Beiträge von ÖBSLER

    Liebe Julia, entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie für einen Mann gehalten habe. Ich freue mich, dass Sie mir mit Ihrer Antwort noch einmal ein paar Fakten offenbart haben, die mir helfen, Ihre Situation so halbwegs zu beurteilen.
    1. Bekommen Sie denn nun ALG II, oder arbeiten Sie auf 400 €-Basis?
    2. Bei ALG II werden Ihnen natürlich nur so und so viel als + Verdienst zugebilligt.
    Wenn das so ist, bekommen Sie zu Ihrem Regelsatz immerhin noch über 150 € monatlich dazu. Das
    wären dann fast 800 € im Monat.
    3. Solltest Sie aber auf 400 €-Basis arbeiten, dann müssten Sie doch einen AV mit einem Arbeitgeber ab-
    geschlossen haben, der für Sie die Sozialleistungen abführt (8,40 € Brutto/h). Dazu können Sie doch
    dann eine Aufstockung über das Amt verlangen Geringverdiener + Aufstockung, lt.Gesetz.
    4. Da Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen können, sollten Sie sich hinsetzen und
    Bewerbungen schreiben, auch über die Grenzen von Deutschland hinaus.
    5. Kleben Sie nicht an einem Ort fest, egal, welche Freunde und Erinnerungen dahinter stehen. Sie sind
    noch jung und die Welt steht Ihnen offen. Sie können unter www.meine stadt....de. landesweit und
    weltweit nach einem Job suchen.
    6. Schreiben Sie einen Brief an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Frau von der Leyen, die ja
    ganz erpicht darauf ist, dass junge Menschen in Deutschland eine Perspektive haben sollen (Antwort
    kommt in 2-3 Wochen - möglichst fehlerfrei!). Wenn Ihre Schwester bei einer Zeitung arbeitet,
    versuchen Sie dort, über sie, Ihr Anliegen publik zu machen.
    7. Hier, in diesem Forum, wird Ihnen niemand wirklich helfen können (lesen Sie doch einmal den Artikel
    "Prognom gegen sozial Schwache", der ist wirklich sehr gut geschrieben.
    8. Versuchen Sie Gleichgesinnte, Betroffene, für Ihren Arbeitskampf zu gewinnen und sich bei
    Gewerkschaften, Organistionen oder Parteien mit Ihrem Anliegen einzubringen.


    Sie stehen ansonsten weiterhin mit Ihren Problemen alleine da und werden vergebens darauf hoffen, dass Ihnen irgend ein Jemand dabei hilft, diese zu lösen. So ist das nun mal in diesem Land.
    Ich wünsche Ihnen persönlich viel Kraft und Ausdauer, Ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie schaffen das schon. "Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her." Ganz fest daran glauben. Dieser, mein Lebensspruch, hat mich bisher schon immer aus dem größten Lebensschlamassel herausgeholfen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Christel Januschewa - louanjuno@t-online.de

    Sehr geehrte Frau Steffi, wenn alles nichts hilft, dann rate ich Ihnen an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Frau von der Leyen, einen Brief mit Ihrem Problem zu schreiben. Die Frau Ministerin ist doch so erpicht darauf, etwas für die Bildung unserer jungen Menschen tun zu wollen.
    Die Adresse des Ministeriums finden Sie bei Google. Eine Antwort erhalten Sie innerhalb von 14 Tagen. Mit diesem Schreiben gehen Sie dann wieder zu Ihrer ARGE.


    Mit freundlichen Grüßen
    Christel Januschewa

    Hallo, Herr Lacki,
    Sie sind wohl ein unheimlich frustrierter Mensch in Deutschland. Ich kann das sehr gut verstehen. Momentan bin ich auch nicht gut drauf und versuche hier, in diesem Forum, meine Meinung kundzutun. Habe Ihnen eben dazu einen Beitrag zu Dennisbumerang geschrieben, schauen Sie mal nach.
    So, auf dieser Diskussionsebene, kommen wir kein Stück weiter. Es bringt die Erwerbslosen dieses Landes kein Stück voran, wenn sie sich nun auch noch gegenseitig beschießen und beleidigen.
    Lesen Sie doch bitte den Beitrag "Prognome gegen sozial Schwache". Darin werden Sie viel entdecken, was Ihnen vielleicht weiterhilft. In Lethargie zu versinken, der Meinung zu sein, dass man sowieso nichts ändern kann, wird Betroffene kein Stück voran bringen. Auch Sie nicht, sehr geehrter Herr Lacki. Dieses Forum hier, ist für mich nur ein Kampfmittel von vielen, gegen dieses Unrechtssystem anzukämpfen. Ich suchte auch Verbündete hier und finde sie nicht. Man mault auf vielen Seiten herum, wie ungerecht man gegen einem persönlich von Staats wegen zu Felde zieht, ohne das Bedürfnis zu artikulieren, etwas Entscheidendes daran GEMEINSAM ändern zu wollen. Alle suchen sich nur einen Rat, um ihre menschenunwürdige Situation etwas lebenswerter gestalten zu können. So wird sich aber garantiert nie etwas ändern, oder sind Sie da anderer Meinung.


