Hohe Qualifikation schützt nicht vor Hartz IV

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 02.08.2011 um 12:01 Uhr

Eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) belegt, dass auch für höherqualifizierte Arbeitskräfte ein ernstzunehmendes Risiko besteht, den Arbeitsplatz zu verlieren. Im ersten Halbjahr 2011 haben der Untersuchung zufolge rund 110.000 Akademiker und rund 908.000 betrieblich Ausgebildete ihren Job verloren.

Dennoch seien insbesondere Akademiker nach wie vor mit einem wesentlich niedrigeren Arbeitslosigkeitsrisiko konfrontiert als Geringqualifizierte. Die Gefahr des Arbeitsplatzverlusts für Fachkräfte dürfe angesichts der Ergebnisse der Untersuchung allerdings keinesfalls klein gerechnet werden.

Nach Ansicht des DGB “können oder wollen” die Unternehmen offensichtlich viele qualifizierte Arbeitskräfte derzeit weiterhin nicht halten. Deswegen stelle sich die Frage, ob bei der Ausbildung in Schulen und Betrieben in den vergangenen Jahren die langfristigen Anforderungen des Arbeitsmarkts ausreichend berücksichtigt wurden.

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bisher 34 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Julchen am 2. August 2011 um 15:38 Uhr

    Der Aufschwung scheint auch an vielen gut ausgebildeten Menschen vorbeizugehen: Im ersten Halbjahr 2011 haben trotz der guten Konjunktur fast 1,5 Millionen Menschen ihren Job verloren – darunter viele qualifizierte Fachkräfte. Mehr als eine Million der Neu-Arbeitslosen verfügen über eine abgeschlossene Lehre oder ein Hochschuldiplom – und sind dennoch oft gleich von Anfang an auf Hartz IV angewiesen. Das geht aus einer Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, über die die “Saarbrücker Zeitung” berichtet.
    http://wirtschaft.t-online.de/mehr-als-eine-million-fachkraefte-finden-keinen-job/id_48537924/index

  2. jogi am 2. August 2011 um 17:33 Uhr

    Würde mich interessieren,wie sich unsere Berufsignoranten die Sachlage nun zurechtlegen.

  3. Streetfigther am 2. August 2011 um 17:33 Uhr

    Das wissen wir schon lange,nur wurde das durch die Volksverblödungsmaschienerie immer verschleiert oder nicht erwähnt.
    Die Medien und Politiker werden durch das Internet gezwungen sich an der Wahrheit zu beteiliegen,deshalb überlegt man auch was man verbieten könnte.
    Die Geister die ich rief-werd ich nun nicht los!

  4. Streetfigther am 2. August 2011 um 17:38 Uhr

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-neuer-alg-ii-ratgeber-vom-dgb-2044.php
    Ja,Ja,der DGB-und was tun die Jobcenterschergen?!Die ignorieren alles,was sie nicht verstehen,wollen und können.

  5. Niemand-ist-arbeitslos am 2. August 2011 um 18:16 Uhr

    Es ist für die gesellschaftliche Weiterentwicklung hilfreich wenn auch höherqualifizierte Menschen erwerbslos werden, denn das beweist, dass heutige Erwerbslosigkeit ein strukturelles Problem ist und weniger ein individuelles.
    Diese Entwicklung der zunehmenden Erwerbslosigkeit ist seit den 70er Jahren zu beobachten (alte Bundesländer) und bedarf zur Lösung weitgehend neuer Lösungen (u.A. garantiertes Grundeinkommen) und nicht althergebrachter (z.B. Hoffnung auf noch mehr Wachstum; Subventionierung von Unternehmen zwecks Arbeitsplatzsicherheit).
    Die Hoffnung: je mehr Leute in strukturell bedingte prekäre Lebenslagen geraten, desto eher wird nach neuen Lösungen gesucht werden.

  6. Flynn64 am 2. August 2011 um 20:30 Uhr

    Und mir stellt sich jetzt die Frage, was denn unsere Hartz IV Hetzer dazu sagen, wenn sie diese Zahlen und Fakten hören/lesen? Seid ihr auch hier der Meinung, dass diese ach so unkündbaren und hochrangigen Akademiker auch alles Schmarotzer sind, die den ganzen Tag auf dem Sofa sitzen, Alkohol saufen und sich am Hintern kratzen?

