Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    dms
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    Standard Neu-Bedarfssätze etc ab 01.08.16 bei BAB/ Abg und Hinweise zur Berechnung

    BAB - B e d a r f s s a t z / F r e i b e t r a g
    Betrag in Euro
    01.08.2010 01.08.2016
    berufliche Ausbildung (§61 SGB III)
    anderweitige Unterbringung (Abs. 1)
    - Grundbedarf (§ 13 Abs. 1 Nr. 1 BAföG)
    348,-- 372,--
    - Pauschale für Miete bzw. Selbstbehalt bei höheren Mietkosten 149,-- 166,--
    - Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete 75,-- 84,--
    Unterbringung beim Ausbildenden, volle Verpflegung
    sonstige Bedürfnisse
    90,--
    96,--
    Unterbringung Wohnheim/Internat, volle Verpflegung
    sonstige Bedürfnisse
    90,--
    96,--
    Auslandszuschlag Schweiz
    - - -
    - - -
    Wert je Tag der Woche,
    für den regelmäßig keine volle Verpflegung gewährt wird monatlich
    31,-- 33,--
    Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (§ 62 SGB III)
    im Haushalt Eltern/Elternteil (§ 12 Abs. 1 Nr. 1 BAföG) 216,-- 231,--
    Unterbringung Wohnheim/Internat, volle Verpflegung
    sonstige Bedürfnisse
    90,--
    96,--
    anderweitige Unterbringung
    - Grundbedarf
    391,-- 418,--
    - Selbstbehalt bei höheren Mietkosten 58,-- 65,--
    - Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete 74,-- 83,--
    BAB f. Behinderte, Ausbildung (§116 SGB III)
    im Haushalt Eltern/Elternteil
    unverheiratet/keine Lebensp. und unter 21 Jahre
    316,-- 338,--
    verheiratet/Lebensp. oder bereits 21 Jahre 397,-- 425,--

    wird fortgesetzt
    Geändert von dms (28.02.2016 um 10:55 Uhr)

  2. #2
    dms
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    Standard

    sonstige Aufwendungen (§ 64 SGB III)
    Fernunterrichtsgebühren
    Lernmittel
    11,--
    (nur bis 17.09.2010)
    Arbeitskleidung 12,-- 13,--
    Kinderbetreuungskosten (Abs. 3 S. 3) 130,-- 130,--
    Freibeträge
    auswärtige Unterbringung (§ 67 Abs. 2 Nr. 3 SGB III) für
    Azubi 58,-- 62,--
    Eltern 567,-- 607,--
    Sozialpauschale (§ 21 Abs. 2 BAföG)
    für rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
    Proz. Wert
    Maximalabzugsbetrag
    21,3
    12.100,00
    21,2
    13.000,00
    für nichtrentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
    Proz. Wert
    Maximalabzugsbetrag
    14,4
    6.300,--
    15,0
    7.300,--
    für Nichtarbeitnehmer und auf Antrag von der Versicherungspflicht befreite
    Proz. Wert
    Maximalabzugsbetrag
    37,3
    20.900,--
    37,0
    22.400,--
    für Personen im Ruhestandsalter
    Proz. Wert
    Maximalabzugsbetrag
    14,4
    6.300,--
    15,0
    7.300,--
    Weitere Pauschale
    Werbungskostenpauschale Arbeitnehmereinkommen
    920,--
    Ab 01.01.2011
    1.000,--
    1000,--
    Werbungskostenpauschale Renten/ Bezüge
    102,--
    102,--
    Werbungskostenpauschale Kapitaleinkünfte (Sparer-Pauschbetrag)
    801,--
    801,--
    Werte zur Ermittlung der Steuerpauschale (Azubi-Einkommen)
    Abzugsbetrag, da bis zu diesem Betrag Steuerfreiheit unterstellt wird
    815,15
    840,--
    Prozentualer Wert des bereinigten Betrages
    23 %
    16 %
    Pauschale vom Einkommen Kinder bzw. sonstiger Unterhaltsberechtigter
    Abzugsbetrag von den Bruttoeinkünften
    138,05
    140,--
    Einkommen Auszubildender (§ 23 BAföG)
    auf sonstiges Einkommen des Azubi - nicht von § 23 Abs. 3 und 4 BAföG erfasst, z.B. Nebenjob des Azubi - für
    - Azubi selbst (Abs. 1 Nr. 1)
    255,-- 290,--
    - Ehegatten Azubi (Abs. 1 Nr. 2) 535,-- 570,--
    - jedes Kind Azubi (Abs. 1 Nr. 3) 485,-- 520,--
    auf Waisenrenten/-geld des Azubi 125,-- 130,--
    Härtefreibetrag für besondere Kosten der Ausbildung 205,-- 260,--
    Einkommen Eltern und Ehegatte/ Lebenspartner (§ 25 BAföG) für
    miteinander verheiratete, nicht dauernd getrennt lebende Eltern
    (Abs. 1 Nr. 1)
    1.605,-- 1.715,--
    sonstige Elternteile u. Ehegatte/ Lebenspartner (Abs. 1 Nr. 2) 1.070,-- 1.145,--
    für Ehegatte Einkommensbezieher, kein Elternteil Azubi
    (Abs. 3 Nr. 1)
    535,-- 570,--
    Kinder Einkommensbezieher und weitere Unterhaltsberechtigte
    (Abs. 3 Nr. 2)
    485,--
    520,--



