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#1
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Hallo,
ich bin jetzt seit einigen Wochen hier im Forum unterwegs und muss sagen dass ich es super finde das es diese Möglichkeit gibt sich Rat und Unterstützung in allen Fragen rund um das Leben mit ALG2 zu holen. Auf der einen Seite als teilweise selbst betroffene kann ich die Problematiken der Leute hier sehr gut nachvollziehen. Leben mit ALG2 ist schwer, undurchsichtig und nervenaufreibend. Viele Leute die hier Rat suchen, wissen nicht mehr ein noch aus sind aber dennoch motiviert an ihrer eigenen Situation etwas zu ändern. Für die einigen ist es schwieriger für die anderen weniger und für machen aufgrund des Alters oder anderern persönlichen Tragödien unmöglich. Doch der Grundtonus den man heraushört ist Scham, Zukunftsangste und der Wunsch nach Selbstbestimmung und eigenen Verdienstmöglichlkeiten. Also Leute die aus Not heraus Sozialleitungen in Anspruch nehmen MÜSSEN, dies aber nicht als lebenswerten und erstebenswerten Lebensweg erachten. Doch leider bin ich hier auch bereits auf eine andere Kategorie gestoßen, die das Bild des ALG2 Empfängers nachhaltig negativ in der Öffentlichkeit prägen. Leute denen es egal ist, dass Sozialleitungen aus Steuergeldern anderer Menschen finanziert werden und ihre eigene Verantwortung an den Staat übertragen und meinen das dieses ihr gutes Recht sei. Ich finde die Fragen die eine nur darauf abstimmen Tricks und Kniffe zu erfahren um an weitere nichts rechtsmäßige Leistungen zu kommen verwerflich und unmoralisch. Nicht nur der Allgemeinheit gegenüber sondern auch allen anderen Leistungsbeziehern gegenüber die Mißtrauen, Sanktionen und Überwachungen im Gegenzug mit zu tragen haben. Leider ist es solchen leuten auch zu verdanken dass viele Menschen sich nicht mehr trauen Anträge auf Erstaustattung etc. zu stellen aus Angst auf ablehnende Reaktionen mit Unterstellung auf Schmarotzertum. Ich möchte niemandem zu nahe treten noch eine gesteigerte Dankbarkeit für Sozialleistungen fördern sondern eine Diskussion anregen... |
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#2
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huhuuuu,
ich hab auch son Ding zu erzählen.... Letztens Jahr habe ich mich bei meinem zuständigen Jobvermittler gemeldet und gesagt,das ich trotz meiner 5 damals 2-11 Jährigen Kindern arbeiten gehen kann,da eine Freundin mit in meinem Haushalt wohnt,die die Kinderbetreuung übernehmen kann....ich hätte von morgends 8 bis nachmittags um 3 arbeiten können. Ich habe vor den Kindern als Krankenpflegehelferin gearbeitet und habe Führerschein und ein altes,jedoch funktionstüchtiges Auto um zu einer evtl. Arbeitsstelle zu gelangen. Die Reaktion des Arbeitsvermittlers:nöööö Frau....,bleiben sie mal schön zu Hause,das Geld steht ihnen zu,und sie haben schliesslich Kinder,da kümmern sie sich lieber drum. Mir ist echt alles aus dem Gesicht gefallen.Da will man schon arbeiten und klärt die Kinderbetreuung etc. und dann wird man erst nicht unterstützt....primaaaaaaaa So bekommt man den deutschen Staat nicht gesund. Im überigen habe ich es von Juli bis September mit einem Job an einer Flirthotline versucht.Verdienst 4 € die Stunde.Allerdings pack ich das nicht.nachts von 0 uhr bis um 5 zu arbeiten und morgends muss ich um 7 wieder im pkw sitzen um meine Kinder zur Schule in die Nachbarstadt zu fahren.Dazu kommt noch,das ihr euch gar nicht vorstellt,wer da alles anruft und was die wollen.Mir ist teilweise schlecht geworden. Naja die wenigsten Arbeitgeber wollen jemanden wie mich.Da ich ja gesetzlichen Anspruch auch auf den Kinderkrankenschein habe.Versucht habe ich es und werde auch weitermachen. was ich damit sagen möchte,ist das leider fast alle Arbeitssuchenden (tolltes wort) einen schlechten Ruf haben,auch wenn man sich bemüht. liebe grüsse |
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#3
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Tja, als ich damals nach der Schule nicht direkt eine Stelle hatte hieß als erster: "Warum gehen Sie nicht studieren?" - "Weil ich nicht will" - "Müssen sie ja auch nicht, schreiben sie sich irgendwo ohne NC ein, zu den Seminaren gehen sie einfach nicht hin" - hauptsache nicht arbeitssuchend!
