Bündnisgrüne diskutieren über die Zukunft von Hartz IV
Dass die Hartz-IV-Regelungen, wie sie sich seit Jahren präsentieren, nicht mehr zeitgemäß sind und überarbeitet werden sollte, darin sind sich die Grünen einig. Doch was die Marschrichtung betrifft, stehen sie nach dem Armutskongress in Berlin vor einer Weggabelung, die in zwei Richtungen führt.
Die Mehrheit der Grünen plädiert für bedingungsloses Grundeinkommen ohne Gegenleistung. Das Konzept, das bereits durchgerechnet wurde und schon längere Zeit diskutiert wird, sieht vor, dass jeder Bürger 800 Euro erhält. Damit soll der Armut und auch der Angst, sozial abzusteigen, vorgebeugt werden. Selbständige könnten mit dem Geld schwierige Zeiten überbrücken. Das Grundeinkommen biete allen Schichten Vorteile, betonen die Befürworter.
Die Möglichkeit, dass einige Bezieher sich nur noch auf das Geld vom Staat verlassen, ohne auf eigene Arbeit zu bauen, bringt vor allem die Parteispitze als Gegenargument. Sie möchte Hartz IV mit einer bedarfsorientierten Grundsicherung humanisieren, nicht ersetzen. Die Leistungen sollen verbessert, die Bürokratie und auch Schikanen hingegen abgebaut werden. Aufgabe der Arbeitsagenturen sei es, Menschen auf dem Weg in die Arbeit zu unterstützen.
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am 12.03.2007 um 12:29 Uhr
Mich würde interessieren, ob und wieviel man zu den 800 Euro dazuverdienen darf.
Denn als Alleinstehender habe ich insgesamt mit Hartz ja schon etwas über 900 Euro(wegen der Wohnungskosten und Mehrbedarf)
So toll ist das also nicht, mit der Grundsicherung, dient sie doch dann dafür, ein Bemühen des Staates für einen Job für den Rest des Lebens auszuschließen.
am 13.03.2007 um 08:29 Uhr
Die asozialen Grünen haben doch Hartz4 zugestimmt.
Volksverräterparteien brauchen wir nicht in der BRD.
Ich wähle nur noch die Linke.
MfG
am 13.03.2007 um 17:19 Uhr
Es gibt Tausende Modelle. Evtl. ist hier das Dieter Althaus (CDU) gemeint, da werden von den 800 EUR erstmal 200 abgezogen für die Krankenversicherung. Zu den übrigen 600 kann man sich unbegrenzt viel hinzuverdienen, jeder hinzuverdiente Euro wird aber mit 50% versteuert.
Andere Modelle sind da durchaus großzügiger.
am 13.03.2007 um 17:36 Uhr
mich würde interessieren wo die arge sitzt, die eine auszahlung von 900 euro vornimmt - ist wohl eine provokation - oder ich kann nicht mehr rechnen
am 14.03.2007 um 08:15 Uhr
Ich persönlich finde das Modell von D. Althaus sehr gut. Jeder hätte eine Krankenkasse und 600 Euro bar auf die Hand. Er kann tun und lassen was er möchte. Ich bin weiblich über 40 und habe trotz Einzahlungen keine Anrechte auf Arbeitslosengeld 2, keine Anrechte auf Weiterbildung. Mit dem Geld könnte ich mich z. B. an einer Volkshochschule weiterbilden. Mein Mann und ich haben mehrere Kinder unter 25 und auch wir leben sozusagen an der Hartz IV Grenze und müssen dazu auch noch alles allein zahlen, Weg zur Arbeit, GEZ, Rezeptkosten und und. Mit einer Krankenkasse und einem Grundgeld hätten viel mehr Menschen den Mut in die Selbstständigkeit zu gehen. Die meisten Hartz IV Empfänger haben momentan mehr Geld Miete + GEZ + Mehrbedarf und so weiter. 600 Euro ist nun wirklich nicht soviel, dass keiner mehr arbeiten gehen würde. Der Anreiz zur Arbeit bleibt bestehen. Und die wenigen die wirklich keine Lust haben, die können sich ja dann in Wohngemeinschaften niederlassen. Es wäre eine gerechte Verteilung und es würde an anderen Stellen sehr viel eingespart werden. Hausfrauen mit Kindern würden für ihre Arbeit entlohnt werden und könnten sich doch mal das eine oder andere leisten, was sie sonst nicht können. Bianca