Studie: ALG Empfänger wollen arbeiten
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommt in einer Studie zum Ergebnis, dass sich die meisten Hartz IV Empfänger mit aller Kraft um einen Job bemühen.
“Die vielfältigen, auch eigeninitiativ ergriffenen Aktivitäten der Hilfebezieher widersprechen deutlich dem bisweilen in der Öffentlichkeit präsenten Bild des passivierten
Transferleistungsempfängers, der es als erstrebenswert empfindet, ein Leben im Hilfebezug zu führen”, heißt es in der IAB-Untersuchung.
Das Problem ist damit wohl eher weniger die Arbeitsbereitschaft der Leistungsbezieher, sondern vielmehr der Mangel an Arbeitsplätzen.
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9 Antworten zu “Studie: ALG Empfänger wollen arbeiten”
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am 07.03.2010 um 08:56 Uhr
Die verstehen wirklich nicht, worum es geht… also, die werden dann bei den Wahlen bestraft werden…
am 09.03.2010 um 09:22 Uhr
Die hätten das Geld für die Studie lieber für ABM-Stellen o.ä. ausgeben sollen.
am 09.03.2010 um 11:18 Uhr
Ganz was Neues!
(Sarkasmus ausblenden…)
am 09.03.2010 um 12:41 Uhr
Schon Anfang der 80iger Jahre hiess es: Uns geht die Arbeit aus. Was hat sich seither geändert? Die Arbeitslosenrate steigt, sie macht eine blendende Karriere, Regierung und Arbeitgeber sind nicht in der Lage, diese Entwicklung zu bremsen. Das Absinken der Arbeitslosenzahlen in den letzten Jahren war auf den Exportboom (der so nie wiederkommt) und auf die Grosskredite, die zahlreiche Länder bekamen, zurückzuführen. Das Interesse der Arbeitgeber und ihrer Sprachrohre/Lakaien ist es, der Öffentlichkeit weiss zu machen, dass es Arbeit für alle gibt, nur die asozialen, faulen Arbeitslosen, namentlich Hartz4-Empfänger wollen einfach nicht das Arbeitsamt bemühen, um sich dort einen Job abzuholen. Sie sind auch noch unverschämt genug, einen angemessenen Lohn zu verlangen.
am 09.03.2010 um 13:41 Uhr
Also ich empfinde es als grenzenlose Sauerei, dass man Arbeitslose in 1 + 2 aufteilt. Als wären ALG 2 Bezieher schlechtere Menschen oder sonst was.
Die 80-er Jahre hatte ich noch gute Arbeit und dann eben bei meinem Ex in der Firma- die lief auch gut bis in die Anfang der 90-er. Erst ab da habe ich dass so schlimm empfunden. Vielleicht kommts aber auch auf die Branche an.
Ich glaube auch nicht, dass ich nochmal was für Vollzeit finde in meinem Alter. Wenn sie mich wenigstens in Ruhe liessen- dann könnt mans noch ertragen.
am 09.03.2010 um 14:51 Uhr
Und wenn man es nicht mehr erträgt, solle man nicht resignieren, sondern sich wehren. Man hat schließlich das Recht auf Notwehr. Und darauf, sichgegen die Untergrabung des Sozialstaates und der Demokratie zur Wehr zu setzen. (Art. 20 Abs. 4 GG).
am 10.03.2010 um 21:49 Uhr
@MartinaBC
Deshalb wundere ich mich immer wieder, dass niemand Demos organisiert, um aus dem Schatten herauszutreten. Lieber kämpfen als erdulden!
am 11.03.2010 um 19:43 Uhr
Es gibt schon noch Demos und ich hoffe, es kommen sehr viele nach Essen und in
anderen Städten gibts auch Demos.
http://krisendemonrw.wordpress.com/
http://www.kapitalismuskrise.org/
am 12.03.2010 um 11:55 Uhr
20. März 2010 in Essen, nochmal zur Erinnerung.
Besser als nur in Essen wäe natürlich eine Aktion in vielen Städten gleichzeitig.
Globetrotter, ich habe es in den letzten Jahren leidfer immer wieder erlebt und festgestellt, dass die Jobcenter nicht nur recht beugen, demütigen, schikanieren und falsche Auskünfte erteilen, sondern dass sie auch alles versuchen, damit sich Arbeit Suchende nicht zusammentun.
So gingen zum Beispiel “Dozenten” (meistens hatten sie keine Dozentenerfahrung) und Vertreter von Trainingsmaßnahmen immer sofort dazwischen, wenn sie merkten, dass wir TeilnehmerInnen untereinander Adressen austauschen. Auch Solidarisierung, Erfahrungsaustausch auf den Fluren der Jobcenter war nie gerne gesehen. Dazu kommt, dass Arbeit Suchende und Aufstocker so mürbe gemacht werden, gedemütigt werden, in ihrem Recht auf selbstbestimmtes Leben beschnitten werden, in den Medien und der Presse diffamiert werden, dass vielen von ihnen der Mut fehlt, aufzubegehren, sich zu wehren, sich zu outen und zu solidarisieren.
Ich habe viele Menschen kennen gelernt, die resigniert haben, die sich in Alkohol geflüchtet habenm, sich aus dem sozialen Leben zurückgezogen haben (das ist ja auch von der Politik so gewollt). Ich selber habe einige dieser Stufen durchlaufen: Zuhause sitzen ohne soziale Kontakte, im dunklen Zimmer, Depressionen, Suizidversuche, Rückzug aus dem sozialen Leben, Resignation.
Inzwischen habe ich aber begriffen, dass man kämpfen muss, und vor allem: dass man gemeinsam ämpfen muss. Ich möchte gerne ein Netzwerk aufbauen mitallen, mit denen ich hier in meiner Stadt und bundesweit in Kontakt stehe, udn in Verbindung mit berteits bestehenden Netzwerken und Foren im Internet.
Aktiv werden gibt einem auch ein Stück Selbstbestimmung und Selbstwertgefühl zurück, und genau dieses wollen einem die Politiker und Jobcenter ja kaputtmachen.