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Betreuung von Alzheimer-Kranken durch Arbeitslose ist ein Erfolg

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 07.06.2009 um 16:39 Uhr (Autor: sozialleistungen.info)
VGW 963

Karl-Dieter Voß, Vorstandsmitglied des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), erklärte gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus, dass der Einsatz von Langzeitarbeitslosen zur Betreuung von Demenzkranken als Erfolg zu bezeichnen sei.

Mehr als 5.000 Assistenten seien knapp ein Jahr nach Start der Fortbildung erfolgreich angelernt und in Heimen angestellt worden. Sie unterstützen die Betreuung der erkrankten Menschen dadurch, indem sie etwa mit ihnen spazieren gehen oder basteln.

“Damit hat die Pflegereform nicht nur die Versorgung der demenzerkrankten Heimbewohner verbessert, sondern auch noch eine beträchtliche Anzahl an Arbeitsplätzen geschaffen“, äußerte der Verbandsfunktionär zufrieden.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch Familien, die an Alzheimer erkrankte Angehörige zu Hause betreuen, die Hilfe der Pflegeassistenten in Anspruch nehmen könnten. Leider werde diese Möglichkeit bislang noch wenig genutzt.

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13 Antworten zu “Betreuung von Alzheimer-Kranken durch Arbeitslose ist ein Erfolg”
  1. am 07.06.2009 um 19:29 Uhr

    Ich zitiere: „… Leider werde diese Möglichkeit bislang noch wenig genutzt.“, Zitat Ende.
    Dazu kann ich nur sagen, hoffentlich bleibt das auch so.
    Ich bin wirklich der Letzte, der es den Pflegebedürftigen nicht gönnen und wünschen würde, dass diese vernünftig betreut werden. Die Betonung liegt hier bei auf „Vernünftig“. Denn es kann doch nicht angehen, dass in Zukunft, immer mehr gut ausgebildete Fachpflegekräfte (im Schnitt, 3 Jahre und längere Ausbildung plus zusätzliche Fort- und Weiterbildungen), mit großer Wahrscheinlichkeit, außen vorgelassen werden.

    Und das nur, weil jetzt vermehrt die Langzeitarbeitslosen, in einem einjährigen Kurs (gleicht schon fast einem Crashkurs), ausgebildet und auf die Menschheit losgelassen werden.
    Ich möchte hier wirklich niemanden etwas Böses unterstellen und es freut mich wirklich, wenn dadurch ein paar Langzeitarbeitslose einen festen und dauerhaften Job erhalten haben. Nur kann und darf das keine dauerhafte Lösung sein, wenn Fachpflegekräfte arbeitslos werden, weil in der Zwischenzeit die Pflegearbeiten von weniger gut ausgebildeten Pflegeassistenten, übernommen werden.

    Ein Schelm, der sich was Böses dabei denkt, wenn er meint, dass es so oder so keiner von den Patienten merken würde, wenn diese nicht richtig bzw. falsch behandelt werden, da es sich ja eh um demenzkranke Patienten handelt.

    Dass sich da das Vorstandsmitglied des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Karl-Dieter Voß, darüber freuen kann, kann ich sehr gut nachvollziehen. Denn ich denke mal nicht, dass ein ehemaliger Langzeitarbeitsloser das gleiche Gehalt erhält, wie ein gut ausgebildeter Pfleger, auch wenn erklärt wird, dass es sich dabei nur um Assistenten handelt?

    Deswegen stellt sich für mich die Frage, ob das wirklich ein Erfolg ist, im Sinne der Patienten und der richtigen Pflegekräfte!?

    TOLL!

  2. Komander 1896

    am 08.06.2009 um 13:50 Uhr

    Nein das kann nicht so sein. Richtig ist es wie Sie es hierbei erörtern, das darurch gut ausgebildete Fachpflegekräfte hintendran stehen, und keinen festen Dienstplatz inne haben,nur der Gehaltseinsparungen wegen. Widereinmal zeigt es sich, wie die Vorständler des Spitzenverbandes sich hiermit rühmen,und die Kolle selbst einsacken. Was für inner Widerspruch. Denn dann brauchen wir ja für aller Zukunft her, keine 3 jährige Fachausbildung nebst der Fachfortbildungsschulung. Alles dannn für die Katz.Hierbei zeigt es sich, das die Reformen seit Anfang an, bereits völlig zum cheiten verurteilt ist. Nur unsere Damen & Herr Volksvertreter sehen ihr groben Schadenfehler am Volke nicht ein. Hochmut kommt vor dem Falle hffentlich fallen dann alle sehr tttttttiiiiiiieeeeeffffff ins Loch.

