Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 25.12.2009 um 20:21 Uhr

Arbeitnehmer zahlen für die Folgen der Wirtschaftskrise

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat den deutschen Arbeitnehmern im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DAPD ein großes Lob ausgesprochen.

Durch ihren Verzicht auf Lohn hätten die Beschäftigten etwa zur Hälfte dazu beigetragen, dass 2009 weniger Menschen ihre Arbeit verloren als zunächst befürchtet.

Der moderate Anstieg der Erwerbslosigkeit auf rund 3,5 Millionen sei nach Worten Weises eine phänomenale gesamtgesellschaftliche Leistung. Mit Hilfe der Kurzarbeit, dem Abbau von Überstunden, der Reduzierung von Wochenstunden oder auch dem Aufbau von negativen Arbeitszeitkonten habe jeder fest angestellte Arbeitnehmer durchschnitllich 50 Stunden weniger gearbeitet als 2008.

„Das muss man wissen: Die Krise wird an dieser Stelle von den Arbeitnehmern bezahlt, weil sie für diese Zeit auf Lohn verzichten“, sagte der BA-Chef. Die restlichen 50 Prozent zur Abfederung der Wirtschaftskrise gehen Weise zufolge auf das Konto vom Bund und den Arbeitgebern.

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bisher 6 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Pjatrus' am 25. Dezember 2009 um 22:02 Uhr

    Für 30 Milliardenschuldenloch, wo 15 Milliarden die Steuergeschenke sind, müssen alleine die Hartz4-Kinder im Fernsehen wegen Kinderregelsatzerhöhung einbüßen, obwohl die von 30 nur 1 Milliarde bekommen.

  2. Julchen am 26. Dezember 2009 um 14:31 Uhr

    Was ist daran neu Herr Weise?

    Der kleine Mann ist gezwungen, für nichts zu arbeiten oder für wenig – freiwillig macht der das nicht.
    Was verdient man denn als Chef einer BA?
    Warum geben Sie nicht die Hälfte ihres Gehaltes dem Staat ab- oder warum geben Politiker nicht jeden Monat mindestens 1000 Euro in die Staatskasse ab? Wäre auch mal ne Krisenbewältigung- oder die Boni der Banker mal 2 Jahre dazupacken?

    Und diese „Arbeitnehmer“ zahlen nebenher noch Hartz IV mit ihren Steuern anteilig dazu. Der H4 Bezieher hat ja nur die Konsumsteuer zu berappen- die ist wenig genug- weil ja nichts da ist, da kommt nichts mehr in die Kasse- auf beiden Seiten.

    Aber werft den Hoteliers und anderen ruhig noch weitere Steuergeschenke in den Rachen und stellt fleissig noch mehr Beamte ein bei den Jobcentern, damit die auch noch gelobt werden, dass sie so fleissig mithelfen.
    Und die vielen Richter, die eingestellt werden müssen, damit sie fein arbeiten können. Diese Summen der Klagewellen auch besser ins Staatssäckel eingeben!
    Dann braucht der „Arbeitnehmer“ auch nicht für die Hälfte zu arbeiten oder mit Hartz IV aufzustocken.

    Auch der Hartz IV Bezieher zahlt für die Krise- vergessen ???
    Nur die verachtet man und beschimpft sie.

    Es werden 2010 weitere Glaskästen gebaut, Suventionen verballert und Steuergeschenke gemacht- für die Elite.

    Gut gebrüllt- Löwe, aber nicht weise.
    Früher nannte man das wohl Milchmädchenrechnung.

  3. Julchen am 27. Dezember 2009 um 22:03 Uhr

    Und zur Belohnung zahlen die braven Leute auch noch
    Steuern nach.

    Hoffe, man hat es ihnen erklärt- ehe man sie in Kurzarbeit gedrängt hat.

    http://www.biallo.de/finanzen/Soziales/kurzarbeit-2009-steuer-2010-kurzarbeiter-sollten-fuer-den-fiskus-sparen.php

  4. adele am 2. Januar 2010 um 13:54 Uhr


    Der BA-Vorsitzende Herr Weise hat schon in den letzten 3 Monaten in seinen Kommentaren , die Arbeitslosenstatistik so herunter manipuliert, dass für die letzte Wahlperiode der Regierung die Zahlen ins Programm passten. Herr Weise leidet in zunnehmendem Maße an Realitätsverlust.
    Er kann und will aus ökonomischen Gründen nicht begreifen, dass die Wirtschaftslage weiter talwärts rast, obwohl er als „studierter Experte “ es eigentlich täglich vor Augen haben müsste.
    Herr Weise sollte sich mal die Mühe machen, die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen aus seiner Behörde einzuholen und zusammenfassen (aber keinen Bereich ausklammern). Dann würde er sich evtl. an die Arbeitslosenzahlen von 1932 erinnert fühlen. Und wie sich damals die wirtschaftspolitische Wirklichkeit entwickelt hat, weiß jeder aufgeschlossene Mitbürger.

    Wir schreiben jetzt das Jahr 2010, doch für die Lobbyisten der 30iger und denen von 2010 hat sich nicht´s geändert. Sie beuten das kleine Volk aus kassieren Zuschüsse aus Sozialkassen für ihre geschäftlichen und privaten Belange.Die „Experten“ reden den Lobbyisten nach dem Munde.

  5. jocker  (Website)  am 16. Januar 2010 um 23:48 Uhr

    Wie konnte FDP zur macht kommen das versthe ich bis heute nicht wer hat die überhaupt gewählt und aus welchen gründen frage ich mich

  6. jocker  (Website)  am 16. Januar 2010 um 23:57 Uhr

    also ich arbeite bei Zeitarbeits firma und habe die linken gewählt

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