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Werden Langzeitarbeitslose von Kommunen unzureichend betreut?

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 03.12.2008 um 12:42 Uhr

Nach einer vom Bundesarbeitsministerium vorgelegten Studie werden ALG II Empfänger weitaus besser von Kommunen und Arbeitsagenturen (sog. Arbeitsgemeinschaften bzw. ARGEN) gemeinsam betreut als von Kommunen allein.

“Die Arbeitsgemeinschaften aktivieren schneller und vermittlungsorientierter, sie achten darauf, vor allem in bedarfsdeckende Beschäftigung zu integrieren, sie verstärken die Mitwirkungs- und Konzessionsbereitschaft der Hilfebedürftigen durch Sanktionen, sie nutzen zur Integration aber auch mehr Lohnsubventionen”, erklärt der Bericht des Ministeriums. Ferner sei die zentrale Steuerung durch die Nürnberger Bundesagentur von Vorteil, da hierdurch der Erfolgsdruck auf Fachkräfte und Leitungspersonal erhöht werde.

Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, das die Wahrscheinlichkeit für Hartz IV Bezieher innerhalb eines Jahres wieder Arbeit zu finden, bei der Betreuung durch die Kommunen um 18 Prozent niedriger liegt als bei den Arbeitsgemeinschaften.

Die endgültige Entscheidung, welche Art der Betreuung sich durchsetzt, wird wohl Ende 2010 fallen. Würde die Wahl auf die Arbeitsgemeinschaften fallen, könnten laut der Studie 3,3 Milliarden Euro eingespart werden.

Kritik an dem Bericht kommt vor allem aus Hessen. Dort arbeiten die meisten Landkreise nicht mit den Arbeitsagenturen zusammen und bilden somit keine Arbeitsgemeinschaften. Aus den Ergebnissen des Berichts, entgegnet Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU), könne man keinen Schluss ziehen, wer bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen erfolgreicher ist. Auch die übrigen von der CDU regierten Bundesländer weisen die Studie des Bundesarbeitsministeriums in einer gemeinsamen Stellungnahme zurück. Der Bericht sei “tendenziös” und enthalte “gravierende sachliche Fehler”.

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bisher 7 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Hartmut Slomski am 6. Dezember 2008 um 22:21 Uhr

    Natürlich werden Langzeitarbeitslose von Kommunen unzureichend betreut! Und zwar ganz bewußt! Warum wohl? Kommunen werden von politischen Parteien geführt. Und Parteien wollen gewählt werden. Doch die neoliberal-globalkapitalistischen Blockparteinen SPD, CDU, CSU, Grüne und FDP sind für HartzIV-Opfer nicht mehr wählbar und werden es nie wieder sein! Daran ändert sich auch nichts, wenn HartzIV-Opfer wieder in Arbeit kommen! Also ist es für diese Parteien doch ohnehin von keinerlei Nutzen sich zu bemühen HartzIV-Opfer wieder in Arbeit zu bringen! Im Gegenteil: es besteht seitens dieser Parteien sogar ein Interesse HartzIV-Opfer vom Arbeitsmarkt fernzuhalten! Denn diese Parteien haben den Großteil ihrer Wähler bei den noch nicht von HartzIV betroffenen Arbeitnehmern. Darum wird denen ja auch ganz bewußt vorgemacht den Langzeitarbeitslosen ginge es doch durch HartzIV so gut! Und um diese Lüge aufrecht zu erhalten ist man natürlich bemüht HartzIV-Opfer mundtot zu machen! Und deshalb will man natürlich auch verhindern, dass HartzIV-Opfer wieder in Arbeit kommen! Damit die dann nicht in ihrer neuen Firma ihre neuen Arbeitskollegen über die wahren Verhältnisse in Bezug auf HartzIV aufklären! Damit die dann nicht dort Stimmung gegen die neoliberal-globalkapitalistischen Blockparteien SPD, CDU, CSU, Grüne und FDP machen! Damit die dann nicht am neuen Arbeitsplatz Wahlwerbung für die Anti-HartzIV-Parteien DIE LINKE, NPD und DVU machen!
    Damit sich dann dort nicht bisherige HartzIV-Opfer, die Mitglieder sowohl bei der Linken als auch in einer DGB-Gewerkschaft sind, in Betriebsräten engagieren!

