Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 17.09.2009 um 18:46 Uhr

DGB: Der BA droht bis 2013 ein Schuldenberg von 50 Milliarden Euro

Einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zufolge muss die Bundesagentur für Arbeit (BA) bis zum Jahr 2013 mit einer Verschuldung in Höhe von 50 Milliarden Euro rechnen. Dies berichtet die „Frankfurter Rundschau“ (FR).

Um die Schulden der Behörde in den Griff zu bekommen, käme eine Erhöhung des Beitragssatzes zur Arbeitlosenversicherung in Betracht. Dies würden allerdings nach Aussage des Autors der Studie, dem BA-Verwaltungsratsmitglied Wilhelm Adamy, sowohl die Gewerkschaften als auch die Arbeitgeber ablehnen.

„Unter Status-quo-Bedingungen wird die Arbeitslosenversicherung finanziell auf Grund laufen,“ ist DGB-Arbeitsmarktexperte Adamy überzeugt. Notwendig seien aber auf jeden Fall Zuschüsse des Bundes. Als Beispiel hierfür nannte Adamy die Kosten der Qualifizierung von Arbeitslosen. „Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, fügte er hinzu.

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bisher 3 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Anonym am 22. September 2009 um 13:00 Uhr

    Das ist ja mal interessant! Wie wäre es, wenn die BA nunmehr „allen“ Selbstständigen die Möglichkeit gibt, als freiwilliges Mitglied die Arbeitslosenversicherung abschließen zu dürfen! Denn dieses Projekt wurde ja vor gar nicht allzu langer Zeit nur in einer Nacht- und Nebelaktion eingeführt und auf die gleiche Art und Weise wieder ganz schnell deaktiviert und plötzlich Beschränkungen eingeführt, die kaum ein Selbstständiger erfüllen konnte! Ich war eine der Leidtragenden, die „zu spät“ beantragte.
    Dann gibts auch wieder Geld für die BA! :o)

  2. Ossi am 22. September 2009 um 18:45 Uhr

    wie wäre es , wenn wir das bedingungslose grundeinkommen einführen und einen pauschalen steuersatz?
    damit wäre die BA überflüssig und müsste nicht noch teure steuergelder vergeuden, die zum großenteil eh nur personalkosten decken und aufwändige bespitzelung und aushorchung ermöglichen?

    ich dummkopf..haha..die gibt es ja bald eh nicht mehr, wenn erstmal der mittelstand mit ALG1 durch ist und zur Arge muss!

  3. Volker am 23. September 2009 um 12:27 Uhr

    Hallo,

    wieso die BA unterstützen? Das Geld brauchen die Banken viel dringender. Die wollen schließlich Spielen.
    Außerden werden die Arbeitslosenzahlen weitersinken.
    Die Statistik macht das schon:

    August 2009

    Tatsächliche Arbeitslosigkeit: 4.624.930
    Offizielle Arbeitslosigkeit: 3.471.513
    Nicht gezählte Arbeitslose: 1.153.417
    Nicht gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt:

    Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II: circa 350.000
    Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I (§ 428 SGB III): 19.997
    Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 332.562
    Berufliche Weiterbildung: 204.336
    Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (z.B. Bewerbungstraining): 12.433
    Aktivierung und berufliche Eingliederung (z.B. private Arbeitsvermittlung): 158.719
    Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 36.879
    Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: 11.318
    Kranke Arbeitslose (§126 SGB III): 27.173

    Das ist bestimmt noch ausbaufähing…

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