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Ersatzkonzept zum Ein-Euro-Job

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 15.02.2007 um 23:46 Uhr

Seit Oktober 2006 tourt das bundesweite Filmfestival “ueber arbeiten” durch insgesamt 80 Städte in Deutschland und stellt unter anderem den Dokumentarfilm “Des Wahnsinns letzter Schrei” (Zusammenfassung der Inhalts) der Regiseurinnen Bärbel Schönafinger und Tanja von Dahlern vor.

Am 15. Februar machte das Filmfestival im Marburger Cafe Trauma halt, wo im Anschluss Solveig Koitz, Vertreterin der Berliner Kampagne gegen Hartz IV, vor den rund 50 Zuhörern ein alternatives Konzept zur bisherigen Ein-Euro Job Regelung vorstellte.
Kernpunkt des Konzepts ist, die Umwandlung der bisherigen Arbeitsgelegenheiten mit Mehrraufwandsentschädigung in reguläre Beschäftigungsverhältnisse, mit entsprechenden arbeitsrechtlichen Rechten. Laut Koitz sei eine solche Umstellung weitestgehend kostenneutral möglich. Eine Langfassung des Konzepts findet sich auf der Website der Hartz Kampagne. Ähnliche Pilotprojekte seien in Berlin bereits in Planung, verät Koitz darüber hinaus.

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  1. Helli am 22. April 2009 um 21:29 Uhr

    Ich würde es begrüßen wenn die bisherigen Arbeitsgelegenheiten mit Mehrraufwandsentschädigung in reguläre Beschäftigungsverhältnisse, mit entsprechenden arbeitsrechtlichen Rechten umgewandelt werden. Auf diese Weise würde man den Menschen einen Teil ihrer Würde wieder geben und sie hätten die Rechte welche andere Arbeitnehmer auch haben. Zudem würde ich begrüßen, daß der Mitnahmeeffekt der Arbeitgeber welche 1 Euro Kräfte beschäftigen, endlich beendet wird. Die sahnen so richtig ab. Sie bekommen eine gute Arbeitskraft kostenlos die 30 Stunden und mehr in der Woche arbeitet sowie einen fetten Bonus pro Monat, dann noch 65 Euro pro 1 Euro Kraft an Sachkosten wo Arbeitsmaterialien von gekauft werden sollten (auch pro Monat) sowie den Arbeitsschutz von 5 bis 10 Euro pro Monat der eigentlich dem 1 Euro Jobber zustehen würde damit er sich mit Arbeitskleidung versorgt. Ich finde, es sollte auch eine Vertrauensperson von der Arge zur Verfügung stehen damit die 1 Euro Jobber mal ne Anlaufstelle haben wo sie Probleme mit dem Einsatzbetrieb ansprechen können oder wenn sie feststellen das die Sachkosten mißbräuchlich verwendet werden. Ich habe selber erlebt wie sich die Sekretärin in meinem Einsatzbetrieb persönlich daran bereichert hat. Abgerechnet werden können ja alle Quittungen, auch jene die man einfach in Baumärkten aus anderer Leute Einkaufswagen genommen hat. So genau ist unsere Arge. Ich rief anonym bei der Arge an und fragte nach einer Vertrauensperson weil ich Unregelmäßigkeiten bei den Abrechnungen der Sachkosten bemerkt habe. Mich ginge es nichts an was für mich von der Arge zur Verfügung gestellt wird und ne Vertrauensperson gibts nicht. Das die Sekretärin von dem Geld das Wohnzimmer ihrer besten Freundin renoviert hat und gleich noch Teppichboden davon gekauft hat wollte niemand wissen.

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