Mehr Wohngeld in NRW ausgezahlt

Nachricht zum Thema Wohngeld vom 14.07.2011 um 00:10 Uhr

Das statistische Landesamt in Nordrhein-Westfalen gab am heutigen Mittwoch bekannt, dass die Zahl der Wohngeldhaushalte im Jahr 2010 von 193.215 um auf 188.138 gesunken ist.

Ein anderes Bild hingegen ergibt sich bei den so genannten “Mischhaushalten”, in denen Wohngeldberechtigte mit Transferleistungsempfängern ohne Wohngeldanspruch zusammenleben. Hier ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg um 30,6 Prozent auf 47.189 festzustellen.

Die größte Gruppe unter den Wohngeldbeziehern stellten die Rentner mit 81.720 Personen, gefolgt von den Arbeitern (48.221), Angestellten (23.388) und Arbeitslosen (14.242). Aber auch Selbständige (2.931) und Studierende (6.595) nahmen ihren Anspruch auf diese staatliche Leistung wahr.

Die Höhe des Wohngeldes betrug bei den “reinen” Wohngeldhaushalten durchschnittlich 131 Euro pro Monat (plus 2 Euro), bei den Mischhaushalten waren es sogar 164 Euro (plus 5 Euro).

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bisher 10 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Julchen am 14. Juli 2011 um 12:04 Uhr

    Echt? Ich könnte vor Glück weinen, dass ich das nun weiss. :-))

  2. hamburger quitsche am 19. Juli 2011 um 16:25 Uhr

    Das Wohngeld ist doch ne Lachnummer. Hier in Hamburg ist eine 55-qm-Wohnung für eine Rentnerin zu groß, kein Anspruch auf Wohngeld. Trotz Sozialwohnung und 60% Schwerbehinderung nach 2 Schlaganfällen. 520€ Miete zuzüglich Wasser und Strom. Von Telefon, Versicherung, Zuschlag KK ganz zu schweigen. Bei 1000€ Rente bleibt nicht mehr viel über. Und da ist das nicht die kleinste Rente. Ist das Gerechtigkeit im Alter?

    • Julchen am 20. Juli 2011 um 19:40 Uhr

      Sage mal @Hamburger quitsche, ist das Wohngeld nicht von der Höhe der Rente abhängig?
      Finde es auch tragisch, das es so viele arme Menschen gibt.Grad im Alter braucht man doch eher Hilfe, wenn man nicht mehr so kann oder wenn man krank ist.

      Ist das nun Deine Wohnung- ? Hättest Du jemanden, der Dir beim Umzug hilft? wenn Du etwas finden würdest? Also mir fehlen da wirklich die Worte.

  3. hamburger quitsche am 21. Juli 2011 um 17:39 Uhr

    Julchen
    Danke für Dein Interesse. Nein, es geht nicht um mich. Mein Mann und ich bewohnen seit 15 Jahren eine 60qm-Genossenschaftswohnung und können da hoffentlich noch lange leben. Eine gute Freundin und Nachbarin von uns betrifft es derzeit. Wir haben vor ihrer Erkrankung viel gemeinsam unternommen, sie hatte einen Dauerwohnwagen an der Ostsee und lebte da von April bis Oktober. Wir kümmerten uns in dieser Zeit um die Wohnung und konnten so immer mal paar Tage Ostsee geniessen. Als es finanziell zu viel und neben uns ein Garten frei wurde, gab sie die “Ostsee” auf.
    Leider erlitt sie nach 1 Jahr 2 Schlaganfälle und ist sehr schnell gealtert. Nicht umsonst gab es sofort 60% Behinderung.
    Heute kam die detaillierte Auflistung der Wohngeldstelle. Da hat man mit 1000€ 200€ zuviel Rente! Rente wird Brutto genommen und Miete ohne Heizkosten. 870€ sind Höchstbetrag für 1 Person, lachhaft.
    Und der Pflegedienst riet Hartz IV zu beantragen! Hab gefragt, ob die vom Mond kommen. Wenn selbst die keine Ahnung haben, na dann gute Nacht.
    Werde nächste Woche mit unserem gemeinsamen Hausarzt sprechen, ob vielleicht Chance auf eine Pflegestufe besteht. Genügend Einschränkungen sind ja vorhanden.
    Und der Umzug als solches ist nicht das Problem. Hier im Haus gibt es nette Nachbarn und unser Sohn ist auch groß und stark und hat einen verlässlichen Freundeskreis.
    Das Problem ist bezahlbarer Wohnraum. Wenn jetzt selbst eine Sozialwohnung zu teuer ist. Alternativ gibts bei der Genossenschaft Seniorenwohnungen. 29 qm und 1 Zimmer, nicht wirklich der große Hit, allerdings bezahlbar mit 300€. Alles irgendwie zum ko….n, sorry.

    • Julchen am 22. Juli 2011 um 20:30 Uhr

      Hallo hamburger quitsche, ich konnte mich nur erinnern, das Du krank warst- daher war ich unsicher.

      Das ist auch ein Drama mit der Nachbarin. Komisch, das sie nicht 100 % Erwerbsminderung bekommt. Aber die Idee mit der Pflegestufe ist vielleicht nicht schlecht. Ein guter Arzt kann da einiges erreichen. Allerdings befürchte ich, das die Nachbarin dann wieder weitere Untersuchungen von Amtswegen über sich ergehen lassen muss. Ich hab das ja selber hinter mir-mit Amtsärzten und Gutachtern, dann die Rentenuntersuchungen ( 2 Tage a 8 Stunden ) – das geht schon an die Nerven.

      Die Probleme, die wir haben sind alle gleich-nur das wir eben jeweils dann andere Ausrichtungen haben. Mit der Rente habe ich auch nicht mehr als vorher- nur habe ich eben den Stress mit dem JC nicht mehr. Nun muss ich allerdings auch betonen, das ich ja noch Hilfe hätte im Zweifelsfall und das haben andere nicht.

      Ich wünsche jedenfalls alles Gute für die Nachbarin -und das sie nicht aufgibt. Und für euch natürlich auch.

      LG Julchen

  4. hamburger quitsche am 23. Juli 2011 um 09:55 Uhr

    Julchen,
    moin-moin. Unsere Nachbarin ist schon Altersrentnerin, also da wird es wenig Probleme geben. Meine Schwiegermutter (80} bekam vor ein paar Wochen Pflegestufe 1, und zwar relativ problemlos. Sicherlich hat sie altersgerechte Einschränkungen und kann den linken Arm nicht mehr richtig einsetzen, aber ansonsten waren wir schon positiv überrascht. Ältere Menschen sollen so lange wie möglich in ihrer heimatlichen Umgebung bleiben können. Und für zu Hause ist das Pflegegeld ein Bruchteil von einer Heimunterbringung.
    Was auf mich jetzt persönlich zu kommt wegen Erwerbsminderungsrente, ich lass mich überraschen. Ärzte und Gutachter können mich nicht schocken, da hab ich schon einiges durch.
    Verrückt machen gilt nicht. Selbst wenn die Rente durchkommen sollte, viel ändern würde sich nicht. Nur der Druck der Bewerbungen wäre weg. Jeden Cent, den ich mehr hätte, würde an anderer Stelle abgezogen werden, dessen bin ich mich schon bewusst. Und mein Mann hat nur noch ein paar Jährchen bis zu seiner Altersrente. Bis dahin werden wir durchhalten, auch kleine Brötchen machen satt. Gewisse Sachen gehen nun mal nicht, Punkt – aus…….

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