur Umzug oder schauen ob du günstiger zum Arbeitsort kommst.

  4. #4
    Birgit63 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Wenn du alleinstehend bist, kann dich das Jobcenter schon "zwingen" den Job anzunehmen. Einfach indem Sie dich sanktionieren. Kannst du dir nicht ein kleines Pendlerzimmer am Arbeitsort nehmen?

  5. #5
    lirafe ist offline Erfahrener Benutzer
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    Na ja; ich sag`s wirklich nicht gerne und habe auch nicht komplett nachgerechnet, aber wenn deine Rechnung stimmt, die Lacki nicht angefochten hat, wäre mein Auto auch kaputt und ich auf Bahn und Bus angewiesen. Bei uns hier wäre ein `rankommen an den Arbeitsplatz dann kaum mehr möglich in 2 Stunden.

  6. #6
    dms
    dms ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von schwere.frage Beitrag anzeigen
    ...
    - 5-Tage-Woche mit 30 Wochenstunden
    - kein Betriebsrat
    - Arbeitsplatz im Haus des AG
    - einfache Entfernung: 150km
    - Brutto-Verdienst: 1.800,00 €
    - Netto-Verdienst ca.: 1.233,00 €
    - PKW mit 7,5 ltr. Diesel / 100 km ist vorhanden

    Eine täglich Fahrt zum Arbeitsort und zurück würde mich bei 21 Arbeitstagen nur an der Tankstelle (ohne Verschleiß, ohne Reparaturen, ohne Versicherung, ohne Steuern etc.) ca. kosten (bei 7,5ltr. Diesel zum Preis von 1,50€):
    150 x 2 x 21 / 100 x 7,5 x 1,5 = 708,25 Euro

    Danach würden mir zum Leben verbleiben:
    1.233,00 - 708,25 = 524,75 Euro

    Diese gerundeten 525,00 € reichen gerade einmal aus für meine Wohnung und die Nebenkosten.

    ....

    Ein Umzug komt m. E. nach erst nach Ablauf der 6-monatigen Probezeit in Frage.

    ....
    Hallo,
    du würdest evtl. ca 170 euro monatlich steuern zahlen (Kl.1).
    Diesen Abzug kannst du bei den Fahrkosten verringern, indem Du einen weiteren Freibetrag beim Finanzamt beantragst.

    Warum erst nach 6 Monaten umziehen?
    Soweit Du keinen Bockmist baust, steht also fest, das Du umziehen wirst.
    In deiner Region hast Du bisher keine Arbeit gefunden, also sehe ich arbeitsmarktlich keinen Grund, nicht sofort umzuziehen.
    Wenn du allerdings aus persönlichen Gründen noch die 6 Monate am alten Ort verweilen willst, so kannst Du den wunsch nun
    endlich mal in Geld bewerten (Opportunitätskostenprinzip).

    Willkommen in der Welt der Pendler.

    dms

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