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  1. #1
    Mutter ist offline Neuer Benutzer
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    Standard zumutbare arbeit

    Hallo ich bin neu hier und habe eine Frage.

    Seit Januar beziehe ich , alleinerziehend (Kinder 15,14,8) Hartz IV , da der Kindsvater den Unterhalt drastisch
    kürzte.

    Nun möchte mein Sachbearbeiter mich wieder in Lohn und Brot bringen, was ich zunächst begrüsst habe.

    Doch da ich aufgrund jahrelanger Selbständigkeit wohl schwer vermittelbar geworden bin, so sieht er es,
    möchte er nun, dass ich mich nicht mehr nur auf Stellen bewerbe, die halbtags - vormittags ausgeschrieben
    sind, sondern auch auf solche die im Wechseldienst vormittags/nachmittags/ wochenende besetzt werden.
    Mein jüngstes Kind besucht die Grundschule, in der es lediglich Betreuung bis 13.30 Uhr gibt. Und wir haben
    auch keine Oma die einspringen könnte. Die größeren Kinder kommen nie vor 16.00 Uhr aus der Ganztagsschule.
    Ist es zumutbar , das ein 8-jähriges Kind von 14.00 bis 16.00 Uhr sich selbst überlassen ist und danach bis
    ca. 19.00 Uhr von den größeren Geschwistern betreut wird.
    Mein Sachbearbeiter drohte mir mit Leistungskürzung, wenn ich mich nicht auf solche Angebote bewerbe.

    Mit lieben Gruß,
    Mutter

  2. #2
    Lamia ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Re: zumutbare arbeit

    Hallo

    Gibt es bei euch nicht die Möglichkeit von Hort nach der Schule? Ich mein, bei uns in Sachsen Anhalt ist es möglich die Schulkinder nach der Schule noch bis 17 Uhr in den Hort zu bringen.


    Lamia

  3. #3
    Mutter ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Re: zumutbare arbeit

    Leider ist das bei uns ( NRW) nicht in allen Städten und schon gar nicht auf dem Land möglich. Der nächste Hort
    ist 25 km entfernt.

  4. #4
    Kätzchen35 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Re: zumutbare arbeit

    Hallo,

    also ersteinmal ist jede Art von Arbeit zumutbar.
    Von dem Gedanken eine Arbeitsstelle von 8 bis 12 Uhr antreten zu können solltest du dich verabschieden, denn das ist so gut wie nicht mehr drin.
    Anfallende Betreuungskosten können auch vom Amt übernommen werden. Und wegen einer geeigneten Betreuung kannst du auch mal beim Jugendamt nachfragen (Tagesmutter).

    Liebe Grüße
    Kätzchen35
    Rechtlicher Hinweis Die von mir getätigten Aussagen und Auskünfte entsprechen meiner persönlichen Meinungen sowie Kenntnissen und stellen keine gesetzliche oder verbindliche Rechtsberatung dar!
    www.sozialer-brennpunkt.de

  5. #5
    hermine ist offline Gesperrt
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    Standard

    Hallo,

    alles mußt Du Dir von der ARGE auch nicht bieten lassen.

    Als alleinerziehende Mutter ist nicht jeder Job machbar bzw. zumutbar, schon gar nicht Wechselschicht und Wochenende usw. Die familiären Verhältnisse müssen auch in unserer heutigen Zeit berücksichtigt werden.

    Außerdem würde ich mir die Drohung bzgl. der Lesitungskürzung schriftlich geben lassen, denn dann kannst Du auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den zuständigen Sachbearbeiter der ARGE oder einen Widerspruch sprich Rechtsbehelf gegen diese Bescheid oder dieses Schreiben einlegen.

    Vielleicht brauchst Du ja noch weitere Tipps unter www.kindergeld24.com oder der
    www.geldvomstaat24.de "Geld vom Staat - Nicht rückzahlbar"

    Hoffe es hilft Dir etwas weiter.

