Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 30.01.2014 um 14:55 Uhr

Hartz IV: EDV-Umstellung könnte im April für Auszahlungsprobleme sorgen

Uwe Lehmensiek, Vorsitzender der Personalräte der Jobcentern, weist in einem Interview mit dem Deutschlandfunk darauf hin, dass es im Zuge einer Software-Umstellung im April 2014 zu Problemen mit der Auszahlung von SGB II Leistungen kommen könnte.

Ab April soll in allen Jobcentern nach und nach eine neue Software eingeführt werden, die auf den etwas sperrigen Namen „ALG2-Leistungsverfahren Grundsicherung Online“ (kurz: Allegro) hört. Das es keine automatische Migration der Daten aus der bisherigen Software in das neue System gäbe, hat Lehmensiek insbesondere bezüglich der Ballungsgebiete große Sorge, dass die Umstellung fehlerfrei verläuft. Die letzte größeren EDV-Anpassung im Jahr 2005 hatte über einen langen Zeitraum erhebliche Probleme bereitet.

Die Daten würden laut Lehmensiek durch die Mitarbeiter von Hand in das neue System übertragen. Hierbei sind menschliche Fehler natürlich nicht auszuschließen und zudem tendenziell schwerer aufzuspüren, als Fehler, die bei einer automatischen Datenübertragung auftreten.

Daneben führt die Umstellung zu einer hohen Mehrbelastung bei den Mitarbeiter, die – neben ihren eigentlichen Aufgaben – das neue Allegro-System erlernen müssten und zudem die Daten übertragen. Weiteres Personal ist für diese Aufgaben laut Lehmensiek nicht eingeplant.

Insgesamt sind in Deutschland etwa sechs Millionen Menschen von der ordnungsgemäßen Funktion der neuen Jobcenter-Software Jobcenter-Software Allegro abhängig.

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bisher 15 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. chevy57 am 30. Januar 2014 um 19:07 Uhr

    jetzt wird man schon vorgewarnt… achtung! ab april versucht unser geschultes fachpersonal sie zu beschei…….! dachte das personal macht keine fehler, und dann können die noch nicht mal daten eingeben? wie wäre mal eine massnahme bei der gepriesenen daa oder awo? und bei weigerung gehaltskürzung? ach nee… das wäre ja gotteslästerung…

  2. Claudia1 am 30. Januar 2014 um 19:12 Uhr

    Hallo zusammen,
    oh oh oh….. ich ahne da schlimmes , was auf ALG2 Bezieher zukommt:
    DAS ist DIE Gelegenheit, wieder zu Schikanieren!!!
    Kontoauszüge , Mietverträge, Miet-Bescheinigungen etc.
    Dann kann man wieder laufen, Kopieren und muss sich der Willkür der Jobcenter Mitarbeiter aussetzen…
    WEIL , das wird ja gebraucht, das neue Programm “ verlangt“ es jetzt so!!!!
    Die haben doch schon JETZT keinen Durchblick durch eigene Gesetze!!
    Es wird nach “ eigenem Ermessen“ und Sympathie entschieden….
    Und von der Richtigkeit eines Antrages kann man nicht ausgehen!
    Das kann dann wieder Nerven kosten, vor allem die der Hartz4 Bezieher..
    Wir werden sehen……oder?

  3. NoName am 30. Januar 2014 um 19:14 Uhr

    …passt doch alles zu Merkel und ihre Konsorten – in Deutschland ist eben überall im IT-Bereich Neuland – die Executive, das Jobcenter muss sich jetzt noch mit Software lernen und Dateneingabe beschäftigen – meiner Meinung nach ist das was für unsere ahnungslosen Politiker, die Dateneingabe könnten sie zuhause am Wochenende machen, aber leider spielen sie nur mit ihren dämlichen Handys im Bundestag rum – cin cin, allegro

  4. mausi am 30. Januar 2014 um 20:42 Uhr

    dann sollten sie jetzt anfangen die mitarbeiter zu schulen und nicht erst 5vor 12.es klappt doch garnichts beim jopcenter.

