Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 04.12.2008 um 11:32 Uhr

Aufstocker: immer öfter Hartz IV für Arbeitnehmer

Die Süddeutsche Zeitung berichtet auf Grundlage einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) davon, das immer mehr Menschen in Deutschland zu wenig verdienen, um davon ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

So ist die Zahl derjenigen Arbeitnehmer, welche voll oder in Teilzeit arbeiten und zur Sicherung des Existenzminimums zusätzlich Hartz IV beziehen (sog. Aufstocker), im Jahr 2008 deutlich gestiegen.

Aus der Statistik der BA geht hervor, dass die Zahl der Aufstocker, deren Bruttolohn mindestens 800 Euro brutto monatlich beträgt, von Januar bis Juli 2008 von 369.597 auf 384.467 Personen gestiegen ist. Bei den Berufstätigen, deren Bruttoverdienst bei 400 bis 800 Euro liegt, legte im selbigen Zeitraum die Zahl der Aufstocker um fast 12.000 auf 243.550 zu.

Obwohl die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger um etwa ein Fünftel gesunken sei, habe sich die Zahl der Aufstocker auffallend vergrößert, erklärte der Arbeitsmarktexperte des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Wilhelm Adamy, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Diese Entwicklung hält der Gewerkschaftsvertreter für äußerst bedenklich. Seiner Meinung nach hätte es weniger Aufstocker geben müssen, da die Wirtschaft zu dieser Zeit floriert habe, der Bedarf an Arbeitskräften gestiegen und zugleich die Zahl der hilfebedürftigen Menschen im erwerbsfähigen Alter deutlich zurückgegangen sei. Für die Betroffenen sei es „demoralisierend, wenn sie voll arbeiten, mit ihren Beiträgen zur Finanzierung des Sozialstaats beitragen und trotzdem auf staatliche Leistungen angewiesen sind“, fügte der Experte hinzu.

Ursache für diese Negativtendenz ist nach Ansicht von Wilhelm Adamy die Zunahme von prekärer, nicht existenzsichernder Arbeit. Einige Arbeitgeber nutzen die vom Gesetzgeber geschaffene Möglichkeit offensichtlich aus, indem sie verstärkt Niedrigverdiener einstellen. Folglich werde „Lohndumping“ praktisch staatlich gefördert, kritisiert der Arbeitsmarktexperte.

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bisher 8 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Karsten Glatz am 11. Dezember 2008 um 19:13 Uhr

    hallo liebe leser,

    ich habe ein ernstes Problem, ich bin erzieher von beruf und bin auf ein führerschein angewiesen.

    ich bin arbeitslos und bewerbe mich in allen richtungen in deutschland leider bekomme ich immer eine absage weil ich kein führerschein habe,ein antrag beim amt für arbeitsförderung habe ich gestellt,leider wurde er abgelehnt mit der begründung das ein erzieher nicht unbedingt ein führerschein benötigt .

    nun sehen es viele einrichtungen anderst,wenn ich im schichtsystem arbeite und kinder in einrichtungen fahren muß oder zum arzt bei einen notfall ( nachtdienst ) benötige ich ein führerschein. ich habe auch den amt erklärt das ich auch das darlehn auch in raten zurück zahlen würde aber es führt kein weg dort hin .nun sitze ich schon fast 5 jahre zuhause und kann nichts machen ausser das ich mal glück habe das ich eine einrichtung finde wo ich vorrerst kein führerschein benötige ,aber ich denke das wird schwer werden.

    wer kann mir ein tip geben was ich da machen kann ich möchte und will wieder arbeitet aber das scheint bei uns keiner zu verstehen .

  2. Jürgen  (Website)  am 15. Januar 2009 um 16:10 Uhr

    Sehr geehrter Herr Glatz,
    wenn ich es aus der Beschreibung Ihrer Gegebenheiten
    richtig verstanden habe, waren Sie bisher noch kein Führerscheinbesitzer.
    Demnach würde ich in Ihrem Fall empfehlen, bei Ihrem – für Sie zuständigen – Amtsgericht oder einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht zuallererst einen „Berechtigungsschein zur Beantragung auf Beratungshilfe“ o.ä. einzuholen.
    In diesem Antrag z.B. als Begründung hereinschreiben: „Antrag (beim betreffenden Amt) für Arbeitsförderung abgelehnt / meine eigene Mitwirkungspflichten gem. § 60 SGB I. unter Berufung auf Art. 12 GG somit wegen fehlenden, berufsnotwendigen Bedarfs bei besten Vorrausetzungen völlig eingeschränkt bis unmöglich.
    Diesem Antrag beigefügt sein muss auf jeden Fall Ihr letzter „Leistungsbewilligungsbescheid“
    Kopie mit Eingangsstempel mitgeben lassen (Kostenfreiheit der Kopien unter Berufung auf § 64 Abs. 2 Satz 2 des SGB X.)
    Einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht Ihres Vertrauens aufsuchen/ Terminabsprache/ am besten gleich Kopie (4.) vorzeigen (10 € Beratungshilfegebühr gem. § 8 BerHG bereithalten)
    Ihren o.g. Sachverhalt beim Gespräch mit schildern Anwalt
    Sollten Sie bereits schon Führerscheinbesitzer sein, versuchen Sie trotzdem vorzugehen, wie beschrieben.
    Anm. BerHG § 12 http://bundesrecht.juris.de/berathig/__12.html
    Und berichten Sie, ob es erfolreich war.
    Viel Erfolg