    Soll man denen auch die Kinder wegnehmen oder gleich mit Zwangssterilisation drohen? Und wenn diese dann doch noch weitere Kinder bekommen, sind dann diese Kinder auch zwangsläufig dummer Abschaum, wie ihr Hetzer es ja ständig von unseren Kindern behauptet.

    Und muss man denen auch die teuren Möbel, die die sich im Laufe ihrer Arbeitszeiten verdient haben, wegnehmen, insbesondere der ach so verhasste Flachbildschirm?

    usw. usw. usw.

    Vielleicht bekommt der eine oder andere Hetzer allmählich auch das Flattern in der Hose. Ihr seht jetzt wie schnell das gehen kann.

    TOLL!

    • Taxpayer am 3. August 2011 um 21:23 Uhr

      Also ich fühle mich da nicht angesprochen! Es gibt sicherlich arbeitslose Akademiker. Wenn man z. B. Afrikanistik o.ä. studiert hat, dann ist das z. B. gegenwärtig wenig gefragt. Arbeitslose Ings finden Sie hingegen kaum. Man kann ja auch selber etwas in die Hand nehmen und aufbauen – wenn man weiss wie es geht und es kann.

      • Flynn64 am 4. August 2011 um 08:54 Uhr

        Natürlich fühlen Sie sich angesprochen, sonst hätten Sie nicht auf meinen Beitrag geantwortet.

        Aber davon mal ab, ich finde es schon ein wenig armselig, dass Sie dahingehend argumentieren, dass überwiegend nur solche Akademiker arbeitslos sind, die einen etwas exotischen Beruf gewählt haben. Da machen Sie jetzt auch noch Unterschiede und zwar abhängig davon, was jemand mal gelernt hat? Denn das würde ja, nach Ihrer Meinung, zwangsläufig bedeuten, dass jeder der nicht mindestens einen Ingenieursberuf gelernt/studiert hat, keinen Stellenwert in dieser Gesellschaft hat. Unglaublich!

        Und was verstehen Sie unter, ich zitiere:“Es gibt sicherlich arbeitslose Akademiker“, Zitat Ende? Im Bericht wird immerhin von rund 110.000 Akademiker gesprochen und weiterhin von 908.000 betrieblich Ausgebildete die ihren Job verloren haben. Reicht Ihnen das immer noch nicht? Müssen es unbedingt noch mehr werden, bevor Sie zugeben würden, dass wir in Deutschland ein Problem haben?

        Sie müssen sich mal selber zuhören, da würden Sie womöglich selber nur noch mit dem Kopf schütteln.

        TOLL!

        • Taxpayer am 5. August 2011 um 17:53 Uhr

          “Denn das würde ja, nach Ihrer Meinung, zwangsläufig bedeuten, dass jeder der nicht mindestens einen Ingenieursberuf gelernt/studiert hat, keinen Stellenwert in dieser Gesellschaft hat. Unglaublich!”

          Nein – so war das nicht gemeint. Es gibt jedoch diverse Studiengänge, deren Absolventen kaum eine Perspektive haben. In der Regel weiß man das bei den ausgefallenen Fachrichtungen aber schon im Vorwege. Und genau davon gibt es viele. Ich habe in diesem Zusammenhang nur das Beispiel der Ings genannt, weil diese am Besten darstellen, dass Problem nicht mit dem Arbeitsmarkt im Zusammenhang steht sondern in der Qualifikation liegt. Im Gesamtkontext ist die Lage der Akademiker aber immer noch deutlich besser als bei allen Andern.

          Sie haben zudem noch nie ein Unternehmen geführt und haben nicht einmal im Ansatz eine Ahnung unter welchem Kostendruck und welcher abenteuerlichen Staatsquote die Unternehmen gegenwärtig leiden. Ursache des Übels sind gegenwärtig noch viel zu hohe Sozialstandards, die zu vielen Personen zugestanden werden.

        • Streetfigther am 5. August 2011 um 22:31 Uhr

          Julchen am 4. August 2011 um 10:31 Uhr
          Der Teufel hat seine Großmutter erschlagen,weil ihm keine Lüge mehr einfiel.
          Diese Dummheit und Ignorans kennt man ja auch von den Jobcentern her.Komisch das das bei bestimmten personen übertragbar ist,die müssen besondere Gene haben das sich das wie eine Seuche überträgt.
          Gut das die Masse der Menschen vor dieser Seuche geschützt ist und nicht so schnell krank wird.