  5. Pepi Pretnar am 31. Januar 2014 um 10:11 Uhr

    Nach 20 Jahren Zusammenarbeit in einem Unternehmen mit betriebseigener EDV-Abteilung kenne ich diese Problematik gut. Die Betriebsleitungen hofieren immer noch die EDV-Abteilungen, als wären sie etwas Besonderes – ein Relikt aus der „Steinzeit“ der EDV, als die meisten EDV-Chefs es verstanden, den Mantel der Mystik um ihr Schaffen zu breiten (Aktion sicherer Stuhl), Das Datenschutzgesetz machte aus den EDV-Abteilungen „Closed Job“ Unternehmen – Betriebe in Betrieben und was geht bzw. nicht geht, bestimmt der „allmächtige“ EDV-Chef. Es ist m.E. in diesem Fall, dass die mit dem Vorgängerprogramm gespeicherten Daten manuell in das neue System übertragen werden müssen, Steuergeldverschwendung und unglaubliche Belastung für die Mitarbeiter in den Jobzentren sowie Verhöhnung des Klientel, das auf diese staatliche Hilfe angewiesen ist. Was heißt IBM? Immer besser MANUELL!

  6. Cindylady am 1. Februar 2014 um 17:19 Uhr

    Bei Hartz4 knabert doch so wie so bald die Tischkante an wei es nicht hinten auch nicht vor reicht.
    Und dann noch die warscheinliche zu späte auszahlung.
    Warum wird es nicht gleich nach dem überweisunstag gemacht ? Dann hätten sie doch ca 4 Wochen zeit um das auf die Reihe zu bekommen.

  7. Tom am 5. Februar 2014 um 11:32 Uhr

    Das macht doch nichts sollte es mal einen Monat später kommen , wir “ faulen Schweine“ leben doch sowieso wie die Maden im Speck . STIMMTS REGIERUNG ???

  8. adele am 5. Februar 2014 um 12:18 Uhr

    dieses Vorgehen mit der „neueren Veersion“ der Software ist vergleichbar, mit der immer kürzer werden Folge von Kameras die den Fotomarkt ankurbeln sollte. Aber genau das Gegenteil ist der Fall.
    Hier versuchen Softwarehersteller neumotivizierte Programme in Umlauf zu bringen, um Umsatz zu generieren. Keiner fragt nach ob es überhaupt sinnvoll ist oder nicht.
    Die einen haben Erfolg, die anderen nur die Arbeit.

  9. gabi am 5. Februar 2014 um 14:56 Uhr

    Das es keinerlei automatische Datenabgleichung gibt ist doch ein Unding und kostet extra Überstunden.

  10. Dummkopf am 5. Februar 2014 um 18:11 Uhr

    Ich schreibe jetzt einige Bewerbungen mehr. Dann hab ich im April des Problem nicht. Dann können die mich mal. Mit mir nicht !!

  11. Vorschlag am 6. Februar 2014 um 23:43 Uhr

    Ich lese mit großem Interesse die Seiten der Sozial-Leistungen-Info.

    Was mich hier zu diesem Artikel nur wundert ist, dass dem Job-Center doch so viele Personen bekannt sein müssen die die Qualifikationen inne haben diese Daten in die Software einzupflegen (auch Fehlerfrei) und leider keinen Job bekommen. Z.B. über 50jährige die gerne arbeiten würden.

    Nach dem der Job-Center wie ich gelesen habe ja diese Personen in alle möglichen Jobs vermittelt, die zum größten Teil deren Qualifikationen weit untertreffen würde ich hier als wirtschaftlich denkende Agentur doch auf mein bereits vorhandenes Know-How und meine qualifizierten Leistungsträger zugreifen. Im Job-Center liegen alle Qualifikationen vor, das nehme ich doch einmal an.

