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Arbeitsminister Scholz: Vollbeschäftigung ist in Sicht

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 07.06.2009 um 16:40 Uhr

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) ist laut einem Bericht des Berliner Kuriers trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise von einer kommenden Vollbeschäftigung in Deutschland überzeugt.

“Bald – im nächsten Jahrzehnt – wird es einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften geben, weil wir nicht genug Junge haben”, meint Scholz.

Daher sei es nötig, die jungen Leute gut auszubilden. “Es darf nicht dabei bleiben, dass jedes Jahr weiterhin 80.000 junge Menschen ohne Abschluss die Schule verlassen”, sagte der Minister. Dies sei der Boden für künftige Arbeitslosigkeit.

“Wenn wir es schaffen, dass jeder mit Anfang 20 entweder eine Berufsausbildung oder Abitur hat, werden die Unternehmen ausreichend qualifizierte Arbeitnehmer finden”, ist der SPD-Politiker überzeugt. So könne man sich dem Ziel der Vollbeschäftigung wieder deutlich nähern.

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bisher 10 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Flynn  (Website)  am 7. Juni 2009 um 19:44 Uhr

    Eine sehr schöne Feststellung Herr Minister Olaf Scholz! Nur blöde, dass diese Weisheiten schon von vielen anderen Politikern vor ihnen festgestellt und geäußert wurde. Und trotz endlosen Diskussionen um das Thema, viel gebracht hat es anscheinend wenig, oder?

    Kann es sein, Herr Minister, dass hier wieder mal Wahlkampf veranstaltet wird?

    TOLL!

  2. Lutz  (Website)  am 7. Juni 2009 um 23:59 Uhr

    Hier zeigt zumindest die Europawahl, wie der Scholz und Genossen bewertet wurden.
    Noch gefällt mir das Gesamtergebnis nicht. Zu viele Gewohnheitswähler machen Kreuze, ohne zu denken und wenn nicht deutlich ausgesprochen wird was Sache ist, verlieren 7 Millionen Menschen nach der Bundestagswahl den Rest ihrer verbliebenen Würde!
    Scholz sein Beschäftigungsprogramm kennen wir ja schon, ein Bürger bespitzelt den anderen und alle haben zu tun.
    Die CDU/CSU stehen für Bürgerarbeit, leicht zu erklären für ältere Mitbürger, die den Reichsarbeitsdienst doch nicht vergessen haben.
    FDP plant die Erpressung, noch niedrigere Grundsicherung zwingt jeden sittenwidrigen Lohn auf!
    Die Grünen halten die Agenda 2010 stolz hoch, ein Stützpfeiler ihrer Politik bleibt die Intuition des Peter Hartz.

    Hier sollten alle Betroffenen und andere Bürger endlich aktiv werden! Sorgt mit dafür, dass Klartext geredet wird!
    Geht alle zur Bundestagswahl und meidet die Pest, die uns seit 2005 verfolgt!

  3. Mario Trutschel am 9. Juni 2009 um 16:04 Uhr

    Sehr geehrter Herr Scholz,

    ich gratuliere Ihnen zu Ihrem offen geäußerten Optimismus. Die Hoffnung stirbt eben erst nach der Illussion. Es wäre doch aber so einfach, wenn Sie endlich die Realität respektieren wollten, aber warum einfach, wenn man es sich sowie seinem manipulierbaren, gottlob einfältigen Pöbel auch schwer machen kann.

    Viel Erfolg beim Träumen (von (ge)schön(t)en Arbeitslosen-Statistiken) und grüßen Sie mir die Realität, wenn sie Ihnen vielleicht doch einmal begegnen sollte.

    Weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Mitwirkung in den weiteren Aufführungen von: “Des Kaisers neue Kleider”!

    Mit freundlichen Grüßen
    Mario Trutschel

  4. Sale47 am 9. Juni 2009 um 17:43 Uhr

    Hoppala,
    wie schön das man sich immer von Anderen etwas ab kupfern kann, doch sollte man auch die Ergebnisse davon nicht außer acht lassen.

    Optimist kann nur der bleiben, welcher ein gesichertes Polster hinter sich weiß und nicht mit den üblichen täglichen Dingen (ALG II ) zu kämpfen hat.

