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Thema: Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und Arbeitslosengeld II

  1. #1
    Lichtblick84 ist offline Neuer Benutzer
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    Frage Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und Arbeitslosengeld II

    Hallo,

    nach langem Kampf habe ich endlich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben von der DRV genehmigt bekommen und habe letzte Woche schon mit einer Maßnahme begonnen.

    Bisher habe ich ALG II bezogen. Heute kam dann der Bescheid über das Übergangsgeld bei mir an. Der Betrag ist deutlich niedriger als das bisherige Arbeitslosengeld. Leider scheinen die Angestellten des Maßnahmenträgers überfordert mit meinem Fall und konnten mir bisher nicht sagen wie ich zukünftig mein Leben finanzieren soll.

    Daher die Frage an euch: bekomme ich weiterhin ALG II oder muss ich vielleicht Sozialhilfe vom Sozialamt beantragen?

    Viele Grüße

  2. #2
    dms
    dms ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Lichtblick84,

    reich eine Kopie des Bescheides beim JobCenter nach.
    Ich gehe mal davon aus, dass Du noch im laufenden ALG II-Bezug bist.
    Es erfolgt eine Nachberechnung (Übg wird angerechnet, zusätzlich sollte noch der Mehrbedarf für Behinderte berücksichtigt werden).
    Ich gehe davon aus, dass eine berufliche Maßnahme und keine medizinische Maßnahme ist.
    dms
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  3. #3
    Lichtblick84 ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo,

    danke für die Information. Ja, es handelt sich um eine berufliche Maßnahme. Muss ich dem Job-Center auch mitteilen, dass ich Fahrkosten erstattet bekomme bzw. wird mir das vom ALG abgezogen?. Sind bei mir immerhin 70 € mtl.

    Viele Grüße

  4. #4
    dms
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    Zitat Zitat von Lichtblick84 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    danke für die Information. Ja, es handelt sich um eine berufliche Maßnahme. Muss ich dem Job-Center auch mitteilen, dass ich Fahrkosten erstattet bekomme bzw. wird mir das vom ALG abgezogen?. Sind bei mir immerhin 70 € mtl.

    Viele Grüße
    Steht doch eigentlich im Bescheid mit drauf. Sollte es ein extra Bescheid sein, reich den
    sicherheitshalber auch in Kopie mit ein.
    Aber ein Anrechnung sollte nicht erfolgen, da es zweckbestimmte Leistungen sind.

    dms

  5. #5
    Lichtblick84 ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo,

    ich habe Ende letzten Monats den Mehrbedarf beantragt und dem Jobcenter gleichzeitig alle Bescheide der Rentenversicherung zukommen lassen. Da ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin, habe ich letzten Donnerstag telefonisch nachgefragt, wie denn Stand der Dinge ist. Die Hotline-Dame war ziemlich überfordert mit meiner Anfrage und wusste nichts von einem Mehrbedarf für Behinderte, die sich in einer Maßnahme befinden. Da sie nicht weiter wusste, bot sie mir einen Rückruf an. Auf diesen warte ich heute noch…

    Heute bin ich dann zum Jobcenter gestiefelt und habe dort nochmals nachgefragt. Die betreuende Dame telefonierte mit meiner Sachbearbeiterin aus der Leistungsbeteiligung. So wie ich es verstanden habe, ist diese ebenfalls überfordert mit meinem Fall und hat die Akte einen anderen Sachbearbeiter weitergeleitet. Offenbar steht auch zur Debatte ob ich nicht Leistungen vom Amt für soziale Leistungen bekommen sollte (was ja eigentlich nicht sein kann). Von einem Mehrbedarf nach § 21, Abs. 4 SGB II weiß man offensichtlich beim Jobcenter gar nichts (Gesetzestext habe ich vorgelegt).

    Zusammengefasst: sie haben bezüglich meines Falls von Tuten und Blasen keine Ahnung. Traurig das ich als Kunde das Jobcenter aufklären muss. Wegen meines Mehrbedarfs werde ich wohl ordentlich kämpfen müssen. Das ist es mir aber auch wert.

    Viele Grüße

  6. #6
    dms
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    Zitat Zitat von Lichtblick84 Beitrag anzeigen
    ....Von einem Mehrbedarf nach § 21, Abs. 4 SGB II weiß man offensichtlich beim Jobcenter gar nichts (Gesetzestext habe ich vorgelegt).
    ....
    Viele Grüße
    Nur der Gesetzestext gibt das auch nicht unbedingt her !

    Auszug aus der Anweisung der JobCenter:
    (2) Der Mehrbedarf wird anerkannt, wenn
    • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 SGB IX oder
    • sonstige Hilfen für die Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder
    • Eingliederungshilfen nach § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 SGB XII
    durch einen öffentlich-rechtlichen Träger i. S. d. § 6 Abs. 1 SGB IX
    an den Leistungsberechtigten erbracht werden.
    Die Anwendung des § 33 SGB IX schließt auch die zu ihrer näheren
    Ausführung ergangenen Einzelregelungen in den §§ 34 - 43 SGB IX
    ein. Als Nachweis ist ein aktueller Bewilligungsbescheid des Trägers
    vorzulegen.
    Die genannten Leistungen müssen tatsächlich erbracht
    werden. Es reicht nicht aus, wenn der Behinderte lediglich grund-
    sätzlich die Voraussetzungen hierfür erfüllt. Der Behinderte ist auf
    eine ggf. erforderliche Antragstellung beim zuständigen Träger der
    genannten Leistungen hinzuweisen.
    Hier kannst Du das ganze Dokument einsehen.