    Wenn Sie das Bedürfnis haben, mich auch persönlich zu konsultieren, dann schreiben Sie an


    Christel Januschewa - louanjuno@t-online.de

    Hallo, Herr Lacki,
    ich kann Sie gut verstehen. Mich hat man nach 41 Jahren, in denen ich Vollzeit gearbeitet habe, nun aus sämtlichen Statistiken gelöscht (siehe ARBEITSLOS NACH ÖBS-MASSNAHME). Ich bekomme weder ALG I noch ALG II.
    Beim Brief von Herrn Dennis Balmung geht uns natürlich eine Feder auf. Ich habe einen Stiefsohn, 28 Jahre alt, dem mein Mann und ich zwei Ausbildungen (die zweite auf einer Privatschule) finanziert haben und der trotzdem nicht arbeiten gehen will.
    Das junge Menschen heute keine richtige Idee haben, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen, hat einfach auch gesellschaftliche Ursachen. Null-Bock-Generation nennt man das in Talshow-Sendungen.
    Da fängt ein junger Mann eine Ausbildung an, merkt, dass dies nichts für ihn ist, schmeißt alles hin und orientiert sich neu. Bezahlen soll das natürlich alles Vater Staat. Also sieht man zu, wo man kostengünstig unterkommt, bei einer Frau oder bei Mama. Mich regt das natürlich auch alles sehr auf. Aber, noch mehr ärgere ich mich darüber, dass es da im Vorhinein keine Instanzen gibt, die so einem Menschen aufzeigen, was mit seiner Entscheidung, eine Ausbildung abzubrechen, an Problemen auf ihn zukommen. Unsere, hauptsächlich jungen Menschen in diesem Land, sind doch wohl zum großen Teil der Meinung, dass für sie alles schon irgendwie gerichtet wird. Dies betrifft fast alle jungen Menschen, ob Deutsche oder Ausländerkinder.
    Die ganz Dummen in diesem Spiel sind die ALTEN, wie wir. Immer gearbeitet, mit wenig Geld angefangen, nunmehr abserviert, egal, was wir an Zeugnissen und Lebenserfahrung vorzuweisen haben. Politiker diskutieren darüber, Fachkräfte aus dem Ausland zu importieren, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass diese Fachkräfte hier, im eigenen Land, auf Eis gelegt wurden.
    Da etwas Entscheidendes zu verändern, sollte die Aufgabe der ALTEN, die noch längst nicht zum alten Eisen gehören, in diesem Land sein. So ist Ihre Antwort an Dennis Balmug zwar emotional zu verstehen und aus dieser Sicht auch richtig. Eine wirkliche Lebenshilfe stellt eine solche Beschimpfung aber nicht dar.
    Sie können mich gerne unter
    Christel Januschewa - louanjuno@t-online.de dazu persönlich konfrontieren. Ebenso kann das auch Herr D. Balmung tun.

    Auch hier wieder das Problem, dass man hauptsächlich darauf aus ist, seine erbärmliche Lebenssituation irgendwie erhalten und rechtfertigen zu wollen, statt dagegen mit allen Mitteln anzukämpfen. Jeder "Betroffene" versucht mit allen Mitteln, das Amt irgendwie auszutricksen, statt sich gegen die Wurzel allen Übels aufzulehnen. Dieses stoische Hinnehmen einer Gegebenheit wird die 6,7 Mio ALG II-Bezieher nur immer noch mehr in den Sumpf ziehen und nichts, rein garnichts, im System verändern. Armes Deutschland, kann ich da nur wiederholt sagen!
    ÖBSLER

    Ja, genau, Du bist es doch, Leute wie Du, auf die Politiker warten und viele ehrliche Menschen, die in H 4 geraten sind, dadurch in Misskredit bringen, sie zu Sozialschmarotzern, Betrügern und Faulpelzen degradieren.
    Menschen wie Du und viele andere unter den H 4-Beziehern, denen es nur darum geht, wo sie einen Krankenschein herbekommen, um an einer Maßnahme nicht teilnehmen zu müssen, die sich nur dafür interessieren, wo man möglichst in diesem ALG II-System für sich persönlich möglichst viel abstauben kann, die sich scheinbar gut mit diesem Brosamen der Gesellschaft in ihrem Leben eingerichtet haben und denen es wohl völlig egal ist, bis zum Lebensende unter so unwürdigen Lebensumständen ihr Dasein fristen zu müssen.
    Soll das wirklich euer Leben sein? Kann man sich damit zufrieden geben? Hat man keinen Stolz, keinen Kampfgeist, den man aktivieren kann, um das Grundübel, nämlich vom Staat nicht mehr gebraucht zu werden, zu beseitigen? Kann man sich nicht statt dessen Verbündete suchen, die gemeinsam gegen dieses Unrecht, was einem Großteil der 6,7 Mio Menschen in diesem Land angetan wird, vorzugehen bereit sind?
    Aber nein, was interessieren uns schon die anderen Armen, wenn sich die Politiker schon nicht für diese Menschen engagieren und sie sich selbst überlassen in ihrer Not.
    Statt sich konstruktive Gedanken über dieses Unrechtssystem zu machen, verwenden viele nur ihren Geist darauf, wie sie halbwegs mit wenig Geld, das man ihnen vom Staat zubilligt, durchs Leben kommen.
    Da kann man letztendlich nur resümieren, dass es diese Leute wohl nicht anders haben wollen und es wohl auch verdient haben. Lies doch einmal den Artikel im Forum "Progromstimmung gegen sozial Schwache", vielleicht öffnen sich da auch für Sie ganz neue Horizonte.


