Was ist AVGS und wer hat Anspruch darauf?

Als eine Förderungsmaßnahme nach Paragraph 45 SGB III der Bundesagentur für Arbeit soll der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, kurz AGVS, es Arbeits- sowie Ausbildungssuchenden erleichtern sich in die Arbeitswelt einzugliedern. In diesem Fall des AVGS werden hierzu Weiterbildungen gefördert, die bis zu acht Wochen betragen.

Der AVGS beschreibt einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit. Arbeits- oder auch Ausbildungssuchende können diesen beantragen, sofern sie Probleme haben eine Arbeit oder eben eine Ausbildung zu finden. Der AVGS beinhaltet unterschiedliche Leistungen, die es den Personen erleichtern sollen eine Arbeit zu finden. Insgesamt kann der Arbeits- oder Ausbildungssuchende davon ausgehen, dass Leistungen gefördert werden, welche eine Vermittlung mit dem potentiellen Arbeitgeber erleichtern und diese somit schnell vermittelt werden können. Ebenso zählen auch Leistungen, die es der Person ermöglichen sich für eine selbstständige Arbeit besser zu qualifizieren oder primär herangeführt zu werden.

Wer kann den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein beantragen?

Bei der Beantragung des AVGS beim jeweiligen Arbeitsamt muss zwischen Ermessungsleistung und Rechtsanspruch unterschieden werden. Personen können einen Vermittlungsgutschein beantragen, wenn sie Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, bis dato noch nicht vermittelt worden sind oder während der der letzten drei Monate vor Beantragung mindestens 6 Wochen arbeitslos sind. Unter diesen Bedingungen hat der Antragssteller einen Rechtsanspruch auf einen Aktivierungs- oder Vermittlungsgutschein. Ebenso können Personen einen Antrag stellen und Leistungen erwarten, wenn der jeweilige Fallmanager dies im Einzelfall genehmigt. Dies wäre der Fall, wenn der Antragssteller sich aktuell noch in einem Arbeitsverhältnis befindet, jedoch bereits gekündigt wurde, die Arbeitslosigkeit weniger als 6 Wochen beträgt oder eine Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosengeld II besteht. Hier kann der Fallmanager ohne einen Rechtsanspruch des Antragsstellers nach Ermessen handeln.

Von wem bekomme ich AVGS und was wird gefördert?

Die Beantragung des AVGS kann beim jeweiligen Betreuer der Agentur für Arbeit schriftlich, telefonisch, via E-Mail oder gar persönlich beantragt werden. In einigen Fällen kann ebenso das zuständige Job-Center der Ansprechpartner sein. Bei der Beantragung wird der potentielle Antragssteller ausführlich beraten. Dies ist vor allem wichtig, wenn man keinen Rechtsanspruch auf AVGS hat. Dies wäre der Fall, wenn man zum Beispiel kein Arbeitslosengeld bezieht, aber trotzdem unter gewissen Punkten in die Ermessungsleistungen rutschen kann. Die Leistungen, die man gefördert bekommt sind vielschichtig und individuell. Grob werden Teilnahmen an betriebliche Trainingsmaßnahmen, Vermittlungen durch einen privaten Arbeitsvermittler in ein potentielles Arbeitsverhältnis oder ein professionelles Job-Coaching mit samt Profiling angeboten. Sofern man von der Bundesagentur für Arbeit den AVGS erhalten hat, kann man die individuelle Arbeitsvermittlung oder Leistung in Anspruch nehmen.

 

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