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SPD zur Kindergelderhöhung: “Jedes Kind ist gleich viel wert”

Nachricht zum Thema sonstige Sozialleistungen vom 31.07.2008 um 12:48 Uhr (Autor: pr)
VGW 376

Hubertus Heil, Generalsekretär der SPD, wendet sich gegen den Vorschlag der CSU, das Kindergeld in Zukunft noch stärker gestaffelt zu zahlen. Die CSU strebt an, ab Januar 2009 für die ersten beiden Kinder jeweils zehn Euro, für das dritte Kind 20 Euro und ab dem vierten Kind 50 Euro mehr Kindergeld pro Monat zu zahlen.

Dies sei nach Ansicht von Heil lebensfremd, denn für die ersten Kinder werde ebenso viel Geld von den Eltern aufgewendet, wie für weitere. Zudem würde die Erhöhung nach den Plänen der CSU in der Praxis kaum Wirkung zeigen, denn nicht einmal 10% aller Familien hätten mehr als zwei Kinder. Darüber hinaus müssten gerade Alleinerziehende, die in mehr als 90% der Fälle ein oder zwei Kinder hätten, besser unterstützt werden. Andere Organisationen bringen hingegen grundsätzliche Kritik an einer geplanten Kindergelderhöhung zum Ausdruck.

Konkrete Zahlen, wie die geplante Kindergelderhöhung nach Meinung der SPD ausfallen solle, nannte Heil jedoch nicht. Diese wolle die SPD nach Erscheinen des Existenzminimumsberichts im Herbst 2008 vorlegen.

Neben der Diskussion um die geplante Reform veröffentlichte die Bundesregierung vor Kurzem weitere Kennzahlen zum Kindergeld. Danach werde im Jahre 2008 für voraussichtlich 18,3 Millionen Kinder Kindergeld gezahlt (2007: 18,7 Millionen, 2006: 18,9 Millionen). Hieraus resultiert auch eine Verringerung der für das Kindergeld aufzubringenden Mittel von 34,7 Mrd. Euro in 2007 auf voraussichtlich 34,1 Mrd. Euro in 2008.

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13 Antworten zu “SPD zur Kindergelderhöhung: “Jedes Kind ist gleich viel wert””
  1. brabakbw

    am 03.08.2008 um 15:55 Uhr

    Tja, wie heißt es so schön: Alle sind gleich, aber manche sind gleicher…

  2. Markus

    am 17.08.2008 um 09:06 Uhr

    (verheir. 3 Kinder)
    Sicherlich könnten wir ein bischen mehr Geld gut gebrauchen und ich würde es auch gerne annehmen,
    aber…..die verteilung erscheint mir sehr Pauschal.
    Solange das Geld von höchster Stelle nach ganz unten verteilt wird ist zu bezweifeln ob es an der richtigen stelle ankommt. Sicher sind alle Kinder gleich, aber nicht alle haben es gleichermaßen nötig. Und da wo es bitter nötig ist, wird es von den Empfängern gerne auch mal in einen neuen LCD-Fernseher oder eine Flasche Bier investiert.
    Hier ist die Verantwortung von Gemeinden und die Möglichkeit inovativer Entscheidungen gefragt. Dies setzt wiederum den Willen und das Vertrauen der obersten Stellen voraus diese Verantwortung mit daraus resultierenden Handlungsmöglichkeiten auch an kleinere Stellen abzutreten

  3. am 21.08.2008 um 09:31 Uhr

    Ich bin verwitwet seit 7 Jahren mit jetzt 16jährigem Sohn.

    Wegen der Witwenrente kann ich nur in Teilzeit arbeiten,wenn ich über den Freibetrag verdiene, wird die Witwenrente gekürzt.
    Arbeite ich in Vollzeit, bekomme ich
    so gut wie garnichts mehr an Witwenrente.

    Hinzu kommt, dass ich 50% der Witwenrente versteuern muß und von der Rente Krankenkassenbeiträge und Pflegeversicherungbeiträge abgezogen bekomme.

