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Bundesagentur für Arbeit: Weiterbildung für ALG II-Empfänger ist wichtig

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 12.07.2007 um 00:13 Uhr (Autor: cme)
VGW 176

Bei einem Treffen zwischen Vertretern der Anbieter beruflicher Weiterbildung und der Bundesagentur für Arbeit am Montag, wurde auch über die Notwendigkeit der beruflichen Weiterbildung für Arbeitslosengeld II-Empfänger diskutiert.
Der Vorstand Grundsicherung, Heinrich Alt, wies hierbei auf die besondere Notwendigkeit der beruflichen Weiterbildung für ALG II-Empfänger hin.

Durch gute Weiterbildung könnten diese an dem derzeitigen Aufschwung besser teilhaben und zudem könnte man durch die Weiterbildung auch einem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken, so Alt.
Allerdings würde sich die Qualifizierung der ALG II-Empfänger schwierig gestalten, da viele unterschiedliche Probleme hinderlich für eine gute Qualifizierung wären. So hätte die eigentlich bewährte Praxis, Gutscheine für eine Weiterbildung an die Arbeitslosen zu verteilen, auch ihre Nachteile. Die Bildungsträger sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf.
Zum Beispiel wären viele Arbeitslose mit der Handhabung und der eigenverantwortlichen Einlösung der Gutscheine völlig überfordert und man müsse diese daher stärker bei der Suche nach einer Weiterbildung betreuen und unterstützen.
Auch sei vielen Menschen mit der reinen Qualifizierung allein noch nicht geholfen, da viele Betroffene, neben den fehlenden Qualifikationen, auch andere Probleme hätten, wie zum Beispiel Schulden oder auch gesundheitliche Probleme.
Hier müsse man mit verschiedenen, kombinierten Maßnahmen arbeiten. So sollte neben der Qualifizierung auch eine sozialpädagogische Betreuung stattfinden.
Auch das Angebot für Migranten und Flüchtlinge wurde kritisiert. Es müssten zum Beispiel die angebotenen Integrationssprachkurse dringend optimiert werden, welche vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge angeboten werden. Zum Beispiel könnte man diese mit beruflichen Inhalten kombinieren. Dies würde mehr Praxisbezug herstellen und somit auch die Integration in den Arbeitsmarkt erleichtern.
Heinrich Alt schlug vor, im November ein weiteres Treffen zu veranstalten. Es wäre wichtig, im Austausch mit anderen Experten zu bleiben und die schwierigen Fragen weiter zu bearbeiten. Bei der Gelegenheit soll zudem auch der Kreis der Fachleute erweitert werden. So könne man zum Beispiel auch die sozialpolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen zu dem Treffen einladen.

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7 Antworten zu “Bundesagentur für Arbeit: Weiterbildung für ALG II-Empfänger ist wichtig”
  1. Thomas Schneider

    am 11.03.2009 um 10:59 Uhr

    Wenn man immer und immer wieder liest wie wichtig angeblich die Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitslosen ist, muss man sich fragen ob es einfach nur bla bla sein soll oder ob die ARGEN es nicht begreifen.
    Konkret: In einer Branche in der händeringend Personal benötigt wird (Nautik) hätte ich in 12 Wochen mein Patent erreicht, allerdings in Holland, weil das kleine Patent in Deutschland nicht international anerkannt ist, ich hatte mehrere Einstellungszusagen wollte das Geld als Dahrlehen ! Rigeros abgelehnt! Dann bin ich dazu übergegangen nur eine Qualifizierung zum Schiffsmechaniker zu machen ,6 Monate; um Geld zu verdienen um dann evt mein Patent zu machen.
    Aber auch hier werden mir alle Steine in den Weg geworfen die irgendwie möglich sind.
    Kosten: des Lehrganges 2500 €.
    Stattdessen hat die ARGE nichts besseres zu tun als meine Frau mittlerweile zum 3 mal auf eigentlich immer den gleichen Lehrgang zu schicken. Kosten : je um die 5000 €!
    Bei dieser Arbeitsmarktpolitik ist es kein Wunder das die Sozialkosten uns um die Ohren fliegen
    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Schneider

  2. am 06.04.2009 um 14:03 Uhr

    Weiteres Negativbeispiel im “Amtschaos” …

    Eine Pforzheimer Arbeitslose aus einem Metallberuf konnte ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Die Frau, die neben Satndardofficekenntnissen auch bereits Buchhaltungskenntnisse hatte, wollte sich durch eine entsprechende Weiterqualifikation im Officemanagement selbst für einen kfm. Job qualifizieren. Nach einem Sachbearbeiterwechsel bei derArge kam nach drängenb und monatelangenr Wartezeit die Antwort, ” wenn Sie einen Arbeitsplatz nachweisen, dürfen Sie die Qualifizierung beginnen.”..Da braucht man ja eigentlich keine Weiterbildung mehr bzw. Vermittler dazu?