          Gehts Dir gut?Mir geht es gut und ich freue mich wenn es anderen auch gut geht.Leben und leben lassen,dazu bedarf es manchmal nicht viel-wie soll das ein Hetzer hirn(falls vorhanden)begreifen?
          Schwere Kindheit gehabt,vernachlässigt worden,Mutter Trinkerin,Vater von und zu-auf und davon,das sind doch die bekanntesten Entschuldigungen.
          Diese ständige Hetze und Unzufriedenheit macht richtieg krank,dann kommt so ein Unsinn wie auf diesen Seiten heraus.
          Gut das diese Kranken es nich merken,wie mit der Demenz,schlimme Krankeit die man keinem wünscht,man kann aber nichts dagegen tun.
          Sie tun mir ja so leid!LOL!!!

      • Julchen am 4. August 2011 um 10:31 Uhr

        Ja klar, es haben zig Leute Afrikanistik studiert! *LOL* und die, die Germanistik studiert haben, sind natürlich viel besser dran!

        Lies es halt noch mal.

        Jobverlust trotz Studium
        So haben laut DGB im ersten Halbjahr 2011 etwa 110.000 Arbeitnehmer mit einem Hochschulabschluss ihren Job verloren. Weitere 908.000 Menschen wurden gekündigt, obwohl sie über eine betriebliche Ausbildung verfügten.

        ((( Allerdings sind vor allem Akademiker mit einem geringeren Risiko behaftet, arbeitslos zu werden.)))

        Nach Ansicht der Gewerkschaft wollen !!! offensichtlich Unternehmen zahlreiche gut ausgebildete Fachkräfte nicht halten und schicken vor allem ältere auf das arbeitslose Abstellgleis. Daher stellt sich für den DGB die Frage, ob in den Ausbildungen und in den Schulen sowie Betrieben in den letzten Jahren auf die sich verändernden Anforderungen eingegangen wurden. (sb)
        http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/gute-bildung-verhindert-nicht-hartz-iv-09277.php

        Die Schwachstellen einseitig zu suchen, zeigt nur wie ignorant unser einziger Steuerzahler ist.

        • Taxpayer am 5. August 2011 um 17:56 Uhr

          “Nach Ansicht der Gewerkschaft wollen…”

          Das ist aber nun eine sehr einseitige Ansicht, die dabei viele Faktoren einfach unberücksichtigt lässt, weil die Argumentation nur dann passt.

      • Julchen am 5. August 2011 um 09:56 Uhr

        Auch gut qualifizierte Beschäftigte sind teils immer noch von Arbeitslosigkeit bedroht. Immerhin eine Million Menschen mit Berufsausbildung betrieblicher oder akademischer Ausbildung mussten sich nach Job-Verlust in den ersten sechs Monaten dieses Jahres arbeitslos melden; darunter auch gut 100.000 Akademiker.

        http://www.duckhome.de/tb/archives/9404-Ursula-von-der-Leyen-will-keine-Vernunft-annehmen.html

        Natürlich haben diese 100.000 Akademiker alle AFRIKANISMUS studiert- und sind somit selber schuld*

        *laut Taxenplayer sind die also alle doof-und haben falsch studiert. *LOL* ( isser nicht lollig, der kleine Steuerzahler?)

    • Streetfigther am 4. August 2011 um 11:55 Uhr

      Flynn64 am 2. August 2011 um 20:30 Uhr

      LOL!
      Der Realitätsverlust der eigenen Identität.Sie haben vergessen welche Hetze sie gegen Menschen betrieben haben.
      Sie drehen ihr Mäntelchen nach dem Wind!Denunzianten,Schmarotzer,Demagogen,Volksverhetzer!
      Ist der Ruf erst ruiniert,lebt es sich ganz ungeniert.
      Den Beweis haben wir auf dieser Seite!

  7. TheOrakel am 2. August 2011 um 23:30 Uhr

    Hmmm….
    Hohe Qualifikation schützt nicht vor Hartz IV….

    hmmm…..

    Wieso lese ich hier nix abwertendes vom Faxenplayer oder vom HansWurst?????

    • Julchen am 3. August 2011 um 09:26 Uhr

      *LOL* denen fällt darauf einfach nichts ein. Das ist doch immer so, nimmt man solchen Leuten den Wind aus den Segeln, saufen sie ab- und das ist auch gut so. :-))

      Es müssen noch viel mehr Deutsche arbeitslos werden und verarmen, ehe sich etwas ändert!

