Hallo!

Ich bin 27 Jahre alt und habe diesen September eine Erstausbildung zum Bürokaufmann angefangen. Ich bin jetzt schon seit einer Weile Hartz-IV-Empfänger und bin auch über einen 1,50-€-Job an diesen Ausbildungsplatz gekommen.
Da ich eine eigene Wohnung habe, war von vornerein klar, dass ich diese nicht von meinem Ausbildungsgehalt finanzieren kann. Daher habe ich nach Absprache mit der ARGE einen Antrag auf Ausbildungsbeihilfe gestellt, wobei man mir auch gleich mitteilte, dass ich mir da keine zu großen Hoffnungen machen sollte, da mein Vater das Mindesteinkommen übersteigt. Aber ich brauche ja die Absage für das JobCenter.
Nun habe ich, wie erwartet, die Absage von der ARGE gekriegt. Da Hartz-IV bei mir ohnehin zum 30.11. ausläuft, habe ich diese dann auch mit dem Weiterbewilligungsantrag beim JC abgegeben. Dort hatte man mir sogar quasi versichert, dass das alles kein Problem wird, dass der Antrag durchgeht und höchstens mal ne Nachfrage von der Leistungsabteilung kommen würde, weil ich direkt im 2. Lehrjahr anfange.

Heute habe ich nun eine Absage vom JC gekriegt. Laut der wird mein Antrag abgelehnt, da ich ja "dem Grunde nach förderungsfähig" wäre, entsprechend SGB III. Nur doof, dass ich da ja schon eine Absage gekriegt habe.

Mir geht es letztendlich vor allem um die Miete. Von den rund 550,- € die ich netto kriege, kann ich meine Wohnung nicht halten - und das obwohl ich sogar eine für hiesige Verhältnisse sehr günstige Wohnung habe. Mit meinem Vater habe ich seit Jahren keinen Kontakt mehr und meine nächsten Verwandten wohnen über 80 km entfernt. Anspruch auf BAföG habe ich auch nicht.

Natürlich gehe ich am Montag gleich zum JC (morgen habe ich Berufsschule), ich möchte aber gerne schon vorab über meine Rechte und Möglichkeiten informiert sein, da es mir leider schon ein paar Mal passiert ist, dass man mich beim JC "abgespeist" hat.
Ich bin für alle Infos dankbar!

Gruß