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Paritätischer Wohlfahrtsverband: “Wer arbeitet, hat immer mehr”

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 01.03.2010 um 20:38 Uhr

Geradezu gebetsmühlenartig wiederholte Außenminister Guido Westerwelle in den letzten Wochen seine Forderung, die sich angeblich sonst niemand auzusprechen wagt. Wer arbeitet, müsse mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet. Das, so Westerwelle, müsse man in diesem Lande doch noch sagen dürfen.

Der FDP-Chef präsentierte sich als Fels im Sturm in der von ihm selbst ausgerufenen Sozialstaatskrise. Sein Hauptargument: Leistung muss sich wieder lohnen. Befeuert wurden Westerwelles “Wahrheiten” von den Zeitungen des Axel-Springer-Verlages. Diese präsentierten nahezu täglich Berechnungen, wonach viele Hartz IV Empfänger über mehr Geld als die im Niedriglohnsektor arbeitenden Menschen verfügen würden.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband legte nunmehr 196 Beispielrechnungen vor, die zu einem ganz anderem Ergebnis kommen. Danach beträgt der Lohnabstand zwischen Arbeitnehmern im Dumpinglohnbereich und ALG II Beziehern je nach Haushaltstyp zwischen 260 bis zu 900 Euro im Monat. “Wer arbeitet, hat immer mehr”, erklärte der Verbands-Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider.

Die Behauptung, dass der Lohnabstand zwischen Erwerbstätigen und Erwerbslosen nicht gewahrt werde, sei laut Scheider völlig haltlos und an der Grenze zur bewussten Täuschung. “Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier mit falschen, weil unvollständigen Berechnungen Klima und Politik gemacht werden sollen”, fügte er hinzu. So würden Einkommensberechnungen vorgelegt, wohl wissend, dass sie mit der Realität nichts zu tun haben.

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bisher 31 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Grufty am 2. März 2010 um 08:47 Uhr

    Ja Ja die Berechnungen und Statistiken, was ich selbst fälsche dem kann ich glauben so geht es durch alle Lande.
    Da werden Gebetsmühlen artig immer die falschen Aussagen herunter geleiert in jeder Talkshow ist so ein/e Dummschwätzer/in dabei.
    Es sollte einfach mal eine wirkliche Berechnung gegenüber gestellt werden! und dann gibt es noch dieses, dass wir bald mehr Aufstocker als echte Harzler haben.
    Schaut auf die Unternehmer, welche solche Hungerlöhne zahlen denen geht es hervorragend der Staat unterstützt ja diese Diskriminierung der Menschen und züchtet neue Millionäre auf Steuerkosten.

  2. helli am 2. März 2010 um 10:41 Uhr

    Das wissen wir schon lange dass diese Äußerungen nicht stimmen können. Viele Leute setzen sich in Talkshows oder geben in Interviews Kommentare ab, die einen zum Zweifeln an der Glaubwürdigkeit aller Medien bringen. Wer zuhören würde, würde mitbekommen das diese Leute sich widersprechen und die dicksten Lügen auftischen. Wenn sie behaupten, nur 400 Euro im Monat zu verdienen und davon 450 Euro Miete, Strom ect. bezahlen müssen, da kann ja was nicht stimmen. Diese Leute sind nur lächerliche, dumme Instrumente die sich für ein paar lumpige Euro dazu benutzen lassen, den Ast auf dem sie selber sitzen, abzusägen.

  3. sven-my am 2. März 2010 um 11:46 Uhr

    Der Herr Verbands-Hauptgeschäftsführer, Ulrich Schneider, scheint sich die Beispierechnungen so rausgesucht zu haben, wie es gerade zu seiner falschen Behauptung paßt.

    Oder wie will er erklären, daß es Menschen gibt, die Vollzeit 40Stunden die Woche arbeiten, und trotzdem Anspruch auf Aufstockung nach SGB III (Hartz IV) haben ?

    Ist er von den Schmarotzern gekauft, die sich auf Kosten der Steuerzahler bereichern, indem sie Dumpinglöhne zahlen, und für den Rest, damit die Arbeitnehmer halbwegs leben können, den Staat aufkommen lassen ???

    Der gehört auch in die Reihe der Westerwelle’s und Sarazin’s die auf Kosten der Ärmsten den Haushalt sanieren möchten, um den Bonzen noch mehr Steuergeschenke machen zu können.
    Was hat solch ein Mensch in einem Wohlfahrtsverband zu suchen ?