      • Taxpayer am 4. August 2011 um 19:26 Uhr

        Irrtum! Der Anteil von Hartz IV Empfängern von höher Qualifizierten ist unverändert sehr gering!

  8. Streetfigther am 3. August 2011 um 12:29 Uhr

    Ihr lest von denen nichts weil sie nicht mehr weiterwissen.Die Hetze war einseitig mit Realitätsverlust,ohne Sinn und Verstand,nach Maßstäben der Volksverblödungsmaschinerie aufgebaut.
    Das heißt,sie sind selbst so bildungsfern,das sie die Sachlage nicht einschätzen können und wollen.
    Deshalb war ich seit geraumer Zeit der Meinung-ignorieren weil es nichts bringt.
    Es war nur eine Frage der Zeit bis alles wiederlegt wird,darüber wird auch noch der Leyerkasten stolpern,sollte dieses menschenverachtende Arbeitshausgesetz auf lange Sicht fortgesetzt werden.
    Wie wir feststellen können haben wir weder von der Hetze,noch von der Politik,oder vom sogenannten Jobcenter nichts zu erwarten.
    Deshalb muß jeder einzelne etwas dagegen tun.
    Die Masse muß begreifen,das dieses menschenverachtende Gesetz die Grundlage für prekäre Beschäftigung,für Ausgrenzung sorgt ,für unhaltbare Zustände in der Leiharbeit,das dieses sogenannte Gesetz zuständig für psychische Erkrankungen ist,und dermaßen negatieve Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat,das auf längere Sicht der Schaden wohl nicht meßbar ist.
    Es geht nicht nur um 364 Euro oder die Chikane der Jobcenter,eine ganze Gesellschaft ist von dieser Lüge Hartz IV negatiev betroffen.
    Wiviel Blödsinn will man sich noch einfallen lassen?

  9. Streetfigther am 3. August 2011 um 13:18 Uhr

    Themen,Berichte,Beiträge die man nicht vergessen sollte.
    http://schnakenhascher.square7.ch/wp/
    Mein Dank geht ausdrücklich an Soeckchen die sich mit der Aufarbeitung der Lügen und Gestaltung der Website sehr viel Mühe macht!

  10. Manfred V am 3. August 2011 um 21:17 Uhr

    Liebe Kommentargeber,

    wenn ich diese bisherigen Beiträge lese, kann ich als ehemaliger Volksschüler nur hoffen, dass die meisten der gemachten Aussagen ohne Überlegung geschrieben wurden. Noch niemals ist in Deutschland auf einem so hohen Niveau gejammert worden und man muss sich fragen, wohin das führen soll. Nichts kommt von alleine, man muss hart kämpfen, es gibt viele Ungerechtigkeiten, ohne Frage. Aber ob uns das berechtigt, die genannten Kommentare zu schmieren, bezweifle ich stark. Auch ich war 3x arbeitslos, hatte große Quali-probleme, habe jede Menge abends in meiner Freizeit nachgeholt (war Alleinverdiener!!!), habe es immer wieder geschaft und bin gerade als Hauptabteilungsleiter in Rente gegangen. Man sollte niemals die wichtigste Lebensfrage vergessen: Was habe ich (!!!!!) falsch gemacht?

    • Taxpayer am 5. August 2011 um 18:09 Uhr

      Sie sind doch der beste Beweis dafür, dass man mit Willen und Leistung etwas erreichen kann. Das will heute aber keiner wahrhaben. “Es” muss alles von alleine gehen. Der Volksschulabschluss und das Umfeld von damals sind wohl auch mehr wert als ein heutiges Abitur.

      • Hans am 9. August 2011 um 21:28 Uhr

        Ich zweifle, daß die hier vertretenden Protagonisten der Runde “Hartz muß weg” überhaupt einen Schulabschluß haben. Dazu muß man nur mal den Satzbau von deren Beiträge betrachten. Nehmen wir z.B das Wort: “Volksverblödungsmaschinerie” Dieses Wortungetüm kann wirklich nur von einem stammen, der seine ganze Bildung aus der BILD Zeitung bezieht.

  11. Streetfigther am 4. August 2011 um 17:43 Uhr

    Manfred V am 3. August 2011 um 21:17 Uhr
    Was du falsch gemacht hast?Ganz einfach-du hast das Thema verfehlt,denn zu deinen Zeiten gab es kein Hartz IV!!