    Der Komander

  3. am 08.06.2009 um 20:44 Uhr

    Es geht schlicht und einfach darum, die Lohnkosten zu senken! Koste es was es wolle!
    Hier greifen auch die 1€ Jobs, das sg. Probearbeiten und was es noch so alles für “Konditionierungsmaßnahmen” für Langzeitarbeitslose gibt.
    Die Senkung der Lohnkosten sperrt dann gut ausgebildete aus. Politisch gelenkt werden damit auch Sozialabgaben geringer.
    Die Folge zeichnet sich am Horizont schon ab. Schwindelnde Statistikerherber sagen jetzt schon klar, dass der BIP im Land spätestens sinkt. Es lässt sich also nicht verheimlichen!
    Somit passiert dann in der Folge das:
    Europa gleicht sich aus, nicht die Starken nehmen die Schwachen Länder mit, sondern sizilianische Landverhältnisse können endlich Fuß hier fassen.
    Mafia haben wir schon reichlich im Land, auch Spitzeldienste gegen Bürger sind aktiv.
    Das schöne Wetter fehlt uns noch!

  4. am 09.06.2009 um 15:45 Uhr

    Ist das etwa freiwillige Arbeit mit Dementzkranken,
    oder kommen da wieder einmal sanktionen auf uns zu?

  5. Heidi

    am 09.06.2009 um 19:46 Uhr

    Ich bin seit 2 Jahren ALG II Empfängerin.Habe auch keine Chance auf eine Einstellung,da ich schon zum alten Eisen( 55 ) gehöre.
    Immer wieder lese ich von Dementzkranken und deren Hilfe von Arbeitslosen.Auch ich wäre gern bereit diesen kranken Menschen den Alltag etwas erträglicher zu machen, nur meine Agentur bietet mir keine Möglichkeit an,mich auf diese Art nützlich zu erweisen.
    Schade!!

  6. Claudia1

    am 10.06.2009 um 00:16 Uhr

    Hallo zusammen..
    Wer fragt die Menschen ,ob sie überhaupt solch´schwere Aufgaben übernehmen können, oder wollen??
    (.. muß man sich eigendlich alle bieten lassen als Arbeitsloser?? )
    Was kommt denn noch alles??
    Wozu soll mein Kind einen Schulabschluss und eine Lehre machen, wenn es hinterher in irgendeinen Beruf gesteckt wird vom Amt, was nichts mit dem Beruf zu tun hat , was Er/ Sie gelernt haben ??
    Es gibt keine Bezahlbare Arbeit in Deutschland, wann verstehen das unsere Politiker?
    Sie verdiehnen mehr als jeder Deutsche sich erträumen könnte..
    Weg mit dem Volk der Ausnehmer und Schmarotzer in der Politik !!

  7. Henrik

    am 10.06.2009 um 09:38 Uhr

    Traurig traurig traurig ist es in Deutschland geworden.Ich kämpfe schon seit ein Jahr für ein Pflegehelfer-Weiterbildung hier in HH,leider wird es immer wieder von den Sachbearbeiter abgelehnt mit der Begründung, ich zitiere: ” ich sei zu alt (40 Jahre) und die Ausbildungen stehen an erster linie den Jugendlichen zu”. Ich kann es nicht verstehen wie da die Politik so reden kann und das auch noch veröffentlichen das es so schön ist und Erfolg hat,meinen die echt das wir Dumm sind und es auch glauben.Ich habe zwei 1 Euro Job hinter mir und es ist nicht rausgekommen,im gegenteil ausgenutzt gefühlt habe ich mir.

  8. Santen 1704

    am 10.06.2009 um 10:06 Uhr

    Guten morgen liebe Leser,

    im Dezember bin ich den Genuß gekommen einen 3 monatigen Kreschkurz zur Betreuerin Demenzkranker Menschen. Es wird das wichtigste theoretisch vermittelt, aber viel zu wenig, und das menschliche bleibt auf der Strecke. Hier könnte man einen ganz neuen Berufszweig entwickeln.
    Da ich 3 Berufe, mit Abschluß habe, aber zu alt für diesen Staat bin (mitlerweile 51und seid 10 Jahren nicht mehr jung genug), dachte ich mir warum soll ich nicht hilfebedürftigen Menschen helfen.
    Seid März habe ich eine Anstellung, leider nur 20 Stunden die Woche gefunden. Die Bewohner sind froh, dass jemand Zeit für sie hat und nicht immer nur kurz waschen anziehen und Essen anreichen und schon wieder weg. Mit der tgl. Pflege habe ich nichts zu tun, denn dafür gibt es examiniertes Fachpersonal. Aber den Bewohnern den Alltag so angenehm wie möglich gestallten durch spielen, vorlesen, spazieren gehen usw. ist sehr wichtig und wird mit freude angenommen.
    Jetzt kommt auch das examinierte Pflegepersonal dazu sich um den einen oder andern Pflegefall intensiever zu kümmern, was sehr lange aus Zeitgründen auf der Strecke blieb.
    Die erste Zeit war es auch nicht sehr leicht vom Fachpersonal angenommen zu werden, doch nach 3 Monaten kann ich sagen kommt man sich näher und schätz die Arbeit der “Pflegeassisten/Altenbetreuer.
    Ich für meinen Teil würde es begrüße, wenn die Zukünftigen Maßnahmen in diesem Rahmen nicht nur 3 Monate sondern mindestens wenn nicht noch länger sind um gezielter arbeiten zu können.
    Hoffentlich werden die hohen Politiker mal nicht so krank und müssen in ein Alten oder Pflegeheim, denn wenn sie dort ankommen können sie nichts mehr verbessern, das sollten sie tun so lange sie gesund sind und nicht dabei auf ihren eigen Vorteil bedacht sind. Geld beruhigt macht aber nicht GLÜCKLICH UND GESUND

  9. Henrik

    am 11.06.2009 um 07:12 Uhr

    ich gehe heute zur ARGE , habe wieder eine Einladung bekommen, da ich ein Bildungsgutschein beantragt habe und dieser Schriftlich abgelehnt wurde,mal sehen ob ich ihn heute bekomme für ein Einführungskurs für die Pflege von 8 Wochen. Ich werde Berichten.