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Meine Posts stellen keine Rechtsberatung o.Ä. dar und sind nach besten Wissen verfasst worden! Link zum SGB2: http://bundesrecht.juris.de/sgb_2/index.html |
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#4
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Zitat:
Die Entwerfer, Befürworter, Einführer und Bearbeiter dieser Gesetze. Und aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Das sind Verbrecher. Nicht etwa unmoralisch, was ja inzwischen überll hoffähig geworden ist, sondern die handeln gegen das Gesetz - und da hört der Spaß auf. Wenn ich Zeit hätte, dann könnte ich hier oder anderswo mal ein paar Erlebnisse und Schriftstücke veröffentlichen vom Bundestag, Landtag, Kreistag, AA, ARGE, Sozialgericht ... Und dieses Verhalten ist dann bestimmt "nicht geeignet", sich beliebt zu machen. Außerdem werden die Mittel für SGB II - Empfänger aus Steuermitteln bezahlt. Wir Bürger haben ein Anrecht, daß unsere Steuermittel sinnvoll, vernünftig und effektiv eingesetzt werden. Davon kann ich aber nichts erkennen. Ist es nicht unrationell, einer Mutter 1000 EURO für einen Kindergartenplatz zu bezahlen und die nach Arbeit suchen zu lassen (wohlgemerkt: Die hat noch keine ! Und deren Chancen sind auch ganz gering !) und wenn die eine finden würde, bestimmt unter 1000 EURO. Also ein Verlustgeschäft. Also ich will sowas nicht unterstützen. Noch was anderes: Es wurde bei der Einführung versprochen: "Fordern und Fördern." Ich suche seitdem aber vergeblich nach dem Fördern. es wird nur gefordert. So kann es ja nicht gehen. Oder ? (Also für mich ist das deswegen LÜGe und Betrug von den Einführenden !) Vielleicht kann mir jemand sagen, wo und wie ich die Förderung einfordern kann ??? Etwa klagen ? Ich habe inzwischen jede Menge Klagen beim SG laufen. Da passiert seit Jahren nichts. Selbst wenn ich hier klagen würde, müßte ich erst mal viele Jahre auf ein Urteil warten. Dabei ist doch klar (und wurde auch so dargestellt), daß fordern und fördern gleichberechtigt ist. Wo also ?!
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#5
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Hallo Martinius
Ich denke, dass Du mit Deiner Meinung hier richtig liegst. Nur sind die Barrikaden und Mauern dieser Gesetzesgeber so angelegt, dass keiner sie einreißen darf und kann. Es ist zwar schon angenehm, in diesem Forum etwas Luft abzulassen, doch hilft es einem keinen Deut in der allgemeinen Lebenssituation weiter. Habe nach meiner Wegrationalisierung vor Jahren im Alter von 45 Jahren auch nie gedacht, dass es so schwer würde wieder eine vernünftige Stelle zu bekommen. Zuerst denkt man immer noch in der finanziellen Vorstellung von vorher, bis man dann bereit ist sich extrem nach unten zu bewegen. Entweder zu Alt, überqualifiziert oder nicht fachbezogen genug. X-Bewerbungen und Maßnahmen der ARGE die einem aber kein Stück weitergebracht haben. Nur das eigene Selbstwertgefühl bestätigte. In der heutigen Lage nachdem einem die Gesetzgebung alles weggenommen hat, ist es leider wirklich schon so, dass sich unter dem Strich arbeiten zu solchen Niedrigpreisen nicht mehr auszahlt. Wer einem 1,--€ Shop nach geht verrichtet dieselbe Tätigkeit wie eine Fachkraft? Sich abzurackern und seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen nur um einigermaßen normal Leben zu können und dabei den Arbeitgeber sein besseres Leben zu finanzieren, dass ganz doch nicht sein. Außerdem wird die Lage von vielen Arbeitgebern voll ausgenutzt. Wer arbeitet gern auf drei oder vier Shops nur um sich über Wasser halten zu können? Und dann kann man sich anhören: “Sie sind doch bisher auch mit dem wenigen ausgekommen, oder?“ Es lebe eben der „kleine“ Unterschied! Hier könnte man noch Stundenlang ausholen und berichten, doch ändert es leider nichts. |
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#6
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Erstaunlich welche hehren Worte für ein vergleichsweise üppiges Sozialprogramm. 60 % des Bundeshalts gehen für Soziales und Schuldzinsen drauf.