    Wir Alleinerziehenden sind ungleich mehr belastet.

    Deswegen sollte kein Unterschied gemacht werden, ob jemand 1 oder 6 Kinder hat.

  4. Nicole

    am 21.08.2008 um 16:27 Uhr

    Ein hoch auf die Erhöhung , die einen als Hartz IV Empfänger viel nütz. Nämlich einen feuchten Handschlag.
    Hartz zahlt pro Kind ca . 208 € und das Kindergeld wird abgerechnet , wo hat man was von der Erhöhung. Also ist diese Erhöhung in meinen Augen ein Witz.

  5. nirvanna

    am 25.08.2008 um 23:31 Uhr

    @ Markus

    naja, man sollte aber die verantwortung für seine kinder nicht dem staat od. der gemeinde überlassen. und ich würde eher zuschüsse für die kinderkrippen/-gärten/-tagesstätten bevorzugen, als das bisserl geld, was ich da aus einer hand bekomme und in die andere wieder abgeben muss…

  6. Detlef Hylsky

    am 28.08.2008 um 12:22 Uhr

    HartzIV Emfänger zahlen die Kindergelderhöhung für die reichen,
    so wie es in diesem Bananenstaat mit allem ist, den Ärmsten wegnehmen und umschiechten zu den Reichen,
    wir hätten nicht so eine hohe Armut bei Kinder in sozial schwachen Familien,wenn der Staat den kindern nicht das kindergeld stehlen würde.Und sowas hat die SPD und die grünen verbrochen

  7. Nicole

    am 28.08.2008 um 19:23 Uhr

    Hallo!!
    Also ich muss ja sagen, dass es wirklich nur was bringt, dass die alle Sachen erhöhen, wenn sie es z. B. beim Alg2 nich anrechnen würden. Bei mir wird es so sein, dass dann zwar 10 € mehr aufm Kindergeld draus sein werden, aber 10 € weniger beim Alg2. Genauso wie bei dem UNterhalt meiner Tochter von ihrem Vater…was nützt mir das bitte, wenn er jetzt zahlt & auch reichlich zahlt, wenn ichs von der anderen Seite abgezogen bekomme!!!! Alles ist unrecht!!!!

  8. jessi

    am 02.09.2008 um 22:03 Uhr

    ich finde es auch ne sauerei.
    genau das ist ja der punkt, dass man es bei hartz vier angerechnet bekommt.
    ich finde das kindergeld sollte zusätzlich sein (und eventuell ganz anrechnungsfrei bleiben.)und eine staffelung wo das erste kind am wenigsten bekommt ist ja auzch irgendwie sinnlos.denn gerade beim ersten kind entstehen ja auch die meisten kosten:die anschaffungskosten für die ausstattung!!!!
    bei späteren kindern hat man ja das eine oder andere auch schon.
    ich kenn mich da jetz nit so aus(bin erst 19) aber das fiel mir jetz grad ncoh so dazu ein.

    @nirvana:wenn man das geld in die kindertagesstätten einfließen lassen würde:nicht jeder hat ein kindergartenpflichtiges kind.sprich alle anderen hätten wieder nix davon.das ist meine meinung

  9. Wiebke

    am 04.09.2008 um 13:14 Uhr

    Hallo
    Ich habe auch 3 Kinder und gehe noch nebenbei arbeiten.Ab Nächstes Jahr habe ich auch das jüngste Kind in der Schule.Ich fänd es nur zu schön wenn wir endlich mal eine Kindergelderh. bekommen würden,wenn das Geld in Tageskrippen ect. fließen würde,turnt das auch unsere jüngsten Mütter an schnell wieder ans arbeiten zu kommen ,und das finde ich schade.Ich weiß von vielen Müttern die arbeiten gehen müssen weils hinten und vorne nicht reicht.Aber wofür setzen wir unsere Kinder in die Weld,wenn sie schon früh in einer Tageskrippe abgeschoben werden?