  4. MD am 2. März 2010 um 15:06 Uhr

    Bin trotzdem für Mindestlohn, der sollte Bundesweit gelten! Dann Lohnt sich arbeit für jeden Beruf wieder, egal Friseur oder Bäcker, die würden würden deutlich besser darstehen.
    Aber die FDP wird dagegen wettern, die meisten sind Manager oder Unternehmer und vor allem sind die fast alle Lobbyisten, also werden sie von der Wirtschaft beeinflusst.

    Also Westerwelles Worte werden mit absichtlich falschen oder unvollständigen daten untermauert, kein wunder das die FDP wähler verliert…

  5. Streetfighter am 2. März 2010 um 16:57 Uhr

    Um die Misstände zu erreichen die wir heute haben wurde doch Hartz IV geschaffen,und das will keiner gewusst haben?!Das Problem mit den Jobs besteht doch nicht erst seit Hartz IV,nur kann mann die Menschen leichter verheitzen.Menschen sind Kostenfaktoren mehr nicht,aus deren Sicht.Um Massen zu verblöden ist jedes Mittel recht nur klappt das auch nur noch kurzfristig.

  6. Julchen am 2. März 2010 um 18:40 Uhr

    Vielleicht nicht mehr lange???? Lest mal…

    Bundesagentur hält Dumpinglöhne für gerecht
    Wirtschaft. Nach einem Bericht des ARD Magazins “Report Mainz” gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit eine neue interne Anweisung, erst bei sittenwidrigen Löhnen unterhalb von drei Euro zu ermitteln. Solch eine Anweisung lädt Teile der Wirtschaft doch regelrecht dazu ein, in Zukunft noch mehr den Lohn zu drücken. Wie das ARD Magazin “Report Mainz” herausfand, hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine neue interne Regelung erlassen, welche die Prüfung von Dumpinglöhnen betrifft. Die Behörde soll in Zukunft erst eine Prüfung des Sachverhaltes durchführen, wenn die Löhne „im Regelfall deutlich unter 3 Euro pro Stunde“ liegen. Dass diese Dienstanweisung tatsächlich der Realität entspricht, bestätigte dem Magazin BA-Vorstand Heinrich Alt. Für seien erst Löhne von deutlich unter drei Euro ein Grund, Ermittlungen einzuleiten.

    http://dwdonline.de/?p=3890

    Heute Abend in der ARD- 12.45 Uhr

  7. Julchen am 2. März 2010 um 18:41 Uhr

    Sorry- natürlich 21.45 Uhr…!!!

  8. Omega 98 am 2. März 2010 um 19:22 Uhr

    Das ganze gezetere um Harz iV soll doch nur von der Debatte Mibdestlohn ablenken. Ich habe bei einem mehrfachen Mililardär für ca. 4.35 Euro gearbeitet. Von was wurde dieser Unternehmer so reich? Doch nur deshalb, weil er seine Angestellten nicht tarifgerecht bezahlt.

    Wir Alle sollten zusammenstehen und die Läden, die keine vernünftige Löhne bezahlen einfach meiden.

  9. RüdigerP am 2. März 2010 um 19:38 Uhr

    wenn ich solche berichte lese wie kommentar 6,
    wünsche ich mir für die Macher und Herrscher der arbeitslosenunterdrückungsbehörde das sie an einem krebsgeschwür elendig verrecken.
    meine gedanken besitzen so wie ich es höre und lese auch viele andere,
    nur die wenigsten sprechen und schreiben aus.

  10. Mausi am 2. März 2010 um 20:27 Uhr

    Ich bin voll und ganz dafür, dass die Leute die arbeiten auch mehr in der Tasche haben. Ich mein damit nicht, dass Hartz4 noch weiter gekürzt werden soll, sondern weg mit den Dumpinglöhnen, das Problem besteht doch seit der Euroeinführung erst so richtig, die Löhne wurden halbiert und alles andere 1:1 umgerechnet. Seit dem nagen doch viele am Hungertuch und daran sind nicht die Leute schuld, die Hartz4 bekommen. Die Wirtschaft ging da schon den Bach runter, die Leute konnten sich plötzlich nichts mehr leisten und somit wurden doch die vielen Arbeitslosen geradezu gezüchtet.