    ÖBSLER

    Würde Ihnen empfehlen, unbedingt zuerst mit dem Arbeitsamt über Ihr Problem zu sprechen, bevor Sie Ihren Job kündigen. Irgend etwas läuft für mich als Leser Ihrer Nachricht nicht rund. Wie kann man freiwillig einen festen Job aufgeben wollen und in Hartz 4 rutschen? Wenn Sie schon aus Ihrer jetzigen festen Beschäftigung heraus wollen, dann lassen Sie sich kündigen, um Sanktionen durch das Arbeitsamt entgegenzutreten. Werden Sie gekündigt, haben Sie Anspruch auf 1 Jahr ALG I.
    Entweder, Sie sind bereit, hier, im Forum, die tatsächliche Geschichte erzählen zu wollen, offen und ehrlich, ohne darauf zu hoffen, dass all diejenigen, die Ihnen hier eine Antwort geben wollen, geistig beschränkt sind, oder Sie sehen zu, wer Ihnen eine ehrliche Antwort auf Ihr unehrliches Anliegen geben wird.


    Mit freundlichen Grüßen
    ÖBSLER

    Hallo, ich bitte Sie, unter "Progromstimmung gegen sozial Schwache" (meine Antwort als ÖBSLER dazu) und meinen Beitrag "Wir sind das Volk" nachzulesen. Ihre Verwunderung darüber, warum von über 10 000 eingetragenen Forum-Teilnehmern HIER nur 10 regelmäßig chatten, wird sich für Sie bestimmt daraus erschließen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Ch. Janucshewa

    Hallo, Sokrates,
    habe mir Ihren Artikel sofort ausgedruckt. Ganz toll geschrieben. Am besten sofort an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales weiterleiten.
    Ich bin erst seit ein paar Tagen "Kundin" in diesem Forum hier. Aber mich beschleicht doch das Gefühl, dass derartige Beiträge, wie der von Ihnen, für die meisten Nutzer einfach, wie soll ich es sagen, zu intellektuell sind.
    Fast alle wollen doch nur einen Rat bekommen, wie sie ein Problem/Problemchen in ihrem ALG II-Leben schnell lösen können. Glauben Sie, Sokrates, denn tatsächlich, dass Ihr stimmiger Brief sehr viele von diesen, doch auch einfachen Menschen, überhaupt erreicht? Vielleicht beginnt der eine oder andere mit dem Lesen, wird dann aber irgendwann wegschalten, da ihm die ganze Sache "zu hoch" erscheint.
    Das ist ja das Problem, dass sich immer mehr abzeichnet. Mit der Mehrzahl der 6,7 Mio ALG II-Empfänger wird man keine Revolution gegen diese Stigmatisierung, die sich immer mehr verfestigt, vom Zaun brechen können.
    Diejenigen, die sich hier zu Wort melden, wollen einfach nur eine Antwort auf ihre Frage erhalten, ansonsten interessiert sich der überwiegende Teil nicht für globale politische Zusammenhänge und schon gar nicht dafür, warum sie tatsächlich in diese Situation geraten sind, aus der sie aus eigener Kraft nie wieder herauskommen.
    Eine Handvoll Forumteilnehmer versucht nun, hier "etwas Farbe" ins Spiel zu bringen, aufklären zu wollen, über den Tellerrand des Einzelnen hinaus. Nur bekommt ein Teilnehmer, der anfragt, wo er denn Ärzte findet, die ihm einen Krankenschein ausstellen, wenn er keinen Bock darauf hat, an einer Maßnahme teilzunehmen, viel mehr Antworten als die neuphilosophischen Klugscheißer, als die man uns betitelt.
    Man muss der Sache doch auch einmal ehrlich ins Gesicht sehen: Wenn sich 6,7 Mio Menschen in unserem Land, die sich im arbeitsfähigen Alter befinden, irgendwie damit arrangieren können, dass sie von 354 € (+Zusatzkosten für Miete usw.) leben können (ich hatte als Ingenieurin in der DDR umgerechnet diesen Betrag nicht einmal als Brutto-Gehalt), die meisten von ihnen nur darauf aus sind, wie sie sich zusätzlich ihr erbärmliches Leben noch etwas lukrativer gestalten können, dann hat die Regierung doch schon längst das erreicht, was schlaue Leute prophezeit hatten.
    Arme und ungebildete Menschen sind leicht zu lenken und zu leiten. Wirf ihnen ein paar Brosamen hin, biete ihnen über die Medien "Brot und Spiele", lass sie nicht verhungern und verdursten und sorge für ein Dach über deren Köpfen, darunter soll es warm sein. Siedle aktuelle Sendungen zu den H 4-Problemen zu vornächtlicher Stunde bei den Programmen an, die von den meisten H4ler gemieden werden.
    Diese Liste könnte man noch weiterführen. Vieler intellektueller Meinungen nach (von Betroffenen), hat der Großteil der H 4-Empfänger keine Probleme damit, sich von dem kärglichen Unterhalt keine Bücher, Zeitschriften, ein Essen in einem GUTEM Restaurant, Erlebnisurlaub in fremden Ländern, außerhalb vom Pauschaltourismus, leisten zu können. Darauf legten sie vor H 4 keinen Wert und vermissen dies auch heute nicht. Diejenigen ALG II-Bezieher, egal, wie sie in diese Situation hineingeraten sind, die sich vom Leben vielleicht doch noch etwas mehr erhoffen als man ihnen mit den paar Euro Unterhalt vom Staat zugesteht, wissen doch tatsächlich, welches Leben ihnen verlorenging und worauf sie nun verzichten müssen. Diese Menschen sollten sich doch finden und, vielleicht auch über dieses Forum.
    Dumm für alle intellektuellen ALG II-Bezieher ist nur der Umstand, dass man, egal, wie richtig man die Sache sieht, egal, welchen Veränderungswillen man hat, welchen Kampfgeist man entwickelt, man steht einfach mit seinen eigenen Ideen im Abseits dieser großen, grasenden Schafherde.
    Veränderungen können nun einfach nur durch die Intellektuellen eines Landes herbeigeführt werden.
    Diejenigen sollten sich finden, treffen, verbünden, Strategien ausarbeiten, Wege aufzeigen, die andere, die "Schafe" dazu verleiten, sich anzuschließen und den Weg der Ersten mitzugehen.
    Und soll es den Betroffenen wirklich helfen, wenn alle ALG II-Bezieher sich nun Du`tzen, damit zum Ausdruck bringen wollen, "seht her, wir sind eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten"?Ich bin da ganz anderer Meinung! Ich Dutze mich mit Freunden, die ich persönlich kennengelernt habe, an denen mir etwas liegt. Aber ich persönlich lehne es strikt ab, dass hier im Forum so etwas wie eine Du-Genosse-H-4-Gesellschaft gepflegt wird, in der man als Forummitglied sofort mit allen anderen Nutzern gleichgestellt wird. Wir sind keine Partei, kein "NEUES FORUM". Sollte sich aus dieser www.sozialleistungen.... wirklich ernsthaft eine Gruppe, eine Bewegung, gegen dieses unrechtmäßige Sozialsystem in Deutschland entwickeln, kann man sich immer noch entscheiden, wie man wen anspricht.