    Warum wurden unsere jungen Leute nicht mehr richtig ausgebildet? Hier stimmt doch schon lange etwas nicht mehr. Wenigstens wurde auch von Herrn Scholz erkannt, dass dies der Boden für zukünftige Arbeitslosigkeit ist. Vielleicht fällt ihm auch wieder auf oder ein, dass die ältere Generation ein wichtiger Meilenstein in der Arbeitswelt darstellt. Deshalb nicht Fachleute ab 45 ( mit entsprechender Berufserfahrung ) auf Abstellgleis schieben, sondern gezielt mit integrieren.

    Gezielte Schulung auf den bevorstehenden Arbeitsmarkt/-bereich wäre oft sinnvoller. Nicht jedem liegt auswendig lernen für Prüfungen oder verschiedene Fachrichtungen in den Schulen. Deshalb sind aber diese Personen genauso wichtig, wie die andere Spezies. Beides richtig kombiniert führt oft zu einem guten Ergebnis.

    Inwieweit dies aber mit einer Vollbeschäftigung gleichzustellen ist, möchte ich dahin gestellt sein lassen.

  5. Hallo36 am 9. Juni 2009 um 18:31 Uhr

    Ich frage mich, wie es sich denn mit den älteren Arbeitnehmern ab 2010 verhalten soll. Schließlich gibt es ja auch unter diesen ausreichend, welche sich bereits qualifiziert haben oder noch wollen und trotzdem keinen den erlernten Qualifikationen entsprechenden Arbeitsplatz finden. Stehen diese dann auf der Straße? Es gibt doch genug Umschüler o. ä. zwischen 30 und 40, evtl. 50 Jahren.

  6. blueketz am 9. Juni 2009 um 21:02 Uhr

    Wunderbar…Bildung ist wichtig und sinnvoll,
    aber leider nicht die Lösung aller Dinge.
    Ich kenne viele Leute, die zwar Abi gemacht haben und
    doch nicht in die Berufe kamen, die sie wollten.
    Die erstmal notdürftig auf teure Darlehen BWL studieren und hinterher doch kaum Perspektive haben, weil zu theoretisch ausgebildet. Ich selbst habe zwar kein Abi, aber immerhin Fachhochschulreife (es fehlten letztendlich wegen längerer Krankheit nur die Prüfungen). Habe dann eine Schulische Ausbildung gemacht, die vom Lehrinhalt dem Studieninhalt für meinen Fachbereich gleichkommt. Doch leider sind in diesem Beruf keine Chancen in Sicht, weil hier Studierende wegen der günstigeren Anstellungskosten (Praktikavergütungen) bevorzugt werden.
    Ich habe zwar Arbeit, aber muss Aufstocken.
    Ich hatte eine gute Ausbildung und dennoch nutzt das bei der derzeitigen Arbeitsmarktsituation auch kaum etwas.

    Sicher wünsche ich mir, auch im Sinne meiner Nachkommen, ein besseres Bildungssystem und mehr Förderung mit Sicht auf die realen Arbeitsbedingungen,
    aber ich bin der Meinung, dass auch eine gute Ausbildung noch kein Garant für eine gut bezahlte dauerhafte Vollzeitbeschäftigung sind.
    Man muss sich gut verkaufen,
    Schwächen als Stärken vermitteln können
    und vor allem muss man auch aufstehen können, auch wenn man im Dreck liegt und das ohne fremde Hilfe, denn die kommt sicher nicht von unseren Politikern.

    Wie man sieht, sind die ja mit Ihren Entdeckungen galaktisch schnell und überaus weise ;-)

  7. Henrik am 10. Juni 2009 um 09:46 Uhr

    Scholz:
    S= Schönreden
    C=Chronisches versprechen
    H=Höhnisches Grinsen
    O=Oje doch nicht so wie es ist
    L=Langsames Reagieren und Regieren
    Z=Zynisch können wir alle sein

    nur eins ist, das wir( Volk) es besser wissen und es Spüren wie es in Deutschland ist.

    Bitte Herr Scholz haben Sie noch was zusagen!!!