    Zur Anwendung der Beträge sei folgendes gesagt:
    Wir unterscheiden grundsätzlich 3 Gruppen:

    1. euer Bewilligungszeitraum (BWZ) endet vor dem 01.08.2016
    2. euer BWZ beginnt nach dem 31.07.2016
    3. euer BWZ schließt den 01.08.2016 ein.

    zu 1. es werden ausschließlich die alten Werte (Spalte 2) verwendet
    zu 2. es werden ausschließlich die Werte aus der letzten Spalte verwendet
    zu 3. es werden Mischberechnungen, soweit es das Azubi-Einkommen betrifft, angestellt.
    zu 3. es wird das Elterneinkommen einmal mit den alten werten (Spalte 2) berechnet (bis 31.07.2016)
    zu 3. und ab dem 01.08.2016 mit den neuen Werten.

    Dezember-Mitteilung der BA zu dem Thema

  3. #3
    dms
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    Standard

    Hier auch die neuen geänderten Werte für die Berechnung des Ausbildungsgeldes.
    Ausbildungsgeld ist das Gegenstück für die Berufsausbildungsbeihilfe,
    welches behinderten Menschen als Ausbildungsbeihilfe im Rahmen von
    Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gewährt werden kann.

    Wichtiger Hinweis: es kann nur eines von Beiden geben, entweder BAB oder Abg.

    § 113 Leistungen zur Teilhabe SGB III
    (1) Für behinderte Menschen können erbracht werden
    1. allgemeine Leistungen sowie
    2. besondere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und diese ergänzende Leistungen.
    (2) Besondere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden nur erbracht, soweit nicht bereits durch die allgemeinen Leistungen eine Teilhabe am Arbeitsleben erreicht werden kann.


    Zu den allgemeinen Leistungen zählt u.a. BAB
    (hierbei dürfen die BAB-Bezieher auch im Haushalt der Eltern wohnen,
    Werte sind im Eingangsbeitrag zu finden -BAB f. Behinderte, Ausbildung (§116 SGB III)-).
    Abg ist den besonderen Leistungen zuzuordnen.

    Hinsichtlich der Regeln für die Anrechnung kann man auch beim BAB nachschauen.

    Warum?

    § 122 Ausbildungsgeld SGB III
    (1) Behinderte Menschen haben Anspruch auf Ausbildungsgeld während
    1. einer Berufsausbildung oder berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme einschließlich einer Grundausbildung,
    2. einer individuellen betrieblichen Qualifizierung im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung nach § 38a des Neunten
    Buches und
    3. einer Maßnahme im Eingangsverfahren oder Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen,
    wenn Übergangsgeld nicht gezahlt werden kann.
    (2) Für das Ausbildungsgeld gelten die Vorschriften über die Berufsausbildungsbeihilfe entsprechend, soweit nachfolgend nichts Abweichendes bestimmt ist.


    Nachfolgend werden die Freibeträge bzw. Bedarfe speziell geregelt und auch einige
    Änderungen von Anrechnungen Einkommens.


