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RTL-Experiment: Ein Monat mit Hartz IV

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 27.06.2007 um 22:48 Uhr

Der RTL-Reporter Torsten Misler lebte, wie sozialleistungen.info bereits Anfang Juni berichtete, einen Monat lang in Berlin-Marzahn. Und zwar ausschließlich mit den Mitteln, die einem mit Arbeitslosengeld II zur Verfügung stehen. Nämlich 345 Euro. Der Versuch sollte dem Sender nach verdeutlichen, wie die Lebensumstände sind, wenn man auf Hartz IV angewiesen ist.

Am Schluss blieb Misler vom Hartz IV Regelbedarf gerade mal ein Kleinstbetrag von lediglich 4 Cent übrig. Der Privatsender RTL dokumentierte das Experiment und berichtete in rund 100 Beiträgen, welche in den Nachrichtensendungen des Senders ausgestrahlt wurden, über das Leben und die Probleme, die Torsten Misler während dieser Zeit hatte.

Torsten Misler selbst sagte: “Ich habe in den vier Wochen ein Gespür dafür bekommen, mit wie vielen Einschränkungen und Ausgrenzungen ein Leben mit Hartz IV verbunden ist.”

Zwischenzeitlich trugen sich rund 5000 Benutzer in das Weblog von Torsten Misler ein und tauschten sich auf die Weise mit ihm aus. Der RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel sagte dazu, dass das Hartz IV-Projekt insgesamt auf großes Interesse gestoßen wäre. In den Nachrichtensendungen wie auch auf dem Internetportal des Senders. “Das Feedback dazu war insgesamt sehr lebendig und positiv und hat uns gezeigt, wie groß der Bedarf vieler Betroffener ist, sich über ihre Lebensbedingungen und ihre Chancen auszutauschen, einen Arbeitsplatz zu finden”, so Kloeppel.

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bisher 6 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. GuidoBoog am 30. Juni 2007 um 08:21 Uhr

    Ist ja alles schön und gut das man mitteilt was man so auf der Strasse und in seiner Siedlung als Alg.2´ler so alles machen kann und was von seinem Geld am Monatsende übrig bleibt seine aufrechnung ist nur vom Einzelpersonenbetrag(345,00€) das dort wen auch nur 4Cent übrig bleiben ist ja noch ok. Dieser Test sagt aber nichts aus was eine mehrköpfige Familie evtl. noch am Monatsende übrig hat,ich kann es nämlich nichts. Desweiteren wird auch nicht gezeigt wie es zum Beispiel in den ARGEN abläuft,wie die dortigen Sachbearbeiter-/innen mit den Arbeitslosen richtig umgehen.
    Der Test ist auch in der falschen Stadt bzw. Region gemacht worden,die dortigen ARGEN sind wegen der vielen Alg.2´lern ja schon abgestumpft man hätte den Test zum Beispiel in einer der ARGE-Dienststellen im Rhein-Erft-Kreis oder Köln durchführen sollen,von dort hätte man viele negative Dinge mitgeteilt. Bin selber Alg.2´ler und erlebe nur schlimme Dinge dort,z.B. pers.Beleidigung ,gängelei, man wird um sein Geld betrogen übrigens jetzt schon zum xmale wird uns die komplette Regelleistung für Juli2007 einfach ohne vorankündigung einbehalten,das geht schon seit Januar2006 so,verursacht wurde dieses aber durch den Dienststellenleiters und dessen Stellvertreters. Wen man sich darüber beschwerd in der Zentrale in Frechen dann kriegt man von dort zuhören,Orginalton: Was haben sich eigentlich Arbeitslose und Sozialschmarotzer sich zubeschweren,sollte man das nochmal tun werde man einfach die Leistung entweder kürzen oder ganz streichen!!! Deshalb wehrt sich auch im bereich dieser ARGE Rhein-Erft-Kreis keiner großartig,glaube das Wir anscheinend die einzigen sind,Wir zerren seitdem unsere Sachbearbeiterin und deren Dienststelle nur noch vors Gericht um unser Recht zubekommen,anderes gehts nicht,davon sollten man mal ausführlich berichten damit die Herrschaften(Hr.Beck,Hr.Müntefering,Fr.Merkel und Hr.Steinbrück) sehen was Ihre Vorgänger für ein Betrügerisches und korruptes System was übrigens nach wie vor teurer ist als das alte.
    Ich hoffe das die jetzige Regierung bis zu den Wahlen klug wird und Hartz1-4 als beendet sieht und vorerst zurück zum alten System.
    Mit freundlichen Grüßen
    Guido Boog aus Hürth
    30.06.2007