    Dieses Forum hier wird dabei nicht weiter helfen. Es sei denn, der Anbieter ist dazu bereit, diejenigen zu unterstützen, denen es um Veränderung im Großen und Ganzen geht. Dazu müsste er dieses Anliegen herausragend plazieren und auch interpretieren.


    Sokrates (finde ich zwar ein wenig überzogen, aber gut...), Sie können mich auch unter
    louanjuno@t-online.de erreichen. Ich erhalte weder ALG I noch ALG II (siehe Arbeitslos nach ÖBS), aber ich kämpfe weiter für meine Rechte und hoffe darauf, dass sich schon irgendwann Verbündete finden werden, denen es in ihrer Lebenssituation - keine Arbeit, keinen eigenen Verdienst - genau so schlecht geht wie mir.


    Mit freundlichen Grüßen


    Christel Januschewa-louanjuno@t-online.de

    Hallo, Sie Forumteilnehmer ohne Benimmse,
    Sie beschreiben hier Ihre wirre Wohnsituation im Netz, erwarten eine qualifizierte Antwort, und reagieren dermaßen unkultiviert darauf. So sollte es doch nicht gehen, oder?
    Sie vermitteln mit Ihrer Antwort leider den Eindruck eines Menschen, der seine MITTE noch nicht gefunden hat.
    Warum veröffentlichen Sie denn überhaupt hier Ihre Frage? Sie sind Vollbeschäftigt, haben eine Wohnung, die Sie bezahlen können und versuchen meiner Meinung nach auf Kosten Ihres Kindes noch ein paar Euro an Mietzuschuss herauszuschlagen.
    Das finde ich persönlich sehr unhuman, um das mal gewählt auszudrücken.
    Wenn ich mein Kind liebe, und ich habe davon VIER, würde und habe ich bisher denen, meinen Lieben, auch immer eine Bleibe geboten. Mir beschleicht sich der Verdacht, dass Sie auf Kosten IHRES Sprösslings irgendwie versuchen, vom Staat noch ein paar Euros locker zu machen.
    Ich möchte Ihnen nicht Unrecht tun, aber Ihre Antwort-Reaktion gibt mir schon zu denken. Hoffentlich betragen Sie sich Ihrem Kind gegenüber nicht so kollerisch, wie hier Ihre Antwort zu deuten ist.


    Mit freundlichen Grüßen


    Christel I.