  3. Karsten Glatz am 14. Februar 2009 um 00:36 Uhr

    hallo jürgen ,

    vielen dank für den tip ich werde es versuchen konnte erst jetzt antworten weil ich lange krank war nervlich weil mich das kaputt macht könnte sofort arbeit habe aber ohne führerschein zwecklos aber ich werde mich jetzt darauf berufen , echt vielen und werde mich an meine anwälte nochmals wenden ,es kann doch net sein das ich net arbeiten kann nur weil sich das amt mir das verweigert.

    ich weede dich darüber auf den laufenden halten 100% versprochen .

    dake dir nochmals für den tip

    glg kasten aus bernburg

  4. wolfgang am 9. Februar 2010 um 20:14 Uhr

    hallo .
    ich war bis 31.12.2009 selbstständig als fahrer!
    bin mit den einnahmen gerade so um die runden
    gekommen! seit 01.01.2010 habe ich jetzt
    eine angestellten job auf 800 € brutte job gefunden, nur das geld reicht nicht! kommen ca. 600€ netto raus,
    frage, habe ich die möglichkeit aufstocker zu beantragen?
    für kurze antwort bin ich dankbar! schöne grüsse
    wolfgang

  5. julia am 25. Februar 2010 um 08:16 Uhr

    **********
    wolfgang, du hattest genug geld denk mal an die armen in anderen ländern!!!!
    lg julia

  6. martin am 7. März 2010 um 21:27 Uhr

    Alles klar bei dir julia???!!

  7. christina am 9. Mai 2010 um 11:57 Uhr

    leider ist auch bei uns eine aufstockung nötig gewesen!
    ich selbst sehe leider die vielen leihfirmen als problem.
    zeitarbeit kann auch von nutzen sein, aber in den letzten jahren schossen diese firmen regelrecht wie pilze aus dem boden!
    so etwas kann auch eine wirtschaft mit der zeit kaputt machen.
    mein mann ist lackierer und findet auf dem arbeitsmarkt ohne leihfirma so gut wie nichts.
    er ist auch flexibel und hat sich als staplerfahrer und produktionshelfer beworben.
    tja, das einzige was lockt: wenn sie sich gut anstellen, haben sie chancen übernommen zu werden!das hängt ganz von ihnen ab!
    schön wär`s. natürlich gibt es die chance,keine frage,aber es gibt auch firmen, die bereits die nase von leiharbeitern voll haben, weil es ständige wechsel gibt. manche firmen haben sogar mehrere leihfirmen an der angel.
    und ganz abgesehen davon, ist es oft so, dass man ohne leihfirma in einige betriebe gar nicht mehr rein kommt.
    in der gesellschaft findet diese arbeit wenig anerkennung.
    wir wohnen in miete und suchen eine andere wohnung.
    er bekam netto 890Euro raus! ein kleinkind von 1 jahr haben wir auch noch!
    unsere jetzige wohnung ist für 3 personen zwar bezüglich der qm angemessen, aber die nebenkosten werden nicht ganz übernommen, weil sie zu hoch sind. diese dürfen wir auch noch vom regelsatz bezahlen.
    egal wo wir uns bewerben. sobald es heißt: wo arbeiten sie denn?
    und mein mann antwortet: bei der leihfirma x.
    hören wir nichts mehr von den vermietern, weil sie angst haben, dass sie ihre miete nicht bekommen!
    makler bekommen wir keinen, weil wir ja hier wohnen bleiben können. nur dass wir eben selbst von den paar knüppeln zuzahlen müssen!
    und ein weiteres problem bei den leihfirmen ist, dass sie immer spät den lohn überweisen und man nicht immer einen festen lohn bekommt, sondern je nach arbeitsstunden mal mehr und mal weniger erhält.
    also darf man jeden monat die lohnbescheinigung vorlegen und abwarten was rauskommt.
    nur dumm, dass die fixen kosten nicht variieren und gleich hoch bleiben.
    ich finde: zeitarbeit ja, aber für den selben lohn!!!
    da gibt es menschen, die gerne arbeiten möchten und es trotz arbeiten von morgens bis abends schwer haben, weil die bezahlung vorne und hinten absolut nicht reicht!
    wenn man trotz arbeit zusätzlich algII beantragen muss und dennoch von morgens bis abends außer haus ist und noch nebenher behördengänge erledigen muss, kann ich nur sagen:
    armes, armes deutschland! was ist nur passiert?wie blind muss man sein, um es so weit kommen zu lassen?
    mittelschicht gibt es bald keine mehr!
    aber, die hoffnung stirbt zuletzt!
    bis denne,
    viele liebe grüße an alle, die wissen wovon ich schreibe!
    haltet durch

  8. Hallo Christina am 9. August 2010 um 12:17 Uhr

    Das was Du schreibst stimmt total wir sind 5 Personen mein Mann ist aufstocker wir bewohnen eine mit Schimmel befallende 75 qm Wohnung die Drei Kinder teilen sich ein 12 qm großes Zimmer.
    Nach Wohnung braucht man als Aufstocker von Hartz 4 gar nicht erst zu fragen da bekommt man nur Absagen.Und was das schlimme noch ist wenn man vor der Arbeitslosigkeit nicht gearbeitet hätte verständige ich das ja noch aber so,weil es gibt Menschen die tun alles um an Arbeit zu kommen es gibt aber auch solche die das nicht tun den wir mehr geholfen als den anderen und das ist ungerecht.
    Durch halten

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