Beiträge von Mascha68

    Der Freund meiner Tochter war bisher hier immer willkommen, und wir haben gemeinsam viel unternommen. Ich hatte bisher nie das Gefühl gehabt, das er sich hier bei uns unwohl fühlt.
    Vor ein paat Tagen habe ich noch eine Bescheinigung für die Familienkasse ausfüllen müssen, ob der Kindergeldanspruch meiner Tochter wie bisher weiter bestehen bleibt, da sie ja noch zur Schule geht.
    Ich denke, bis zu den Sommerferien hat sie Glück, und es wird ihr genehmigt, aber ab dann, wenn sie sich als Heimchen zu sehr wohl fühlen sollte und gar nichts mehr auf die Beine stellt, dann könnten ihr doch auch diese letzten finanziellen Mittel eingestellt werden ?
    Das würde doch heißen, ihr Freund müßte für meine Tochter ganz alleine aufkommen ?
    Wie will sie dann aus der Abhängigkeit bloß wieder raus kommen ?


    Mir schwirren die Sinne ... so habe ich ein Verhalten ihrerseits niemals erwartet, und faules Vorleben haben wir ihr niemals vorgelebt - meine Tochter wurde in einer ganz normalen behüteten Familie groß gezogen. Woher kommt nur dieser Sinneswandel ?
    Ich habe sie gerade telefonisch erreicht, und sie mit ihrem Freund zu einem Gespräch heute Abend eingeladen.
    Natürlich kann ich sie nicht daran hindern wenn sie ausziehen möchte, und das ihr Wunsch ist - aber - das Kind muss doch weiterhin an ihre Zukunft denken und kann sich doch nicht so ohne weitere Perspektiven aus ihrer Verpflichtung sich selbst gegenüber entziehen.
    Ich habe wirklich große Sorgen um ihre Zukunft, und mache mir Vorwürfe, auch wenn mein Mann der Meinung ist das es nichts bringt wenn ich mich ständig selber hinterfrage und Antworten nach dem "Warum?" suche.
    Aber es geht hier nicht um irgend jemanden, sondern um mein Kind das ich im Begriff bin zu verlieren, denn das Gefühl das sie sich von uns abwendet ist nun einmal leider vorhanden.


    Danke für die mitfühlende Antwort, ich werde bei dem Gespräch versuchen sachlich zu bleiben.

    Hallo,


    meine Große Tochter wird in zwei Wochen 18 Jahre alt. Als sie 2,5 Jahre alt war, haben ihr Vater und ich uns damals getrennt. Als sie 4 Jahre alt war, lernte ich meinen Mann kennen und der nahm sie wie sein eigenes Kind an, es war klar für ihn das es mich ( uns) nur im " Doppelpakt" gab.
    Als meine Große 10 Jahre alt war, kamen so nach und nach noch drei weitere Geschwister dazu. Ich hatte bis dato mein Studium beendet, und auch beruflich einiges erreicht. Dann mußten wir aus beruflichen Gründen meines Mannes umziehen, und ich war zwar meinen Job los, fühlte mich aber gut mit "meinem kleinen Familienunternehmen". Unsrere Kleinste ist mal gerade vier Jahre alt geworden. Der Vater meiner Großen und seine Eltern hatten immer ein sehr gutes Verhältnis zu uns, regelmäßige Kontakte und Besuche gegenseitig gehörten zur großen Familie dazu. Darüber war ich immer sehr froh, denn im Gegensatz zu meiner Großen haben die drei Kleinen keine leiblichen Großeltern mehr, und diese wurden aber voll von der Familie mit aufgenommen.
    14 Jahre lang lief also alles super, die Verhältnisse waren von Anfang an geklärt und bereinigt, der Vater hat immer zuverlässig seinen Unterhalt entrichtet und kam auch, je nachdem wie er es einrichten konnte vorbei um mit seiner Tochter Unternehmungen zu machen.
    Meine Große geht bislang noch auf eine Wirtschaftsschule, aber nachdem was ich heraus gefunden habe ist sie dabei abzustürzen.
    Seit fünf Monaten hat sie einen ernsthaft festen Freund, mit dem sie viel Zeit verbringt. Zu viel Zeit anscheinend, denn sie hat zu viele Fehlzeiten in der Schule, und ihre Noten sind mehr als "bescheiden". Gespräche mit ihr, und ihrem 24jährigen Freund haben bisher leider nichts gebracht.
    Nun teilte meine Große mir am Ostersonntag so beiläufig nebenbei mit, das sie demnächst, sobald sie 18 Jahre ist, zu ihrem Freund zieht. Er hat eine eigene Wohnung.
    Natürlich fiel ich aus den Wolken - ehrlich gesagt hatte ich damit nicht gerechnet. Wir hatten zwar darüber gesprochen das sie eine Einigung mit ihrem Vater treffen wird bezüglich des Unterhaltes, das dann offiziell an sie geht, aber nun eröffnete sie mir das sie keinen " Bock" mehr auf die elendige Paukerei hat und endlich ihr eigenes Leben führen will.
    In ihrem Zimmer fand ich beim saubermachen unter dem Bett einen Schwangerschaftstest. Darauf angesprochen sagte sie nur das sie erst einen Verdacht hatte, aber nicht schwanger ist, und darüber wäre sie froh.
    Du meine Güte, in welche Richtung nur entwickelt sich mein Kind nur urplötzlich ? Ich verstehe das nicht.
    Falls sich meine Befürchtungen bestätigen, und sie die Schule schmeißt, und in einer eheänlichen Gemeinschaft mit ihrem Freund wohnt - muss der Vater dann für ihren Unterhalt weiterhin an sie aufkommen ?
    Hat sie dazu noch Anspruch auf ihr Kindergeld?


    Ich arbeite zur Zeit leider nur auf 400 Euro Basis, großartig werde ich meine Tochter nicht finanziell unterstützen können. Leider ist mein Mann so sehr über das Verhalten meiner Tochter ungehalten, das sie in Zukunft von ihm nichts mehr erwarten kann.
    Dem Vater meiner Tochter mochte ich noch nichts sagen.


    Meine Große spaltet zur Zeit sehr die Familie, und bitte verzeiht mir disen kurzen Nachsatz - sie tut uns allen sehr damit weh.
    Ich bin verzweifelt.


    Mit freundlichem Gruß,
    Mascha