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SPD-Politiker rücken von Hartz-Reformen ab

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 11.10.2009 um 17:04 Uhr (Autor: sozialleistungen.info)
VGW 1374

Nachdem sich die SPD als Folge der verheerenden Wahlniederlage eine neue Führungsriege verpasst hat, beginnen in ihren Reihen die Debatten über eine politische Neuausrichtung.

Dabei tun sich insbesondere Hannelore Kraft (Parteivorsitzende der NRW-SPD) sowie der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hervor.

Hannelore Kraft forderte im Interview mit dem “Hamburger Abendblatt” Korrekturen an den im Rahmen der Hartz-Reformen beschlossenen Regelungen zur Leih- und Zeitarbeit. “Das Instrument, das wir geschaffen haben, wird von einigen Unternehmen missbraucht zum Lohndumping”, sagte die NRW-Landeschefin. Sie widersprach damit
ausdrücklich Frank-Walter Steinmeier, welcher die Regierungsbilanz der SPD als gut bezeichnet hatte.

Der designierte Parteivize Klaus Wowereit sprach auf einem Landesparteitag der Berliner SPD von der historischen Aufgabe der Sozialdemokraten, Garant der sozialen Gerechtigkeit zu sein. Die Rente mit 67 sowie Hartz IV seien für die SPD Ballast, der beseitigt werden müsse.

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5 Antworten zu “SPD-Politiker rücken von Hartz-Reformen ab”
  1. Ossi

    am 12.10.2009 um 20:37 Uhr

    klar und schröder muss bei gasprom kündigen^^

  2. Egal

    am 13.10.2009 um 12:43 Uhr

    Wer ist neu in der Führungsspitze?die haben doch nur die Plätze getauscht.verteidigt da nicht ein parteichef steinmeier immer noch die agenda 2010?

  3. AlexSmith

    am 13.10.2009 um 17:59 Uhr

    Wowereit macht wenigstens eine No-BS Politik, der legt sich sogar mit seiner Eigenen Partei in Berlin an. Ich denke mal, nach der Zerschmetternden Niederlage und der Klaren Aussage “Links” gerade in Berlin und Brandenburg, wird da einiges aufgerüttelt.

    Wie gut das ich bald aus Bayern verschwinde, die “schwarzen” haben immer noch nichts kapiert und hier traut sich auch keiner auf die Straße.

    Aber schön das man “jetzt” schon draufkommt, wohin uns Kurzarbeit, 1-Euro Jobs und Zeitarbeit hingebracht hat. Noch im Frühjahr gabs in Berlin eine Messe, dick mit der Überschrift “Zeitarbeit ist die Zukunft” – klar, die Zukunft der in-die-Tasche-Wirtschafter.

    Empfehlenswert der TV Bericht: “Die Armutsindustrie” – da hat keiner Scheu zu sagen “ich machs, weil’s für mich wirtschaftlich ist”.

    Bleibt nur ab zu warten, wie Wowereit mit seinem neuen Posten umgeht. Den wollte er ja eigentlich nicht.

  4. Globetrotter

    am 13.10.2009 um 21:17 Uhr

    Schröder und seine damaligen Lakaien, die an Hartz4 mitgewirkt haben, sollte man aus der SPD ausschliessen. Das wäre ein gutes Signal.

  5. Erlotan

    am 14.10.2009 um 13:57 Uhr

    Offensichtlich leben wir immer noch im Mittelalter.
    Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen in die
    Arbeitslosenkassen ein, aber mitbestimmen über die Ausgaben dürfen sie nicht.Das erledigen dann die Politiker, denen es auf Kosten
    des arbeitenden Volkes finanziell bestens geht.
    Werden Gesetze verabschiedet, werden diese zum Wohle
    der Industrie und den Banken ausgehandelt. Denn schließlich will man ja bei den Parteispenden wieder großzügig bedacht werden.
    Berufspolitiker sollten abgeschafft werden. Nach
    zweimaliger Wahl sollten sie wieder in ihren ursprünglichen
    Beruf zurückkehren müssen.
    Und statt großzügige Diäten gibt es nur einen Gehalts/
    Lohnersatz und eine Aufwandsentschädigung.
    Dann könnte auch der eine oder andere Abgeordnete
    als Arbeitsloser danach spüren, was für einen Mist sie verzapft haben.Wir sind das Volk. Die Politiker
    leben von unserem Geld. Wir brauchen keine Politiker,
    aber die Politiker brauchen uns.Aber das geht in ihren
    Hirnen nicht rein.

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