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Das Kabinett hat Änderungen beim Wohngeld und dem Kinderzuschlag beschlossen

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 10.04.2008 um 04:29 Uhr (Autor: ds)
VGW 350

Ab 1. Oktober 2008 treten die vom Kabinett beschlossenen Änderungen zum Kinderzuschlag in Kraft. Diese sollen dafür sorgen, dass Familien mit Kindern deutlich seltener von Leistungen nach Hartz IV abhängig sind als bisher, sofern sie selbst etwas dazu beitragen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Während bis jetzt das Einkommen dieser Familien individuell geprüft wurde und es zu einer Ablehnung von bis zu 80% der Anträge auf den Kinderzuschlag kam, gelten ab 1. Oktober nur noch 2 Bedingungen für den Kinderzuschlag.

Das Mindesteinkommen, welches aus eigener Kraft erzielt wird, muss bei Alleinerziehenden 600 Euro betragen und bei Familien mit Kindern 900 Euro. Darüber hinaus muss durch den Kinderzuschlag im konkreten Fall eine Hilfsbedürftigkeit verhindert werden können.

Zusammen mit der Erhöhung des Wohngeldes, die zum 01. Januar 2009 in Kraft trifft, werden lauf Bundesfamilienministerin Ursula van der Leyen über 150.000 Kinder mehr erreicht als bisher. Auf diese Weise könne die Abhängigkeit von Sozialleistungen über mehrere Generationen hinweg verhindert werden. Von Seiten der Regierung wird ab dem Jahr 2009 mit Mehrbelastungen für den Haushalt in Höhe von 252 Millionen Euro brutto jährlich gerechnet.

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8 Antworten zu “Das Kabinett hat Änderungen beim Wohngeld und dem Kinderzuschlag beschlossen”
  1. Bianca

    am 12.05.2008 um 09:25 Uhr

    Wunderschönen guten Tag,

    hm, das hört sich ja ganz gut an, nur werden dadurch wieder einmal diejenigen vernachlässigt, die es wirklich nötig haben !
    Im Landkreis Schweinfurt ist es sehr schwierig als alleinerziehende einen Arbeitsplatz zu finden. Vor allem einen Arbeitsplatz in den man mehr als 600 € verdient.
    Die Arbeitszeiten müssen mit den Betreuungszeiten der Kinder zu verinbaren sein.
    Haben diese Kinder denn nicht die Chance verdient eine Musikschule oder ein Schwimmbad zu besuchen?

    Ich bitte Sie ein bisschen mit geundem sozialen Denken zu handeln.

    Mit herzlichen Grüßen Bianca

  2. Goetz

    am 01.06.2008 um 15:02 Uhr

    Unser Antrag auf Kinderzuschlag wurde abgelehnt. Die Firma hatte zu wenig Lohn überwiesen. Wir würden unter die Mindesteinkommensgrenze fallen.

    Natürlich legen wir Einspruch ein. Schliesslich arbeitet mein Mann ca. 200 Stunden im Monat.

    Das Argument Kinderzuschlag dient lediglich der Wählergewinnung. In Wirklichkeit kommt doch so gut wie gar nichts bei den Familien an.
    Dafür sorgt schon allein die abschreckende Bürokratie und die 0180er Nummer im Arbeitsamt.

    Und an den albernen Spasshaufen der Regierung in Berlin:

    “macht ruhig weiter so”!

  3. Andreas

    am 12.07.2008 um 23:57 Uhr

    Also bei uns wurde der Kinderzuschlag abgelehnt da ich angeblich zuwenig verdiene!!
    Gleichzeitig forderte die ARGE aber dazu auf “alles” zu tun um die “Hilfsbedürftigkeit” (ALG2) zu beenden. Nun einmal eine Frage an alle die sich das mal im Kopf durchgehen lassen, was wollen die denn jetzt eigentlich ??
    Wir hatten Wohngeld beantragt (abgelehnt/Verdienst zu hoch); Kinderzuschlag (abgelehnt/Verdienst zu niederig) mit ca.1150 Euro für 3 Personen (476,-Miete;94,-Strom) wo liege ich da mit meinem Verdienst??
    Dazu kommt noch das unsere Wohnung (74qm/3Pers.) zu gross sein soll!!
    Ich habe aber mal in einem Heft zu Hartz4 gelesen das bei 3 Personen 3 Zimmer/75qm zustehen sollen!!
    So langsam weis ich nicht ob die bei der ARGE selber wissen was die tun!!

  4. Antje

    am 23.07.2008 um 14:31 Uhr

    Andreas, sie wissen in der Tat nicht was sie tun - solange es sie nicht selbst trifft….. Mit 75qm liegst Du richtig.
    Leider gibt es immer wieder Beamte, die ihren “Kunden” nur als störend, aber vergessen, dass sie in der freien Wirtschaft mit diesem Verhalten schon längst selbst arbeitslos wären. Auch ich schlage mich gerade mit den Ämtern rum, mein Nachwuchs kommt im September und mir graut schon vor dem Papierkrieg danach.
    Meine Vorschläge:
    1. Vielleicht kannst Du ja nochmal, bei einer anderen ARGE Vertretung nachfragen oder vielleicht macht das auch einer Deiner Freunde von woanders für Dich.
    2. Hast Du Dich / Ihr Euch schonmal bei ProFamilia beraten lassen? Die helfen auch in “Krisensituationen” und können vielleicht auch noch den ein oder anderen Tip geben.
    Viel Glück !!!

