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Dieter Hundt kritisiert Jobvermittlung der BA

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 02.08.2009 um 13:43 Uhr (Autor: sozialleistungen.info)
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Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, äußert in einem Interview mit der Zeitung “Welt am Sonntag“ seine Unzufriedenheit mit der Vermittlungstätigkeit der Bundesagentur für Arbeit (BA).

“Um Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt besser in Übereinstimmung zu bringen, müssen die Arbeitsagenturen und Jobcenter bei der Beratung und Vermittlung von Arbeitslosen besser werden”, erklärte der Arbeitgeberfunktionär.

Die BA hätte seiner Meinung nach in den letzten Jahren zwar deutliche Fortschritte erzielt. Allerdings würden Betriebe viel zu häufig noch beklagen, dass die vorgeschlagenen Bewerber dem Stellenprofil nur unzureichend entsprächen.

“Da weniger als jede zweite offene Stelle der Betriebe bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wird, werden die derzeit bestehenden Jobchancen unterschätzt”, gab Hundt zu Bedenken. So gäbe es auch in der jetzigen Krise viele Arbeitgeber, die Mitarbeiter suchen würden oder Stellen trotz hoher Arbeitslosigkeit nicht zügig und passgenau besetzen könnten.

Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer vom arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) sagte in diesem Zusammenhang, dass die von der BA für den Juli vermeldete Zahl von 480.000 offenen Stellen höher als in vorangegangenen Krisen sei.

Dieter Hundt wünscht sich daher eine Optimierung bei der Vermittlungstätigkeit der BA. “Zur funktionierenden Vermittlung gehört auch, dass Arbeitslose passende Angebote für Anpassungsqualifizierungen erhalten und die regionale wie berufliche Mobilität optimal unterstützt wird”, forderte der Verbandschef.

Klaus Brandner (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Arbeitsministerium, erklärte im Hinblick auf die von Hundt getätigten Aussagen: “Wir wären sicherlich weiter, wenn die CDU nicht die nötigen Reformen bei den Jobcentern blockiert hätte.”

Unterstützung wird dem Präsidenten der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände auch von der FDP zuteil. “Weil die zentral organisierte große Nürnberger Behörde nicht flexibel genug auf die Notwendigkeiten des Arbeitsmarktes eingehen kann, wird sie von vielen Arbeitgebern nicht mehr eingeschaltet”, sagte FDP-Generalsekretär Dirk Niebel.

Auf Ablehnung treffen die von Hundt vorgebrachten Argumente hingegen bei der Union. “Es sind sicherlich Fehler gemacht worden“, so Ralf Brauksiepe, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Unions-Fraktion. Jedoch sei er überzeugt, dass die BA in der Jobvermittlung deutlich besser geworden sei. “Das höre ich immer wieder, wenn ich mit Arbeitgebern spreche”, erklärte der CDU-Politiker.

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4 Antworten zu “Dieter Hundt kritisiert Jobvermittlung der BA”
  1. adele

    am 03.08.2009 um 16:51 Uhr

    Herr Hundt, das Problem der schleppenden Arbeitsvermittlung liegt in erster Linie daran, dass Arbeitgeber sich der Zeitarbeitsfirmen bedienen,und damit eine oft fehlerhafte Auswertung von potenziellen Bewerbern erfolgt. Ihr Unternehmen ist auf Passgenauigkeit , was Ihre Produkte anbelangt zwingend angewiesen, aber Arbeitnehmer sind keine Regale oder Maschinen, die man nach Planvorgabe anfertigen kann, sondern Arbeitnehmer sind Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Kenntnissen, die es gilt als Arbeitgeber richtig einzusetzen.

  2. Erlotan

    am 04.08.2009 um 14:19 Uhr

    Was nicht vorhanden ist, kann auch nicht vermittelt werden.
    Allein in NRW sind 800.000 Menschen arbeitslos, dem
    stehen 20.000 angeblich freie Stellen offen.
    Es geht den ARGEn schon lange nicht mehr um
    Arbeitsplätze zu vermitteln, was auch kaum möglich ist.
    Vielmehr geht es darum, Gründe zu finden um die
    Leistungen zu kürzen, und um Arbeitslose in 1-EURO-
    Jobs zu vermitteln, um die Statistik zu schönen.
    Jede 1-EURO-Job Vermittlung ist für den Sachbearbeiter
    ein Arbeitsnachweis. Da müssen auch Schwerbehinderte und kranke Menschen herhalten.

  3. am 04.08.2009 um 15:32 Uhr

    Richtigstellung:
    Die Arbeitsagentur, ist nicht verpflichtet, Arbeitslose einen Arbeitsplatz zu beschaffen, und schon gar nicht Hartz IV Beziehern. (SG Mannheim)
    Die Arbeitsagentur, ist eine Behörde die sich nur selbst verpflichtet ist, mit dem Ziel Beamte und Mitarbeiter früherer Behörden zB. Post und Bahn etc. zu beschäftigen.
    Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang ist, dass eine Zwangsmitgliedschaft eines jeden Arbeitnehmers besteht.
    Mitgliedsgelder werden zweckentfremdet, in wenig sinnvolle und kaum nachvollziehbare Institutionen vernichtet.
    Die Dummen sind die, die Arbeitslebens lang Zwangsgelder abgeführt haben, und dann im Schadensfall (Arbeitslosigkeit) mit Almosen abgespeist, und verhöhnt werden, durch Politiker, und andere handelnde Personen, aus diesem privilegierten Kreis.
    Solche werden bei Arbeitsplatz Einsparung, Frühpensioniert, dauerhaft attestierte Arbeitsunfähig bescheinigt notfalls in andere Amtsstuben/Behörden (BA) untergebracht.
    Haben keinerlei Einkommenseinbußen zu erwarten und können sich in aller Ruhe und Frische Ihrer häuslichen Gartenarbeit widmen und anderen Hobbys zuwenden.
    Hartz IV bringt nicht nur Armut, sonder fördert im hohen Masse auch Ausländerfeindlichkeit.
    Wo die Lüge die Wahrheit unterdrückt. muss der Staat enorme Anstrengungen unternehmen um diese Lügen aufrecht zu erhalten, damit die Wahrheit das Volk und die Bürger nicht erreicht.
    ES GIBZ NICHT RICHTIGES IM FALSCHEN !!!!!

  4. Lurgi

    am 10.09.2009 um 13:35 Uhr

    In diesem Zusammenhang möchte ich mal das von Referenten im Arbeitsministerium erfundene “Fördern und Fordern” entzaubern:
    Fordern ist per Gesetz und Verwaltungsrecht in grossem Umfange festgeschrieben und mit Staatsgewalt durchsetzbar – Fördern ist kein Recht, auf das sich ein Arbeitsloser berufen, oder das er Einklagen kann. Fördern ist nur ein Wort…

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