    Gruß

    Hermine

  6. #6
    frau_flodder ist offline Neuer Benutzer
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    Standard

    also ich bin auch alleinerziehend jedoch bisher nur 1 kind. und es würe mir IM TRAUM nicht einfallen derart abstruse arbeitszeiten einzugehen!! - die erziehung und das wohl der kinder geht vor alles und es ist eine frechheit einer alleinerziehenden mutter so einen vorschlag zu unterbreiten - bzw. sie dazu zu nötigen! - als alleinerziehende hat man es ohnehin schwerer, und ("normalerweise") wäre ja abends der papa zur hausaufgabenbetreuung da. aber in dem fall wären ja die kinder sich selbst überlassen - und von wegen die "grösseren" passen auf die "kleineren" auf-?! HALLO-?!!! - also dass mit kinderbetreuung jedes kind (egal wie alt) überfordert ist, liegt wohl auf der hand. und das kind weggeben (tagesmutter) um zu solch familienunfreundlichen zeiten zu arbeiten, finde ich eine ziemich anmaßende forderung von dem ARGE-mitarbeiter! ausserdem kosten die tagesmutter aich geld. es stehen genug kinderlose arbeitssuchende zur verfügung bei denen die familie nicht darunter leiden wenn die mama abends/WE arbeitet. einer alleinerziehenden mutter einen solchen vorschlag zu machen grenzt für mich an dreistigkeit und schikane! es ist eine unglaubliche leistung 3 kinder allein zu erziehen. da sollte der arge-mensch davor achtung haben und nicht solch schwachsinnige forderungen stellen. dem arbeitsmarkt stehen genug kinderlose zur verfügung, da muss man nicht den zusammenhalt einer familie, wo schon der papa fehlt, zerrütten.

    ich würde sagen, legen sie unbedingt beschwerde ein!

  7. #7
    Horst GRUNERT ist offline Gesperrt
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    Hallo Mutter,

    was der Sachberarbeiter will ist doch klar, er will seine Vorgaben erfüllen! Es ist wie es immer war, ob nun Arbeitsamt, Agentur für Arbeit, oder ARGE - die die bisher das System ausgenutzt haben finden auch weiterhin, wenn auch nicht mehr so leicht einen Weg dies zu tun. Leider werden die, die willig und nicht so skrupellos sind dafür von den Sachbearbeitern auf die gleiche Stufe gestellt. Wir sind alle zu faul!
    Über Zumutbarkeit und Arbeitszeiten sollte man mit Menschen die von Ethik keine Ahnung haben nicht diskutieren. Mir hat man z.B. erklärt das ich mein Abitur in Tagesform nicht absolvieren könne weil ich dem Arbetsmarkt dann nicht zur Verfügung stünde, als ob die Arbeitszeit gleichzusetzen ist mit den Zeiten in der Verwaltung und den Behörden! Lächerlich, so mancher Deutsche arbeitet von morgens 05.00 an oder bis Abend 23.00 Uhr und wenn man so Jobangebote wie bei McDonalds oder an den Tankstellen betrachtet sollen die Fallmanager mir erst einmal erläutern welche Zeiten Sie als dem Arbeitsmarkt zuträglich ansehen.

    In Deinem Fall spricht noch etwas anderes dagegen, ein erst 8 jähriges Kind.
    Ich habe erst kürzlich meiner FAllmanagerin schriftlich gegeben, dass ich mir von einer "Rotzgöre" nicht meine Lebensplanung diktieren lasse und ich mir nicht vorstellen kanndas ein 20-jähriger sich von einem 6-jährigen sagen lässt was er zu tun oder zu lassen hat.

    Ihr müsst mehr Zivilcourage zeigen, auch wenns dafür mal eine rein gibt.

    Ich kennen Fallmanager die glauben das man nicht das Recht habe Forderungen zu stellen, die irren gewaltig und das sollte jeder hier im Forum mal begreifen, nur wenn gegen die Reglementierungen immer und immer wieder klar und deutlich eine Auflehnung statt findet geben Bürokraten nach, denn die haben Ihren Arsch im Warmen und Ihre Kohle sicher.

    Verkauft Euch nicht immer als die Dummen, es gibt nicht genug Vollzeitarbeitsplätze und mit Teil-Zeitarbeit und Jobs werden wird nichts verbessern.

    Es ist Schwachsinn sich für 400? in Schicht den Arsch aufzureissen und dann noch Unmengen an Kilometern zurückzulegen um zur Arbeitzu gelangen, damit irgend so ein "Pfuzzi" seine Statistik fälschen kann, denn nchts anderes wird mit dieser Arbeitspolitik betrieben.

    Fördergelder werden, gestrichen und Arbeitsplätze vernichtet, bewusst zerstört, weil es was Abzusahnen gibt bei Vermittlung und Statistik-Schönigung.

