Bert Rürup: Hartz IV Bezug sollte nicht zu geringer Rente führen

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 12.09.2011 um 12:49 Uhr

Bert Rürup, ehemaliger Wirtschaftsweiser und Rentenexperte, forderte in einem Gespräch mit der Zeitung „Handelsblatt“ die Bundesregierung auf, dafür zu sorgen, „dass niemand allein aufgrund von langer Arbeitslosigkeit eine Rente unter Sozialhilfeniveau erhält“.

Dies soll nach Ansicht von Rürup gewährleistet werden, indem die Bundesagentur für Arbeit für Zeiten, in denen Personen Arbeitslosengeld II beziehen, Beiträge an die Rentenversicherung abführt.
Bis Ende des Jahres 2010 wurde ein solcher Beitrag zur Rentenversicherung beim Bezug von Arbeitslosengeld II geleistet. Aufgrund der Änderung durch das Haushaltsbegleitgesetz 2011, die zum Januar 2011 in Kraft trat, wurden die Rentenzahlungen jedoch vollständig eingestellt.

Die Gewerkschaften hingegen fordern eine Zahlung von Rentenbeiträge nach dem Modell, das beim Bezug von Arbeitslosengeld I zur Anwendung kommt. Hierbei werden Rentenleistungen auf Basis von 80% des letzten Bruttolohns erbracht.

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bisher 16 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. bla am 12. September 2011 um 18:22 Uhr

    Altersarmut kann nur durch ausreichend hohe Eintragungen im Rentenverlauf vermieden werden, da nur so ein Anspruch besteht. Die Oma von nebenan, die ihr Leben lang immer für andere da war und auf ihre Lebensleistung so stolz ist, erhält heute Grundsicherung. Oma hätte gerne Lebensmittel UND Medizin gekauft. Aber für Oma gibt es nur ein ODER. Wenn Oma nochmal geboren würde, könnten Oma viele am A…. lecken. Oma reißt sich dann selbigen nur noch für Dinge auf, die zu Eintragungen führen. Für Oma steht heute auch kein Schulkind im Bus mehr auf. Oma versteht das jetzt: Die armen Kinder müssen sich doch schonen, da sie ja bis 67 noch arbeiten müssen und das seit 1995 sogar mit einen Feiertag weniger. Oma weiss jetzt den Unterschied zwischen Anspruch auf Rente und Hoffnung auf andere. Leider erst jetzt.

  2. Taxpayer am 12. September 2011 um 20:53 Uhr

    Die Rente spiegelt letztendlich das gesamte Arbeitsleben wieder. Wer wenig bis nichts geleitet hat, der kann auch keine Rente oberhalb der Grundsicherung erwarten. Wer mind. 30 Jahre gearbeitet und (!) eingezahlt hat, der muss besser gestellt werden. 30 Jahre Hof fegen ergeben dann selbstverständlich immer noch keine Luxuspension. Das wird nicht über höhere Zahlungen gehen, sondern nur über Kürzungen zu Lasten derjenigen, die diese Leistungen nicht einmal im Ansatz erbracht haben.
    Letztendlich kann nur das Geld verteilt werden, was in die Rentenkasse aktuell eingezahlt wird. Das wird unverändert und richtigerweise nach dem Leistungsschlüssel verteilt.

    • loslegen am 13. September 2011 um 10:08 Uhr

      Es sind 35 Jahre!!

    • roony1 am 14. September 2011 um 15:12 Uhr

      leider wird das Geld in der Rentenkasse nicht für die Renten ausgegeben, sondern in anderen Haushalten die Löcher gestopft. Es wäre genug Geld da, wenn es auch nur für die Renten ausgegeben werden würde.

      Aber davon hat Oma nichts. Ihr wurde im damaligen politischen System versprochen, dass sie als Oma, wenn sie mal Oma ist, vom Staat nicht alleingelassen wird, wenn sie Kinder auf die Welt bringt und zu Hause sich um die Familie kümmert. Damals funktionierte dieses politisch gewollte System. Vater, Mutter, Kind. Nur heute fällt Oma durch das politische System, weil sich alle Nase lang etwas ändert und Oma (und die Versprechen von damals) dabei vergessen wird.

      • taxpayer am 14. September 2011 um 21:57 Uhr

        “leider wird das Geld in der Rentenkasse nicht für die Renten ausgegeben, sondern in anderen Haushalten die Löcher gestopft.”

        Machen Sie sich mal schlau, wer wie viel in die Rentenversicherung zahlt und wie dieses Geld dann wieder zu den Rentnern kommt. Ein positiver Saldo der für Haushaltlöcher verwendet wird, kommt dort nicht vor.

        • bla am 17. September 2011 um 20:02 Uhr

          Ganz genau so ist es!
          Ich selbst bin ein großer Fan der gesetzlichen Rentenversicherung, da man dort für die Beiträge Punkte bekommt. Wenn der Euro kaputt geht, gibts für die Punkte eben die dann neue Währung. Das war immer so z.B. von Reichsmark auf DM.
          Die anderen freiwilligen Vorsorgemöglichkeiten auf reine Euro-Basis haben diesen Vorteil nicht. Außerdem wird dort bei Scheidung (Teilung für die Ex) wieder eine neue Abschlußgebühr fällig, was den Wert weiter schmälert.