  8. Lutz B. am 11. Juni 2009 um 15:10 Uhr

    Na schau einer guck Vollbeschäftigung, darf ich mal laut lachen ? Nein es bleibt im Halse stecken. Man kann es nicht mehr hören. Nur die Bildung forcieren und die Arbeitslosigkeit sinkt. Schwachsinn hoch drei. Man fargt sich für wie bekloppt hält man die Bevölkerung eigentlich? Hochqualifizierte Menschen sitzen zu hause und beziehen Hartz IV oder sind als Leiharbeiter beschäftigt und dieser Mann schwafelt von fehlender Bildung. Ganz nebenbei ist die SPD seit 1998 in Regierungsverantwortung. das bleibt aber unter uns. Es ist genauso verlogen wie die Mindestlohnforderung der SPD die ja schließlich unter Mitwirkung des werten Herrn Scholz Leiharbeit ausgeweitet hat, sowie für die Aufstocker verantwortlich ist. Herr Scholz, sie mögen das Volk für dumm verkaufen, aber so dumm wie sie glauben ist es nicht.
    Mit freundlichen Grüßen Lutz Bohn

  9. Globetrotter am 11. Juni 2009 um 16:40 Uhr

    Dieser SPD-Bonze erzählt Unsinn. Der Arbeitsmarkt hat sich während der letzten Jahrzehnte deutlich verschoben. In der Zukunft wird eine begrenzte Zahl von (hoch)qualifizierten Tätigkeiten gebraucht (Technik, Naturwissenschaften…), daneben wird es eine Masse von schlecht bezahlten Jobs mit prekären Arbeitsverhältnissen z.B. im sozialen Bereich geben. Ein beachtlicher Teil wird wahrscheinlich nie einen Job haben oder sich als ewiger Praktikant herumschlagen müssen.
    Das Gerede des Partei-Apparatschik ähnelt dem Nachgeplapper der Presse, wonach Deutschland zuwenig Akademiker hervorbringe.

  10. Tero am 15. Juni 2009 um 13:14 Uhr

    Hallo,

    also es soll um die Bildung in diesem Staat gehen? Tja dazu mal folgendes… Der Herr Minister meint wir haben zu wenig “Junge”… Klare Antwort… Klar gibt es kaum Nachwuchs, wie denn auch. Wenn man eine Ausbildung hat und bekommt dann Kinder, wird einem der Job meist unterm Hintern weggenommen, demnach kommen qualifizierte Kräfte nicht mehr in ihren Job zurück, oder eher sehr schwer, denn die Betreung und demnach die Bildung für Kleinkinder bleibt zu wünschen übrig. Also überlegt sich jede 3te Frau doch heutzutage gleich 4 mal ob sie ihren Job oder eine Familie vorzieht. Im neustem Fall sind es die Jobs, denn die bekommen die meisten mit Familie eher selten.

    Mehr Bildung?! Hm wie denn wenn einem bei einem Schulanfänger schon Steine zwischen die Beine geworfen werden, so das man hart für die optimale Bildung kämpfen muss. Warum, so denkt doch die heutige Jugend soll ich mich ausbilden lassen, wenn ich nach 3 Jahren mit Abschluss dann doch zu Hause bin, oder wieso einen Schulabschluss machen, wenn ich doch keine geeignete Ausbildung finde. Das is alles ein immer wiederkehrender Kreis, der bis heute keine Öffnung findet.

    Aus diesen Gründen wird es wohl eher geringfügig Vollzeitbeschäftigte geben die zudem auch noch “Nachwuchs” bringen. Eines wird immer auf der Strecke bleiben. Leider, denn beides bekommt der Staat nich auf die Reihe um es einwandfrei für Familien mit geeigneter Bildung zu koordinieren. Würden diese beiden Punkte stimmen, sprich Betreuung und geeigneter Job, dann würde es auch mehr Arbeitnehmer geben. Da kommt aber das nächste Thema: Arbeitsplätze – die werden doch abgeschafft und ohne diese Plätze keine Anstellung. Die Unternehmen und Kleinbetriebe ziehen doch die geringfügig Beschäftigten vor, denn diese sind billig und arbeiten für einen Appel und ein Ei. Das ganze System muss neu aufgetragen werden und zwar so, das mehr Vollzeitstellen, für die jetzigen Qualifizierten Kräfte zur Verfügung stehen, so das dann die Junge Generation nachtreten kann.

    So wie es derzeit ist, wird es nichts. Schönreden kann man sich alles, aber wenn einem die Realität über den Weg läuft, fallen dem einen oder anderen sicher noch die Haare aus. :-)

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