    Trete einfach mal vor dem Fallmanager mit einem anderen Bewußtsein auf, Du bist kein Bittsteller sondern Mutter von 3 Kindern. Wenn Dir hier jemand rät das dies zumutbar ist mag er ja seine Gründe haben, vermutlich hat er keine Ahnung was es heist auch nur ein Kind zu haben und Kinder in die Betreuung geben ist sicherlich eine schöne Lösung doch wozu? Wir haben nicht genug Arbeit für alle und dann betätigt sich die ARGE als das was Unternehmer sich wünschen und Gewerkschaften auf die Barrikaden gehen müssten, nämlich als Intitution die das Lohnniveau in Deutschland nach unten drückt! Ja, unsere Politiker wollen sich in die Belange von Arbeitgebern und Arbeitnehmern nicht einmischen, - offiziell !?

    Also Contra und notfalls Klage einreichen!

  8. #8
    Salle ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo,

    leider muss ich Kätzchen zustimmen. Du bist verpflichtet jede Arbeit anzunehmen, da dir in diesem Falle eine Tagesmutter zugesprochen werden würde, und die Betreuung des Kindes somit gewährleistet wäre.
    Gegen ein solches Angebot hätte nur eine Klage Erfolg, wenn dieses deine Mutterpflichtn erheblich verletzten würde, dazu zählt eine Schichtarbit aber nicht.

    Horst Grunert, es gibt Bestimmungen, diese können auch nicht umgangen werden, wenn man ein selbstsicheres Auftreten an den Tag legt.
    Auch viele SB möchten sich eigentlich nicht an die Vorgaben halten die das Gesetz ihnen vorschreibt, und haben durchaus Verständnis für die Probleme vieler ALG2 Empfänger.
    Die SB sind Angestellte, die einer Weisung von oben unterliegen und denen oft die Hände gebunden sind und nicht frei walten und entscheiden können.

    Natürlich gibt es auch schwarze Schaafe, die ihre Macht gegenüber dem Hilfeempfänger durchaus genießen.

    Doch es ist noch nicht aller Tage Abend, versuche selber Initiativbewerbungen zu schreiben und nicht nur auf die Angebote der Arge zu reagieren, wenn du das nicht bereits machst.
    Wenn du nun bei einer Stelle vorstellig werden musst, die im Schichtbetrieb ausgeschreiben ist, hast du sowieso schlechte Aussichten.
    Da du 3 Kinder hast, alleinerziehend bist und keine Betreuungsmöglichkeiten hast, wird man dich wahrscheinlich sowieso nicht einstellen wollen.
    Betone dies subtil und z. Bsp in dem du nachfragst wie Kinderfreundlich der Betrieb ist, das du ein kleines Kind daheim hast das chronische Bronchitis oder ähnliches hat etc. und ob dein Arbeitgeber dafür Verständnis hätte usw.

    So umgehst du einen Job annehmen zu müssen, der mit der Kindererziehung nicht vereinbar ist und den Ärger mit der Arge.

  9. #9
    Horst GRUNERT ist offline Gesperrt
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    Hallo Sallo,

    die Zumutbarkeitsbestimmung mag bewirken das zunächst jede Arbeit zumutbar erscheint und wenn der Text dann auch noch damit untermauert wird das man alles dazu beitragen muss die Situation zu verbessern ist dies genau der Knackpunkt an dem ich ansetze.
    Fakt ist das die Arbeitsaufnahme das Ziel haben soll, dass der Leistungsempfänger dauerhaft die staatliche Unterstützung nicht mehr in Anspruch nehmen muss.

    Sicherlich kann man Sich darüber streiten ob eine zunächst geringfügig bezahlte Tätigkeit nicht durchaus ein Ansatz ist dieses Ziel früher oder später zu erreichen. Man kann aber auch die Frage stellen ob dies nicht grade in Gegenteil führt.

    Was wir gegenwärtig im Arbeitsmarkt bemerken ist die Tendenz der Unternehmer eben genau diese veröffentliche Version von "Zwang zur Arbeitsannahme" auszunutzen. Die Folge daraus noch weniger Vollzeittätigkeiten.

    Ob man mit dieser Variante glaubhaft den Leistungsbeziehern davon überzeugen kann das dies zur geforderten Zielsetzung führt bezweifel ich nicht nur, ich bin auch bereit gegebenenfalls eine Kürzung in Kauf zu nehmen um dieses vor dem Sozialgericht prüfen zu lassen.