  10. babsi

    am 08.09.2008 um 19:37 Uhr

    mutter von 2 mädels( 5 jahre und 2 monate) , verlobt

    ich hoffe dann auch das wirklich ALLE kinder gleich viel wert sind. darunter zählen auch die kinder deren eltern geringverdiener und alg-empfänger sind. solche haben es viel nötiger- nachdem eh alles teurer wird und die sonderleistungen dank hartz 4 gestrichen wurden- , als familien, die so millionäre sind oder einfach nur zu gut verdienen.
    man muss sich heute nicht mehr wundern warum eltern den kindern nix mehr bieten können oder die kinder einfach nicht von den eltern ausreichend gefördert werden.

  11. Peter

    am 07.10.2008 um 13:12 Uhr

    Eckard, Vater von 5 Kindern, verheiratet

    Grundsätzlich ist jedes Kind gleich wertvoll. Trotzdem sollte man sehr genau hinschauen, wie groß die finanziellen Belastungen für Familien mit einem, zwei, drei oder mehr Kindern sind. Alleine durch den Kauf eines größeren PKW mit höheren Verbrauchskosten entstehen spätestens ab dem 4. Kind höhere Kosten, wenn man als Familie mobil bleiben möchte. Außerdem ist an eine Berufstätigkeit meiner Frau bei 6 Kindern zwischen 0 und 7 Jahren nicht an eine Berufstätigkeit zu denken. Der Verdienstausfall und auch spätere Rentenausfall für meine Frau ist sicherlich in solchen Berechnungen gar nicht enthalten. Deshalb sollten solche Entscheidungen über die Höhe des Kindergeldes nicht mit einfachen Grundsätzen, sondern anhand von konkreten Studien beantwortet werden. Außerdem fände ich es fairer, wenn das Kindergeld regelmäßig an die Inflationsrate angepasst wird und nicht vom Gutdünken der Politiker abhängt.
    Peter Hahne sagte: Die größte Freude, die wir unseren Kindern machen können, sind Geschwister. Viele Persönlichkeiten stammen auch aus kinderreichen Familien, weil die Kinder dort sehr früh ein gutes Sozialverhalten lernen, wenn sie gute Vorbilder finden. Aber dazu brauchen die Kinder Eltern, die den Kindern Wärme, Geborgenheit und ein gutes Umfeld bieten. Dazu gehört es auch, den Kindern Grenzen zu setzen. Materielle Geschenke sind unseren Kindern nicht so wichtig. Beziehungen und Sicherheit sind Ihnen wichtiger. Wenn wir es schaffen, Ihnen die richtigen Werte zu vermitteln, dann sind Sie der größte Schatz für die Eltern, trotz finanzieller Entbehrungen.

  12. thomas

    am 15.11.2008 um 11:29 Uhr

    also finde das ja super das wr mehr kindergeld bekommen aber wenn mann mal überllegt is das eine selbst verarschung grund: erstens mehr kindergeld super aber die HARTZ4 bekommen den wird es wieder angerechnit und dann auch wieder weniger geld für hartz4 bekommen würden mein also kann mann das auch lassen die arbeiten ja freuen sich
    nur die hartz4 bekommen haben die arschkarte gezogen

  13. Klaus

    am 17.11.2008 um 17:51 Uhr

    Ich finde es auch nett, dass bei uns für 2 Kinder die Kindergelderhöhung gleich wieder von der Arge ab 2009 abgezogen wird. Wenn ich bei der ARGE die notwendigen ( über 12 km Schulweg zur Berufsschule, nein-kein Lehrlingsgeld) Ausgaben für die Nahverkehrs-Monatskarte der Kinder angebe, juckt die das auch nicht. Absetzen vom Kindergeld geht nicht, da dies kein steuerliches Einkommen ist.

    Normal wäre es, wenn im Gegenzug der ALG2-Anspruch der Kinder um 10 Euro erhöht wird.
    Alles andere geht doch an dem Erhöhungsgrund total vorbei und ist für die ALG2-Bezieher eine Lachnummer. Auch wenn die (ich) darüber nicht lachen können.

    Die drehen es eben zu ihren Gunsten.

    Klaus

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