    B e d a r f s s a t z / F r e i b e t r a g
    01.08.2010
    01.08.2016
    Berufliche Ausbildung (§ 123 SGB III)
    im Haushalt Eltern/Elternteil (Abs. 1 Nr. 1)
    - unverheiratet/keine Lebensp. und unter 21 Jahre (1. Alt.)...
    316,-- 338,--
    - verheiratet/ Lebensp. oder bereits 21 Jahre (2. Alt.)............. 397,-- 425,--
    Wohnheim usw. mit Kostenerstattung U + V (Abs. 1 Nr. 2)........ 104,-- 111,--
    anderweitige Unterbringung mit Kostenerstattung U + V (Abs. 1 Nr. 3)

    - unverheiratet/keine Lebensp. und unter 21 Jahre (1. Alt.)...
    230,-- 246,--
    - verheiratet/Lebensp. oder bereits 21 Jahre (2. Alt.)............. 265,-- 284,--
    anderweitige Unterbringung ohne Kostenerstattung U + V (Abs. 1 Nr. 4)

    - Grundbedarf (§ 13 Abs. 1 Nr. 1 BAföG) ...............................
    348,-- 372,--
    - Pauschale für Miete (§ 13 Abs. 2 Nr. 2 BAföG) bzw.

    Selbstbehalt bei höheren Mietkosten (§ 13 Abs. 3 BAföG)..
    149,-- 166,--
    - Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete (§ 13 Abs. 3 BAföG)....... 75,- 84,--
    anderweitige Unterbringung ohne Kostenerstattung U + V, unter 18 Jahre und Erreichbarkeit Maßnahmestätte von Elternwohnung bzw. Leistungen der Jugendhilfe (Abs. 2)............. 316,-- 338,--
    BvB und Grundbildung (§ 124 SGB III)
    im Haushalt Eltern/Elternteil

    (Abs. 1 Nr. 1 SGB III i.V.m. § 12 Abs. 1 Nr. 1 BAföG)
    216,-- 231,--
    anderweitige Unterbringung ohne Kostenerstattung U + V (Abs. 1 Nr. 2)

    - Grundbedarf (§ 12 Abs. 2 Nr. 1 BAföG) ...............................

    391,--

    418,--
    - Selbstbehalt bei höheren Mietkosten (§ 12 Abs. 3 BAföG).. 58,-- 65,--
    - Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete (§ 12 Abs. 3 BAföG)....... 74,-- 83,--
    anderweitige Unterbringung mit Kostenerstattung U + V (Abs. 1 Nr. 3)
    172,-- 184,--
    anderweitige Unterbringung ohne Kostenerstattung U + V, unter 18 Jahre und Erreichbarkeit Maßnahmestätte von Elternwohnung bzw. Leistungen der Jugendhilfe (Abs. 2)............. 204,-- 218,--
    Wohnheim, Internat oder besondere Einrichtung für Behinderte (Abs. 3) wie bei berufl. Ausbildung nach § 123 Abs. 1 Nr. 2 SGB III .......
    104,--
    111,--
    WfbM (§ 125 SGB III)
    1. Jahr 63,-- 67,--
    ab 2. Jahr 75,-- 80,--
    Freibeträge (§ 126 SGB III)
    Einkommen Teilnehmer aus Waisenrenten/-geld, Unterhaltsleistungen (Abs. 2 Nr. 1)..... 242,-- 259,--
    Einkommen Eltern (Abs. 2 Nr. 2)
    - verheiratete, nicht getrennt lebende Eltern...........................
    2.909,-- 3.113,--
    - verwitweter Elternteil bzw. getrennt lebender Elternteil........ 1.813,-- 1.940,--
    Einkommen Ehegatte/Lebenspartner des Teilnehmers (Abs. 2 Nr. 3)

    1.813,--


    1.940,--

    Ich bitte darum, keine Beiträge anzufügen, damit dieser Thread ausschließlich für INFO's
    zu den Neuregelungen zur Verfügung steht.

    dms

  4. #4
    dms
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    Standard Wie wird meine Miete bei BAB (Ausbildung) berücksichtigt?

