Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 01.06.2007 um 09:48 Uhr

Hartz IV reality TV bei RTL

Torsten Misler, Reporter des Kölner Fernsehsenders RTL, macht den Selbstversuch und wird im Rahmen der Aktion „Einmal Hartz-IV und zurück – Leben mit 345 Euro im Monat“ den ganzen Juni über versuchen, mit dem einem ALG II Regelsatz eines Alleinstehenden über die Runden zu kommen.

„Welche Einschränkungen müssen Hartz IV Empfänger im Alltag tatsächlich hinnehmen“ lautet die Frage, die es für den RTL Reporter, der bereits eine 33m² Wohnung in Berlin Marzahn bezogen hat, zu klären gilt. Durch den Dschungel der ARGEN, Ämtern und Formularen wird Torsten Misler dabei von der „Hartz IV erfahrenen„ Arbeitslosen Silvia Cerny (49) und ihren drei Kindern begleitet.
„Ich bin darauf eingestellt, in diesem Monat sehr viele ungewöhnliche Erfahrungen zu machen“ sagt Misler im Vorfeld der Aktion, da er es in seinem „normalen Leben nicht gewohnt sei, jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen“ sieht er „der Aktion mit durchaus gemischten Gefühlen entgegen“.

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bisher 18 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. superschibbler am 4. Juni 2007 um 01:01 Uhr

    RTL Reporter selbstlos und voller Sympathie mit dem Rest der Leprösen Deutschen Bevölkerung im Zeichen von HARTZ4
    Na, was der sich traut, fern, fern von einem Anfall polemischer Natur, bin ich froh und glücklich das unser lieber Reporter Herr Milser von RTL zum Glück eine, na sagen wir, Vollzeit und gleichermaßen Vollblut HARTZ4 Athletin oder besser gesagt Profi „Arme Sau“ an seiner Seite gut heißen kann für seine 4 Wochen in völliger Ungewissheit allein gelassen vom Pulk der besser verdienenden .Dann kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen „oder“. Für mich hat diese obskure freiwillige Maßnahme den Faden Geschmack einer schlechten Reality Monopoly Game Show. Am Ende sind alle Pleite und wie im richtigen Leben >>>>Trara

  2. gateau am 4. Juni 2007 um 13:59 Uhr

    ich finde es toll das anderen beurteilen werden können wie wir leben aber um sich ein wirkliches bild machen zu können,sowohl die zuschauer wie auch der reporter,müßte das experiment MINDESTENS 6 monate dauern .
    um ein gefühl zu kriegen wie es sich anfühlt kein geld zu haben für neue kleidung,kein geld für ein buch,kein geld
    für kulturellen “ luxus“,kein geld um ein reparatur zu bezahlen wovon auch immer,nein ein monat ist zu wenig.
    es müßen 6 monate sein um im ansatz zu begreifen welche verzfeiflung sich unter HARTz 4 breit macht
    denn schließlich weißt der reporter das er im nächsten
    monat sein voller lohn hat.
    der reporter lebt auch nicht unter der permanente bedrohung der willkür diese behörde.

    dem reporter wünsche ich viel spaß beim survival

  3. weinheimer am 4. Juni 2007 um 21:21 Uhr

    hallo,

    wir 2personen können eine 75 qa. Wohnung beziehen

    Miete 480 € kalt Nebenkosten 150 € die Nebenkosten
    sind de Behörde zu hoch kann das sein.

  4. schnattchen am 12. Juni 2007 um 09:20 Uhr

    der reporter kann froh sein, daß er zu seinem supermarkt laufen kann. manche müssen, um im discounter einkaufen zu können 10 km fahren. da fragt keiner wie man hinkommt bzw wie viel man fahrgeld bezahlen muß oder wie man den einkauf nach hause bekommt.

