Nachricht zum Thema weitere Themen vom 26.10.2012 um 01:32 Uhr

Mini-Job: Ab 2013 wohl 450 statt bisher 400 Euro

Der Bundestag beschloss am heutigen Donnerstag mit den Stimmen von CDU, CSU und FDP, die Verdienstgrenze für Minijobs zum 1. Januar 2013 um 50 Euro auf 450 Euro pro Monat anzuheben.

Die Opposition verweigerte die Zustimmung mit der Begründung, dass das neue Gesetz den Niedriglohnsektor ausweiten sowie die Spaltung des Arbeitsmarktes vorantreiben würde. „Die Ausweitung von Minijobs ist die Ausweitung von Altersarmut. So simpel ist die Gleichung“, erklärte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer, in diesem Zusammenhang.

Eine weitere Änderung besteht darin, dass Minijobs ab dem kommenden Jahr standardmäßig rentenversicherungspflichtig sind, wobei eine Befreiung von der Abgabenpflicht jedoch auf Antrag durchaus erfolgen kann.

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bisher 33 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Cindylady am 26. Oktober 2012 um 12:46 Uhr

    Ich finde es zwar gut das sie 400 euro Chops an heben auf 450 euro.
    Das ist zwar gut aber Schei… für Hartz4 Entfänger den der zu verdienst wird voll an gerechnet.
    Die hätten es lieber so machen sollen das der Freibetrag der nicht an gerechnet wird das sie den erst mal richtig an heben .
    Das man mal ein bischen mehr im Portmone hat.
    Denn die erhöhung würd dann als Mini Chop gerechnet und wird Sozialpflichtig und musRente, Steuern u.s.w. zahlen.
    Das heist man geht dann für ein Apel und ein Ei arbeiten.
    Das hat die Regierung von CDU/ FPD sehr gut ein gefädelt.

    • Claudia1 am 27. Oktober 2012 um 23:08 Uhr

      @Cindylady am 26. Oktober 2012 ,
      stimmt, gut wäre es, wenn die Menschen auch was davon hätten…
      Aber so ist und bleibt es für die “ Katz“…

    • Sonja am 31. Oktober 2012 um 21:13 Uhr

      Wenn ich das immer lese, der Freibetrag ist so niedrig… überlegt eigentlich mal ein Hartz4-Bezieher, das er ja nicht nur die 160 Euro kriegt sondern auch seine Miete, seinen Regelsatz usw. Dafür müssen die anderen Arbeitnehmer auch arbeiten gehen.

      • Haselpopasel am 5. November 2012 um 14:53 Uhr

        Wenn ich das immer lese, von nichts ne Ahnung und hier rumdiskriminieren. Vieleicht ist es bis dir ja noch nicht durchgedrungen Liebe Sonja. ES IST ZU WENIG !

      • alex am 9. November 2012 um 10:59 Uhr

        und nicht zu vergessen GEZ kann man auch drauf rechnen,gibt es für harzer auch noch….
        so manche ruhen sich lieber auf staatskosten aus

  2. willi am 26. Oktober 2012 um 20:48 Uhr

    Cindylady 15 Schreibfehler voll prima………schreib
    weiter so …..ist lustig

    • augustin 999 am 2. November 2012 um 18:07 Uhr

      ja…ich hab auch gelacht- oh, mein gott, es gibt doch´ne rechtschreibprüffunktion !!!

      • delf am 29. April 2013 um 14:21 Uhr

        Ja und die würde dir das dann auch mit der Groß-und Kleinschreibung erklären…lieber Augustin…und mal im Ernst, dieses Oberschullehrergehabe ist wirklich sehr dumm!!!

    • haselpopasel am 5. November 2012 um 14:55 Uhr

      Zum Kotzen der nächste **** der hier die Fehler anderer auflistet. Troll geh zurück unter deinen Stein!