    Hallo, Du ICHWEISSNICHTWOHIN,
    Du bist 21 Jahre alt und bevor Dein Leben erst begonnen hat, fühlst Du Dich schon am Ende der Fahnenstange. Lies bitte meinen Beitrag "Wir sind das Volk" auf dieser Homepage.
    Nun zu Deinem Problem:
    1. Sagst Du nichts darüber aus, was Du lernst oder welchen Beruf Du erlernen möchtest.
    2. Du scheinst bisher die Sonnenseite des Lebens noch nicht voll genossen zu haben. Also, soll doch
    Dein Ziel sein, dass Du genau auf diese Seite hinarbeitest.
    3. Geh zum Jugendamt und schildere dort Dein Problem. VIELLEICHT wird man Dir helfen, wenn nicht,
    helfe Dir selber. Das kann ich Dir nur raten.
    4. Suche Dir einen Nebenjob, etwas, was Dir Geld in die Börse bringt. Für junge Leute gibt es immer
    etwas zu tun, überall.
    5. Suche Dir eine Bleibe in einer Wohngemeinschaft - ein Zimmer für Dich - für ca. 250 € Warmmiete.
    Würden Dir immerhin noch 150 € für Essen und Trinken bleiben. Reicht Dir nicht, verstehe ich. Deshalb
    verweise ich noch einmal auf Punkt 4.
    6. Sollte Dich wirklich eine solche Unmutter geboren haben, ist das für mich unvorstellbar (habe 4
    erwachsene Kinder, für die ich mich steinigen lassen würde), teile mir ihre Adresse mit und ich
    schreibe einen Brief an sie.
    7. Lieber Junge, lass Dich nicht unterkriegen, Dein ganzes Leben liegt noch vor Dir. Und lass Dir bloss
    nicht einfallen, ein ALG IIer zu werden. Einmal in diesem Sumpf geraten, kommst Du ganz schlecht
    wieder heraus. Denke darüber nach, welches Deine Stärken sind, entwickle Kampfgeist und sage Dir:
    "Mit mir nicht, ich werde es euch schon allen zeigen!" Wenn Du mit Deiner Lehre fertig bist, dann denke
    darüber nach, dass Du in einer Dir offenstehenden Welt lebst. Gut ausgebildete Leute sind überall
    gefragt. Meine Tochter hat z. B. in der Schweiz ihr berufliches Glück gefunden... (Sehr zu meinem
    Leidwesen, da mich nunmehr von ihr und meinem Enkelkind über 1.500 km trennen.) Aber, ihr jungen
    Menschen dürft heute auf keine Befindlichkeiten von Müttern, Vätern und Großeltern mehr Rücksicht
    nehmen, dafür ist diese Gesellschaft einfach z. Zt. nicht der richtige Ort.
    Lebe einfach Dein Leben, mit 21 Jahren war ich z. B. schon verheiratet und hatte mein erstes Kind an
    der Backe. Dannn bekam ich noch ein zweites. Erst danach begann ich mit meinem 5jährigen Studium.
    Kannst mir glauben, einfach war das nicht! Aber ich hatte meine Ziele im Leben und die habe ich heute
    immer noch. Ich bin wie gesagt 58 Jahre alt, mein Mann, Ianosch - Bulgare und Musiker - ist auch so alt.
    Aber deswegen fühlen wir uns noch lange nicht zum alten Eisen dazugehörig. Seit 11 Monaten schon
    bin ich dabei, öffentlich um die Rechte von Menschen in unserem Land zu kämpfen, nachdem man mich
    im Juli 2010 aus meiner über alles geliebten Arbeitsstelle verwiesen hatte (siehe Arbeitslos nach ÖBS).
    Du wurdest 1989 geboren, im Jahr als die Mauer fiel. Eines eint uns beide: wir haben keinen Krieg erlebt.
    Wir beide wissen nicht, was Hunger, Angst vor Bomben, Gaskammernn in KZs bedeuten. Aber ich weiss,
    was ein Unrechtsregime ist, ein Staat, der seine Bürger einsperrt, ihnen ihre eigene Meinung mit brachialer Gewalt nehmen möchte. Du und viele andere junger Menschen seit in ein vereintes Deutschland hineingeboren, in einem demokratischen System gelandet. Sei froh, dass Du nicht in einem der sogenannten Dritten Länder dieser Welt das Licht der Welt erblickt hast.
    So, nun geh los, und mach etwas aus Deinem Leben. Wenn Du sie suchst, wirst Du überall in diesem Land sozial eingestellte Menschen finden, die Dir weiterhelfen. Die kommen aber nicht zu Dir. Du musst sie suchen. Wennn Du ein halbwegs intilektueller Mensch bist, für den ich Dich halte, wirst Du ab morgen Deinen Hintern in Bewegung setzen und auf Dein Lebensziel zugehen.


    Du kannst mich gerne auch persönlich unter louanjuno@t-online.de anschreiben, wenn Dir noch ein paar Fragen des Lebens auf der Seele brennen. Aber, ich bin überzeugt davon: DU MACHST DAS SCHON!


