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Ursula von der Leyen findet Kinderzuschlag ungerecht

Nachricht zum Thema sonstige Sozialleistungen vom 13.11.2009 um 10:56 Uhr

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht die Regelungen zum Kinderzuschlag als ungerecht an.

“Wir könnten damit rund 500.000 Kinder insgesamt erreichen, 200.000 mehr als jetzt, die dann aus Hartz IV raus wären”, sagte von der Leyen im Gespräch mit der “Sächsischen Zeitung”.

Nach Ansicht der Ministerin habe der Kinderzuschlag für bedürftige Familien derzeit zwei Schwächen. Zum Einen sei die Wahlmöglichkeit zwischen Hartz IV und Kinderzuschlag nicht gegeben. “Manchmal werden Eltern, obwohl sie lieber den Kinderzuschlag nehmen würden, gezwungen, in Hartz IV zu bleiben,” erklärte von der Leyen.

Darüber hinaus gebe es Probleme beim Einstieg in den Kinderzuschlag und beim Ausstieg. “Das kann dazu führen, dass nur ein Euro zusätzlichen Verdiensts dazu führt, dass 70 Euro Kinderzuschlag wegfallen“, kritisierte die Bundesfamilienministerin.

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bisher 9 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Sieglinde am 17. November 2009 um 17:03 Uhr

    “Manchmal werden Eltern, obwohl sie lieber den Kinderzuschlag nehmen würden, gezwungen, in Hartz IV zu bleiben” <– Wenn der Gesamtbetrag gleich bliebe, ist das dann wohl eine Ansehensfrage. Also, für mich zählt nur, wieviel ich für meine Kinder zur Verfügung habe, ob es nun Kindergeld, Betreuungsgeld, HartzIV, Kinderzuschlag oder was auch immer heißt.

  2. Angelika am 17. November 2009 um 20:16 Uhr

    Also, ich bin Witwe und habe vier Kinder groß gezogen, aber seid meine Kinder Halbwaisenrente beziehen, ist auch der Kindergeldzuschlag dahin. Warum ? Weil die Halbwaisenrente als ihr eigenes Einkommen zählt.
    Aber mir ist bekannt, das ein Ehepaar mit drei Kindern,die beide einen guten Verdienst haben (und mehr als ich verdienen) den Kinderzuschlag voll beziehen.
    Für mich ist das eine doppelte Ungerechtigkeit, die Kinder haben den Vater verloren und werde noch finanziell dafür bestraft das er so früh verstorben ist.

  3. betroffene  (Website)  am 17. November 2009 um 22:38 Uhr

    Wenn das Kindergeld endlich mal meinem Kind in gesamter Höhe zur Verfügung stehen würde, wäre ich ein großes Stück weiter. Statt dessen wird es als Einkommen auf HartzIV angerechnet, was einfach nur noch diskriminierend ist. Es ist demütigend und dumm zu gleich. Warum heißt es eigentlich KINDERgeld Frau von der Leyen?

  4. Abgezockter am 18. November 2009 um 00:27 Uhr

    Hat man nicht als ALG II Bezieher einen anrechnungsfreien Betrag, 100 euro plus 20% von darüber? Wenn man eine geringfügige Beschäftigung beginnt?
    Gilt das für Kinder nicht?
    Ist das Diskriminierung, auch im tatsächlichen juristischen Bereich?
    Ist dsa schon ein Urteil raus, höchstrichterlich?

  5. Daniela Petry am 18. November 2009 um 02:27 Uhr

    Leute: habt ihr es noch nicht bemerkt, was hier seit Jahren abläuft ? ?

    Hast du nichts, dann kriegst du nichts,
    kriegst du nichts, dann bist du nichts,
    bist du nichts, dann kriegst du erst recht nichts

    und umgekehrt genauso:

    Hast du was, dann bist du was,
    und bist du was, dann kriegst du was,
    und kriegst du was, brauchst du auch nichts bezahlen

    das tun schon die armen, die wir zur Kasse beten !
    Es zieht sich durch sämtliche Bereiche des Lebens: ob im Erbrecht, oder Arbeitslosenrecht, Rente etc etc.

    ES geht immer nach deinem Einkommen, nicht nach deiner wirklichen Leistung, du wirst in dieser Gesellschaft nach dem Inhalt deines Portemonais bewertet ! Und dementsprechend behandelt !

    Weh denen, die schlau und intelligent sind, denn diese Menschen leiden am allermeisten unter diesem System des fertig machens…denn sagst du die Wahrheit, wirst du als Querulant beschimpft, und musst sehr aufpassen !

    Auch dich werden sie kriegen, wenn sie wollen !
    Solange wir Volk uns das alles noch vorspielen lassen, und dran glauben, anstatt das Übel and er Wurzel zu packen, udn gemeinsam was zu unternehmen.

    Werdet Mitglied der Ringvorsorge, informiert euch !