  5. bonny-52 am 14. Juni 2007 um 14:47 Uhr

    von den 345,00 € muß der reporter auch noch den monatlichen abschlag für strom bezahlen.weiterhin die telefonrechnung (internet), ratenzahlungen usw. wenn dann zum leben die hälfte überbleibt hat er glück.zum jahresende kommt die stromabrechnung,was dann überbleibt zum leben,möchte nicht daran denken

  6. mollyy00 am 17. Juni 2007 um 19:54 Uhr

    Das sich mal einer traut.. von der Verdienenden Oberschicht finde ich gut, aber leider ist es nur ein Reporter,…. es müste sich mal ein Politiker trauen…. und das ein ganzes Jahr oder zumindest in der der Zeit wo alle Ihre Jahresabechnung erhalten wie Strom,…… und dann mal zusehen wie er mit der verbleibenden Kohle zurecht kommt. Ich bin für mehr mehr Aufklärung damit die Politiker mal endlich munter werden und nicht nur fordern, noch mehr von den Ärmsten schweinen der Nation abzuzwacken.

  7. Simone am 28. Juni 2007 um 09:15 Uhr

    Einen Monat mit HartzIV? Das ist doch nichts schlimmes wenn man weiß danach ist alles wieder gut. Was soll das denn bringen? Die Einschränkungen wie mit Schulden in HartzIV zu kommen, alleinerziehend zu sein und zu sehen, dass die Kinder auch wieder HartzIV Empfänger werden, weil Vater Staat sämtliche Schul- und Ausbildungskosten als Luxus sieht und nicht übernimmt. Kinder die früh gezwungen werden zu erkennen, dass ein Ferienjob Ihnen höchstens 100€ bringt egal wie lange und viel sie arbeiten. Der Reporter hätte mal vier Wochen als Gast in eine solche Familie gehen sollen. Dann wüsste er worum es wirklich geht.

  8. Susalafiedschi am 14. November 2007 um 13:38 Uhr

    Ein Reporter, einen Monat?? Das ist ein Witz.
    Politiker sollten so etwas machen und dann mal 3-6 Monate. Und zwar ohne Hilfe oder Assistenz an der Seite, sondern von Aufpassern begleitet ,damit nicht geschummelt wird. Ich glaube HartzIV würde abgeschafft. Ich verstehe die Rechnungen der Herren sowieso nicht.
    Miete (single bis 50m²) darf hier 280€ incl. Nebenkosten nicht übersteigen
    dazu maximal 1,3€ Heizkostenje m²)Ich weiß warum ich immerzu friere
    dann Strom (45€), Versicherungen (50€)Telefon(mindestens 50€) Fahrgeld 1,30€ je Fahrt
    (an 5 tagen in der Woche sind das schon 13€ in Hin und Rückfahrtder Woche wohlgemerkt)
    dann kommt der Friseur(billigste Schnittvariante mindestens 15€) Kleidung eine Hose unter 30€ nen Witz.
    Zieht mal 20€ Schuhe auf Diabetikerfüße und dann kommen noch die Lebensmittel. Ich bekam einen Schock als ich letzte Woche sah das fast alle Lebensmittelpreise zwischen0,10-0,50€ teurer geworden sind und oft wurde auch noch gleichzeitig der Packungsinhalt verkleinert. Viele ALGII Empfänger und geringer verdienende werden Krank durch die Situation.Also kommen wieder Kosten auf die Krankenkassen zu.
    Die Raten von Diebstählen , Kriminalität und Selbstmorden werden steigen. Sind wir Deutschen eigentlich zu dumm um etwas Eigenes Gutes aufzubauen, müssen wir uns alles von den USA abgucken.?? Kann sein das ich hier nicht viel Gescheites geschrieben habe .Ich habe nicht viel Ahnung von Politik. Es ist einfach das, was mir täglich durch den Kopf geht.

  9. Herbert am 10. Februar 2008 um 12:34 Uhr

    33m² Wohnung für einen Sozialhilfeempfänger! Kommt da noch ein ganzer Pferdestall mit rein? Ich hab gerade mal 25m² und such mir sogar noch eine kleinere Wohnung, damit ich bei der Miete sparen kann. Auch wenn ich dadurch auch viele materialistische Dinge, die ich mein Leben durch angesammelt habe und ungern verlieren möchte, wegen Platzmangel loswerden muss.

