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#1
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hallo allerseits,
ich möchte nur mal folgendes schildern: mußte im November 08 AlgII beantragen und da ich zig Jahre keine Krankenkasse hatte, mußte ich entsprechend eines Gesetzes die Kasse rückwirkend ab 4/2007 abschließen. Ohne Krankenkasse kein Hartz, also mußte ich in den sauren Apfel beißen. Ich dachte, ich könnte die KK-Beiträge abstottern (mein Vorschlag an die Kasse war: 10 Euro pro Monat und keine Verzugszinsen auf die von der Kasse festgesetzte rückständige Beitragssumme in Höhe von 5700 Euro(!)). Ich teilte der Kasse auch mit, daß die Berechnung von Verzugszinsen meine Verschuldung schnell in schwindelnde Höhen treiben würde. Die Kasse=City BKK (Berlin) lehnte meinen Vorschlag ab und meinte, normalerweise würden sie Beträge nur 6 Monate lang stunden, außerdem nur gegen Sicherheitsleistung. Dann wurden sie innerhalb ca. 8 Wochen ziemlich rabiat, auf dem Briefkopf der sauberen City BKK tauchte dann der Zusatz "Vollstreckungsbehörde" (!) auf und sie fragten, ob ich schon mal eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hätte. Mit anderen Worten, in Kürze steht bei mir ein Gerichtsvollzieher im Türrahmen. Bei mir ist nichts zu holen - allerdings sehe ich nicht ein, wieso ich mir wegen dieser Kassenfuzzis eine eidesstattl. Versicherung ans Bein binden soll. Also steht mein Entschluß fest: ich laß es drauf ankommen und geh auch in Erzwingungshaft - selbst wenn sie mir das Maximum von 6 Monaten aufbrummen (die Knastkosten muß die Krankenkasse übrigens übernehmen, habe ich gelesen): danach ist ja dann Schluß, die Erzwingungshaft kann nur einmalig angeordnet werden. Mir reichts jedenfalls: als erstes hat die City BKK nämlich schon mal 250 Euro Verzugszinsen auf die Summe draufgeknallt, außerdem ellenlang aufgezählt, was und wieviel Sämniszuschläge usw. sie berechnen werden. Der Schuldenberg wächst also jetzt weiter - staatlich verordnet. Bisher hatte ich keinerlei Schulden gegenüber irgendwelchen Institutionen, Unternehmen usw., jetzt hat die City BKK ein hübsches Schulden-Damokles-Schwert über mir aufgehängt. Eine asoziale Vereinigung, diese City BKK. Meine Devise nun: keinen Pfennig Schuldentilgung, und jetzt klapper ich regelmäßig alle Ärzte ab mit allen möglichen Beschwerden, damit die Kasse weiß, was sie an mir hat (ich werde es der Kasse schreiben...). 15 Jahre lang war ich vielleicht 2x beim Arzt (ein gesunder Mensch wird nicht krank...), aber jetzt mach ich ein Hobby draus. ----- Geändert von hartz1000euro (25.06.2009 um 22:23 Uhr) |
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#2
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Deine Einstellung ist echt Klasse !
Warum hast du dich nicht krankenversichert. Also nun beschwerst du dich und willst auch noch Sozialleistungen vom Staat. Wer hätte wohl die Krankheitskosten übernommen, wenn dir in der Zeit etwas passiert wäre, natürlich der Staat, sprich die Gemeinschaft. So etwas ist für mich Sozialschmarotzertum und das werde ich nicht unterstützen. Sorry, aber ich habe kein Mitleid mit dir. Klaus |
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#3
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Warum warst du nicht krankenversichert in der vorangegangenen Zeit? Du bist verbittert und fühlst dich ungerecht behandelt, aber was wäre gewesen, wenn du wirklich richtig krank geworden wärst oder einen Unfall erlitten hättest? Dass du jetzt die Krankenkasse sozusagen "schröpfen" willst, um denen aus Rache nun richtig Kosten aufzudrücken, ist ein Trugschluss.