  11. Highlander977 am 2. März 2010 um 21:17 Uhr

    Jawohl Herr Westerwelle… SIe haben Recht… Arbeit muß sich lohnen… also Pfeifen Sie Ihre Mit Glieder, und auch die Ohne zurück und diktieren Sie Ihnen einen Mindestlohn!!! Am besten setzen Sie diesen bei 10€ die Stunde an!!! Denn die Lohndumpingsubvention durch HartzIV kann nicht mehr bezahlt werden, außerdem haben auch Ihre Mitgleider eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber!!! Was bedeutet, das Sie sich nicht weiter Ihre Taschen auf Staatskosten vollmachen dürfen, da man Sie ansonsten recht schnell als Sozialschmarozer entlarven wird!!! Denn nicht der, der bereits ab Monatsmitte nicht mehr weiß, wie er noch den Rest des Monats überstehen soll ist der Schmarozer, der kämpft ums Überleben und gegen Mangelernährung u.v.m.!!! Sondern der welcher seinen Benz oder Porsche mittels staatlich subventionierter Dumpinglöhne finanziert, der ist der Schmarozer!!! Wenn Sie dort ansetzen, Herr Westerwelle, dann haben Sie meine vollste Unterstützung… und ich denke auch die vieler anderer hier…

  12. Julchen am 2. März 2010 um 21:38 Uhr

    Der Mensch gilt umso mehr, je weniger er kostet und umso weniger, je mehr er kostet.” Massiv kritisierte er die Arbeitsmarktreform Hartz IV. Die meisten Menschen wollten arbeiten, bekämen aber keine Stelle. “Hartz IV ist nichts anderes als die in Paragrafen gefasste staatliche Missachtung der Lebensleistungen dieser Menschen.”

    http://www.n24.de/news/newsitem_5894495.html

    fand den Artikel ganz interessant :-)

    Heute Abend ist auch die Maischberger wieder mit dem Thema dran. 22.45 ARD falls es einen interessiert.

  13. hallo36 am 2. März 2010 um 22:07 Uhr

    Was ist nur mit den Personen, welche so wie ich lange eingezahlt haben, aber wenig verdient, dann im letzten Jahr zu 100% in Kurzarbeit gehen mussten und zum Dank dafür auch noch entlassen wurden in 2010? Mit ALG I und Wohngeld habe ich sogar noch weniger als ein Hartz IV Empfänger und bekomme keinerlei Vergünstigungen. Da lacht doch das Herz!

  14. Koschka1952 am 3. März 2010 um 00:40 Uhr

    @ sven-my
    irgendwie scheinst du nicht verstanden zu haben, was der schneider gesagt hat und zweitens widersprichst du dir selbst.
    es gibt hundertausende leute, die vollzeit arbeiten und ausstocken müssen (verkäuferinnen, friseure, wachleute, etc. etc.).
    ich stimme mit schneider voll überein, dass jeder der arbeitet mehr als ein hartzer hat. schneiders berechnungen sind aus der praxis und völlig korrekt. westerwelle lässt nur gequake und lügen ab.
    alles nach dem motto eine lüge muss nur lange genug wiederholt werden, bis man sie glaubt.
    und dabei erhält er unterstützung von solchen blättern wie bild, von denen man nichts anderes erwarten kann, und mittlerweile auch von vielen bürgerlichen blättern, von denen inzwischen viele ihre unabhängigkeit und glaubwürdigkeit verloren haben.

    Interessante Lektüre: http://www.nachdenkseiten.de

  15. Roberta am 3. März 2010 um 02:19 Uhr

    es ist wirklich traurig, was in Deutschland ab geht… ich wünschte wirklich, alle Arbeitnehmer/innen würden sich solidarisch gegen solche Dumpinglöhne wehren und die Arbeit zu diesen Bedingungen nicht annehmen. Solange es Leute gibt, die 5,00 Euro und weniger pro Stunde akzeptieren, können es sich die Betriebe leisten, diese Ausbeuterlöhne zu bezahlen – sie werden ja von den Arbeitnehmern unterstützt. Ich weiß, dass jede/r einzelne mit Sanktionen rechnen muss bei Arbeitsablehnung, aber wenn dies aus politischen Gründen und organisiert geschieht und somit massenhaft auftritt, muss die Regierung reagieren.

    Ansonsten hab ich noch einen interessanten Link mit einer Petition, wie Armut in der Welt (finanziell) bekämpft werden könnte: http://www.makefinancework.org/?lang=de

  16. MartinaBC am 3. März 2010 um 08:39 Uhr

    Eben, wir brauchen dringend einen Mindestlohn von 8-10 Euro die Stunde. Aber das wollen die Unternehmer und Arbeitgeber nicht, denn momentan machen sie durch Dumpinglöhne, Ein-Euro-Jobs und Einstellung von Zeit– und Leiharbeitern den dicken Reibach. Und die Politiker sind ihre Marionetten.