  3. Claudia1 am 26. Oktober 2012 um 23:10 Uhr

    Hallo zusammen…
    es ist, wie es ist, ( sagt Stephanie doch so schön im Radio auf hamburg 1…)!!
    Es kann einem Hartz4 bezieher SCH.. EGAL sein, ob er nun mehr kriegt!!
    Die ARGE kassiert es ALLES wieder ein!!
    Keiner der Sessel- warm- halter hat auch nur den Pups eines Interesses daran, jemanden zu helfen!!
    DIE kriegen NUR ihre “ Abschuss- Extra in den Hintern kriecher- Quoten-Zahlung“ wenn möglichst viele Hartz4 Bezieher Heulend aus der Arge rennen, weil sie sich nicht mehr zu helfen Wissen, vor Elend !!!
    Dem STAAT ist es total egal ob Menschen zur Tafel müssen,. oder ob Kinder nichts zum Essen haben in diesem Land !!
    Hauptsache DEREN Gehälter stimmen auf “ Heller und Pfennig, ( sorry, Euro und Cent!!)
    Hartz4 Bezieher sind IMMER der “ Buhmann“ der Nation!!
    SIE sind an ALLEM Schuld!!
    Und deswegen darf man sie bis zum Suizid Sanktionieren!
    DANN Nerven sie auch keinen mehr!!
    Wenn sie Arbeiten würden, und sich selber Finanzieren, wäre es ja ZU einfach!!
    Dann verliert das “ Jobcenter“ ja die Kontrolle…
    Alleine der Name “ Jobcenter“ ist schon eine Frechheit!!
    Als ob man bei DEM Verein auch nur EINE ORDENTLICH Bezahle Arbeit “ angeboten“ bekommt!?
    Mann muss einen 1 € Job annehmen und auch noch DANKBAR sein , DAFÜR dass man “ Arbeit“ hat, aber im Umkehrschluss sich sagen lassen, dass DAS ja keine echte Arbeit sei´….
    Man solle “ Vollzeit“ Arbeiten….
    Ich verstehe die Welt nicht mehr!!
    Auf dem Amt Arbeiten NUR Leute , die Hohler sind als mancher Baumstamm..
    Sorry, ist doch so, ODER was ??

    • Hansili am 30. Oktober 2012 um 23:48 Uhr

      Es geht doch gar nicht um die Hartz Bezieher, hallo!?!

      Es geht darum das die Unternehmer noch mehr Niedrigbezahlte Arbeitnehmer bekommen die noch mehr Stunden kloppen dürfen für ein Appel und ein Ei. Die einzigen die davon „profitieren“ können sind diejenigen wo der Ehepartner zu einem Job noch etwas hinzuverdienen kann damit Die sich endlich noch mehr leisten können!

      • Claudia1 am 1. November 2012 um 21:07 Uhr

        @ Hansili am 30. Oktober 2012,
        doch es geht um Hartz4 Bezieher, denn DIESE trifft es meisten…
        SIE haben von KEINER “ Erhöhung“ einen vorteil…
        Arbeitgeber jedoch wählen GENAU diese 400.-€ Minijobber um sich Teure Sozialabgaben zu sparen….
        Sie könnten SEHR wohl auch Menschen in Vollzeit einstellen, DAS aber tun sie nicht weil denen das zu TEUER ist…
        In meiner alten Firma, ( ich hatte woanders schon einmal darüber geschrieben..) sind so gut wie ALLE meiner alten Kollegen nett “ gegangen“ worden….
        Dort arbeiten JETZT nur noch Schüler bzw. 400.-€ Kräfte…
        ES gibt dermaßen viele Menschen mit Qualifikation, die nur darauf warten, DASS sie jemand einstellt, aber wer kann denn bitte von 400.-€ LEBEN ??
        Es liegt also keineswegs an den Arbeitssuchenden, sondern an denen die sie aus Kostengründen nicht einstellen WOLLEN !!
        Und ich spreche auch nicht von denen ,die sich ihren nächsten Urlaub durch einen Minijob Finanzieren möchten…
        Und mal ganz ehrlich :
        Luxus , sprich mehr ,als man zum Leben braucht, also z.b. den Teuren Urlaub nach ( ?) halte ich für Überflüssig…..
        Ich war in meinen 40 Jahren noch NIE im Urlaub, und ich vermisse es auch nicht…..
        Für MICH gibt es da echt wichtigeres…..