  12. Julchen am 5. August 2011 um 19:02 Uhr
  13. KB am 7. August 2011 um 05:17 Uhr

    Ich gehöre zu jener Gruppe von Akademikern, die nach dem Abschluss keinen Job bekommen haben. Während meines ganzen Studiums habe ich gearbeitet, meist sogar studienbezogen. Nach dem Abschluss kam dann: überqualifiziert, zu teuer….

    Ich habe tatsächlich ein exotisches Fach studiert, spreche drei ostasiatische und zwei südostasiatische Sprachen neben den fünf europäischen Kultursprachen (lassen wir Latein mal beiseite).

    In Deutschland: niemand wollte mich. Zwei Jahre war ich arbeitslos (hatte einen Lehrauftrag an einer deutschen Uni für 230 Euro/brutto im Monat). Nun lebe ich in Vietnam, wo ich im Büro sitze, das zehnfache verdiene. Meine Sprachkenntnisse wurden hier gesucht – in die Büroarbeit habe ich mich innerhalb von zwei Wochen normal eingearbeitet. Dafür brauche ich kein Diplom.

    Viele meiner deutschen akademischen Freunde sind arbeitslos. Darunter sogar Juristen (wer sich halt nicht leisten kann, in eine Kanzlei einzusteigen) oder sogar Mediziner (dito).

    Ich spreche Japanisch; als ich mich in Deutschland auf eine Bürostelle mit Japanisch bewarb, erhielt ich eine Absage, da ich ja Japanisch UND Chinesisch spreche. Ich sei zu überqualifiziert und damit zu teuer….Kommentieren brauche ich diesen Schwachsinn sicher nicht weiter….

    Deutschlands Probleme sind hausgemacht. Ich bin allerdings noch nicht dahintergestiegen, warum sich dieses Land so runterwirtschaftet.

    • Flynn64 am 8. August 2011 um 08:29 Uhr

      @ KB am 7. August 2011 um 05:17 Uhr

      Und genau daran erkennt man doch, dass uns die Politiker und die Wirtschaft/Industrie anlügt. Es gibt eben nur bedingt einen Fachkräftemangel. Im Beitrag von Julchen vom 5. August 2011 um 19:02 Uhr ist ein Link, der genau das Problem sehr gut beschreibt.

      Weiterhin erkennt man hier sehr genau, wer in diesem Land so richtig asozial ist und nur abkassieren möchte, nämlich solche Firmen die nicht gewillt sind, hochqualifiziertes Personal einzustellen weil sie die hohen Gehaltskosten scheuen. Also sucht man sich lieber minder-qualifizierte Leute aus, um denen Hungerlöhne zahlen zu können, die dann wiederum durch Hartz IV ausgeglichen werden müssen. Und als gratis Bonbon bekommen solche Unternehmen auch noch zusätzlich staatliche Zuschüsse.

      Weiter so Deutschland, der Tag wird kommen wo dieses verdammte System zusammenbrechen wird, aber dann werde ich nicht mehr hier sein.
      Denn bevor sich hier die Leute gegenseitig den Schädel einschlagen, werde ich mit meiner Schweizer Ehefrau und meiner Tochter in die Schweiz auswandern. Da ist zwar auch nicht alles Gold was glänzt, aber man wird da wenigstens noch als Mensch behandelt. Von der politischen Mündigkeit (Volksentscheide) des Schweizer Bürgers ganz zu schweigen. Da könnten wir Deutsche uns noch ein paar Scheiben abschneiden.

      TOLL!

      • Julchen am 8. August 2011 um 18:11 Uhr

        Mönsch Flynn,
        Deine Frau ist Schweizerin! Nix wie dahin! Wartet nicht zu lange.
        Ich sehe ja schon allein im Grenzgebiet wie die Dinge anders sind. Auch wird mit den Bürgern anders umgegangen. Man vertraut ihnen erstmal- hier ist das Gegenteil- man steht unter Generalverdacht. Mein Freund ist ja Basler und somit hatte ich immer eine Alternative. Früher habe ich mal in Gommiswald gelebt und in Rudolfstetten und ich wollte eigentlich damals schon ganz dort bleiben, aber da war ich Anfang 20 und hatte eben noch vieles andere vor und meine Familie war ja noch vorhanden.