  10. Babs am 18. März 2008 um 10:36 Uhr

    Ich lebe seit der Umstellung von Arbeitslosengeld,Arbeitslosenhilfe und dann auf Hartz4 da ich in der Reha bin und meinen ursprünglichen Job nicht mehr ausführen Kann.8 Jahre Ämter ,Anträge,Geldkürzungen.Wo bitte soll ich sparen?Was bringt da wenn jemand EINEN MONAT erlebt wie es ist von Hartz4 zu leben???
    Die ganz Armen sieht man ja nicht,was sollen sie auf der Straße oder in der Stadt?Sie können sich ja gar nichts leisten und anschauen was man sich niemals leisten kann,nein Danke….
    Das System ist sehr überarbeitungsbedürftig….
    aber die Politiker wissen schon was dabei rauskommt und müssten dann vielleicht ihren Grütel ein klein wenig enger schnallen,wie gesagt,ein klein wenig was sie gar nicht großartig merken würden…aaaber,sie möchten ja auf nichts verzichten….
    Diätenerhöhungen werden eh immer einstimmig angenommen……würg

  11. rolf hämmerle am 24. März 2008 um 20:05 Uhr

    hallo babs, ich hatte am 13.09.2006 auch einen schweren unfall gehabt. seitdem bin ich hartz IV empfänger, arbeitslos und noch krankgeschrieben.ab dem 01.04.07bekam ich alg II 347,– € und musste aber 369,–€ priv. krankenversicherung bis 31.12.07 zahlen da ich noch eine schwere zahnbehandlung vor mir hatte und die gesetzl. krankenversicherung es ablehnte, es zu bezahlen .am 27.08.2007 erhielt ich von der berufsgenossenschaft eine rente von 4300,– € ,d( ie vom 01.04.07 – 30.09.08 reichen sollte) , von denen ich ja teils meine priv. KV bezahlte. jetzt kommt die agentur für arbeit u. sagt, ich sollte 2037 € zurückbezahlen, da ich das alg II zu unrecht erhalten habe und jetzt vom 01.01.2008 bis 30.09.2008 von 153,-€ leben soll.kannst du mir keine tipps geben. gruß rolf

  12. bernhard claus am 4. Februar 2009 um 12:46 Uhr

    bekomme auch hartz 4 und bin seid 1994 diabetiker für den
    mehraufwand gab es bis 2008 ,50,euro habe eine email an den Deutschen Verein zu Krankenkostzulagen geschrieben 3mal und hab bis heute keine antwort erhalten,wieso das geld nicht mehr gazahlt wird,wäre schön wenn sie informationen darüber bekommen würden

  13. Monika Weber am 8. Juli 2009 um 17:22 Uhr

    Eigentlich dürfte Silvia Cerny schon gar kein Hartz IV mehr bekommen. Geht es um Arbeitslose in Marzahn, dann kann man zu 100% sicher sein, dass sie mit ihren Mädels im TV auftaucht. Natürlich werden diese Beiträge sehr gut honoriert. Ob ihr das Jobcenter die Bezüge gekürzt hat?

    Und dann diese grässliche Tochter Debbie – keine Lust auf Schule oder Ausbildung, aber Sängerin werden wollen. Dabei trifft sie kaum einen Ton.
    Wenn das so weitergeht, ist sie die nächste Harzt-IV-Tante in der Familie.

  14. Werner am 11. Februar 2010 um 12:59 Uhr

    Was für ein Anspruchsdenken-man bekommt umsonst vom Staat Geld und es wird mehr und mehr gefordert und gemault-es ist doch nicht selbstverständlich!!!
    Man kann doch froh sein, nicht verhungern zu müssen, so wie es in vielen anderen Ländern ist-da gibt es keine Hilfe vom Staat.
    Der Geldhahn sollte mal zugedreht werden, damit die Menschen diese Leistung überhaupt schätzen zu wissen.
    Schließlich wird es der abreitenden Bevölkerung weggenommen…