    BAB - B e d a r f s s a t z / F r e i b e t r a g
    Betrag in Euro
    01.08.2010 01.08.2016
    berufliche Ausbildung (§61 SGB III)
    anderweitige Unterbringung (Abs. 1)
    - Grundbedarf (§ 13 Abs. 1 Nr. 1 BAföG)
    348,-- 372,--
    - Pauschale für Miete bzw. Selbstbehalt bei höheren Mietkosten 149,-- 166,--
    - Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete 75,-- 84,--


    Nehmen wir mal an ihr wohnt zu zweit in einer Wohnung und zahlt insgesamt 490 Euro Warmmiete.

    Zunächst für den Zeitraum bis zum 31.07.2016.

    Euer Mietanteil beträgt 490 / 2 Mieter = 245 Euro

    Von eurem Mietanteil zieht Ihr zunächst 149 Euro ab.
    Diese Pauschale erhaltet Ihr, sobald ihr auswärtig, also nicht im Haushalt der Eltern, wohnt
    (natürlich wegen der Ausbildung).
    Euer bisheriger Bedarf setzt sich also derzeit wie folgt zusammen: 348 Euro + 149 Euro = 497 Euro

    Von eurem Mietanteil bleiben nach Abzug der 149 Euro noch 96 Euro übrig.

    Nun wird verglichen -> die 96 Euro , jedoch max. der Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete in Höhe von 75 Euro.
    (Der niedrigere Wert von beiden wird weiter verwendet.)

    Somit ergibt sich ein Bedarf von 497 Euro + 75 Euro = 572 Euro.

    Wie sieht es dann ab dem 01.08.2016 aus?

    Euer Mietanteil beträgt 490 / 2 Mieter = 245 Euro

    Von eurem Mietanteil zieht Ihr zunächst 166 Euro ab.
    Diese Pauschale erhaltet Ihr, sobald ihr auswärtig, also nicht im Haushalt der Eltern, wohnt
    (natürlich wegen der Ausbildung).
    Euer bisheriger Bedarf setzt sich also derzeit wie folgt zusammen: 372 Euro + 166 Euro = 538 Euro

    Von eurem Mietanteil bleiben nach Abzug der 166 Euro noch 79 Euro übrig.

    Nun wird verglichen -> die 79 Euro , jedoch max. der Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete in Höhe von 84 Euro.
    (Der niedrigere Wert von beiden wird weiter verwendet.)

    Somit ergibt sich ein Bedarf von 538 Euro + 79 Euro = 617 Euro.


    Viel Spass in der Ausbildung!

    zum Nachlesen § 61 SGB III -wie die BA den Paragraph auslegt-
    Geändert von dms (10.02.2016 um 19:17 Uhr)

  5. #5
    dms
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    Standard Wie wird meine Miete bei BAB (BvB) berücksichtigt?

    Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (§ 62 SGB III)
    anderweitige Unterbringung
    - Grundbedarf
    391,-- 418,--
    - Selbstbehalt bei höheren Mietkosten 58,-- 65,--
    - Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete 74,-- 83,--

    Nehmen wir mal an ihr wohnt zu zweit in einer Wohnung (nicht mit Eltern oder Elternteil) und zahlt insgesamt 490 Euro Warmmiete.

    Zunächst für den Zeitraum bis zum 31.07.2016.

    Euer Mietanteil beträgt 490 / 2 Mieter = 245 Euro

    Von eurem Mietanteil zieht Ihr zunächst den Selbstbehalt bei höheren Mietkosten 58 Euro ab.
    Von eurem Mietanteil bleiben nach Abzug der 58 Euro noch 187 Euro übrig.
    Nun wird verglichen -> die 187 Euro , jedoch max. der Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete in Höhe von 74 Euro.
    (Der niedrigere Wert von beiden wird weiter verwendet.)
    Somit ergibt sich ein Bedarf von 391 Euro + 74 Euro = 465 Euro.
    Eure Miete wird also in Höhe von 58 Euro + 74 Euro = 132 Euro berücksichtigt.

    Wie sieht es dann ab dem 01.08.2016 aus?