  2. Hannelore Busch am 8. Dezember 2008 um 01:18 Uhr

    Nicht genug betreut und auch nicht informiert bzw. auf einem Schuldenberg sitzengelassen. Wie mir jetzt durch Informationen aus dem Internet bekanntwurden, hätte ich Geld beantragen müssen bzw. bekommen müssen bei meinem Zwangsumzug 2005. Ich hatte Febr. 2005 meine Mutter schwer krank. März 2005 war ich selbst im Krankenhaus und im Juli sollte ich keine Kostenübernahme
    meiner Wohnung mehr erhalten, also schnellstens ausziehen sonst droht der Ruin. Trotz Attest keinen Aufschub. Auf Nachfrage, ob ich Geld für Umzug, neue Möbel, LKW etc. bekomme, wurde mir gesagt, seit Einführung Hartz IV wurde das beschafft und diese Kosten hätten die anderen ja auch. Ich knabbere noch heute mit
    sehr wenig Geld von Tag zu Tag, bin durch all die vorangegangen Ereignisse depressiv und krank geworden.
    Ich weiß manchmal nicht wie es weitergehen soll, da ich erst 59 Jahre bin und bis zur Rente noch eine Weile habe, sind meine Existenzängste sehr groß.

  3. Mueller Sascha am 11. Dezember 2008 um 20:19 Uhr

    Ja wenn man das so liest wundert es keinen das man die NPD und DVU wählt.
    Normal wähl ich SPD,aber bei der nächsten Wahl werde ich die NPD wählen,hab die Schnauze voll von den beiden großen die sich nur im Turnus abwechseln und mal nen kleinen aus Gnade mit ins Boot holen.
    Hoffe die NPD erreicht den Bundestag bald.
    Schade das man sowas schreiben muss ist aber die Wahrheit und die Reichen die machen die Kohle auf Kosten der Arbeiter und ALG2 Leute.
    Hoffe hier brennts auch bald wie in Athen. Die brauchen hier auch so nen Denkzettel

  4. Julchen am 18. Januar 2010 um 19:48 Uhr

    Ich bin in über 5 Jahren nicht betreut worden.

    Hin und her geschickt worden schon- und schikaniert worden auch schon sehr oft.
    Also unter “Betreuung” stell ich mir was anderes vor.

    Ich bin überverwaltet- sonst nichts.Mittlerweile verwalte ich mich selber- jeden Tag- und denke immer- der liebe Gott lässt eines Tages Hirn regnen- auch für Beamte und Politiker. Sachbearbeiter brauchen kein Hirn- die brauchen nur einen Chef mit Hirn. Die machen ja nur- was man ihnen sagt. ;-)

    @ Hannelore- ich bin auch nicht viel jünger und mir geht es ebenso. Man kann in diesem Land nur Angst haben, wenn man in unserer Lage ist.

    Lass Dich nicht unterkriegen !

    LG Julchen

  5. Julchen am 18. Januar 2010 um 19:52 Uhr

    Also die Rechten würde ich nicht wählen @ Sascha Müller- nimm die Linken.

    In Griechenland krachts auch heftig derzeit. Habe mir sagen lassen, dass die sehr Linksextrem sind.

    Na dann warten wir mal ab- was noch alles kommt.

    Bin zu alt um Krawall zu machen, ich könnt nicht mehr “wegrennen”.

  6. willy am 21. Januar 2010 um 01:02 Uhr

    Hallo, auch ich bin gegen Gewalt, habe aber heute ein sehr interessantes schreiben der Arge Bad Kissingen erhalten, gegen das ich natürlich, die mir verfügbaren gesetzlichen Rechtsmittel(staatliche Gewaltl) einsetzen werde:

    wie so etwas geschehen kann ist mir nicht mehr nachzuvollbar – scheinbar denken manche dort in der Arge, sie wären Gott***

    Sehr geehrter Herr …., durch die Sozialhilfeverwaltung des Landkreises Bad Kissingen wurde bekannt, dass gegen Sie Klage auf Räumung ( hatte Vermieter aufgrund von Heizungsmängeln die Miete gekürzt) der von Ihnen angemieteten Wohnung in ………………. erhoben wurde.