Du gehst der Kasse nicht an die Substanz; die legt die Kosten und alles daraus resultierende, also künftige mögliche neue Regelungen wegen Menschen, die so handeln, wie du es nun tust, auf die Allgemeinheit, also uns alle hier in Deutschland um. Letztlich trägt die Gmeinschaft die von dir verursachte Last in Form von irgendwann erhöhten Krankenkassenbeiträgen, Ausschlüssen, Auflagen und so weiter. Um des dir zu verdeutlichen: Du schadest nicht einer Krankenkasse, sondern uns allen. Die Konsequenzen unseres Handelns von heute haben wir oftmals erst Jahre später zu tragen; in deinem Fall wird dies mal wieder konkret. Heute hast du Konsequenzen aus deiner vorangegangenen Handlungsweise - und glaube mir; das was du jetzt anstrebst, wird wiederum genauso geahndet werden - wann auch immer. Du hast dich in eine Art Strudel begeben, der dich immer weiter `runterzieht. Du verhälst dich wie ein bockiges kleines Kind, das nicht "lernen" möchte, weil es glaubt, dass es dies für den Lehrer tut. Ich wünsche dir, dass du aufwachst und so viel Intelligenz hast, dies zu erkennen. |
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#4
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An der Situation bist du selbst schuld und wirst da auch nicht so leicht wieder rauskommen.Es mag richtig sein das sie die Erzwingungshaft zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung nur einmal anordnen können aber deshalb hast du diese Schulden nicht automatisch weg.Du wirst also mit Pfändung rechnen müssen und die bleibt dir für die nächsten Jahre.Solltest du also wieder arbeiten werden sie dir deinen Lohn pfänden.Ich weiß nicht ob du dein leben so weiter führen willst.Aber jeder wie er es gerne hätte und dann brauchst du dich auch nicht zu beschweren.Fraglich ist auch ob deine Krankenkasse deine Arzt zu Arzt zieherei mitmacht.Die haben da auch ihre Möglichkeiten sowas zu unterbieten.
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#5
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Ja, da hat Kitty Recht; du mußt ja im Normalfall immer wieder deine Versicherungskarte vorlegen, mit der du automatisch deine Mitgliedschaft bestätigst. Benutzt du diese Karte trotz eventuell irgendwann kommender Aufforderung, dies nicht mehr zu tun, machst du dich neben allem anderen auch noch strafbar.
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#6
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Also Sozialschmarotzertum, wie oben formuliert, sehe ich nicht. Als ich viele Jahre lang nicht versichert war, habe ich von nichts und niemandem Leistungen in Anspruch genommen. Hätte ich einen Arzt gebraucht, hätte ich selbst gezahlt - habe das in einigen Fällen ja auch getan. Bei Riesengeschichten, Unfall oder was weiß ich, wäre ich tatsächlich an meine finanziellen Grenzen gestoßen. Allerdings habe ich einen guten Teil meiner Zeit im Ausland verbracht, also mit dem deutschen Versicherungssystem hätte ich im Problemfall nichts zu tun gehabt.
Ich wußte auch gar nichts von dem Gesetz, daß man rückwirkend ab 2007 zahlen muß. Was mich ärgert, ist diese unverschämte Kaltschnäuzigkeit, mit welcher die City BKK und möglicherweise auch andere Kassen ihre Forderungen eintreiben wollen. Erstmal habe ich ja rückwirkend für die vergangenen 2 Kommaund Jahre keine Leistungen in Anspruch genommen; die Forderungen sind gesetzlich korrekt, aber ihnen stehen keine von mir verursachten Kosten gegenüber. Die Kasse hat für den von ihr selbst festgesetzten Betrag keinerlei Leistungen erbracht. Sie hat, bezogen auf meine Einkommensbelege, noch nicht einmal den Mindestbeitrag zugrundegelegt, sondern großkotzig weit höher angesetzt. Das halte ich für unkorrekt: Die City BKK hat keinerlei Leistungen erbracht, legt die Beitragssumme arrogant einzig nach ihrem Gutdünken fest, interessiert sich für meine möglicherweise nur vorübergehend schlechte finanzielle Situation einen Dreck, knallt im Gegenteil gleich mal hohe Zinsen drauf und hetzt mir, großherrlich in ihrer Eigenschaft als eigene Vollstreckungsbehörde, ohne weiteres den Gerichtsvollzieher auf den Hals. Sorry aber sozial finde ich das nicht. Möchte mit negativen Kommentaren sparsam sein, aber diese Geschäftspolitik sowie die dazu passende Mentalität des Personals ist für mich kaltschnäuzig.
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Eigentum verpflichtet, sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. |
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#7
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In gewisser Hinsicht verstehe ich, wie du denkst; es hilft dir aber nicht weiter, und zunächst erst einmal solltest in deinem Interesse vielleicht doch eher "verhandeln". Wenn du sagst, dass die deine Beitragssumme zu hoch eingestuft haben, ist das vielleicht ein Punkt, an dem du ansetzen kannst. Versuch`doch mal, vom Gericht einen Beratungsschein zu erhalten, der dir ein Informationsgespräch bei einem Rechtsanwalt für einen von dir zu leistenden Kostenbeitrag von nur 10 € ermöglicht. Wichtig ist jedoch, dass du dir einen Fachanwalt suchst, also einen, der sich im Versicherungsrecht auskennt und auf Basis dieses Beratungsscheines (sein Honorar ist natürlich höher, aber das wird dann aus öffentlichen Mitteln bezuschusst), mit durch Paragraphen unterlegtem Rat weiterhelfen kann - oder auch nicht. Doch dann hast du vielleicht einen Anhaltspunkt dazu, wie es weitergehen könnte.