  10. Lutz B.

    am 11.06.2009 um 14:55 Uhr

    Es schreit zum Himmel. Heir geht es um Menschen verdammt nochmal.Aber das scheint nicht zu interessieren. Nein wir tun ja was für die armen kranken. Die jenigen welche die Gesetze oder regelungen geschaffen haben sind ja davon nicht betroffen. Es sind ja nur alte,also unbrauchbare Menschen. Die Hartz IV Empfänger müssen auch beschäftigt werden um die Statistik zu bereinigen. Den Pflegenotstand löst damit nicht sondern verschärft ihn. Aber da Skrupellosigkeit mittlerweile zum Alltag gehört, muß man das leider akzeptieren. Es gibt eben Bürger und alte Menschen sowie die Unterschicht aber wie gesagt das interessiert ja nicht.

  11. am 11.06.2009 um 16:54 Uhr

    Liebe Mitstreiter,
    was kann man doch alles lesen.
    Der Eine will diese Arbeit und bekommt sie nicht, der Andere wird gezwungen und gebrochen, der Nächste will einen Gutschein für mehr Bildung und wird als zu alt befunden und unterm Strich trifft es dann die, die keinen wirklichen Nutzen daraus ziehen können.
    Wann erwächst aus diesen Widersinnigkeiten der Mut für ein tausendfaches Treffen in Berlin, die ungebildeten Politiker, die täglich Diäten schmarotzend uns alle verhöhnen einen Vogel zu zeigen UND sie zu zwingen FÜR Bürger zu handeln.
    Die Bäuerinnen haben gezeigt, dass klappern mit Milchkannen zum Ziel führen könnte.
    Also, organisiert Euch endlich und wehrt Euch!
    Denn eines kann ich hier versprechen, ohne schwarz zu sehen:
    Es wird noch schlimmer kommen, als es heute schon ist!

  12. Ossi

    am 12.06.2009 um 09:57 Uhr

    ja ja…sozial ist was arbeit schafft ;)
    das schöne ist der gemeine deutsche bildzeitung lesende bürger freut sich, weil die sache sich echt gut anhört.
    so richtig und so sozial und einfach gut, weil es ja jemanden der hilfe nötig hat “zu gute kommt”.

    die kehrseite ist natürlich verdecktes lohndumping, ausheblung der ausbildung in der pflege und schleichende akzeptanz minderwertige gesundheitspflege zu empfangen.

    *vorsicht zynisch*
    mit alzheimerpatienten hat das bestimmt methode….die vergessen es eh gleich wieder.

    und unsere topmanager und politiker betrifft die verschlechterung in der pflege eh nicht. die haben sich natürlich genug steuergelder zur seite geschafft um sich die “eltie” mit diplom ausgebildete pflegekräfte ranzuschaffen, falls es sie mal treffen sollte.

    ein bisschen offtopic vielleicht, aber es wurde weiter oben auch schon erwähnt:

    eine abgeschlossene berufsausbildung wird tatsächlich immer wertloser.
    ich habe mal eine reportage gesehen, die hieß:

    Die Hartz IV-Schule

    http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2008/0707/index.jsp

    bitter, oder?
    stellt sich die frage: vorbeitung auf das reale leben, oder resegnation?

    tja, das scheint der flow der zeit zu sein.

  13. Melly

    am 21.07.2009 um 18:57 Uhr

    So ich muss auch dazu was sagen… Ich habe/mache auch eine Weiterbildung zur Betreuungsassistenz im Bereich Pflege/Demenz…(der Kurs dauert 4 Monate lang)

    Ich darf auch Pflegen… ja… mache grad mein Praktika. und die Bewohner und die Kollegen freuen sich das ich da bin… vorallem werd ich von den Kollegen wie eine Kollegin angesehen und nich wie du bist ja nur….
    Und dazu muss ich sagen ich kann mir die Zeit nehmen mit den Bewohnern zu reden… sie zu fördern… was sie noch können… wozu die Pflegefachkräfte keine Zeit haben…
    Und es ist schön zu sehen, wenn die Bewohner einem ein lächeln zu werfen… weil wir können durch Persönliche Betreuung usw. ihre Lebensqualität erhalten. und insbesondere das erhalten was sie noch können.
    Wer davon jetzt keine Ahnung hat sollte nich so darüber urteilen…

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