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Hamburg wagt bei Hartz IV einen Alleingang

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 13.11.2009 um 10:52 Uhr (Autor: pr)
VGW 1499

Hamburg will sich in Zukunft in Eigenregie um seine Langzeitarbeitslosen kümmern. Die Wirtschaftsbehörde bestätigte eine dahingehende Meldung der Gewerkschaft Ver.di, wonach eine komplette Übernahme der örtlichen Arge angestrebt werde.

“Eine einheitliche Betreuung ist nicht nur bürgerfreundlicher, sondern auch gut für eine Großstadt wie Hamburg”, erklärte ein Sprecher der Wirtschaftsbehörde gegenüber dem Radiosender NDR 90,3.

Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) sieht in der jetzigen Trennung der Aufgaben bei der Jobvermittlung einen Rückschritt. So stelle dies einen Verlust an Kundenfreundlichkeit dar und erschwere die Beratung zur Wiedereingliederung. Der bürokratische Aufwand und standardisierte Maßnahmen würden hingegen zunehmen. Das hätte allerdings wenig Bezug zum Bedarf einer Großstadt wie Hamburg.

Im Moment wird die Hambuger Arge von der Stadt gemeinschaftlich mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) verwaltet.

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3 Antworten zu “Hamburg wagt bei Hartz IV einen Alleingang”
  1. MD

    am 13.11.2009 um 14:30 Uhr

    Kann ein guter ansatz sein was zu verändern. Sinnvolle Maßnahmen und mehr gespräche mit ansässigen Arbeitgebern kann mehr bewegen.

  2. bienemoni

    am 17.11.2009 um 19:09 Uhr

    Eine sehr gute Idee wie ich finde.
    Eigenregie bringt auch mehr Verantwortung mit sich, für die Agentur und auch für die Betriebe.
    HH hat ein großes Umland, die alle mitziehen könnten.
    Dann kann man auch mal ein paar, nicht mehr Vermittelbare, mitziehen.

    So sollte man auch mit den Zeitarbeitsfirmen verfahren.
    Kann bis heute nicht nach voll ziehen, warum die Vermittlungen nicht von Anfang an über die Jobcenter gegangen sind.
    Dabei hätte die Arbeitsagentur sogar noch ein paar Einnahmen gehabt.
    Welche wiederum für andere Maßnahmen hätten genutzt werden können.

    Es bereichern sich nur bestimmte Gruppen, nämlich die Bosse bei den ZA Fa. Die Hälfte des Arbeitslohnes wird ein gestrichen.
    Die Herrschaften wissen am wenigsten wie es ist, 6 Jahre vermittelt zu sein, immer an den gleichen Arbeitgeber, ohne die Aussicht auf Übernahme.
    das nennt man, moderner Sklavenhandel.

  3. Marc

    am 18.11.2009 um 16:31 Uhr

    Ein Schritt in die richtige Richtung.
    In Baden-Württemberg gibt es 4 Landkreise,welche HartzIV-Empfänger direkt betreut,wie z.b.der Landkreis Biberach.
    Die Erfolge sind größer als der Landkreis Sigmaringen, in welchem ich lebe;auch vor dem Hintergrund daß die ARGEN nicht unbedingt verfassungsgemäß sind, wie erst wieder festgestellt.

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