    Liebe Grüße Christel Ianuschewa

    "Wir sind das Volk!" Schon vergessen von den Ostdeutschen? Gerade nimmt man diesen Slogan in Stuttgart wieder auf. Da geht es um einen Bahnhofsneubau, nicht um die Beseitigung eines Unrechtsstaates.
    Die Menschen, die seit Wochen gegen diesen Bau auf die Straße gehen, kommen hauptsächlich aus der Mittelschicht, gut bürgerlich und finanziell abgesichert.
    Aber diese Menschen haben ein Ziel. Ein Ziel hatten vor über 20 Jahren Menschen in der DDR auch. Nämlich ihren Unrechtsstaat abzuschaffen. Ein paar wenige Bürger begannen mit dem Protest, erst als es "in" und sicher war, auf die Straße zu gehen, folgten den Revolutionären der 1. Stunde die restlichen Millionen Bürger des Landes. Und sie wollten vor allem eines: DIE DM-MARK! Machten sich keinen Kopf darüber, wie die marode und völlig desolate DDR-Wirtschaft unter kapitalistischen Bedingungen bestehen könnte. Natürlich konnte sie es nicht! Ich bin Dipl.BWLerin und wusste schon zu DDR-Zeiten, wo der Hase hinlaufen würde. Zum Glück kam die Wiedervereinigung, ansonsten hätten wir unter rumänischen Verhältnissen weiterleben müssen und keiner von euch Arbeitslosen würde heute überhaupt einen Cent vom Staat bekommen. Die Wenigsten in der DDR haben damals so weit gedacht.
    Es ist nun einmal so und so war es schon immer: Der überwiegende Teil der Menschheit ist einfach nur doof! Entschuldigt, dass ich dies hier so brachial ausdrücke, aber das Stillschweigen von mehreren Mio Menschen in diesem Land, die einfach von der Regierung kaltgestellt wurden, beweist es mir.
    Die meisten der Menschen, die nun schon fast über Jahrzehnte ALG II beziehen (egal wie sich diese Leistung früher nannte) haben doch eigentlich immer nur darauf gehofft, dass da ein kapitalistischer Heiland daher kommt, der es schon irgendwie richten wird. Hauptsächlich sind doch heute diejenigen Deutschen von H 4 betroffen, die sich niemals persönlich in gesellschaftliche Prozesse eingebracht haben, die das auch heute nicht wollen und nicht wissen, wie sie es machen könnten. Diejenigen unter den "Alten", zu denen ich mich mit 58 Jahren wohl auch zählen muss, es aber nicht lebe, die einstmals voller Ideen eine neue Gesellschaftsordnung, ein neues System aufbauen wollten (nach der DDR) haben sich einfach nur mundtot von den neuen westlichen Machthabern machen lassen. Heute jammern 6,7 Mio Menschen in diesem Land + über 3 Mio ALG I-Bezieher, die irgendwann auch zu den ALG II-Beziehern gehören werden, nur darüber, dass die Mitarbeiter der ARGE keine Ahnung haben, dass man zu wenig zum Leben hätte, siniert darüber, wo man wieder einen neuen Krankenschein herbekommt, wenn eine neue Maßnahme vom JobCenter ins Haus steht.
    Fast 10 Mio arbeitslose Menschen in diesem Land, dabei sind diejenigen noch nicht einmal mit einberechnet, die auf Grund des Verdienstes ihrer Ehepartner gar keinen Anspruch auf irgendwelche Leistungen haben, sinieren Tag für Tag darüber, wie Scheiße es ihnen geht und schimpfen über unqualifizierte Politiker.
    Ja, glaubt ihr denn wirklich daran, dass Rummaulen im stillen Kämmerlein etwas verändern wird?
    Ich beobachte mit Erschrecken, welche Neidkultur sich unter H4-Beziehern (benannt nach einem Vorbestraften) breit macht, wie jeder versucht, sich in seinem eigenen Problem zun sulen, statt sich mit Gleichdenkenden zu organisieren und eine Revolte zu planen. War heute bei Verdi in Berlin zu Gast. Da musste ich erfahren, dass es bisher unmöglich war, eine Demo der Hartz4ler zu organisieren. Es scheitert einfach am Interesse der Angesprochenen. Ja, reicht das Geld doch aus, das man euch als Gnadenbrot zahlt? Habt ihr euch tatsächlich in der Not eingerichtet und meint, so müsst ihr leben?
    Seit einem Jahr suche ich persönlich Verbündete, die den Mut haben, sich ganz öffentlich zu bekennen und etwas gegen diese auferlegten Gesetze zu veranstalten. Entweder, man begegnet mir mit Häme oder mit Ausreden, warum man nichts tun kann.
    Die Regierung weiss das schon längst, deshalb erhebt sie auch immer neue Sanktionen gegen euch, beschneidet immer mehr eure Rechte.
    Hartz 4 ist sicher ein Skandal, aber ein größerer ist wohl der, dass über 6,7 Mio Menschen in diesem Land einfach alles wieder einmal so hinnehmen und der Meinung sind, dass sie sowieso nichts ändern können.


    DENKT BITTE EINMAL ÜBER DIESE WORTE NACH!
    Ich such ehrliche Verbündete unter louanjuno@t-online.de

    Habe gerade diesen Beitrag gelesen (bin Nachtarbeiter) und versuche mich seit mehreren Tagen durch diesen z. T. unsinnigen Wust von menschlichem Elend zu orientieren.
    Wie auf jeder Internetplatform treiben auch auf dieser Homepage Leute ihr Unwesen, denen es eigentlich nicht um die sehr, sehr ernste Sache ALG II geht, sondern die, egal, wo von sie leben und wie, sich einen Spass daraus machen, sich hier kommunitativ verwirklichen zu wollen.
    Persönlich empfinde ich dies als einen Affront gegenüber vieler Millionen Menschen in Deutschland (nicht alle H 4-Bezügler sind damit gemeint), die sich Hilfe in diesem Forum erhoffen und ehrliche Antworten.
    Hier, mit euren "witzigen" Darbietungen scheint etwas aus dem Ruder zu laufen, oder?
    Klärt mich und die anderen Forum-Beteiligten bitte darüber auf, in welcher Form ihr Witzbolde gegen das Unrecht, dass in diesem Deutschland vielen ehrlichen Menschen angetan wird, zu Felde zieht. Denn, 6,7 Mio Hartz 4-Bezieher brauchen keine neue Comedian-Sendung, das macht schon Cindy aus Mahrzahn, sondern Verbündete im Kampf gegen Sklaverei im 21. Jhd.