    Euer Mietanteil beträgt 490 / 2 Mieter = 245 Euro

    Von eurem Mietanteil zieht Ihr zunächst den Selbstbehalt bei höheren Mietkosten 65 Euro ab.
    Von eurem Mietanteil bleiben nach Abzug der 65 Euro noch 180 Euro übrig.
    Nun wird verglichen -> die 180 Euro , jedoch max. der Höchstbetrag Zusatzbedarf Miete in Höhe von 83 Euro.
    (Der niedrigere Wert von beiden wird weiter verwendet.)
    Somit ergibt sich ein Bedarf von 418 Euro + 83 Euro = 501 Euro.
    Eure Miete wird also in Höhe von 65 Euro + 83 Euro = 148 Euro berücksichtigt.


    Viel Spass in der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme!

    zum Nachlesen § 62 SGB III -wie die BA den Paragraph auslegt-

  6. #6
    dms
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    Standard Azubi - Freibetrag bei auswärtiger Unterbringung

    Freibeträge
    auswärtige Unterbringung (§ 67 Abs. 2 Nr. 3 SGB III) für
    Azubi 58,-- 62,--

    Beispiel 1
    Bewilligungszeitraum vom 01.09.2016 bis 28.02.2018
    Das sind insgesamt 18 Monate.
    somit wird gerechnet:
    18 Monate x 62 Euro = 1.116 Euro

    Beispiel 2
    Bewilligungszeitraum vom 01.03.2016 bis 31.08.2017
    Das sind insgesamt 18 Monate.
    somit wird gerechnet:
    _5 Monate x 58 Euro = _290 Euro (01.03.2016 bis 31.07.2016)
    13 Monate x 62 euro = _806 Euro (01.08.2016 bis 31.08.2017)

    18 Monate___________1096 Euro

    dms
    PS: ich habe hier vorausgesetzt, dass Eure Ausbildungsvergütung auch nur jeweils zu einem 1. des Monates wechselt

    PSS: bitte hier keine Beiträge/ Fragen anfügen

  7. #7
    dms
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    Standard Azubi - Sozialpauschale (Ausbildungsvergütung)

    Sozialpauschale (§ 21 Abs. 2 BAföG)
    für rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
    Proz. Wert
    Maximalabzugsbetrag
    21,3
    12.100,00
    21,2
    13.000,00


    Beispiel:
    Bewilligungszeitraum vom 01.09.2016 bis 28.02.2018
    Das sind insgesamt 18 Monate.
    Ausbildungsvergütung 1.Lehrjahr = 400 Euro (01.09.2016 bis 31.08.2017)
    Ausbildungsvergütung 2.Lehrjahr = 500 Euro (01.09.2017 bis 31.08.2018)

    Sonderzahlung November 2016 = 450 Euro
    Sonderzahlung November 2017 = 550 Euro

    12 Monate x 400 Euro = 4800 Euro (01.09.2016 bis 31.08.2017)
    _6 Monate x 500 Euro = 3000 Euro (01.09.2017 bis 28.02.2018)

    7800 + Sonderzahlung (450 + 550) = 8800 Euro (Einkommen 01.09.2016 bis 28.02.2018)

    8800 x 21,2 % = 1865,60 Euro

    Jetzt käme noch eine Vergleichsberechnung, weil max 13.000,00 jährlich abgezogen werden dürfen.
    Es handelt sich um einen Jahresbetrag, wir haben aber 18 Monate.

    (13000 / 12 Monate) x 18 Monate= 19500 Euro

    wir haben oben einen Abzug für 18 Monate in Höhe von 1865,60 Euro ermittelt.
    Der Betrag übersteigt nicht die max. zulässige Obergrenze von 19.500 Euro.

    Somit beträgt der Abzug für die Sozialpauschale 1865,60 Euro.

    8800 - 1865,60 = 6934,40 Euro

    6934,40 / 18 Monate = 385,24 Euro fiktives Nettoeinkommen, welches zu berücksichtigen wäre.

    Nicht berücksichtigt wurden Familienzuschläge, vermögenswirksame Leistungen etc..

    Sind in der Ausbildungsvergütung Familienzuschläge und/oder vermögenswirksame Leistungen enthalten,
    sind diese vor Berechnung der Sozialpauschale von der Ausbildungsvergütung abzuziehen.

    Hier kann man das Nachlesen (Punkt 67.2 B 21.1.32a)

    dms

  8. #8
    dms
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    Standard Azubi - wird mein Nebenjob angerechnet?