  3. Helli

    am 07.04.2009 um 14:58 Uhr

    Weiterbildung für ALG II Empf. wichtig??? das glaube ich jetzt nicht. Im Januar sprach ich bei der Arge vor weil mir bekannt wurde das im Februar eine Weiterbildung als Altenpflegehelferin beginnt. Ich bin die geborene Person dafür. Ich liebe Alte Menschen. Was wurde mir gesagt: Geht nicht. Ich muß erst beweisen das ich in meinem jetzigen Beruf keine Arbeit mehr finde. Ich sitze schon jahrelang zu Hause das ist doch Beweis genug. Lügensäcke da oben

  4. Günther

    am 23.04.2009 um 15:03 Uhr

    Ich habe als Dozent in einer Einrichtung gearbeitet, die zu 100% ALG II Empfänger fortbildet.

    Um es kurz zu machen, die sog. Ausbildung in MS Office ist zu einem hohen Prozentsatz für die Katz! Es werden wahllos Leute in diese Kurse gesteckt, die weder von der Vorbildung, noch von dem angestrebten Job dieses Know-how nutzen können bzw. werden.

    So hatte ich einige Herren, die einen Staplerschein machen sollten, und einige Damen die gerade mal einen Hilfsjob annehmen konnten. Auch ein Analphabet war dabei! Ganz zu schweigen von einigen „unserer ausländischen Mitbürger“, deren Deutschkenntnisse regelmäßig so ausgeprägt waren als meine Kisuaheli Kenntnisse.

    Nicht nur dass die Voraussetzungen für eine derartige Ausbildung nicht gegeben war, das Groh der Personen wusste nicht mal was sie mit dieser ‚Zwangsmaßname‘ anfangen sollten und waren dementsprechend motiviert.

    Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, hatte ich in einem Schulungsraum fünf bis sechs verschiedene Themenbereiche parallel zu schulen, was zur Folge hatte, dass ich wie ein Hirtenhund um und zwischen den Personen herumrannte und versuchte jeden, entsprechen seinem Thema, zu helfen. Dass sich kaum einer der Personen auch nur ansatzweise Wissen erarbeiten und aneignen konnte, war praktisch vorprogrammiert.

    Zu allem Überdruss waren auch noch die technischen Voraussetzungen für Computer-Schulungsmaßnahmen so dürftig, dass ich einige der Themen nur in grauer Theorie mit Worten und Zeichnungen auf einer Tafel erklären konnte. Kursunterlagen für die Teilnehmer wurden grundsätzlich nicht ausgehändigt (kostet zu viel), selbst Tafelstifte waren rar, so dass ich nur mit Müh und Not meiner Aufgabe nachkommen konnte.

    Nach meiner Ansicht und Erfahrung sind die Schulungsmaßnamen der AfA hinausgeschmissenes Geld. Es geht ausschließlich um Alibihandlungen und darum einen Personenkreis kurzfristig aus der Arbeitslosenstatistik herauszubekommen. Personen, die ernsthaft nach einer Weiterbildung suchen, die den Namen auch verdient, werden verprellt, genötigt und mit ALG II Kürzungen erpresst.

    Das Hauptproblem ist, dass die Beamtenseelen in der ARGE keine Ahnung und noch weniger Erfahrung vom Arbeitsmarkt haben. Viele von denen thronen hochnäsig in ihren Tintenburgen und behandeln „ihre Kunden“ (ich hör die Hühner lachen) wie Aussätzige und Kretins. Die sind sich ihrer Handlungen entweder nicht bewusst, oder handeln in voller Absicht. Egal was zutrifft, es darf am Charakter und an der Moral der ARGE Mitarbeiter gezweifelt werden. Fakt ist: In der Privatwirtschaft hätten 99% der ARGE Mitarbeiter NULL Chance und wären bereits selbst „Kunde“ bei der ARGE und könnten die „Maßnahmen“ derselben in vollen Zügen genießen.

    Das Praktikum, welche solch zwangsbeglückten ARGE „Kunden“ dann auch noch ‚angeboten‘ wird, spottet jeder Beschreibung.

    So weiß in (aus erster Hand) aus einer zweiten und dritten privaten Schulungseinrichtung, wie derartige Praktika aussieht. Damen aus der Schulungseinrichtung A müssen in der Schulungseinrichtung B die (vorwiegend) missratenen Bälger von (wieder vorwiegend fremdsprachigen) Müttern (die in diversen Kursen sitzen) „betreuen“ und im ganzen Haus, von der Toilette beginnend, die gesamte Einrichtung täglich (!) putzen. So ein Praktikum ist schon einen Eintrag in einem Lebenslauf wert, oder? Andere dienen als HiWi (Hilfs-Willige) in diversen Firmen und verrichten im Grunde nur die niedrigsten Tätigkeiten, ohne sich auch nur ein Quäntchen an Wissen aneignen zu können. Den Vogel schoss ein junger Mann ab, der sich sein Praktikum auf einem Pferdehof selbst aussuchte (!), wo sein eigenes Pferd untergestellt war. Ist doch ein klassischer Fall von Fortbildungsmaßnahme…