    Na, dann, auf hoffentlich ein intillektuelles Nachdenken!

    Sie bekommen nichts! Aber es steht Ihnen frei, sich beim Arbeitsamt anzumelden. Dort müssen Sie die entsprechenden Formulare ausfüllen und auch das Einkommen Ihrer Frau eintragen. Sie bleiben dann für 1 bis 1,5 Jahren beim Arbeitsamt als Arbeitssuchender ohne finanzielle Anssprüche angemeldet. Ob man Ihnen eine Arbeit vermittelt, ist sicher als utopisch zu benennen. Danach gehen Sie in die Kartei des JobCenters über, auch ohne Ansprüche auf finanzielle Zuwendungen. Mein Tipp: Lassen Sie sich scheiden und bilden Sie mit Ihrer Ex eine Wohngemeinschaft. Darüber habe ich mit meinem Mann auch schon nachgedacht....


    Mit freundlichen Grüßen
    Christel Ianuschewa
    louan@t-online.de

    kurse2007@web.de - Wolfgang
    Lieber Wolfgang, habe mir schon gedacht, dass hinter dem guten Ratgeber auch ein schweres Schicksal steht. Habe mir die halbe Nacht um die Ohren geschlagen, um endlich auf DICH in diesem Forum zu stossen.
    Vielleicht können wir zusammenarbeiten. Ich "kämpfe" nun fast seit einem Jahr gegen das Unrecht, dass man den meisten der 6,7 Mio ALG II-Empfängern in diesem Land antut. Diesen "Kampf" für Recht und gegen Unrecht führte ich bisher alleine. Da kommt man nicht weiter (siehe meinen Beitrag "Arbeitslos nach ÖBS"). Heute war ich bei Ver.di in Berlin in der Sprechstunde. Morgen gehe ich wieder hin, da gibt es eine Veranstaltung zu den ERWERBSLOSEN. Mittlerweile ist es für mich zur Obsession geworden, gegen diese Art von Stigmatisierung von Millionen Menschen vorgehen zu müssen. Nur mal zum Vergleich: im Land Bulgarien, aus dem mein Mann Ianosch stammt, leben knapp 8,4 Mio Einwohner... , in Deutschland sind fast 10 Mio Menschen ohne Arbeit, solche, wie mich, gar nicht eingerechnet. Ich pflege nebenbeigesagt auch mit Herrn Westerwelle, dem Konsulat in Sofia und dem EU-Obman einen Schriftverkehr, um dem Land meines Mannes, das wunderschön ist, zu helfen. Aber hauptsächlich habe ich mich dem Kampf gegen Ungerechtigkeiten in unserem Land verschrieben, so, wie ich das schon zu DDR-Zeiten getan hatte. Ich habe es schon einmal erlebt, dass ein paar mutige Idealisten damit begonnen hatten, ein System zu ändern. Es hat geklappt. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich noch einmal in eine ähnliche Situation gerate. Und dies in einer Demokratie, für die ich doch so gekämpft hatte.
    Wenn ich hier, auf dieser Homepage, über so manche "Problemchen" lese, frage mich mich ernsthaft, wo dieses VOLK eigentlch hin will. Auf mein veröffentlichtes Anliegen habe ich bis heute 2 Antworten erhalten. Der Tenor zeigt, dass es mir wohl richtig passiert ist, dass ich meine Arbeit verloren habe, da es in Berlin noch viele Akademiker gibt, die auch "mal einen Job haben wollen". Dabei geht wieder einmal unter, dass ich für einen Hungerlohn gearbeitet habe und nur deshalb, weil ich ein idealistisches Anliegen verfolgt habe - nämlich, unseren jungen Menschen über das Schulwissen hinaus Allgemeinbildung zu vermitteln. Ich war, bevor ich diese ÖBS-Maßnahme annahm, weder langzeitarbeitslos, noch konnte ich die drei notwendigen Vermittlungshemmnisse vorweisen, die eine solche Stelle gerechtfertigt hätte. Auf Kosten unserer Kinder wurde ich ganz einfach nur für eine Wahlstrategie missbraucht. Der Bez.bürgermeister für Jugend und Bildung, der mir und den Kindern meiner Schule dieses Theater vorgespielt hatte, bewirbt sich nun auch noch um den Bez.Bürgermeisterposten. Um gegen ihn vorzugehen, wollte ich sogar in die CDU Köpenick-Treptow eintreten. Auf meinen Antrag (3 Wochen her, 2 E-Mails an den CDU- Stadtbez.vorsitzenden folgten), erhielt ich bis heute keine Antwort . Hat sich scheinbar bis zu ihm herumgesprochen, dass ich radikal im Denken und Sagen bin. So einen Menschen braucht man hier im Osten nicht! Mein Mann und ich lebten, bevor wir hier in den Osten von Berlin zogen, 20/10 Jahre im Westteil der Stadt. Nun müssen wir erkennen, dass hier, 20 Jahre nach der Wende, immer noch die alten Seilschaften regieren und das Sagen haben. Ich habe persönlich CDU-Mitglieder, hier im Bezirk, kennengelernt, die damit prahlten, dass sie früher mit der Kalischnikow in der Hand die DDR-Grenze bewacht hatten. Kein Witz. Auch der Anwärter auf den Thron des Bez.Bürgermeisters in T/K war früher Lehrer an einer sozialistischen Schule in der DDR. Quertreiber in einer Gesellschaft wurden schon zu allen Zeiten entweder auf den Scheiterhaufen gestellt, verbannt, in KZs und später in Hohenschönhausen oder Bauzen kalt gestellt. Heute, in dieser Demokratie, für die ich so viele Jahre meines Lebens gekämpft hatte, wird man einfach nur noch totgeschwiegen.
    Erschütternd für mich persönlich aber ist die Erkenntnis, die ich aus diesem Forum ziehe: Sollen denn tatsächlich all diejenigen Recht behalten, die der Meinung sind, das ALG II-Bezieher arbeitsscheue und faule Subjekte sind, die auf Kosten der Steuerzahler leben wollen?
    Wenn ich Anfragen lese, in denen es darum geht, wie man zu einem Krankenschein kommt, da man an einer dritten Weiterbildungsmaßnahme nicht teilnehmen möchte und als Antwort darauf erhält, dass doch wohl jeder (der schon lange in diesem Geschäft ist) weiß, wo es in seinem Umkreis Ärzte gibt, die da weiterhelfen, bin ich so perplex, dass ich mir sagen könnte: "Nein, für solche Sozialschmarotzer zu kämpfen, lohnt wirklich nicht!" Aber, genau solche Typen verköpern das Bild der ALG II-Empfänger nach Außen hinn (habe in meiner Familie auch einen Sohn, 29, der sich der Gesellschaft bewusst verschließt, die Gelder vom Staat aber ohne Skrupel in Empfang nimmt. Der Junge hat in seinem Leben noch nie einen Tag wirklich gearbeitet.
    Bezeichnend für viele dieser 6,7 Mio ALG II-Bezieher ist auch, dass mir heute bei VERDI gesagt wurde, dass es unmöglich ist, in Berlin eine Demo gegen H 4 zu organisieren. Bei Verdi sind über 10.000 ALG II-Bezieher registriert. Die Leute haben einfach kein Interesse daran, öffentlich auf die Straße zu gehen.
    Und für diese Menschen kämpfen nun ein paar Idealisten, zu denen Du und ich gehöre!