    § 6 SGB IX Rehabilitationsträger
    (1) Träger der Leistungen zur Teilhabe (Rehabilitationsträger) können sein

    1. die gesetzlichen Krankenkassen für Leistungen nach § 5 Nr. 1 und 3,
    2. die Bundesagentur für Arbeit für Leistungen nach § 5 Nr. 2 und 3,
    3. die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für Leistungen nach § 5 Nr. 1 bis 4,
    4. die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für Leistungen nach § 5 Nr. 1 bis 3, die Träger der Alterssicherung der Landwirte für Leistungen nach § 5 Nr. 1 und 3,
    5. die Träger der Kriegsopferversorgung und die Träger der Kriegsopferfürsorge im Rahmen des Rechts der sozialen Entschädigung bei Gesundheitsschäden für Leistungen nach § 5 Nr. 1 bis 4,
    6. die Träger der öffentlichen Jugendhilfe für Leistungen nach § 5 Nr. 1, 2 und 4,
    7. die Träger der Sozialhilfe für Leistungen nach § 5 Nr. 1, 2 und 4.

    (2) Die Rehabilitationsträger nehmen ihre Aufgaben selbständig und eigenverantwortlich wahr.
    Zitat Zitat von Lichtblick84 Beitrag anzeigen
    .....
    Zusammengefasst: sie haben bezüglich meines Falls von Tuten und Blasen keine Ahnung. Traurig das ich als Kunde das Jobcenter aufklären muss. Wegen meines Mehrbedarfs werde ich wohl ordentlich kämpfen müssen. Das ist es mir aber auch wert.

    Viele Grüße
    Vielleicht prüfst Du mal, inwieweit Du das vorher alles wusstest, oder ob Du auch nur die Informationen aus den diversen Foren erhalten hast.
    Solche Fälle, berufliche Reha mit Leistungen zum Lebensunterhalt und gleichzeitigem ALG II-Bezug sidn mehr als nur selten.
    Sei doch eher kooperativ mit dem Sachbearbeiter; da kommt garantiert eher was raus.

    Zitat Zitat von Lichtblick84 Beitrag anzeigen
    .....
    Heute bin ich dann zum Jobcenter gestiefelt und habe dort nochmals nachgefragt. Die betreuende Dame telefonierte mit meiner Sachbearbeiterin aus der Leistungsbeteiligung. So wie ich es verstanden habe, ist diese ebenfalls überfordert mit meinem Fall und hat die Akte einen anderen Sachbearbeiter weitergeleitet. Offenbar steht auch zur Debatte ob ich nicht Leistungen vom Amt für soziale Leistungen bekommen sollte (was ja eigentlich nicht sein kann). Von einem Mehrbedarf nach § 21, Abs. 4 SGB II weiß man offensichtlich beim Jobcenter gar nichts (Gesetzestext habe ich vorgelegt).

    Viele Grüße
    Da will man Dich in die Sozialhilfe abschieben? - ich weiß nicht was man bei Dir unter Amt für soziale Leistungen versteht.
    Dazu wäre aber die Erwerbsunfähigkeit für zumindest 6 Monate festzustellen.

    dms

  7. #7
    Lichtblick84 ist offline Neuer Benutzer
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    Der Bescheid über den Mehrbedarf traf heute bei mir ein:

    Ab dem xx.04.2012, für die Dauer der beruflichen Integrationsmaßnahme, erhalten Sie einen Mehrbedarf nach § 21 Absatz 4 SGBII.
    Allerdings erging der Bescheid nur über den letzten und aktuellen Monat, obwohl der Bewilligungszeitraum für das ALG länger ist und die Maßnahme mind. ein halbes Jahr dauert.

  8. #8
    dms
    dms ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Lichtblick84 Beitrag anzeigen
    Der Bescheid über den Mehrbedarf traf heute bei mir ein:
    .....
    Allerdings erging der Bescheid nur über den letzten und aktuellen Monat, obwohl der Bewilligungszeitraum für das ALG länger ist und die Maßnahme mind. ein halbes Jahr dauert.
    Na das kriegen wir doch auch noch hin

    Zitat Zitat von dms Beitrag anzeigen
    Hallo Lichtblick84,

    reich eine Kopie des Bescheides beim JobCenter nach.
    Ich gehe mal davon aus, dass Du noch im laufenden ALG II-Bezug bist.
    Es erfolgt eine Nachberechnung (Übg wird angerechnet, zusätzlich sollte noch der Mehrbedarf für Behinderte berücksichtigt werden).
    ...
    dms
    Zitat Zitat von Lichtblick84 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich habe Ende letzten Monats den Mehrbedarf beantragt und dem Jobcenter gleichzeitig alle Bescheide der Rentenversicherung zukommen lassen. Da ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin, ......

    Von einem Mehrbedarf nach § 21, Abs. 4 SGB II weiß man offensichtlich beim Jobcenter gar nichts (Gesetzestext habe ich vorgelegt).

    .....

    Viele Grüße
    Wenn Du das bis hierhin geschafft hast, ist doch das andere nur ein Klacks

    Evtl. kommt noch ein Änderungsbescheid für den Juni etc.
    Oder ist dein Übergangsgeld schon überall angerechnet (also im Juni, Juli...)?

    Schau dir den Bescheid Mehrbedarf nochmal an, nach deinem Zitat haben die doch den Mehrbedarf für die Dauer anerkannt. Vielleicht steht dort im Text noch was dazu.
    Alternativ kannst Du ja mal nachfragen.

    dms

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