        • Besserverdiener am 6. November 2012 um 20:40 Uhr

          Schauen Sie mal Griechenland. Dort gibt es jetzt endlich saftige Kürzungen – und das völlig zurecht, weil das Geld für die bisherigen Sozialleistungen gar nicht erwirtschaftet wird.
          In Frankreich steht ein ähnlicher Schritt bzw. Zwang kurz bevor – die Sozialisten haben den Mund viel zu voll genommen. Also seien Sie erst mal froh, dass es zwar nicht bergauf aber auch noch nicht stark bergab geht.

          • Claudia1 am 10. November 2012 um 22:15 Uhr

            @Besserverdiener am 6. November 2012 ,
            WAS habe ICH mit Griechenland am Hut ??
            Ich lebe und Arbeite In DEUTSCHLAND!!
            Und DA zahle ich Steuern!!
            Wenn Griechenland es ( leider) nicht auf die Reihe bekommt, das Land richtig zu Bewirtschaften, kann KEIN Deutscher was dafür…
            Im Gegenteil, die Deutschen werden in ihrem BEZAHLTEN Urlaub auch noch beschimpft!
            WAS bitte ist DAS denn für eine Art??
            Wenn ich als DEUTSCHER HIER Lebe, will ich auch HIER Arbeit haben, von der ich LEBEN kann!!
            Sorry, und auch Frankreich interessiert mich nicht!!
            Ich lebe HIER!!!
            Und dann Interessiert mich kein anderer Staat,von dem ich selber nichts habe!!
            Kapische, Mon Seniore Besserwisser??

    • Hansili am 30. Oktober 2012 um 23:50 Uhr

      Es geht doch gar nicht um die Hartz Bezieher, hallo!?!

      Es geht darum das die Unternehmer noch mehr Niedrigbezahlte Arbeitnehmer bekommen die noch mehr Stunden kloppen dürfen für ein Appel und ein Ei. Die einzigen die davon „profitieren“ können sind diejenigen wo der Ehepartner zu einem Job noch etwas hinzuverdienen kann damit Die sich endlich noch mehr leisten können!

      Dazu noch mehr Vollzeitsarbeitplätze vernichten und durch Teilzeitarbeitnehmer aufstocken.

    • biele1 am 31. Oktober 2012 um 12:10 Uhr

      Ja, Deutschland muss sterben, damit die anderen reich werden, hahaha…Jeder jammert auf „hohem Niveau“, doch keiner getraut sich mehr, den Mund aufzumachen und auf die Strasse zu gehen. Wie arm sind wir denn wirklich geworden?