    Nicht nur ArbeitnehmerInnen sollten auf die Starßen gehen, sondern die Arbeit Suchenden UND die Arbeitnehmer, auch damit nicht weiter von den Hetzkampagnen der Politiker und Zeitungen ein Keil zwischen beide getrieben wird. Man sollte wie in anderen Ländern mal einen Generalstreik machen. Und auf jeden fall, wenn es geht, nachEssen am 20. März zur Demo gehen.

  17. Pjatrus am 3. März 2010 um 10:42 Uhr

    Nach der Sendung…

    Wer ist denn in dem Falle Schmarotzer? Wer lässt eigene Arbeitskräfte subventionieren, und betreibt Abzocke von staatlichen Geldern?

  18. Pjatrus am 3. März 2010 um 10:44 Uhr

    11.Highlander977

    Westerwelle bekommt meine Unterstützung so gut wie nie, weil er die Umverteilung der öffentlichen Gelder zugunsten der Reichen (darunter durch Dumpinglohnsubventionieren) betreibt, es wird auch an der Sache nichts ändern.

  19. wühlmaus am 3. März 2010 um 13:24 Uhr

    @MartinaBC, ich bin ganz Deiner Meinung. Der Mindestlohn muß eingeführt werden.
    Wie sonst kann man seinem Kind noch guten Gewissens Verkäuferin, Friseurin oder Bäckerin werden lassen? Wenn sich alles so weiter entwickelt wie jetzt, ist man mit solchen ganz normalen Berufen potentieller Anwärter auf ergänzendes Hartz lV. Wenn alle hier unten merken, dass sie im selben Boot sitzen, geht denen da oben die Düse. Die Einheit der Unterschicht wollen sie durch ihre Hetzkampagne verhindern!

  20. Küstenkerl am 3. März 2010 um 17:56 Uhr

    Mindestlohn 8,50 Euro, Kopfpauschale für Krankenversicherung, Mindestrente für 40 Jahre Arbeit, Befreiung für Geringverdiener von den Sozialabgaben. Bezahlt wird das Ganze durch Einsparungen, die durch Abschiebung von straffälligen Ausländern und Verweigerung von uneklärten Einwanderungen erzielt werden. Angenehmer Nebeneffekt: weniger Straftaten und sicherere Straßen. Ich glaube, ich gründe eine neue Partei

  21. Pjatrus am 3. März 2010 um 18:51 Uhr

    20.Küstenkerl

    So viele Ausländer mit Aufenthaltsgenehmigung gibt es in Deutschland nicht, dafür aber sehr viele Leute mit deutscher Staatsangehörigkeit und Hintergrund… wenn aber Deutschland versucht die abzuschieben, werden die Nachbarn einem solchen Schurkenstaat Klappe sehr schnell zu machen.

  22. Julchen am 4. März 2010 um 11:03 Uhr

    @ Küstenkerl

    so wie ich Deinen Beitrag lese, bist Du “für” die Kopfpauschale, dann könnte ich Dich schon nicht wählen *smile*

    Also ich bin zwar kein SPD-ler aber da es um die “Sache” geht habe ich folgende Petition
    mitgezeichnet.

    “Gegen die Kopfpauschale” !
    weil……

    * Die Kopfpauschale ist ungerecht, weil sie unabhängig vom Einkommen erhoben wird. Die Kosten für Geringverdiener steigen und Bezieher hoher Einkommen tragen weniger bei.
    * Sie macht einen sozialen Ausgleich nur noch durch Bittstellerei beim Staat möglich.
    * Und sie führt dazu, dass gute medizinische Leistungen nur noch über private Zusatzversicherungen zu bekommen sein werden.

    Wir wollen ein solidarisches Gesundheitssystem, in dem die Kosten für Gesundheit gerecht auf alle Schultern verteilt werden.
    Wir sagen Nein zur Kopfpauschale!