In Italien und den USA gibt es nichts verleichbares. Die Staaten die was vergleichbares haben kann man an einer Hand abzählen. In der wohlhabenden Schweiz gibt es Stütze nur für einen befristeten Zeitraum. Als US Präsident Clinton in den USA die Stütze abschaffte konntest du garnicht so schnell sehen wie die Leute plötzlich wieder Jobs hatten. |
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#7
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Hallo Alfred !
Ich möchte Dich nur fragen: Lebst Du in den USA? Oder in der Schweiz ? Nein? - Siehste, ich auch nicht! Aber ich war schon mal da, in Chicago z.B. und immer wenn ich diese dusselige Kuh von von der Leyen sehe und hörre wie toll Sie als Mama doch so viele Kinder groß gezogen hat, könnte ich der Alten eine in die Fresse hauen! 1. Hatte Ihr Papa gut Kohle als Ministerpräsident 2. Hat Sie in Amerika mit Sicherheit Ihre Kinder von einer Nanny betreuen lassen und 3. hat die ein Problem mit Ihrer Profillierungssucht Typisch "American way of live - Grinsen " und "Positiv-Seher auber auch Vergesser"-Type! Es gibt einen Spruch der besagt was nichts kostet ist nix und was hier für uns Arbeitslose geboten wird ist absolut nicht die Aufmerksamkeit wert die man täglich durch praktizierte Ungerechtigkeit bekommt. Fördern und fordern! Ich be(fördere) Sie hinaus und dann fordern sie mal! Das sollten wir daraus machen. Die SPD hat vor der Wahl propagiert: sie sei sozial gerecht(er) Irgendwie triffts zu nach dem Weggang vieler Linker! Gruß |
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#8
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Zitat:
Was für Vergleiche du Anstellst.... Was zahlt der Ami wenn er Arbeitet denn EIN ? Ich habe 5 Führerscheine und einen Meisterbrief.... Aber wie geht es der Gastronomie zur Zeit dank Rauchverbot (-30%),Lebensmittelerhöung, (+15%) Energiekosten (+15%) Bierpreis am 01.01.08 (+10%) und noch so 3-4 Versteckte wer soll mich Einstellen geschweige Bezahlen inkl Arbeitgeberanteil? Ach so der Sprit gehört mit dazu.....sorry was Kostet der in den USA Und wie hoch ist die USA verschuldet Beiträge sollen was bringen und man nicht in Frage stellen. Wenn du was hast was uns hilft wäre ich dir Dankbar. Mfg |
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#9
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Zitat:
![]() Erst seit der Geburt meines Kindes (vorher immer gearbeitet, bin jetzt fast 40) bin ich in Hartz4. Jetzt ist das Kind 9 Monate. Ich habe seitdem mehr als ein Arbeitsangebot bekommen (zwar Leiharbeit, aber besser als Nichts), dass ich aber nur nutzen kann, wenn ich eine Betreuung habe und zwar ganztags. Das kostet bei uns mit Essen rund 400 Euro, für Kinder unter 3. Auf Anfrage bei Arge und Jugendamt sagte man mir, dass ich zu Hause bleiben soll und um mein Kind kümmern, das wäre doch besser so, denn außerdem das würde mir niemand bezahlen. Erst wenn das Kind drei Jahre alt ist, gibt es einen Kindergartenanspruch und dann werden 4 Stunden bezahlt, bis ich einen Job habe. Dann kann problemlos verlängert werden. Also bleibe ich zu Hause und lese wieder jeden Tag von Mitmenschen, wie faul wir Hartz4-Empfänger sind. Ich bin dafür, dass Bedürftige Zugang zu kostenloser Betreuung haben, damit sie sich dem widmen können, was wichtig ist, der Arbeitssuche und dann dem Lebensunterhalt. Nebenbei tut es auch dem Kind gut, wenn es als einziges Kind regelmäßig unter Kindern ist. |
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#10
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Hallo Miteinander!
Die ARGE'n berufen sich stetig auf die § des SGB II es gibt aber auch noch weitere Gesetzesbücher z.B. das SGB III und unter § 1 finden wir doch schon genügend Argumente warum manche Dinge nicht zur Anwendung kommen sollten. Gruß |
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