    Einkommen Auszubildender (§ 23 BAföG)
    auf sonstiges Einkommen des Azubi - nicht von § 23 Abs. 3 und 4 BAföG erfasst, z.B. Nebenjob des Azubi - für
    - Azubi selbst (Abs. 1 Nr. 1)



    255,--



    290,--

    Um einschätzen zu können, ob ein Nebenjob zu einer Anrechnung beim BAB (Abg)
    führt, habe ich mal die pauschale Berechnung dargestellt.
    Beachtet bittet folgendes:
    1. jeder Nebenjob ist anzuzeigen beim Arbeitsamt
    2. bevor Ihr einen Nebenjob annehmt, solltet Ihr mit eurem Ausbilder abklären, ob dieser etwas dagegen hat !
    3. die unten stehende Berechnung dient nur eurer Abschätzung, ob sich der Nebenjob negativ auswirken kann, in Bezug auf BAB/ Abg

    Lt. Gesetz trifft nur die Arbeitsagentur letztendlich die Entscheidung, ob es zu einem Anrechnungsbetrag kommt oder nicht ! (siehe Punkt 1 Mitteilungspflicht).

    bis zum 31.07.2016 wäre die Überlegung wie folgt anzustellen:

    Brutto in € 400,00 400,00 400,00
    abzgl. Werbungskostenpauschale je Monat in € 1000/12 83,33 -83,33 -83,33
    Zwischensumme 1 für SV-Pauschaleberechnung in € 316,67
    SV-Pauschale in € 21,3 % 67,45 -67,45
    Zwischensumme 2 in € 249,22 249,22
    Freibetrag Nebenjob in € 255,00 -255,00
    Zwischensumme 3 in € -5,78 -5,78
    anzurechnendes Einkommen 0,00 €

    Das positive Ergebnis der Zwischensumme 3 stellt dann das anzurechnende Einkommen dar.
    Mal dieselbe Berechnung bei einem derzeitigen 450,00 Euro-Job.

    Brutto in € 450,00 450,00 450,00
    abzgl. Werbungskostenpauschale je Monat in € 1000/12 83,33 -83,33 -83,33
    Zwischensumme 1 für SV-Pauschaleberechnung 366,67
    SV-Pauschale in € 21,3 % 78,10 -78,10
    Zwischensumme 2 in € 288,57 288,57
    Freibetrag Nebenjob in € 255,00 -255,00
    Zwischensumme 3 in € 33,57 33,57
    anzurechnendes monatliches Einkommen in € 33,57
    In der BAföG-Reform wurde die Erhöhung bei den Mini-Jobs von 400 auf 450 Euro durch Erhöhung des Freibetrages berücksicht.

    Ab dem 01.08.2016 werden die neuen Sätze gelten.
    Dann würde die Berechnung wie folgt aussehen:

    Brutto in € 450,00 450,00 450,00
    abzgl. Werbungskostenpauschale je Monat in € 1000/12 83,33 -83,33 -83,33
    Zwischensumme 1 für SV-Pauschaleberechnung 366,67
    SV-Pauschale in € 21,2 % 77,73 -77,73
    Zwischensumme 2 in € 288,94 288,94
    Freibetrag Nebenjob in € 290,00 -290,00
    Zwischensumme 3 in € in € -1,06 -1,06
    anzurechnendes monatliches Einkommen in € 0,00

    Diese Übersichten dienen lediglich zur Info, was könnte passieren.
    Die tatsächliche Berechnung erfolgt eigentlich für den Bewilligungszeitraum komplett.
    Dies führt dazu, dass bei Bewilligungszeiträumen, welche vor dem 01.08.2016 beginnen und frühestens am 01.08.2016 (letzter Tag) enden, zusätzlich es zur Vermischung bei der SV-Pauschale (21,3 % und 21,2 %) und beim Freibetrag kommen wird.

    Fangt Ihr nächstes Jahr erst ab dem 01.08.2016 an, dann gilt ausschließlich bereits der geänderte Satz.
    Die Erhöhung der anderen Werte werde ich voraussichtlich im Eingangsbeitrag zum Unterforum mal reinschreiben.
    Für diejenigen, welche kein BAB aber Ausbildungsgeld (Abg) von der BA beziehen, die o.g. Regeln sind bei einem Nebenjob bei euch genauso anzuwenden.