  15. Schneider-Schipper am 11. Februar 2010 um 19:20 Uhr

    Mein Mann und ich sind beide Bebehindet, haben aber dem Mehrbedarf von 35 % für Schwer behinderte nicht bekommen. Die Gemeinde und auch der Landkreis Emsland wollte uns in Asylantenhaus abschieben. Da wären wir nie wieder heraus gekommen, also zogen wir es vor im Wohncontainer zu ziehen, dort haben wir 14 Monate ohne Licht und Heizung gewohnt. Wasser haben wir aus den angenzenden Teich geholt. Hilfe habe wir von Seiten der Behörden nicht erhalten. Sondern wir haben zu Ihren Bedauern den Winter 2005/2006 überlebt. Das wir in Wohncontainer gezogen sind hat einen anderen Hintergrund den ich aber bei Interesse gerne bereit bin zu erzahlen. Wir haben Hartz IV überlebt weil wir uns nicht haben unterkriegen lassen. Es war ein Kampft der sehr viel Kraft gekostet hat. Denn ich mußte mich auch noch als Simoland von den Behörden beschimpfen lassen

  16. detlef haufe am 23. Februar 2010 um 10:59 Uhr

    hartz 4 empfänger nicht nur schnee schieben auch schlacklöcher ausbessern lassen und nach 5 jahren wertmarken einführen,wer bis dahin keine arbeit gefunden hat und nicht über 30 jahre hartz 4 empfangen

  17. hanne am 28. September 2011 um 21:32 Uhr

    job gehabt unbefr. vertrag bis dez2010 von arge unterstützt abt. wurde aufgelöst wieder harzt4 dann nach fast30jahre ehe endlich über gericht anteilige betriebsrente von exmann zugesprochen bekommen und das frißt dann die arge auf was fürs alter sein soll das kann es doch nicht sein und millionen wandern nach griechenland und andere pleiteländer

  18. Jessica am 2. Mai 2014 um 18:59 Uhr

    Leute, kommt ihr noch klar?
    Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen, die zusammen 1100 € Rente hatten – davon wurden Miete, Strom etc gezahlt und drei Leute ernährt! Unterhalt von meinen Eltern gab es nicht. Kindergeld ist bei meiner Mutter versackt. Ich hab Abitur gemacht. An dieser Stelle packt euch schonmal an die Nase, wenn ihr meint, Kinder von Hartzern könnten auch nur Hartzer werden, weil Bildung aufgrund der finanziellen Lage nicht nicht möglich wäre. Rechnet euch mal aus, wieviel Geld ihr wirklich habt.
    Dann bin ich ausgezogen. Studentin mit ner eigenen Wohnung ist auch mit BAföG nicht prickelnd, das könnt ihr mir glauben. Also hab ich gejobbt. 62 Stunden im Monat sind neben nem Vollzeitstudium ne harte Nummer. Ich war von Montag bis Samstag voll ausgelastet – nur um zu leben!
    Dann bin ich durch unglückliche Umstände zum Hartzer geworden… JA, das kann jedem passieren. JA, man hat nicht besonders viel Geld. Aber LEUTE! Ihr sitzt euch dafür zu Hause den ARSCH platt! Ich hatte als Hartz IV Empfänger mehr Geld als als Studentin mit Nebenjob – und ich konnte mir dafür zu Hause den ganzen Tag an den Füßen spielen. Der Nachteil: man wird vom Amt behandelt wie Abschaum. Das ist mies – und ein Ansporn, den Arsch zu heben und tätig zu werden!
    Mittlerweile studiere ich wieder. Ich lebe wieder am Existenzminimum und reiße mir dafür wieder täglich den Arsch auf. Und ich fühle mich gut dabei! Die Zeit, in der ich das meiste Geld meines Lebens hatte (nämlich als ich Hartz IV bekommen habe!) war die Zeit, in der ich mich am schlechtesten gefühlt habe – weil ich wildfremden Menschen auf der Tasche lag, die für mich (und für all die motzenden Hartzer!) arbeiten gegangen sind!

    P.S.: Ich beziehe mich natürlich nicht auf Menschen, die durch Krankheit oder durch unglückliche Umstände in diesen Zustand geraten sind und die eigentlich arbeiten wollen. Ich finde, gerade an diesem Punkt gibt es einen großen Fehler im System. Und ganz ehrlich: Die, die am lautesten meckern sind die, die am wenigsten arbeiten wollen – Tatsache!

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