Telefonseelsorge: Mehr Arbeit dank Hartz IV
Die vor einiger Zeit veröffentlichten Studie der Universität Leipzig, wonach Empfänger von Arbeitslosengeld II eher krank werden und an Depressionen leiden, erhält jetzt eine Bestätigung aus Augsburg. Die Ökumenische Telefonseelsorge hat in ihrem Jahresbericht deutliche Bezüge zu Hartz IV herstellen können.
Die Menschen leiden psychisch. Auf diesen Nenner lässt sich die Erfahrungen der 77 Ehrenamtlichen bringen, die sich Tag für die Tag die Sorgen und Nöte der Menschen in Augsburg anhören. 28.300 Anrufe waren es im Jahr 2006. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der „Hilfeschreie“ um 3.600. Diakon Franz Schütz, Leiter der Telefonseelsorge, macht die Hartz IV Gesetze für den Anstieg verantwortlich. Seit Einführung seien immer mehr Anrufe eingegangen.
Das belegen auch die Details. Von 7,5 auf 13,3 Prozent ist die Zahl der Anrufe gestiegen, bei denen es um finanzielle Probleme und deren Bewältigung im Alltag ging. Viele Empfänger von Arbeitslosengeld II, so Schütz, litten unter Isolation und suchten deshalb Hilfe bei der Telefonseelsorge.
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am 15.06.2007 um 07:17 Uhr
Dem kann ich nur zustimmen, doch wenn die Telefonseelsorge nicht mehr greift, bleibt oft nur noch der Gang in die Psychiatrie oder zur Diakonie des Sozialpsychiatrischen Dienstes.
Meist liegt die Problematik bei den Verschiebebahnhöfen seit Hartz 4, z. B. Krankenkasse (nach 6 Monaten Antragszwang zur Erwerbsminderungsrente oder Reha),Rentenversicherung lehnt Reha ab, da zu krank,Erwerbsminderungsrente wird abgelehnt, da zu gesund?Weiter gehts zum VdK, Widerspruch, wird auch abgelehnt. Das Ende? Nein jetzt Sozialgericht, Wartezeit etwa 2 Jahre.
Und die ARGE? Keine Beratungen bis zur Abklärung der Erwerbsfähigkeit und wenns Jahre dauert!
So ist es mir passiert!
Wie es weitergeht, naja Chronisch Psychisch und Körperlich am Ende!
Wohl der Reform die ein Serienstraftäter aus Wolfsburg und ein Gorlebendemonstrant initiert hat!
MfG