      • bla am 1. November 2012 um 08:28 Uhr

        Wie sollen denn Claudia1 und ich auf die Straße gehen ? Habe momentan nur Leiharbeit und wegen zu später sowie nicht ausreichender Entlohnung bin ich Aufstocker. Wegen weitem und zeitraubendem ( Berufsverkehr ) Arbeitsweg und Überstunden ( Personalmangel ) bin ich schon mal von Mo-Fr von 5 Uhr bis 18 Uhr beruflich unterwegs. Abends füll ich noch Formulare fürs Jobcenter aus. Diese darf ich auf eigene Kosten noch zum Jobcenter und zur Leihfirma zurückschicken oder vorbeibringen. Wegen der EGV soll ich noch mein Restbedarf vollständig versuchen zu vermeiden. Das mache ich am Wochenende. Dieses WE eine Inventur im Baumarkt, nächstes im Supermarkt, und das danach steht 2 Tage Probearbeiten auf dem Terminkalender, für besser bezahlte Tätigkeit. Natürlich fotokopiere ich alle Nachweise darüber und übergebe sie dem Jobcenter. Kostet auch wieder Zeit und Geld, obwohl ich ja beides kaum habe. Glücklicherweise habe ich mir bereits im ALG 1 – Bezug schon eine H4-angemessene Wohnung mit WBS gesucht, hätte jetzt ohnehin dafür keine Zeit/Geld/Nerven.
        Wenn du mich in dieser belastenden Gesamtsituation noch zu einer Demo einlädst………Nummer ziehen und hinten anstellen. Ist nicht böse gemeint, aber auch für mich besteht ein Tag nur aus 24 Stunden. Was soll ich denn machen ? Strom bezahlen oder Fahrkarte zur Demo ? Ein UND ist zur Zeit nicht drin, obwohl ich schon finanziell gründlich ausgemistet habe: Kündigung aller Versicherungen, Austritt aus Verein, Kirche, Gewerkschaft, usw….insgesamt viel zu hoher Kostendruck bei sinkendem Einkommen.
        Hier macht es sich keiner so einfach wie du denkst !!!!!!!!!!!!!!!!

    • flecki am 15. Februar 2013 um 10:25 Uhr

      das nenne ich mal ein von Herzen kommendes „abkotzen“ über das „System“, Job Center…Cool.
      Echt… genau das ist auch meine Meinung!

  4. bla am 27. Oktober 2012 um 15:59 Uhr

    …Befreiung von der Abgabenpflicht auf Antrag… das ist ein Beweisstück für erwiesene Mitschuld an späterer Grundsicherungsleistung. Ich will es nicht hoffen, aber ich glaube da wird schon mal fleißig gesammelt für mögliche Sanktionen im SGB XII. Riecht auf jeden Fall recht streng.

  5. Gratistipp  (Website)  am 29. Oktober 2012 um 20:59 Uhr

    Ich sehe diese Erhöhung ebenfalls als Ausweitung des Niedriglohn Sektors!
    Jetzt wird man bald für 450 Euro ganztags arbeiten dürfen, da tatsächlich viele Arbeitgeber die 400 Euro Jobs nutzen, um Stundensätze einzuplanen, die ehemals für Halbtags-Kräfte galten.
    Diese Frechheit für JEDEN Arbeitnehmer, scheint jedoch noch erweiterbar….
    Es muss sich wirklich JEDER dem es nur irgendwie möglich ist für die Einführung des Mindestlohnes von 10 Euro engagieren!!!
    Sammelt Unterschriften….wann immer und wo immer ihr könnt…denn diesem Wahnsinn MUSS Parole geboten werden!
    Hier gibt es Infos und Unterschriften Listen zum Ausdrucken!
    http://www.500-euro-eckregelsatz.de/11-2009121071.html

  6. Streetfigther  (Website)  am 30. Oktober 2012 um 11:54 Uhr
  7. eischebine am 30. Oktober 2012 um 18:56 Uhr

    Frechheit!!!!!….Weg mit den Minijobs….her mit den ausreichend bezahlten Jobs!!!!!

    • Besserverdiener am 8. November 2012 um 21:57 Uhr

      Die Jobs, die Sie meinen, kann man hier nicht mehr schaffen, weil die Politik, insbesondere Rot-Grün, teilweise auch die CDU Rahmenbedingungen geschaffen haben, in denen das nicht mehr möglich ist. Wenn die Linken noch etwas zu entscheiden hätten, wäre es noch schlimmer. Dann verschwinden die Unternehmen und das Kapital sofort – so wie in Griechenland…

  8. irinchen am 31. Oktober 2012 um 10:03 Uhr

    Diese 50,- EUR sind doch nicht die Rede wert! 50,- EUR mehr oder weniger – der Unterschied
    ist nicht groß. Haben die Politiker wirklich nichts Wichtigeres zu tun, als sich um solche Kleinigkeiten zu streiten?