        Ich bin überzeugt davon, dass es Dir auch mental in der Schweiz besser ginge. Jedenfalls drücke ich euch die Daumen für alles, was ihr noch vorhabt.

        • Flynn64 am 9. August 2011 um 09:24 Uhr

          Jo, Danke Julchen!
          Wenn es soweit ist, werde ich dann Bescheid geben, aber erst müssen hier noch ein paar Dinge geklärt werden und ich muss noch ein paar Leute hier und anderswo ärgern und vielleicht auch noch in den Hintern treten, denn so leicht wird man mich nicht los. ;-)

          Dennoch ist es gut zu wissen, dass man für den Notfall, sollten hier wirklich alle Stricke reißen, immer noch ein Hintertürchen offen hat. Und da meine 2 Jährige Tochter so oder so beide Staatsangehörigkeiten besitzt, dürfte eine Auswanderung nach der Schweiz kein Probleme bereiten.

          Und wer weiß, liebes Julchen, vielleicht trifft man sich ja in der Schweiz einmal. Denn Basel und Luzern liegen nicht gerade weit voneinander entfernt. :-)

          TOLL!

  14. Streetfigther am 7. August 2011 um 13:27 Uhr

    KB am 7. August 2011 um 05:17 Uhr
    Stimmt,aber so ist das im Bereich der Facharbeiter auch,sie könnten ja einen Tarieflohn beanspruchen,oder den Arbeitgeber verklagen.Sämtliche Qualifikationen zu haben(und anzugeben) kann bei Bewerbungen auch ein Nachteil sein,weil man grundsätzlich nur nach der billigsten Arbeitskraft sucht.
    Überqualifiziert habe ich auch schon öfter zu hören bekommen,auch als Facharbeiter im Straßenbau,nebenbei noch LKW-Fahrer mit sämtlichen Zusatzberechtigungen,das hat nur einen Grund-Geld.Wenn die Arbeitgeber jemanden finden der die Qualifikationen nicht nachweisen kann,sich aber ein bischen auskennt hatte sich für mich der Job erledigt.
    Eine ungelernte Kraft ist immer billiger und hat keine Rechte.

  15. jaegermeister am 8. August 2011 um 14:25 Uhr

    Man muss differenzieren: Naturwissenschaftler und Ingenieure – aber nicht alle – haben in der Regel gute Karten, alle anderen müssen kämpfen wie andere Arbeitnehmer auch. Mehr noch: Wir haben eine Akademikerschwemme, ein Überangebot. Die Arbeitslosenstatistik spiegelt nicht die Realität wieder. Viele Hochqualifizierte – Akademiker oder nicht -hangeln sich von Prekarität zu Prekarität, von Praktikum zu Praktikum, von Teilzeitstelle zu Teilzeitstelle, oder versuchen sich als Selbstständige, wobei die meisten scheitern. Ich weiss das, weil ich ehrenamtlich Akademiker berate, die freiberuflich arbeiten wollen.
    Akademiker über 45/50 Jahre, die nicht Vorstandsvorsitzende geworden sind oder keine gutgehende Praxis haben, sind wie andere Arbeitnehmer auch der Eventualität ausgesetzt, das Heer der Dauerarbeitslosen zu bereichern.