  5. kaki

    am 09.09.2008 um 17:06 Uhr

    Hallo Mitbetroffene. wir haben heute eine Zusage bekommen, das endlich nach einem Jahr mit zahlreichen Widersprüchen endlich uns Kinderzuschlag zu steht.
    Diese Ämterwillkür ist wirklich sehr frustierend. Wir arbeiten beide, und das Geld reicht vorne und hinten nicht. Man lebt nur noch, um zu überleben!!! Für Hartz IV waren wir zu reich und für den Kinderzuschlag zu arm, und natürlich auch für das Wohngeld. Passt auf, oft werden Sachen nicht berücksichtigt, die aber mit anrechnungsfähig sind!

  6. Hilde

    am 20.09.2008 um 11:51 Uhr

    Hallo, kann mir jemand sagen, wie das ist, wenn man unregelmäßiges Einkommen hat? Wird der Kinderzuschlag dann auch, wie HartzIV, immer wieder neu berechnet?? Wir sollenden jetzt nämlich beantragen.

    Und noch ne Frage: Weiß jemand, ob man als Untermieter Anspruch auf Wohngeld hat? Mir hat nämlich mal eine Sachbearbeiterin gesagt, dass nein. Wir haben die gesamte Wohnung von meinem Vater (unter-)vermietet, weil die Miete steigen würde, wenn wir einen neuen Vertrag machen würde.

    Vielen Dank!!!

  7. Nanne

    am 26.09.2008 um 18:53 Uhr

    Hallo Ihr Mitüberlebenskämpfer:

    Auch bei uns ist die Situation diesselbe, wie schon oft geschildert:
    Mein Mann arbeitet voll, ich auf 400.- Euro (bekomme 350.- raus), wir sind verheiratet und haben 4 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren). Haben auch das gleiche nervenaufreibende Bürokratiegedöns auf uns genommen und die Antwort war: Nach mehreren Monaten der Wartezeit, bis Du überhaupt Antwort erhälst, heißt es dann: zu wenig zum Überleben, aber viiiieeeeeleicht Anspruch auf Hartz IV, dann dort Antrag gestellt, Termine u. Demütigungen in Kauf genommen zur Jobvermittlung (der muss man dann ja zu Verfgügung stehen!) und wieder Monate ausgeharrt und irgendwie über die Runden gekommen, dann wieder Ablehnung: wir verdienen zu VIIIIIIEEEL !?!? Wieder an die Fam.kasse gewendet und nach ca. 1 Jahr waren sie dann doch plötzlich zuständig, aber auch komischerweise nur 6 Monate konnten die tatsächlichen Unterkunftskosten berücksichtigt werden, danach wurde für einige Monate ziemlich stark gekürzt und jetzt nach fast 2 Jahren (!!!!)des Briefe-Hin-und-Hers sowie andauernden Nachreichungen von aktuellen Bescheinigungen wieder eine Ablehnung! Eine von mehreren Begründungen waren: Wir hätte verhältnismäßig hohe Unterkunftskosten für unseren Wohngegend!? (verstehe das wer will), aber ich kann meiner Bank ja sagen: Liebe Leute es ist Alles etwas teurer geworden und ab jetzt tilge ich nur noch die Hälfte meiner bisher möglichen Tilgungsrate von 995.-Euro pro Monat! Ich glaube, die würden mir was husten!!! Aber die Familienkasse macht das so: Da werden gerade mal ca. 600.- Euro anerkannt, monatlich sogar 80.-Euro von der Eigenheimzulage mitverrechnet (dürfen die das überhaupt ??? keine Ahnung, bin nervlich etwas ausgeblutet!) und wir liegen im Schnitt mit ca. 12.- mal auch mit ca. 60.-Euro Einkommen (da wird ein Jahresdurchschnitts- einkommen verwendet, also inklusive Ürlaubs- und Weihnachtsgeld) über dem Bedarf pro Monat und das bei 6 Personen !!!! Das ist Korintenkackerei, und das ist noch ziemlich milde von mir ausgedrückt…! Jetzt hocken wir wieder mit unseren 2 tollen Einkommen und Kindergeld da, zahlen das jahrelang von der Politik erstrebenswerte Eigenheim ab, sind an der Armutsgrenze angelangt und versuchen trotzdem noch unseren 4 Kindern für ca. 200.- Euro im Monat Dinge wie musilalische Bildung, Sport und soziales Teilhaben an der Gellschaft zu ermöglichen. Aber das muss ja nicht sein, fragt ja auch keiner danach! Ist ja Alles freiwillig!!!
    Und da sage mir Einer: Bildung hängt nicht vom Geldbeutel ab!!!
    Aber es geht ja noch weiter: wenn ich als Ehefrau voll arbeiten würde, käme Lst.klasse 5 und viele von Euch wissen sicherlich was das heißt! Du wirst nochmals gestraft wenn Du ehrlich bist und arbeitest!!!

    Was will dieses Land eigentlich von uns ???

  8. Regina Bierhoff

    am 02.10.2008 um 17:29 Uhr

    So wie Euch ergeht es uns auch: 5 Kinder, mein Mann voll berufstätig, ich 25%. Mehr geht nicht, sonst büßen das die Kinder, außerdem zahlen wir dann noch mehr Lohnsteuer. IUns wurde der Lastenzuschuss jetzt auch gestrichen, nachdem unser Ältester in die Ausbildung gegengen ist.
    Ich habe nach Berlin geschrieben und rate es Euch auch. Gebt Beispiele mit von Einnahmen/Ausgaben, weil die hochstudierten Politiker es sich nicht vorstellen können, wie wir Familien mit Kindern leben müssen!

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