    Ich auch- und deshalb

    http://www.spd.de/petition/kopfpauschale/index.html

  23. wühlmaus am 4. März 2010 um 12:30 Uhr

    @Küstenkerl, Sie sind wohl einer der Vertreter der Ansicht: Wenn es mir schlecht geht, ist selbstverständlich der schuld, dem es noch schlechter geht… Ich kenne Leute, die ehrliche Asylgründe haben, aber eine ehrliche Einreise solcher Menschen ist durch die hiesigen Gesetze schlicht unmöglich – es geht eigentlich nur illegal…Wenn ein kurdisches Ehepaar flieht, Frau schwanger, und von Kiew nach Görlitz LÄUFT, ist das bestimmt nicht freiwillig…aber darum geht es hier eigentlich nicht.
    Hier gehts doch drum, ob man mit Arbeit mehr Geld hat oder nicht. Bei meinem letzten Job hatte ich dank Aufstockung durch die ARGE tatsächlich 200€ mehr. Allerdings: Die Benzinkosten waren da gerade immens hoch, und ich mußte täglich 40 km fahren. Altes Auto, hoher Verbrauch, noch ein paar Rparaturen = +/- Null. Spritkosten von der Steuer absetzen? Ich habs gelassen, denn zum Zeitpunkt der Steuerrückerstattung war ich wieder arbeitslos, da der Job nur auf 9 Monate befristet war, gleich wieder Hartz lV = die ARGE hätte die Steuerrückerstattung sowieso verrechnet.
    So geht es vielen im Niedriglohnbereich: Sie gehen eigentlich nur arbeiten, um die durch die Tätigkeit entstehenden Kosten begleichen zu können. Deshalb: Ohne einen annehmbaren Mindestlohn geht es nicht.

  24. Koschka1952 am 4. März 2010 um 16:09 Uhr

    @ küstenkerl
    zu Zeiten als Arbeitskräftemangel herrschte wurden Türken, Italiener, Griechen und andere von der Politik herzlich willkommen geheissen. Jetzt wo Arbeit knapp ist, will man die am liebsten rausschmeissen. Das nennt sich Gerechtigkeit. Politiker der selben Parteien, die damals die sogenannten Gastarbeiter wollten, polemisieren heute gegen diese und hetzen mit rechten Parolen.

  25. Arbeiter am 4. März 2010 um 20:47 Uhr

    @ küstenkerl
    Die gibt es schon heist NPD.

  26. MartinaBC am 6. März 2010 um 09:14 Uhr

    Warum gründen wir keine Partei der Arbeit Suchenden? Wir hätten sofort 6-8 Millionen Wähler. ;-)

  27. Julchen am 6. März 2010 um 09:57 Uhr

    Es gibt etwas, was Westerwelle und die Ackermänner gern verschweigen: Deutschland ist ein reiches Land. Über 800.000 Dollar-Millionäre und sogar 54 Milliardäre leben in der Bundesrepublik. Die reichsten zehn Prozent besitzen 60 Prozent allen Vermögens. Wenn gegen diese von der arbeitenden Bevölkerung finanzierte Faulheit der Reichen angegangen wird, dann kann auch mit Hartz IV Schluss gemacht werden.

    - Weg mit Agenda 2010 und Hartz I bis IV

    - Garantierte Mindestsicherung für Erwerbslose und Arbeitsunfähige und Mindestrente von 750 Euro plus Warmmiete – ohne Bedürftigkeitsprüfung, Schikanen und Durchleuchtung

    - Sofortige Einführung eines Mindestlohns von zehn Euro pro Stunde als erster Schritt zu einem Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde

    - Nein zur Rente mit 67 – Senkung des Renteneinstiegsalters auf 58 Jahre

    - Wir zahlen nicht für Eure Krise! Stattdessen: Eine Vermögenssteuer von zehn Prozent ab einer Million Euro und 80 Prozent Spitzensteuersatz ab 500.000 Euro Jahreseinkommen

    http://www.sozialismus.info/?sid=3562

  28. MartinaBC am 6. März 2010 um 11:26 Uhr

    Hartz IV werden wir nicht wegkriegen, denn daran bereichern sich Maßnahmenträger, Arbeitgeber, Unternehmer udn indirekt ihre Marionetten, die Politiker.

    Ich bin für Absatz 4 Artikel 20 des Grundgesetzes:

    Art 20:
    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

  29. RüdigerP am 6. März 2010 um 18:37 Uhr

    zu kommentar 28 von MartinaBC,
    eigentlich verständlich was du geschrieben hast,
    möchte trotzdem gerne wissen ob ich es auch richtig interpretiert habe:
    Steckt auch eine trotzkistische Ideologie dahinter ?

  30. Arbeiter am 6. März 2010 um 19:33 Uhr

    Beitrag 25 ist getürkt, Ich habe ihn nicht geschrieben.
    Da macht sicher irgen ein *** einen faulen Spass in meinem Namen Beiträge zu schreiben.
    Mittlerweile der zweite Beitrag den ich gefunden habe.
    Arbeiter

  31. MartinaBC am 7. März 2010 um 08:51 Uhr

    Arbeiter, das passiert leider auf allen Foren. Daher wäre es vielleicht eine gute Idee, wenn wir alle hier jeweils ein persönliches Schlüsselwort in unsere Texte einbinden. Noch besser wäre eine Registrierung hier.

    RüdigerP: Wer nichts mehr zu verlieren hat, verliert auch seine Angst. Und unternimmt was.

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