    Alles was dazu benötigt wird ist doch nur ein „Geheimhaltungsdokument“ (Verpflichtungserklärung zur Wahrung des Postegeheimnisses und des Datengeheimnisses gemäß §5 BDSG sowie des Fernmeldegeheimisses gemäß §§ 88 und 89 TKG) zu unterschreiben. Dies ist in jedem Mittel- Großunternehmen heute üblich.

    Soll der Job-Center und unsere Regierung doch auch einmal inovativ sein und beweisen dass auch sie über den Tellerand schauen können und nicht nur von Betroffenen und von der Wirtschaft einfordern.

    Ich kann nur aus Erfahrung sprechen. Ich bin selbständig, kann mich z. Zt über Wasser halten, bin 62 Jahre alt und habe gerade in einem Unternehmen ausgeholfen das meine Qualifikationen benötigt hat. Mein Unternehmen ist in einer komplett anderen Richtung ausgerichtet aber ich hatte den Vorteil dass ich für meine Arbeitsweise in diesem Unternehmen bekannnt war und ich daher um Hilfe gebeten wurde.

    Dies sind meine Gedanken zu diesem Beitrag den ich kritisch finde denn jedes Wirtschaftsunternehmen würde sich sofort Hilfe ins Haus holen wenn es brennt und wenn ggf. die Löhne (hier Hartz IV) nicht überwiesen werden könnten.

    • chevy57 am 8. Februar 2014 um 19:18 Uhr

      na vorschlag… das ist doch mal ein annehmbarer vorschlag… wenn für die zeit ein angemessenes gehalt gezahlt wird. freiwillig wird sich das jobcenter aber nicht von seinen „kunden“ in die karten gucken lassen…

  12. Meike am 26. März 2014 um 11:56 Uhr

    Wenn wie diese Software benötigen für das System der harz4 Empfänger dann ist es so
    Ich steh für 5€ die Std auf arbeit und brauche das Geld vom Staat nicht, dafür steh ich täglich auf und geh arbeiten
    Ich bin der Meinung jeder kann arbeit finden wenn man nur arbeiten will
    Doch an die , die Null Bock haben da das Arbeitsamt genug überweist : bei euch sollte da ein systemfehler bestehen… Mal nicht sofort fremdes Geld zu erhalten und Null Bock zu arbeiten

    Vielleicht sucht ihr dann arbeit und nicht die Fernbedienung unterm Sofa

    • Ben am 24. April 2014 um 23:45 Uhr

      Du bist mir ja wer. Ich suche seit 6 Jahren einen Job in dem ich auch Arbeiten kann.
      Damit du es weißt ich bin auf Grund eines Genetischen defektes Schwer Krank und
      kann nicht jeden Job machen. Schon mal dran gedacht ?Oder das es Menschen gibt die Unverschuldet Arbeitslos sind weil zb. die Firma Pleite ist ?
      So wie du kann nur ein Mensch reden der nicht das wahre Leben gesehen hat und immer
      schön behütet auf gewachsen ist.
      Leb du mal 1 Monat auf der Straße und hab kein Geld (und das unverschuldet) erst dann kannst du hier mal mit reden, weil dann erst weißt wie es ist wen man scheiße frisst.
      Ich hasse Leute wie dich die meinen alles besser zu wissen ohne auch nur einen
      hauch von Ahnung zu haben.

  13. BluSky81 am 31. März 2014 um 08:27 Uhr

    hat mal einer von den leuten an die kinder gedacht ?????
    ich habe 4 und bin erst seit kurzem bezieher dieser leistungen (leider)
    und jeden monatsende knabbert man schon fast an den nägeln … und erwartet seehnlichst den nächsten auszahlungstag … so und nun ? soll das geld nicht kommen ?? … klasse ich geb den kids dann was zu essen??? was gibt man bei schulausflüge gerade bei dem wetter mit ? moment ich hab noch tiefgekühlte erbsen die pack ich denen ein …. is doch nicht deren ihr ernst jetzt hier oder ???? mit uns kann man es ja machen die haben ja ihr gehalt plu überstunden bezahlung …

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