  3. Streetfigther am 13. September 2011 um 11:06 Uhr

    Taxpayer am 12. September 2011 um 20:53 Uhr
    Es ist gut das ihr FDP Fuzis solche Einstellung habt und die laufend öffentlich macht.Das spiegelt sich bei dem Wähler wieder.
    Der Wähler wird euch eure neoliberale und marktradikale Einstellung hoffentlich schon am Sonntag danken.
    Denn Ingeneure und Doktoren,Facharbeiter und Meister werden euch eure volksverhetzende Dummheit widerlegen.
    Die Mauer ist weg,eine neue Mauer hat eure Clientel und andere aus lauter Gier und grenzenloser Dummheit aufgebaut.Die Menschen in Hartz IV einbetoniert,unbeweglicher als hinter der Mauer und mit Volksverblödungsparolen die aus der Zeit von 1933 stammen wollt ihr eure Gier rechtfertigen.

  4. Hartmut Holz am 13. September 2011 um 17:02 Uhr

    Durch die Niedrigstlöhne wird die Altersarmut noch weiter anwachsen. Aber auch durch den Bezug von ALG II ist diese vorprogrammiert. Und es wird noch schlimmer.

    Es wird Zeit, dass endlich ein flächendeckender Mindeslohn, in allen Branchen, eingeführt wird. Auch sollte endlich eine Mindestrente von ca. 900,00 Euro bewilligt werden.

    • Erika am 14. September 2011 um 14:27 Uhr

      Der Mindestlohn ist mehr wie Notwendig.Meine Tochter arbeitet für eine Zeitfirma 3 Schichten für 750- 800,00€ im Monat. Sie benötigtaber auch ein Fahrzeug um überhaupt arbeiten zu können.26Km zurArbeit und ebenso nach Hause.Die Autosteuer muss für das ganze Jahr vorgezahlt werden den Lohn gibt es aber auch nur Monatlich.Von der Steuer etwas zurück holen geht nicht da verdient Sie zu wenig.Es sind so viele Dinge die hier im Argen liegen.Bei unsere Regierung,Abgeordneten und Beamten liegen die Zulagen ja immer wegen der Teuerrungsrate begründet.
      Auch ist die Mindestrente Notwendig , denn wie soll bei solchen Einkünften Vorgesorgt werden?
      Aber unsere liebe Arbeitsministerin würde zu diesem Fall meiner Tochter sagen: Das ist ein Spezieller Fall und blablablabla und die VIELEN ANDEREN gibt es nicht für sie.So wie in jeder Gesprächsrunde die es so im Fernsehen gibt, wo sie mal daran Teil nimmt, immer sagt HartzIV ist nur für kurze Zeit gedacht.Sie ist großartig im Schönreden.

    • Taxpayer am 14. September 2011 um 22:02 Uhr

      Wer soll die denn bezahlen? Wollen Sie einem Facharbeiter die Abgaben noch weit über 50 % anheben. Das ist verfassungsrechtlich gar nicht möglich. Das Geld was Sie sich wünschen gibt es nicht. Bisher wurde das alles auf Pump finanziert. Aufgrund der Überschuldung ist die Möglichkeit einfach nicht mehr da.

      • Ach was am 15. September 2011 um 20:41 Uhr

        Wer redet denn hier davon die Abgaben von Facharbeitern noch weiter zu erhöhen???
        Sie sehen und reden wohl auch nur das, was Ihnen in den Kram passt um ihr Weltbild nicht zu zerstören.

        Wenn Sie schon jemandem was kürzen wollen, dann fangen sie bei den Schmarotzern von Politiker an!
        Was die schon an Milliarden an Euros verschwendet haben, weil die jemand bestochen hat irgend ´nen Sch*** durchzuziehen..
        Aber DAS übersehen sie mal wieder und das noch sehenden Auges…

        • Taxpayer am 16. September 2011 um 17:29 Uhr

          “Wer redet denn hier davon die Abgaben von Facharbeitern noch weiter zu erhöhen???”

          Von wo wollen Sie denn das Geld ERFOLGREICH herholen? Wenn Sie Überversorgung der Beamten und ggf. Berufspolitiker reduzieren, was wünschenswert wäre, bringt das insgesamt fast überhaupt nichts.

  5. diogenes am 14. September 2011 um 18:49 Uhr

    aus welchem kaffeesatz hat er den die weisheit gelesen?
    oder ist dieser (selbsternannter) weise **** auf einem tripp in holland gewesen.
    die realität sieht anders aus weil die jahre im endeffekt an der rentenberechnung fehlen und weil seit diesem jahr keine leistungen an den rententräger mehr gezahlt werden.
    vieleicht sollte dieser herr sich mal in der realität umschauen als immer schlussfolgerungen aus seinen kontoauszügen zu ziehen.

  6. Oma von 4 Enkelkindern am 14. September 2011 um 19:40 Uhr

    ach, was macht ihr euch Gedanken, es wird für niemand Rente geben weil wir auch dann pleite sind, so ist das!
    Nur wer rechtzeitig sein Hab und Gut vor dem Zugriff des Staates in Sicherheit bringen konnte wird dann noch was haben.
    Auch die Beamten werden dann keine Bezüge mehr bekommen.
    Besser alle genießen noch die jetzige Zeit denn sie wird bald zu Ende sein.

    Ich habe das hier immer und immer wieder geschrieben und jetzt werdet ihr sicher auch merken wo das alles enden wird.

  7. Brunnenputzer am 14. September 2011 um 19:59 Uhr

    Und ich Idiot,hab die vergangenen 12 Jahre nach Herzinfarkt und gebrochen Rückenwirbeln zu einem Dumpinglohn weiter geschuftet.Frage :Gibts auch Dummheitszulage ????

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