Nachricht zum Thema weitere Themen vom 13.08.2007 um 12:53 Uhr

DIHK fordert mehr berufliche Weiterbildung im Urlaub

Mehr Deutsche sollten ihren Urlaub nutzen, um sich beruflich weiterzubilden, so lautete eine vor kurzem heiß diskutierte Forderung des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Deutsche Arbeitnehmer hätten im gleich zu ihren europäischen Kollegen vergleichsweise viele Urlaubstage, schnitten aber wenn es um berufliche Weiterbildung gehe schlecht ab.

Aus dem nationalen Bildungsbericht geht hervor, dass die Teilnehmerrate bei beruflichen Weiterbildungen im Jahre 2003 bei gerade einmal 26% lag. Dies stellt eine Abnahme um 4% seit 1997 dar.
Was viele Arbeitnehmer nicht wissen ist, dass sie für viele Weiterbildungsmaßnahmen auch den so genannten Bildungsurlaub nutzen können. Je nach Bundesland stehen dem Arbeitnehmer für Weiterbildungen zusätzliche Urlaubstage zu, so dass der allgemeine Jahresurlaub hierdurch oftmals nicht geschmälert wird.
Einen guten Überblick über das Themenfeld der beruflichen Weiterbildung für Hochschulabsolventen sowie Führungs- und Fachkräfte bietet das Weiterbildungs-Portal www.wisswb-portal.de.

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bisher 3 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Annette Strauch  (Website)  am 13. August 2007 um 13:37 Uhr

    Urlaub ist Urlaub und sollte dazu genutzt werden, das zu unternehmen, was einem selbst Spass macht! Man kann sich täglich weiterbilden, aber extra einen Weiterbildungskurs im Urlaub zu besuchen, finde ich Quatsch. Durch Reisen kann man bestens Fremdsprachen und soziale Kommunikation lernen.

    Annette Strauch aus Wales, Grossbritannien

  2. Martin R. Gürtel am 19. Dezember 2007 um 14:56 Uhr

    „Urlaub ist Urlaub“, sagt Frau Strauch und erobert damit meine Zustimmung. Urlaub ist da, um sich von der getanen arbeit zu erhollen. Urlaub erfült für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zudem in den meisten Fällen die einzige Chance mit der gesamten familie gemeinsam Freizeit zu verbringen. Wer sich heute noch leisten kann, fährt/fliegt mit der Familie in die Fremde oder versucht das eigene Land besser kenenzulernen.

    Diejenigen IHK-Bose, die solche schwachsinnige Ideen verbeiten, sollten mal für ein par Monate in der produzierenden Gewerbe oder im sog. Diensleitungsbereich (Reinigung von Toileten usw) zwnags-eingesetzt werden, damit sie erfahren, wie wichtig Urlaub sein kann. Damit sie sehen, wie man in diesem Land heute arbeitet und mit welchen Stundenlöhnen man eine Familie ernähren musse.

    Die Idee der IHK finde ich irrwitzig, aber in dieser Gesellschaft leider hofffähig!!

  3. Heike Rutkowski am 26. Februar 2008 um 07:49 Uhr

    Urlaub ist Urlaub, das mag ja schon so sein. Allerdings sind 6 Wochen Urlaub eine Menge, und im Übrigen kann man ja auch Bildungsurlaub beantragen, der steht einem zu.

    Was mich daran nur so stört, ist, dass der Arbeitnehmer nun auch noch die Kosten für die Weiterbildung durch diesen kleinen Geniestreich aufgebrummt bekommen soll. Und da hapert es m.E. beim Weiterbildungsmangel innerhalb Deutschlands.

    Ich habe seinerzeit während meines Jahresurlaubs meinen Ausbilderschein gemacht, weil ihn mir der Arbeitgeber bezahlt hat. Es gab dann halt eine 2jährige Verpflichtung, weiter bei der Firma zu arbeiten, aber so hatten alle was davon.

    Wären mehr Arbeitgeber zu solchen Kostenübernahmen bereit, gäbe es wesentlich mehr Arbeitnehmer, die auch mal auf einen Teil des Urlaubs verzichten würden, um sich fortzubilden.

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