  6. Jara am 18. Dezember 2009 um 22:01 Uhr

    Auch wir könnten von Hartz4 weg sein wären nicht die Dinge wie Unterhalt und Kindergeld.
    Kinderzuschlag bekommen wir nicht obwohl ich einen Verdienst von 670 Euro Netto habe!
    Stattdessen bekommen wir aufstockendes ALG2.
    Derzeit haben wir einen Wohngeldantrag laufen der aber noch 9 Monate für die bearbeitung in Anspruch nimmt.
    Traurig aber wahr das ist Ba-Wü!
    Das Kindergeld hat einen verkehrten Namen, ich würde es anders nennen.
    Kinder-geld wird dem Erwachsenen angerechnet also Einkommen! Hmm ich weiß nicht alles wird angerechnet aber statt mehr bzw. genug hat man Geldmässig nichts.
    Hartz4 ist wirklich eine Spirale mit Sog nach unten, da rauszukommen ist wirklich schwierig aber…ich kämpfe weiterhin gegen Hartz4!

  7. Henry am 20. Januar 2010 um 09:39 Uhr

    “ich kämpfe weiterhin gegen Hartz4″, anstatt selbst mal zu versuchen, meinen Lebensunterhalt ohne stattliche Leistungen zu bestreiten. Rumstreiten und Meckern ist ja einfacher…
    Kein Wohngeldantrag braucht 9 Monate! LÜGE!!!
    Und ich finde den sozialen Abstieg, sprich “Hartz IV” sollte man gerade im Interesse der Kinder mal berücksichtigen…

  8. Ulli am 20. Februar 2010 um 00:11 Uhr

    …hallo henry…
    du meintest doch sicher “staatlich” leistungen (dummer fehler)…stattlich könnten sie ruhig sein, sind sie aber nicht!! und ahnung was die wartezeit betrifft hast du auch nicht!!!
    aber jara…das ist auch bei uns in bayern so nicht nur in ba-wü…!! selbst wenn man die leistung schon bezieht und nur wohlgemerkt “RECHTZEITIG” einen folgeantrag stellt, vergehen wochen und nochmals wochen, dann freundliche nachfragen per telefon, wie lange es denn noch dauert – obwohl man solche wut hat, dass man die “sachbearbeiter” am liebsten durchs telefon ziehen würde, weil einem das wasser schon bis zum hals steht.
    …und dann will ich dir noch etwas sagen guter henry…(du hast ja sicher nicht drei kinder und bist alleinerziehend…oder?)…also überlege dir das nächste mal doch besser was du in der öffentlichkeit schreibst…!!!!!!!!!!!

  9. Conny am 20. Oktober 2010 um 18:08 Uhr

    Hallo Henry!!!
    da muss ich der Ulli voll recht geben. Aber mal as anderes, Henry: Schon mal darüber nachgedacht, dass es in Deutschland einige Leute gibt, die in Hartz4 geraten, ohne an deiner, durch die Blume gesprochenen, beabsichtigen Unfähigkeit seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten zu wollen, zu leiden bzw. sich drin zu sonnen?
    Bsp.: Verheiratet, Zwillinge, Eigenheim, alles gut. Liebevoller Papi zieht zu seiner Mutti zurück, da er dort keinerlei Verantwortung, als geborenes Söhnchen, mehr aufbringen muss. Alleinerziehend wider Willen. Im Stich gelassenen im verschuldetem Haus. Verantwortungsvoll wird eine Vollzeitstelle angegriffen, Zwillinge dabei vierjährig. Alles klappt soweit, nur die Gesundheit nicht. Arthrose in ihrer schmerzhaftesten Form in beiden (!!) Daumensattelgelenken. OP, Prothese, nix wird besser, da das Implantat wandert. Henry: schon mal allein Zwillinge mit operierter rechter Hand betreut? Haushalt versucht zu erledigen? Weißt du wie das ist, mit so einem Handicap? Die Krankenkasse steuert dann aus, ob eine Gesundung eintritt oder nicht, der Arbeitgeber will nur eine Kraft, die alles so machen kann wie zuvor. Die Daumen machen aber nicht mit. Arbeitslosengeld, Amtsarzt urteilt nach Aktenlage: Vollzeit möglich (als Museumswärter od Pförtner, diese Stellen gibt es ja zuhauf auf dem Lande). Nach der ergebnislosen Suche kommt das Loch Hartz4 und man fällt und fällt…
    Henry, das Haus, an dem die Kinder so hingen, musste verkauft werden. Wo bitte ist genau der Arbeitgeber, der freudestrahlend einstellt, wenn er beim Vorstellungsgespräch gesagt bekommt (weil nicht alle, so wie viele glauben, Hartz4ler lügen), dass eine weitere OP mit ungewissem Ausgang in nächster Zukunft notwendig sein kann?? Wie weit würdest du gehen mit Operationen, die vielleicht eine massive Verschlechterung, z.B. Versteifung, nach sich ziehen?
    Wie viele Menschen gibt es in Deutschland, die mitten im Leben stehend, von heit auf nachher Ihren Job dank “Heuschrecken” oder anderen profitgierigen Finanzspekulanten UNVERSCHULDET verloren haben, aber wegen Familie und mit Schulden überlastetem Eigenheim nach einem verdammt kurzen Jahr Arbeitslosengeld ins Loch fallen??
    Henry, rede nicht den Blödsinn, mit dem sich unterqualifizierte Politiker gerade populär machen wollen. Sei schlauer und werfe den unangenehmen Blick HINTER die Kulissen, geh an eine Tafel und lass dir von den Leuten (ja, auch Ingeneure findet man dort) erzählen, wie sie den “Weg” dorthin gefunden haben.

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