Pflüger fordert Hartz-IV-Reform und mehr Rente für Arbeitlose
CDU-Präsidiumsmitglied Friedbert Pflüger schließt sich den jüngsten Forderungen des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, an, das Arbeitslosengeld II zu reformieren.
Gegenüber der Berliner Zeitung sagte Pflüger, dass Hartz-IV nicht automatisch auch in die Altersarmut führen dürfe. Seiner Auffassung nach wäre es daher wichtig, dass ältere Langzeitarbeitslose, die während ihrer Arbeitszeit lange in die Arbeitslosenversicherung einzahlt hätten, auch zusätzliche Rentenanrechnungspunkte erhalten würden.
Wie Pflüger weiter sagte, müsse dieses Thema noch in diesem Jahr auf den Tisch. Auch der der Chef der CDU-Arbeitnehmer im Bundestag, Gerald Weiß, hält es für wichtig, dass die Beitragszahlungen so erhöht werden, dass nennenswerte Rentenansprüche entstehen.
Wie auch Jürgen Rüttgers ist Pflüger der Meinung, dass der Anspruch auf das Arbeitslosengeld I verlängert werden muss, wenn der Arbeitslose zuvor schon lange gearbeitet und folglich auch seine Beiträge in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. Die längere Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld I soll nach Auffassung von Rüttgers durch Kürzungen bei den jüngeren Arbeitslosen finanziert werden.
Weiterhin fordert Pflüger in einem Internet-Blog eine Erhöhung der Freibeträge für das Vermögen von Beziehern von Arbeitslosengeld I.
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am 29.09.2007 um 15:32 Uhr
Ich bin Jahrgang 1947, Beruf Diplomingenieur.Ich habe bis2003 mit einer 3-jährigen Unterbrechung (Kind) gearbeitet. Nach der Wende bekam ich einen Job bei Bosch Siemens Hausgeräte GmbH, arbeitete dort 11 Jahre. Die Firma hat sich aus den neuen Bundesländern zurückgezogen. Betriebsrente gab es nicht im Osten. Da war ich fast 55 Jahre alt. Danach bekam ich keine Arbeit, außer 2 ABM und nun bekomme ich seit April 07 ALGII. Meine zukünftige Rente beträgt zwischen 650 bis 680 € (18% Abzug). Ich kann also für meine Rente nichts mehr tun. Was passiert mit den älteren Arbeitslosen? Ich habe auch mein Leben lang gearbeitet und sehe nun die Altersarmut auf mich zukommen. Und es gibt mit Sicherheit sehr viele, die Mitte/ Ende 50 sind, und dieses Problem haben.
am 16.09.2008 um 14:09 Uhr
Unverkennbar möchte der Herr Pflüger dadurch bei den HartzIV-Opfern um Wählerstimmen für seine Partei, also der CDU, werben.
Dazu kann ich nur sagen: Eagl, welche Partei Ihr früher gewählthabt! Niemand, wer irgendwann mal unter HartzIV gelitten hat, sollte jemals wieder eine jener neoliberal-globalkapitalistischen Blockparteien, also CDU, CSU, SPD, Grüne oder FDP, wählen! Aber auch keine andere Pro-HartzIV-Partei bzw. Pro-HartzIV-Wählergemeinschaft! Auch keine von den vielen diversen Splitterparteien, die es versäumt haben eine Stellungnahme betreffend ihrer Haltung zu HartzIV abzugeben!
Für Euch dürfen bis in alle Ewigkeit nur solche Parteien wählbar sein, die ausdrücklich die Abschaffung von HartzIV fordern! Die dies schon von Anfang an gefordertt haben!