  9. diogenes am 31. Oktober 2012 um 10:26 Uhr

    und wieder einmal haben sich die lobbyisten und vertreter des lohndumpings durchgesetzt.
    anstatt wie vor wochen so hoch gepriesen endlich einen mindestlohn durchzusetzten hat man mal wieder die alternative für minijobs und somit auch die altersarmut billigend in kauf genommen.
    aber heute spricht keiner mehr von mindestlohn sondern wohl eher von lohnabbau unter dem deckmantel der firmensanierung so wie letztens erst geschehen und duch mithilfe der gewerkschaft bei PRAKTIKER.
    deutscher arbeiter wann willst du dich endlich mal wehren – das einzigste was du zu verkaufen hast ist deine arbeitskraft !

  10. Peterle am 31. Oktober 2012 um 14:11 Uhr

    Man muss nur wie ein Politiker denken dann kommt man schnell darauf warum 450.– Euro besser sind > weniger Sozialhilfezahlung für Harzer denn der Selbstbehalt erhöht sich ja nicht , schon deswegen sollte man dann Abgaben zahlen , mit dem Zusatzbonbon : wenn künftig eine Grundrente für 40Jahre Beschäftigung( mit Nachweis ) eingeführt wird dann werden diese 450,00 Euro Jobs ( mit Abgabe an die Rentenkasse ) als Arbeitszeit angerechnet .

    Problem könnte natürlich sein das dann noch mehr Lohndumping betrieben wird

  11. Gale Smith am 31. Oktober 2012 um 15:53 Uhr

    Erst mal ruhig mit den jungen Pferden, denn das Thema hat zwei Seiten der Medaillie:

    1) Ja, es ist Mieß für ALG-2 Empfänger, und ja, es treibt den Niedriglohn-Sektor voran.
    2) es ist nicht schlecht, dass Sozialabgaben fällig sind.
    3) die 50 EUR sind ein (meiner Meinung nach guter) Puffer für die Sozialabgaben.

    Begründung (als jemand der damit schon mehrmals zu tun hatte):

    Mini-Jobs sind Sozialversicherungs-Befreit. Dies nennt sich im Fachmund „Versicherungsfreiheit“. Man konnte (wenn man es wusste) als Mini-Jobber von der sogenannten Versicherungsfreiheit „abtreten“ – das bedeutet man wurde Sozialversichert über die Mini-Job Zentrale. Und das mit rund 8%.

    Da man seit Jahren über Jobcentren und Co nicht mehr Sozialversichert ist, ist dies eine gute Alternative. Und selbst bei Jobs mit nur 15 Wochenstunden ist man in den meisten Fällen nicht mehr „Arbeitslos“ gemeldet, sondern nur noch „Arbeitssuchend“. Damit hat man schon mal weniger Streß, und auch laut Gesetz (in der Theorie) keine weiteren Verpflichtungen. Man könnte sogar das Jobcenter anweisen, nicht mehr für einen einen Job zu suchen (wenn sie es denn tun würden – auch diese Fälle gibt es), im Gegenzug bekommt man aber keine finanzielle Unterstützung mehr (Wohngeld fängt erst ab 700EUR Netto an).

    Ein Rechenbeispiel:
    400 EUR – 8% Sozialversicherung (32 EUR) = 368 EUR

    Davon berechnen wir die Freibeträge:
    100 EUR Grundfrei + 20% des Rest-Lohnes (in dem Fall 268 EUR, bzw. 20% davon = 53,6 EUR) = 153,60 EUR pro Monat Plus auf KDU und Regelleistung. Der Rest wird verrechnet.

    Nun nehmen wir als Rechenbeispiel mal die 450 EUR, inklusive der verpflichtenden Rentenversicherung von 8% auf Mini-Jobs:
    450 EUR – 8% Sozialversicherung (36 EUR) = 414 EUR

    Davon berechnen wir wieder die Freibeträge:
    100 EUR Grundfrei + 20% des Rest-Lohnes (in dem Fall 314 EUR, bzw. 20% davon = 62,8 EUR) = 162,80 EUR pro Monat Plus auf KDU und Regelleistung. Der Rest wird verrechnet.