    Um das verfahren der Räumungsklage nicht zu behindern, werden ab dem 01.02.2010 keine Kosten der Unterkunft mehr gezahlt, da ihre Wohnung zu teuer und deshalb nicht erhaltenswert ist.

    (Wie kommen die denn dazu? – ist doch ne private und zivilrechtliche Klage)

    Als Anlage erhalten sie eine liste(nur 2 kämen überhaupt in frage – Liste ist vom oktober) über freistehende Wohnungen im Landkreis Bad Kissingen.

    nun meine Frau und ich arbeiten beide in derStadt, sind aber durch geringes einkommen in Hartz4(3 Personen) – unsere Wohnung gilt als unangemessen, da über dem regelsatz der erhöhte Betrag wird von uns draufgelegt – wir bemühen uns seit geraumer Zeit um Wohnung, da man uns dies seitens der Arge nahe gelegt hat und es durchaus in unserem Interesse ist aber es ist nicht einfach passende Wohnung zu finden,

    (VIELE KALTMIETE ZU HOCH UND EXTREME HEIZKOSTEN)

    die der Arge entspricht und viele Vermieter wollen mit Hartz4 empfänger nix zu tun haben, wie wir schon schmerzlich erfuhren mussten.

    weiter kommt dazu, das ich nicht so schwere Sachen tragen kann, die Arge aber keine Umzugsfirma bezahlen will, höchstens einen Leihwagen und nur wenn wir in dem Regelsatz einer angemessenen Wohung bleiben und die sind hier wirklich selten.

    Immer wieder wird auf einen Umzug in den Landkreis verwiesen, jedoch sind hier die Mieten auch nicht viel günstiger und wir haben kein eigenes Auto, meine frau und ich würden die Arbeit durch einen Umzug in den Landkreis verlieren, das scheint da aber wirklich keinen zu Interessieren.

    habe das schreiben heute erhalten und muss jetzt wieder zum gericht um denen den Marsch zu blasen, die wollen mir glatt die lebensgrundlage entziehen, somit könnte ich meine Miete, welche am 01.02.2010 fällig ist, nicht weiterzahlen und der vermieter würde leichtes Spiel haben mich rauszuschmeissen, hatte natürlich gegen die Räumungsklage Einspruch eingelegt und dies auch dem Sozialamt mitgeteilt hab vielleicht ne Wohnung ab 01.03 – aber dank der Kundenfreundlichkeit der Arge, werde ich wohl meine Miete nicht bezahlen können, falls es meine Anwalt nicht gelingt rechtzeitig Abhilfe zu schaffen,

    Nun ich weiss mir zu helfen aber renne schon zu oft zum Gericht in letzter Zeit – andere wissen vieleicht nicht was sie machen sollen, sind verzweifelt und greifen manchmal zu drastischen Mitteln.

    Insofern sind meiner Meinung nach durchaus diese Menschen mitverantwortlich, wenn andere Menschen aus Verzweiflung durchdrehen, weil man Sie schikaniert, diskriminiert und Ihnen die Lebensgrundlage entzieht bzw. versucht Ihen diese zu entziehen.

    Was nicht heisst, das ich Gewalt in irgend einer Art und Weise befürworte – nein bin strikt dagegen – aber wundern tut mich hier nix mehr!

  7. hape am 5. Januar 2011 um 11:41 Uhr

    Ich bin fast drei Jahre in einer 1 Euro Job Maßnahme bei einer Stadtverwaltung beschäftigt.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man lediglich bemüht ist die klammen Kassen im öffentlichen Dienst mit diesen zusätzlichen Mitarbeitern zu deckeln. Auch will man mit relativ hochqualifizierten 1 Euro Job Mitarbeiter (ich zähle mich dazu) das Defizit der fest Angestellten auszugleichen. Man ist meiner Meinung nach nicht im geringsten bemüht, die Menschen wieder ordentlich in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Auch wird das intensive Einbringen in die Verwaltung nicht gedankt.

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