  16. hypergeometrischeVerteilung am 8. August 2011 um 22:13 Uhr

    Hier meldet sich auch einer der üblichen Betroffenen. Taxpayer schiesst für mich den Vogel ab, diverse Studiengänge. LOL, Chancen auf ein einigermaßen vernünftiges Berufsleben haben nur noch einige wenige Fachärzte mit eigener Praxis und Leute mit den richtigen Netzwerkstrukturen (Eltern, Verwandte), bei allem anderen ist jede Qualifikation prinzipiell austauschbar und damit in letzter Konsequenz entbehrlich. Hochschulabsolventen gibt es heute wie Sand am Meer und das in nahezu allen Studiengängen. Exzellente Noten (alles unter 1,9 gilt eh als “nicht-studierter Studierter), Auslandserfahrung, 3 Fremdsprachen, aussagekräftige Praktikas transnational agierenden Unternehmen, Höchstudiendauer Master 11 Semester, Maximalalter 26 mit Promotion höchstens 28….das schafft halt kaum einer und wenn es tatsächlich solche Ausnahmetalente gibt, sind sie meistens “überqualifiziert”. In meinem Bekanntenkreis sind fast alle Akademiker entweder arbeitslos oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Darunter 1 Jurist, 1 Diplom Biologe mit Promotion, 1 Literaturwissenschaftlerin, 4 Wirtschaftswissenschaftler (2 Master / 1 Diplom / 1 Dr. rer. pol.), 1 Physiker, 1 Diplom-Chemiker, 4 Sozialwissenschaftler, 1 Maschinenbau-Ingenieur, 1 Bauingenieur und 2 Informatiker (beide inzwischen im Ausland). Viele arbeiten inzwischen entweder in ihren Ausbildungsberufen, wie der Bauingenieur, oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen, die Literaturwissenschaftlerin hat jetzt eine Ausbildung zur “Busfahrerin” begonnen, 1 WiWi Absolvent arbeitet im noch in seinem “Studienjob” als Kassenkraft bei McDonalds, alle anderen sind geringfügig versicherungspflichtig beschäftigt (400,00 – 700,00 Euro) oder sind arbeitslos. Auch ich habe zwei Studiengänge VWL (UNI-Magister 1,9) und einen Uni-Diplomstudiengang (1,4 wills hier nicht reinschreiben, da hier von den Firmen schon genügend “gescoutet” wird) absolviert, 2010 mit “summa cum laude” promoviert, alle hochschuldidaktischen Weiterbildungen gemacht, die man sich vorstellen kann und bin inzwischen auch in der Hartz-IV-Falle. Nach all meinen Beobachtungen muss man wohl leider feststellen, dass die Arbeitslosenstatistiken für Akademiker Augenwischerei sind, viele befinden sich in prekären Situationen, ohne Aussicht jemals ein existenzsicherndes Einkommen zu generieren, obwohl sie in allen Belangen ihres Qualifikationsprofils über Kritik an Einsatz und Leidenschaft für ihr Fach erhaben sein sollten. Andere, wie bei meinem Zweitstudium vielfach gesehen, haben die richtigen “Netzwerke”, da sorgt der Onkel, der zufällig Vorstandsvorsitzender einer großen Genossenschaftsbank ist, schon dafür dass der Neffe bei der Konrad-Adenauer-Stiftung unterkommt, selbst dann wenn die Noten und die Sozialkompetenzen unterirdisch sind. Wer sich näher mit dieser Problematik auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich einmal die Arbeiten des Soziologen Prof. Michael Hartmann :). Deutschland ist dahingehend ein von reinem Neopatrimonialismus gezeichnetes Staatssystem geworden, das jedem Kritik die zivilgesellschaftliche Existenz entzieht, sofern dies möglich ist. Ansonsten ist der Antwortbrief der Bundesregierung ein schlechter Witz, da schreibt wohl wieder eine 400-Euro-Referentin den ganzen Unsinn wieder, den eine “Ministerin” verzapft, die nur aufgrund der Reputation und des Einflußes ihres Vaters überhaupt eine solche Karriere machen konnte. Wäre sie das Kind einfacher Menschen gewesen, wäre sie wohl nicht mal Krankenschwester geworden. Einen perfideren Mix aus Plutokratie und Timokratie, getarnt als repräsentative Demokratie, kann es doch wohl kaum geben.

  17. uwetammen am 29. August 2011 um 19:43 Uhr

    ich denke mir….
    nach meiner scheidung bin ich in der rente um die hälfte abgesagt.
    bekomme noch 700 € – falle also unter die alterarmut durch die scheidung.
    habe jetzt noch 12 jahre bis zur rente.
    die reichen nicht um aus der altersarmut heraus zu kommen.
    folgedessen lebe ich später wie heute wiederum von der stütze.
    ich habe also jetzt die möglichkeit zu lernen mit wenig auszukommen, damit im alter der schock nicht zu groß wird.
    ich gebe mich dieser tatsache, wie viele andere in meinen alter hin und akzeptiere so wie es ist.

    wieviele menschen wohl auch in dieser zwickmühle leben, das weiß kaum einer.

    fazit aber ist, es sind später rentner, die wie ich ein arbeitsleben hatten und doch in armut leben müssen.
    daher das motto .. gehe gesund in die rente…

  18. uwetammen am 1. September 2011 um 18:23 Uhr

    http://www.boell-rlp.de/Thema/Lobbylang071122WF.pdf

    unter demm link kann jeder lesen, wer hinter den machenschaften von hartz 4 und der momentanen gnadenlose auslese von erwerbstätigen steckt.
    es ist die > INSM <

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