    Im Schnitt sind also schon mal 9,20 EUR mehr in der Tasche, man zahlt in die Rentenkasse ein und ist bei Jobs jenseits 15 Arbeitsstunden nicht mehr der Buhmann des Systems, ab 25-30 Stunden pro Woche zusätzlich sogar nicht mehr weiter vermittelbar (theoretisch, es gibt auch hier Ausnahmen). Ich würde das nicht einen Tropfen auf den heißen Stein nennen, sondern eine Perspektive – da weniger Auflagen.

    Dann kommt noch der Faktor „Gleitzone“ (bis zu 800 EUR, ebenfalls mit MIni-Job Rentenversicherungssatz versteuert) dazu. Dies kann man bei diversen Firmen bei denen man arbeitet, beantragen. Auch hier ein Rechenbeispiel:
    800 EUR – 8% Sozialversicherung (64 EUR) = 736 EUR

    Davon berechnen wir die Freibeträge:
    100 EUR Grundfrei + 20% des Rest-Lohnes (in dem Fall 636 EUR, bzw. 20% davon = 127,20 EUR) = 227,20 EUR pro Monat Plus auf KDU und Regelleistung. Der Rest wird verrechnet.

    Es gibt immer(!) zwei Seiten der Medallie.

    Wenn man natürlich nur mit 3-5 EUR/Stunde bei 40 Wochenstunden entlohnt wird, ist dies natürlich ein anderes Thema. Ich habe bei meiner letzten Tätigkeit jedoch 6 EUR/Stunde verdient, mit der Gleitzonen-Berechnung, habe ca 130 Stunden/Monat (32,5 Stunden/Woche) auf Mini-Job Basis gearbeitet, und hatte trotz Rennerei einen guten Schnitt im Nachhinein. Obwohl ich das so nicht mehr machen würde.

    Aber DAS… sollte auch einmal beachtet werden. Es geht auch um den Stundenlohn an sich, nicht wie viel man am Ende heraus hat.

    Jetzt sagen wir mal, ein Mindestlohn von 7,50 EUR (was ein „gehobener Stundensatz“ von Facharbeitern bei Zeitarbeitsfirmen ist!) wird eingeführt, dann kann man sich ausrechnen, wie viele Stunden man im Monat arbeiten muss, um auf 450 bzw. 800 EUR zu kommen.

    Beispiele auch hier:
    6 EUR / Stunde:
    450 EUR: 75 Stunden pro Monat bzw. 18,75 Stunden pro Woche
    800 EUR: 133,3 Stunden pro Monat bzw. 33,3 Stunden pro Woche

    7,50 EUR / Stunde:
    450 EUR: 60 Stunden pro Monat bzw. 15 Stunden pro Woche (hart an der ALG-2 Grenze!)
    800 EUR: 106,67 Stunden pro Monat bzw. 26,67 Stunden pro Woche

    Das einzige was jetzt noch fehlt, ist die Bereitschaft des Jobcenters bei Jobs mit 7,50 EUR/Stunde und 30 Wochenstunden (900 EUR Brutto, wird Voll-Versteuert) bzw. 35 Wochenstunden (1050 EUR Brutto, auch das wird voll versteuert) zu sagen „Sie haben hier nichts mehr verloren – wir geben Sie AUTOMATISCH an die Wohngeld-Stelle weiter“.

    Aber passiert nur im seltensten Fall, oder kaum einer weiß davon.

    Oder aber heben wir die Freibeträge an. Zum Beispiel auf 150 EUR + 20% oder 100 EUR + 25 %. Solange der Aufteilung „System“ und „eigene Arbeit“ noch immer Fair verteilt ist – und die Leistungsabteilungen hinterher kommen. Falls nicht, ruhig reden geht in den meisten Fällen! Oder wenn zu hoch im Vorraus berechnet: „Anpassung des Einkommen“ heißt die Zauberformel.

