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Studienabbruch infolge Kindsgeburt beeinflusst Unterhaltsanspruch

Nachricht zum Thema Unterhaltsrecht vom 10.09.2009 um 18:18 Uhr

Wenn die Ehefrau ihr Studium wegen der Geburt eines Kindes abbricht und zu einem späteren Zeitpunkt eine weniger Gewinn versprechende Ausbildung macht, so wird dadurch im Falle einer Scheidung der Ehegattenunterhalt beeinflusst.

Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg (OLG) hervor (Az.: 13 UF 28/09).

Im zugrunde liegenden Fall hatte eine mittlerweile von ihrem damaligen Ehemann geschiedene Frau ihr Lehramtsstudium aufgrund der Geburt des gemeinsamen Kindes abgebrochen. Sechs Jahre später durchlief sie eine Ausbildung zur Groß- und Einzelhandelskauffrau, konnte aber damit nicht das Einkommen einer Lehrerin erzielen.

Die Richter am OLG urteilten, dass ihr unterhaltspflichtiger Ex-Mann die negativen wirtschaftlichen Folgen auszugleichen habe, weil die infolge einer im Vertrauen auf eine bestehende Partnerschaft getroffene Entscheidung zum Kind von beiden Seiten getragen werden müsse.

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bisher 7 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. rue de soleil am 10. September 2009 um 20:19 Uhr

    und dann wundert ihr euch über mangelnden Nachwuchs, zurückgehende Geburten, und weniger Eheschließungen.

    ich würde mich nicht wundern, ich würde es verstehen. Ehe und Kinder können sich doch nur Hartz IV Empfänger leisten, da sie nicht zum Unterhalt herangezogen werden können.

    Da war es in der DDR besser. maximal 3 Jahre und dann ist jeder für sich verantwortlich. In unserem “Sozialen Rechtsstaat” wird immer nur eine unschuldige “kuh” gesucht die man melken kann.

    In meinem Fall bedeutet das, ich werde auch Hartz IV – Empfänger. Bis auf den Satz nehmen sie Dir sowieso alles weg. Wozu dann noch arbeiten

  2. Ossi am 11. September 2009 um 09:52 Uhr

    wow..die überschrift und die ersten beiden absätze lesen sich wie ein ohrfeigenurteil an jede kinderwillige frau in deutschland, wie ich finde.

    wo bei der letzte abschnitt, auf etwas anderes schließen lässt.
    ein wort vergessen oder verstehe ich den abschnitt einfach nicht?

    “Die Richter am OLG urteilten, dass ihr unterhaltspflichtiger Ex-Mann die negativen wirtschaftlichen Folgen auszugleichen habe, weil die infolge einer im Vertrauen auf eine bestehende Partnerschaft getroffene Entscheidung zum Kind von beiden Seiten getragen werden müsse.”

  3. Graf von Rotz am 12. September 2009 um 18:18 Uhr

    @ Ossi

    Du verstehst alle Abschnitte nicht.

    Die Überschrift und die ersten beiden Absätze lesen sich eben nicht wie ein “Ohrfeigenurteil” an jede “kinderwillige” Frau in Deutschland.

    Dasselbe gilt für den letzten Abschnitt. Dort steht für eigentlich jedermann verständlich, dass der unterhaltspflichtige Ex-Mann die negativen wirtschaftlichen Folgen auszugleichen hat.

    Ein “Ohrfeigenurteil” stelle ich mit anders vor !!!

    Nochmal zum Mitschreiben:

    Frau bricht Studium ab.

    Frau macht später Ausbildung.

    Frau verdient mit Ausbildung weniger als sie mit abgeschlossenem Studium verdient hätte.

    Mann “darf” deshalb mehr Unterhalt zahlen.

    Jetzt verstanden????

  4. Ossi am 12. September 2009 um 21:56 Uhr

    haha..kannst ma sehen *g, man ist schon so auf ohrfeige eingestellt, dass man nichts gutes mehr erwartet…
    ich muss auch jetzt beim lesen noch nicht ganz und verlasse mich auf deine, wenn etwas ungewöhliche art der verständnissvermittlung.
    ein danke schön erwartest du für deine unverschämte art der erklärung aber nicht, oder?

  5. kleinekinderimhaus am 21. Oktober 2009 um 22:02 Uhr

    … in diesem Staat ist alles immer noch auf Eheschliessung aufgebaut. Auch ich habe mein Studium aufgrund der Kinder abbrechen müssen und da ich den Mann zum Glück nicht geheirate habe, bin ich jetzt natürlich die hart4-Empfängerin und Studienabbrecherin und nicht er.
    Trotz meiner eigenen Verluste bin ich auf seiten der Männer, denen nichts mehr übrig bleibt noch nicht einmal die Nähe der Kinder.
    Warum erklären wir die Kinder nicht zu unserem Kollektiv der Zukunft. Warum bezahlen nicht die Singles mehr, wo doch das ihre renten absichern würden, diese ganze Ehequark müsste sich endlich ändern, kein Wunder, dass dass sie alle Verbittert sind: die Männer, weil kein Geld zu leben bleibt, die Frauen, weil keine Freizeit und Karriere bleibt, Das Geld an die Kinder müsste komplett aus einem übergeordneten Topf kommen, ganz egal von wem sie stammen und ob man verheiratet war oder in wilder Ehe zusammen lebt.
    Wieviele frustrierte und betrogene Ehefrauen bleiben ,denn nur, weil sie sich sagen, oh nein, hiter hab ich kein Geld mehr, denn dann bin ich Alleinerziehend und wie viele Männer bleiben, weil sie wissen, sie werden sonst zu Kasse gebetten und dann werden ihnen auch noch im schlimmsten Fall die Kinder entzogen. Ich glaube die Spezialisten sollten sich wirklich mit der Brüchigkeit der Beziehungen auseinandersetzen und ein ganz neues Gesellschaftsmodell ausfindig machen, so ist das doch für alle getrennten, geschiedenen, Ex´s und Alleinerziehenden nur noch eine Zumutung, die an den Bedürfnissen der Menschen vorbei zielt. Nein, ich war nicht verheiratet, aber ich bin zZ rund um die Uhr mit den Kindern beschäftigt, die gepflegt und gebildet sind und er macht mit seiner neuen Trulla dreimal im Jahr Urlaub , fährt ein Cabrio und seine Freundin, auch berufstätig (=doppelverdiener) nimmt noch nicht mal die Kind, wenn er krank ist…. das ist die Realität. Morgens um 6 raus und wirbeln bis 22Uhr. Da ich vorher studiert hatte, habe ich seit 7 Jahren keinen Urlaub mehr gehabt und der ist auch nicht Aussicht.

  6. kleinekinderimhaus am 21. Oktober 2009 um 22:04 Uhr

    … und wer jetzt schreib : selbst in Schuld, den erschiesse ich.:-)

  7. Maus am 22. Juli 2011 um 20:39 Uhr

    Warum Studium wegen Kindern abbrechen? Es geht auch definitiv mit Kindern.
    Kinder sind keine Ausrede um zuhause nichts zu tun.
    Ich bin auch allein erziehend mit zwei Kindern. Eine Woche nach der Geburt habe ich Prüfungen geschrieben.
    Wenn Kinder abends im Bett wird gelernt.
    Sich auf den Mann auszuruhen ist keine Lösung.
    Finanziell schwierig (Bafög etc. ist nicht sehr lustig) aber langfristig die beste Option für mich und die Kinder!

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