    Die Auslegung der Pflichten, diese können die ARGE'n allesamt sehr gut den Leistungsbeziehern vorpredigen, ihre eigenen Verpflichtungen verpackt man z.B. in den Eingliederungsvereinbarungen mit Formulierungen wie: "....im Rahmen freier Kapazitäten und Möglichkeiten", "... nach Eignung und Fähigkeit"!

    Es gilt wie anderswo auch, immer schön den Gegenüber in die Enge treiben und mit Forderungen belegen aus der Defensive heraus dürfen sich die Betroffenen dann verteidigen. Soviel zu einer gemeinsamen Lösung des Problems! Da hast Du dann eine junge "Dumpfbacke" mit Abitur dort sitzen als Fallmanager und auf der anderen Seite einen gestanden 48 jährigen KEY ACCOUNT MANAGER aus dem Dentalbereich und alles was der sogenannte Fallmanager dann auf der Pfanne hat ist, Dich zu fragen warum Du denn nicht arbeitest!

    Also Salle, ich denke wir sollten den Hilfesuchenden mal vermitteln wie viele wir sind und das sich niemand schämen oder sein Selbstbewusstsein noch ein wenig dämpfen lassen muss.

    Es gibt in diesem Staat zuwenig Arbeit, weil immer noch Menschen ausgenutzt werden, Überstunden leisten sollen - statt einen neuen Mitarbeiter einzustellen und Unternehmer den Hals nicht vollkriegen.
    Wobei für mich viele Mittelständler und Kleinbetriebe nicht die Unternehmer sind die ich meine, weil sie eh nur abhängig sind von Banken und Zulieferern und im Grunde noch beschissener dran sind wie mancher der Arbeitslosen.

    Das HARTZ IV Gesetz ist von mehreren Ganoven gestrickt und durch den Bundestag gedrückt worden, wissentlich das sich die Masse dann damit nicht beschäftigen wird solange sie nicht betroffen ist.

    Es ist wie mit dem Mindestlohn, ich bin dagegen weil zukünftig die Verdiener die darüber liegen von Ihrem Chef die Kündigung erhalten!

    Warum sollte der mehr zahlen als nötig? Nur soweit denken die meisten eben nicht!

    Wir lassen uns alles gefallen und suchen hier nach Lösungen, was auch ganz vernünftig ist, aber der Staat nutzt diese Uneinigkeit eiskalt aus!

    Soviel dazu das man glaubt jede Arbeit machen zu müssen! Ich muss nur sterben, irgendwann einmal!

    Bis dahin denke ich überhaupt nicht daran mir von Blutsaugern (700? Diätenerhöhung) sagen zu lassen was geht und was nicht geht!

    Es geht nicht an das diese Jungs da oben sich mal eben unsere monatliche Lebensgrundlage als Taschengeld aufstocken! Das ist es !

  10. #10
    Horst GRUNERT ist offline Gesperrt
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    Hallo an Mutter!

    Ich denke das ich meine Meinung hinsichtlich Deiner Verpflichtung bereits dargelegt habe im voran gegangenen Beitrag.

    Anders wie Salle und Kätzchen stehe ich Deiner angeblichen Verpflichtung anders denkend gegenüber!

    Verlang das der Fallmanager Dir diese mündliche Verpflichtung schriftlich gibt, nicht abwimmeln lassen!

    Er soll dazu stehen! Und dann zur Presse damit und Klage beim Sozialgericht einreichen.

    Ich denke das der Fallmanager genügend andere Arbeitslose hat auf die er sich zunächst konzentrieren kann die wesentlich geringere Belastungen zu ertragen haben und das jeder Tag für Dich und Deine Kinder ein Gewinn ist an dem Du nicht in eine Maßnahme gezwungen wirst, schon gar nicht in Schichtarbeit.

    Schuchtarbeit ist zudem für Dich als Mutter gesundheitlich nicht zumutbar, weil die biologische Uhr nicht dazu kommt Streßhormone ausreichend abzubauen. Streß aber wirst Du schon alleine dadurch bekommen das Du in ständiger Sorge um Deine Kinder bist und somit unter Dauerdampf stehst. Und wenn Du dann Zuhause bist kommt der alltägliche Erziehungstreß noch hinzu, was den Pegel übernatürlich erhöht.

    Schönen Gruß an den Fallmanager(in)

    er/sie haben wohl nur das Zeug zum kriechen, aber nicht zum denken!

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