    Es gibt IMMER zwei Seiten der Medallie. Das es dabei auch miese Deals gibt (z.B. nur Call-Center oder unterbezahlte Bäckereigehilfen), darüber brauchen wir nicht mehr zu diskutieren. Aber wenn man mal genauer nachrechnet, stellt man fest, dass dieser Deal nicht wirklich schlecht ist.

    Was der Staat oder die Ernergiekonzerne in dem Fall dann machen um dies wieder zu negieren – tja… gehn wir auf die Straße und demonstrieren darüber!

  12. happysumsi am 1. November 2012 um 07:59 Uhr

    Nicht jammern………………handeln.
    Wir sind das Volk und wir haben die Macht etwas zu verändern, allerdings nicht durch Gejammer und Kommentare schreiben.
    Steht auf und bewegt etwas indem Ihr auf die Straße geht. Unsere Landsleute aus dem ehemaligen Ostdeutschand haben uns doch gezeigt wie es geht und was man erreichen kann……wenn man es denn wirklich will.
    Hier will keiner den Anfang machen mit der Begründung………das bringt doch eh nichts.
    Klar, jammern ist doch viel einfacher.
    Wenn ich etwas ändern will, muss ich bei mir anfangen.

    • bla am 3. November 2012 um 07:41 Uhr

      Wie Recht du hast, Deutschland ist nach dem Krieg aufgeBAUT worden, nicht aufgejammert. Also, Arsch hoch, Leute ? Was die Demos in der DDR angeht: 1989 waren die erfolgreich. 1953 ist die Sache mit den landesweiten Demos der Arbeiterklasse bekanntlich in die Hose gegangen. Es gibt keine Erfolgsgarantie.
      Mitte der 80´er Jahre, wo es noch viele Autoaufkleber gab, da stand auf einem folgender Spruch:
      „Es gibt viel zu tun. Fangt schon mal an.“
      Ich erinnere mich hier an einige zu wenige Demos von 2002/2003, als das H4-Gesetz mit Wirkung ab 2005 eingeführt werden sollte. Aber das Jahrhunderthochwasser von 2003 hatte die Leute und die Medien stark abgelenkt. Jetzt haben wir den H4-Salat und kriegen die Kuh kaum noch vom Eis ?!

    • bla am 4. November 2012 um 07:48 Uhr

      Wenn es um einen neuen Bahnhof geht oder um einen Atomtransport dann finden große Demos statt. Hoffendlich wird mal einem Atomkraftgegner wegen unbezahlter Rechnung der Strom abgeklemmt, dann trifft es mal den Richtigen. Ha, ha, ha…

  13. uwe tammen am 26. November 2012 um 19:14 Uhr

    450,00 € hört sich gut an, aber bedenkt, die DRV will davon aber den erhöhten Rentenbeitrag haben, sodass das jobcenter nicht mehr die 46 € bezahlen muss.

    Und bedenkt, wer mehr als h 4 bekommt, muss evtl. die GEZ gebühr bezahlen.

  14. das Gesetz am 10. April 2013 um 08:12 Uhr

    Hallo zusammen,
    Ich möchte hier einmal ein Rechenbeispiel erläutern.: ein 450 € Jobber hat am Ende abzüglich der 280 € noch 170 € raus. ein 1 € Jobber hat bei einer“Aufwandsentschädigung von 125 € Mtl gerade mal 45 € weniger muss aber weniger Arbeiten, hat keinerlei Verantwortung, und im ist es egal komm ich oder komm ich nicht so nach dem Motto.Aber der 450 € Jobber bestreitet bei einer Einsatzwechseltätigkeit noch seine „Ernährung außerhalb seiner Wohnung, erhöhte Abnutzung Schuhwerk, mehr Reinigungskosten Bekleidung usw.Das Problem ist dabei, er kann keinerlei Freistellungsbeträge bei der BA geltend machen! Aso der 450 ziger Zahlt letzt endlich drauf!

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