Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 19.12.2009 um 12:55 Uhr

Vor 2013 keine Erholung auf dem Arbeitsmarkt

Unter den Folgen der weltweiten Finanzkrise hat die deutsche Wirtschaft noch lange Zeit zu leiden. Eine baldige Verbesserung auf dem Jobmarkt ist nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, nicht zu erwarten.

Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „FOCUS“ erklärte der BA-Chef: „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt kritisch, selbst wenn der Aufschwung 2010 und 2011 stärker ausfällt als heute erhofft.“

Laut Frank-Jürgen Weise werde es bis 2013 dauern, ehe die Beschäftigungsfolgen der Krise überwunden seien. „Die Zahlen werden im nächsten Jahr schlechter“, befürchtet der BA-Chef. Dies sei bei allen Bemühungen unabwendbar. „Die Krise ist noch lange nicht vorbei, auch wenn manche so tun“, fügte Weise im FOCUS-Interview hinzu.

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bisher 3 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. bullruncreek am 22. Dezember 2009 um 11:23 Uhr

    Nicht das Überwinden der Krise wird zur Erholung am Arbeitsmarkt führen, sondern die demographische Entwicklung.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668452,00.html

    Darüber sollten sich unsere Regierungsoberen mal Gedanken machen. Bei der jetzigen Geburtenrate und Zuwanderungszahl gehen der deutschen Wirtschaft bis 2030 jährlich 100.000 tausende Arbeitkräfte verloren und bis 2050 reduziert sich die Gesamtbevölkerung um etwa 20 Millionen. Wie soll ohne einen kräftigen Anzug der Geburtenrate und ohne eine gewaltige Steigerung bei der Zuwanderung unser Wirtschaftssystem am laufen gehalten werden? Derzeit sieht es doch so aus, das mit dem pro Wirtschaftkurs der Regierung dem internationalen Kapitalismus ermöglicht wird, alles aus unserer Volkswirtschaft herauszupressen was noch geht, bevor alles zusammenbricht.

    In sofern macht das Lohndumping und die Medienpropaganda, man solle auch prekäre Arbeitsverhältnisse annehmen, Sinn, denn bald wird sich unser Volk Renten, H4 und andere Transferleistungen nicht mehr leisten können und jeder muss sehen wo er bleibt…..

    An die Vorstellung, dass man bis ins hohe Alter wird arbeiten müssen, werden wir uns gewöhnen müssen, wenn wie von unserer jetzigen Regierung die Weichen in die falsche Richtung gestellt werden.

    Statt das Ged von unten nach oben zu verteilen, muss Geld in die Familien aller Gesellschaftsschichten gesteckt werden. Muss die kaufkraft der kleinen gestärkt werden. Muss Deutschland zu eienm attraktiven Einwanderungsland gemacht werden. Also so ziemlich das Gegenteil von dem was Merkel und Westerwelle zur Zeit ansteben….

  2. Julchen am 22. Dezember 2009 um 11:58 Uhr

    Nun dann kann ich ja damit rechnen, dass man mich in 4 Jahren einstellt.- Dann bin ich 61.
    Gott sei Dank hab ich bis dahin meine Insolvenz hinter mir und kann wieder voll mein Gehalt behalten.

    Die Wirtschaftskrise konnte man bisher ja eigentlich nur an den Hartz IV Empfängern sehen, wie sie abwrackten, kaputt gingen, schlecht gekleidet rumliefen- wenn die guten Sachen hin waren- hält ja nicht ewig- so ein Schuh oder sonst was.

    Bei Geschäftsleuten, Bankern, Beamten und sonstige derartige Berufe habe ich von der Wirtschaftskrise nichts gemerkt. Ihr? Die fuhren weiterhin in Urlaub, kauften toll ein, gute Sachen angehabt. Hm- komisch.

    Auch die dicken Autos fuhren weiter rum und irgendwie war alles wie immer- nur für andere wirklich schlimmer.

    Ich meine ja, dass durch dieses Krisengeschwätz den Firmen gerade zu das Lohndumping und die Ausbeutung nahe gelegt worden ist. Nach wie vor hatten die Handwerker Aufträge, es wurde gebaut und Läden vergrössert, alles mögliche. Nur wurde nicht mehr das nötige Personal eingestellt.

    NUR daran haben sie gespart- und wir – die keine Arbeit haben , löffeln es aus.

    Ich gehe erst wieder arbeiten- wenn ich dafür Geld bekommen- bis dahin wehre ich mich gegen idiotische Massnahmen seitens dieser unfähigen Regierung.

    Herr Weise- woran haben Sie denn gespart? in dieser Wirtschaftskrise?

  3. Pjatrus' am 24. Dezember 2009 um 21:02 Uhr

    1.bullruncreek

    gerade richtig. Das Gegenteil mach die Regierung.

    Trotz all der Probleme, wünsche ich Euch allen Frohes Weihnachten, und alles Beste zum Neujahr!

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