    Soweit sich ein anzurechnendes Einkommen ergibt, so wären noch weitere Freibeträge für diejenigen unter Euch,
    welche verheiratet bzw. in einer Lebenpartnerschaft sind und/ oder Ihr habt noch ein eigenes Kind in Eurem Haushalt,
    zu prüfen.

    Weiterhin viel Erfolg in der Ausbildung wünscht

    dms

  9. #9
    dms
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    Standard Azubi - Ermittlung der Steuerpauschale

    Bei relativ hoher Ausbildungsvergütung wird in der Berechnung auch ein (fiktiver) Steuerabzug monatlich berücksichtigt.


    Werte zur Ermittlung der Steuerpauschale (Azubi-Einkommen)
    Abzugsbetrag, da bis zu diesem Betrag Steuerfreiheit unterstellt wird
    815,15
    840,--
    Prozentualer Wert des bereinigten Betrages
    23 %
    16 %

    Beispiel:
    Bewilligungszeitraum vom 01.03.2016 bis 31.08.2017
    Das sind insgesamt 18 Monate.
    Ausbildungsvergütung 2.Lehrjahr = 800 Euro (01.09.2015 bis 31.08.2016)
    Ausbildungsvergütung 3.Lehrjahr = 850 Euro (01.09.2016 bis 31.08.2017)

    Sonderzahlung November 2015 = 1450 Euro
    Sonderzahlung November 2016 = 1550 Euro

    _6 Monate x 800 Euro = _4800 Euro (01.03.2016 bis 31.08.2016)
    12 Monate x 850 Euro = 10200 Euro (01.09.2016 bis 31.08.2017)

    Zwischensumme: 4800 + 10200 = 15000 Euro (bei 18 Monaten)

    Das (fiktive) Steuerjahr beträgt aber nur 12 Monate, daher muss umgerechnet werden.

    Umrechnung: (15000 / 18 Monate) x 12 Monate = 10000 Euro

    Nun wird noch die Einmalzahlung dem fiktiven Steuerjahr hinzugerechnet.

    10000 + 1550 = 11550 Euro

    Die Einmalzahlung im November 2015 liegt außerhalb des Bewilligungszeitraumes
    und bleibt daher hier unberücksichtigt (Bewilligungszeitraum vom 01.03.2016 bis 31.08.2017).

    Daraus wird das durchschnittliche (fiktive) steuerpflichtige Monatseinkommen ermittelt:

    11550 / 12 Monate = 962,50 Euro

    Damit kann nun die zu berücksichtigende Steuerpauschale ermittelt werden:

    962,50 - 840 = 122,50 -->> 122,50 x 16 % = 19,60 Euro monatlich

    Was wäre nun, wenn Ihr zusätzlich noch einen Nebenjob habt?

    Ihr habt seit dem 01.01.2016 einen kleinen Nebenjob von monatlich 100 Euro,
    welcher bis Ende des nächsten Jahres läuft.

    Zunächst die Ausbildungsvergütung:
    _6 Monate x 800 Euro = _4800 Euro (01.03.2016 bis 31.08.2016)
    12 Monate x 850 Euro = 10200 Euro (01.09.2016 bis 31.08.2017)
    Zwischensumme1: 4800 + 10200 = 15000 Euro (bei 18 Monaten)
    Jetzt den Nebenjob im Bewilligungszeitraum vom 01.03.2016 bis 31.08.2017
    18 Monate x 100 Euro = _1800 Euro (01.03.2016 bis 31.08.2017)
    Zwischensumme1: 1800 + 15000 = 16800 Euro (bei 18 Monaten)
    Das (fiktive) Steuerjahr beträgt aber nur 12 Monate, daher muss umgerechnet werden.
    Umrechnung: (16800 / 18 Monate) x 12 Monate = 11200 Euro
    Nun wird noch die Einmalzahlung dem fiktiven Steuerjahr hinzugerechnet.
    11200 + 1550 = 12750 Euro
    Daraus wird das durchschnittliche (fiktive) steuerpflichtige Monatseinkommen ermittelt:
    12750 / 12 Monate = 1062,50 Euro
    Damit kann nun die zu berücksichtigende Steuerpauschale ermittelt werden:

    1062,50 - 840 = 222,50 -->> 222,50 x 16 % = 35,60 Euro monatlich

    Interessantes Ergebnis; obwohl ihr eine Nebeneinkommen von monatlich 100 Euro habt,
    welches nicht zur Anrechnung führt (siehe vorheriger Beitrag), wird dies doch honoriert,
    und Ihr erhaltet dafür sogar noch mehr BAB
    (max. 16 Euro mehr, wenn sich sonst nichts weiter ändert).

    Hier zum Nachlesen § 67 SGB III


    dms

  10. #10
    dms
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    Standard Azubi - Fahrkosten (Pendelfahrkosten)

    Im Folgenden mal ein paar Ausführungen zur Berechnung des Fahrkostenbedarfes für die täglichen Fahrkosten.

    Vorab: die Fahrkosten zur Berufsschule werden nur berücksichtigt, wenn die Berufsschule nicht im Blockmodell stattfindet.
    Blockmodell bedeutet hierbei, dass Ihr eine ganze Woche am Stück die Berufsschule aufsuchen müsst.

    § 65 Besonderheiten beim Besuch des Berufsschulunterrichts inBlockform

    (1) Für die Zeit des Berufsschulunterrichts in Blockform wird ein Bedarf
    zugrunde gelegt, der für Zeiten ohne Berufsschulunterricht zugrunde zu
    legen wäre
    (2)...
    Habt ihr jedoch nur ein oder zweimal in der Woche Berufsschule und die übrigen Tage
    seit ihr im Betrieb, dann werden die Berufsschulfahrten mit einberechnet;
    ist ja kein Blockschulunterricht

    Die Berechnung ist in der Geschäftsanweisung zu BAB (§ 63 SGB III) der Bundesagentur für Arbeit beschrieben:

    Bei Benutzung eines Kraftfahrzeuges ergibt sich die pauschalierte Höhe der für einen Ausbildungs-
    bzw. Maßnahmemonat anfallenden Kosten aus folgender Formel:

    (K x W x Z x 13) / 3

    K = Kilometer der Pendelstrecke (Fahrstrecke hin und zurück)
    W = Wegstreckenentschädigung pro Kilometer
    Z = Zahl der regelmäßigen wöchentlichen Ausbildungstag

    ein Beispiel:
    einfache Fahrt zum Betrieb 10 km
    einfache Fahrt zur Schule 20 km

    Schule ist jeweils Dienstag und Donnerstag

    somit ergibt sich für Montag, Mittwoch und Freitag jeweils
    10 km x 2 = 20 km/ täglich

    und für Dienstag und Donnerstag jeweils
    20 km x 2 = 40 km/ täglich

    in der Woche sind dies dann
    3 x 20 km + 2 x 40 km = 60 km + 80 km = 140 km/ Woche

    In Anlehnung an die obige Formel ergibt sich
    [(140 km x 0,20 €/km) * 13 wochen] / 3 Monate= 121,33 €/ monatlich

    Würdet ihr nun zur Berufsschule mit Bus/ Bahn etc. (ÖPNV) fahren
    Fahrkarte zur Berufsschule für einen Tag 12,50 € (Hin und Rück)

    somit ergibt sich für Montag, Mittwoch und Freitag jeweils
    10 km x 2 = 20 km/ täglich

    und für Dienstag und Donnerstag jeweils
    12,50 € x 2 = 25 €/ Woche

    In Anlehnung an die obige Formel ergibt sich
    [(60 km x 0,20 €/km) * 13 wochen] / 3 Monate= 52 €/ monatlich für PKW
    [(25 €/ Woche) * 13 wochen] / 3 Monate= 108,33 €/ monatlich für ÖPNV

    Daraus ergibt sich 160,33 € je Monat.

    Es gibt noch zwei Obergrenzen, welche ich hier nicht weiter dargestellt habe.
    die täglichen (Auto)Pendelfahrten sind auf 130 € begrenzt und die monatlichen Pendelfahrten sind
    ebenfalls der Höhe nach begrenzt.

    dms

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