  2. Kurt Giessmann am 10. Juli 2007 um 21:28 Uhr

    Der gute Guido hat weitere Leidensgenossen, ähnliche Zustände sind in Landsberg/Lech ebenfalls üblich. Dort muss ein Bekannter von mir als als Hartz IV Empfänger Repressalien erleiden, die gefährlich ans Existenzminimum herangehen. Hungern, Telefon und Stromabstellen konnte er nicht verhindern, einen preiwerteren Wohnraum mag das Amt auch nicht genehmigen und das bei ca % 5 Milliarden Überschuss der Arbeitsargenturen, einen Job sind sie auch nicht fähig zu vermitteln.

  3. Markus Lohse am 13. Juli 2007 um 17:00 Uhr

    Also ich bin auch Hartz 4 empfänger aus Dortmund und ich muss sagen wir sind 3 personen meine Freundin ihr 18 Jahre alter Sohn und ich. Wir bekommen 709€ einschließlich Kindergeld in Höhe von 150€. Wie soll man da wen man noch Rechnungen bezahlen muss durchkommen? Da der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht müssen ja die Rechnungen bezahlt werden das sind immer hin jeden Monat 300€. Dazu kommt noch Strom in Höhe von 128€, die wir selber zahlen müssen da das Amt nur den Nachtstrom zahlt weil wir nachtspeicheröfen haben. Dann kommt noch Telefon dazu in Höhe von 49€ und Taschengeld für ihren Sohn in Höhe von 50€, uns bleiben zum Schluss nur knapp 180€ und damit müssen wir bis zum ende des Monats auskommen. Was leider nie klappt da wir in der Mitte des Monats kein Geld mehr haben und für den Rest des Monats uns nur noch von Suppe und Brot mit Butter ernähren. Da leider die Lebensmittel teurer geworden sind ist leider nicht mehr drin und wir kaufen schon im Lidel, Plus und Aldi ein und das nur das billigste was es gibt. Fleisch oder so hatten wir schon lange nicht mehr weil einfach zu teuer. Ich finde auch keine Arbeit weil das Amt keine vermittelt so sollten mal alle Politiker leben damit sie sehen wie es ist wen mal Hartz 4 bekommt.

    LG:

    Markus Lohse aus Dortmund

  4. anonomus am 20. August 2007 um 21:33 Uhr

    Duisburg ist da nicht besser, was den Umgang betrifft. Da wird billigend in Kauf genommen das Leute Ihren Krankenversicherungsschutz verlieren, die Wohnung gekündigt kriegen.

    Der Ermittlungsdienst verdient hier besondere Beachtung, vermutlich gibt es sowas wie ein Kopfgeld auf Eäg.

    Die meisten der Sachbearbeiter an vorderster Front haben Zeitverträge, sicherlich erleben diese den Druck von beiden Seiten, auf der einen von der Geschäftsführung die sich mit immer neuen Erfolgsmeldungen brüstet und der anderen Seite der Hilfeempfänger die oftmals aus Hilflosigkeit geborene Wut ausleben.

    Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

    Wenn es denn in Duisburg die Tafel nicht gäbe, wie groß wäre die wahrscheinlichkeit in einem solchen Fall einen Vorfall zu erleben wie in Speyer oder Berlin?

  5. anonomous am 17. März 2011 um 08:10 Uhr

    Es gibt tafel läden dort kann man billiger als in lidel oder aldi einkaufen dort solte ein hartz 4 empfäner einkaufen damit spart man sich GELD.Und das ist nötig als hartz 4 empfänger

  6. marc am 29. September 2011 um 11:24 Uhr

    naja, sachbearbeiter werden zu dem, was das umfeld aus ihnen macht. pöbelnde, depressive hartz 4 empfänger. die meisten leute verschulden kürzungen oder sonstiges meistens selber, natürlich wird dann lautstark im amt gepöbelt. und was sich da manchmal für gesocks rumtümmelt, gibs noch nichtmal bei rtl mitten im leben zu sehen. wir sind alles nur menschen!

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