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#8
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Danke für den Rat - meine Nerven liegen blank, und einen kühl und sachlich denkenden Juristen, der vielleicht erfolgreich über einen Kompromiß verhandelt, kann ich gebrauchen...
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Eigentum verpflichtet, sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. |
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#9
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@ HARTZ 1000 - um eines klar zusagen, auch wenn ich Klaus schätze aber die Einstellungen meiner Vorgänger teile ich nicht, absolut nicht!
@ Klaus und all die anderen die so stark in das eine Horn blasen, - seit wann besteht den die Pflicht zru Krankenversicherung ????? Also bitte Leute HARTZ1000 ist einer von ganz Vielen die bis zu der gesetzlichen Bestimmung des KV Zwangs für jedermann nicht krankenver´sichert waren, das jetzt als Schmarotzertum auszulegen finde ich wirklich überzogen! Es schreit ja von euch auch keiner auf das seinerzeit viele aus reinen Kostengründen zu den Privaten KV's gerannt sind nur um Kohle zu sparen für die gesetzlichen Sozialkassen ist das ebenso eine ungerechte Lösung. Das seit den Reformen und entsprechenden Vorgaben von Ulla Schmidt jetzt endlcihe alle eine KV haben müssen ist ja was vernünftiges, das HARTZ 1000 daraus resultierend diese aber nicht abgeschlossn hat, ist sicherlich nicht toll, vielleicht hat er es einfach nicht begriffen - oder aber durch den Auslandsaufenthalt noch gar nicht informativ zur Kenntnis genommen. Den Leistungsbezug aber an ein solches Vorliegen zu koppeln zeigt ja im Gruinde auch eine gewisse Perversität des Staates, denn wenn man mal schaut welche Menschen bis dato keine KV hatten so waren das in den wenigsten Fällen Menschen die Geld sparen wollte, sonder eher mussten - ich denke da an die vielen Obdachlosen! Denen sagt man dann heute keine KV - kein ALG II ??? !!! Kann es das sein??? und @ Klaus - Du bist ja auch bei einer Versicherung aktiv gewesen oder vielleicht wieder oder immer noch, ist die Praxis der Vorgehensweise seittens der BKK Berlin nicht auch etwas sehr eigennützig gedacht, wohl wissend das der ALG II Bezieher mittels eines Vorschusses bei er ARGE die Säumigkeit beheben kann und somit Ihrerseit (KV) kein entgegenkommen hinsichtlich Ratenzahlung angeboten wird??? Hier wird mir infach viel zu schnell in eine Richtung getutet iebe Leute, bis Ihre irgendwann selbst wieder von Vater Staat den Satz hört: Ja, Unwissenheit schützt nicht vor Strafe! ...wenn es euch mal wieder selber trifft! Das ist mein Statement zu der Geschichte! Gruss |
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#10
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@ Horst
mir fehlt bei hartz1000euro die Einsicht einen Fehler gemacht zu haben. Solche Sätze wie ich habe ja auch jahrelang keine Leistungen in Anspruch genommen, kann ich nicht ab. Da Erstens, der Durchnitt der Menschen in den letzten 10 Jahren seines Lebens ca. 80% der Kosten, im Gesundheitswesen verursacht und dann wäre ja jeder doof, der einzahlt, solange ihm nichts fehlt. Zweitens ist er dadurch auch nicht Pflegeversichert gewesen, obwohl das schon immer eine Pflichversicherung gewesen ist. Die Kommunen sind nur nicht intellegent genug, um die fälligen Strafen einzutreiben. Drittens habe ich Verständnis dafür, wenn jemand aus einer finanziellen Notlage, mal nicht für eine gewisse Zeit nicht Krankenversichert ist, aber nicht über lange Zeit wie hier beschrieben. das hat System, nämlich Geld zu sparen. Ich kann auch nicht ein Auto gegen einen Baum fahren, und dann nach einer Vollkaskoversicherung rufen, die ich vorher nicht hatte. Viele Selbstständige versichern sich bewusst nicht gegen die Risiken Rente, Gesundheit,Berufsunfähigkeit u.s.w., weil es ihnen zu teuer oder einfach nicht Wert ist. Das, muss dann der Sozialstaat, alles auffangen und das finde ich nicht gerecht. Und nun auch noch vor lauter Trotz, wie ein kleines Kind, auf Teufel komm raus Kosten zu verursachen ist wohl auch nicht im Sinne der Allgemeinheit. Es ist anscheinend bei manchen zuviel verlangt, eigene Fehler einzugestehen und auch mit den Konsequenzen klarzukommen. Da wären wir wieder bei der Charakterdebatte. Gruß Klaus |
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