    Zu guter letzt werden die meisten der so „Fortgebildeten“ in windigen Arbeitsvermittlungsagenturen eingeseift und abgezockt. Fast könnte man zu dem Schluss kommen, dass die Mitarbeiter der ARGE direkt oder indirekt hinter dem Boom an Firmen stecken, die sich unter der verharmlosenden Beschreibung „Befristete Überlassung von Arbeitskräften“ wie Schmeißfliegen auf jeden ALG I oder II Kadaver stürzen. Dass dieser Eindruck zu dieser Schlussfolgerung führen muss, ist schon deshalb gegeben, weil sich die ARGE (früher Arbeitsamt) nur noch damit begnügt Arbeitssuchenden eine Liste mit Internetadressen in die Hand zu drücken, die mit Absahner-Firmen vollgespickt ist. Die „Agentur“ scheint sich nur noch mit sich selbst zu beschäftigen und ihre „Kunden“ als einzig störendes Element zu begreifen.

  5. Helli

    am 25.04.2009 um 10:25 Uhr

    Hallo, ich habe vor 4 Jahren ein Praktikum in einem bekannten Baumarkt gemacht. Ich hatte schon mehrere Praktikas nur dieses war wirklich erzählenswert weil ich dort dermaßen ausgebeutet wurde. Ich sollte im Zuge einer ABM Stelle ein 3 wöchiges Praktikum absolvieren und habe mir diesen Baumarkt aus Vorschlägen der AQB selber ausgesucht. Ich wurde im Gartenmarkt eingesetzt und in den 3 Wochen dermaßen gelobt und es wurde mir eine feste Arbeitsstelle dort versprochen. Mir wurde schon mal ausgerechnet was ich verdienen würde. Es hieß eine Kollegin ginge in den Schwangernenurlaub und ich stehe ganz oben auf der Liste dort eingestellt zu werden. Mein Praktikum müsse allerdings um einige Wochen verlängert werden weil es ja noch etwas dauert bis die Kollegin geht. Die Praktikumsverlängerung war durch mit Stempel und Unterschrift und dann hieß es am selben Tag, ” Einstellen können wir Sie aber nicht”. Nun mußte ich 10 Wochen in der Hauptsaison dort die übelsten Arbeiten verrichten wie täglich hunderte Hortensien tauchen, Blumen gießen im Regen, Dreckecken aufräumen, alte Gammelware die schon Jahre draußen in einem Verschlag stand (mit Mäusenestern) auspacken und säubern. Ich durfte keine Warenannahme machen obwohl ich dieses gelernt habe. Die Festangestellte Dame rannte den ganzen nur mit nem Telefon durch die Gegend oder saß im Büro und hat Tingeltangel bestellt. Zeitweise stand ich ganz allein in 3 Abteilungen weil die Festangestellten irgendwo waren. Kunden wollten sich dort schon selber Fische aus den Aquarien nehmen weil niemand da war. Ich durfte es nicht weil ich nur Praktikantin war. Meinen Dank habe ich der Firma gegeben. Ich schickte sämtliche Kunden in andere Baumärkte um dort billigere Pflanzen zu kaufen. Ein Praktikum sollte eigentlich dazu da sein um gelerntes zu festigen und Sicherheiten in der Arbeit zu entwickeln und nicht weil Arbeitsämter und Träger kostenloser Arbeitskräfte gute Connection zu den Betrieben haben um dort wiederum mit kostenlosen oder billigeren Waren versorgt zu werden (nach dem Motto, “Die eine Hand wäscht die andere”).

  6. Claudia1

    am 12.07.2009 um 21:11 Uhr

    Hallo zusammen..
    so ein Irrsinn…
    Wenn man , wie mein Mann mehrere Ausbildungen hat , Qualifikationen bis zur Nasenspitze gemacht hat, was heißt es dann ????
    Hmmm, Sie sind ÜBERQUALIFIZIERT!!!
    WAS, BITTE???
    Und das Ende vom Lied??
    Man bekommt auch keinen Job….
    Also… was ist des Rätsels Lösung??
    Ich hätte gerne mal eine Antwort von einem ARBEITGEBER!!!!
    Vielleicht findet mein mann ja DANN einen Job…

  7. Venezia

    am 08.03.2010 um 14:39 Uhr

    ich beziehe ALII und mache Weiterbildung und wird vom Jobcenter finanziert,Nun frage ich,wenn ich auf AG II verzichte,ist meine Weiterbildung nicht mher gesichert? eien Frau vom Jobcenter sagte es aber sie wisse nicht so genau.Wer weiss es so genau?

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