    Mit freundlichen Grüßen Ch. Ianuschewa - louan@t-online.de

    Lieber Manne, Zivillcourage ist etwas, auf das man sehr stolz sein kann. Leider finden sich bisher nur sehr wenige Menschen in unserem Land, die dem Unrecht die Stirn bieten wollen. Das Du dies gewagt hast, nötigt jedem Feigling nur Respekt ab. Vor allem sollten sich solche Menschen eine große Schreibe Deines Mutes davon abschneiden, die Dich auf Grund Deines Mutes nun in "Rudeln" bedrohen. Geh zur Polizei! Was hast Du dabei zu verlieren? Wenn ich persönlich auch an manchen Tagen, in manchen Stunden den Glauben an die Demokratie in diesem Land verloren habe, so gebe ich doch niemals auf (bin 58 Jahre alt), gegen jegliches Unrecht zu kämpfen. Mir ist auch gerade mit einer ÖBS-Maßnahme in Berlin-Köpenick übel mitgespielt worden. Man tut alles, mich totzuschweigen, aber denen werde ich etwas Husten. Ein Volk von grasenden Lämmern hat noch nie die Welt zum Guten verändern können (z.B. "So steh ich hier und kann nicht anders!"-M.Luther ganz zu schweigen von vielen anderen tapferen Menschen, die zum großen Teil in der Vergangenheit mit ihrem Leben für ihre Ideen bezahlen mussten). Dein Leben musst Du wegen einer Mietkaution natürlich nicht opfern. Da gibt es andere Möglichkeiten. Du zahltst dem Schuldner Deiner Mietkaution sein Geld zurück mit der Bitte, Dir für die neue Mietkaution noch einmal ein Darlehen zu gewähren. Nur leider muss Dir Dein Vermieter erst nach der Abnahme der Wohnung die Kaution auszahlen. So würde ich mir an Deiner Stelle entweder eine Wohnung OHNE Kaution suchen bzw. mit dem neuen Vermieter eine Ratenzahlung über den Betrag vereinbaren. Vielleicht hast Du ja auch eine nette Familie und andere treue Freunde, Dir Dir diesen Betrag vorschießen würden. Wenn das alles nicht gleich und sofort klappt, suche Dir vorübergehend eine Unterkunft in einer Wohngemeinschaft. Das Deine Leistungen derart im Studium abgefallen sind, ist kein Zeichen Deiner Stärke, entschuldige, dass ich Dir dies hier so unverblümt sage. Du bis ein junger Mann/Mensch, der erst am Anfang seines Lebens steht und noch viele, viele Jahre arbeiten MUSS. Komme bitte nicht auf die Idee, wegen ein "paar" Probleme alles hinzuschmeißen und Dein Leben im Sumpf von H 4 verbringen zu wollen. Bist Du da erst einmal hineingeraten, kommst Du schwerlich wieder aus dieser Misere heraus. Denn, dass Jobcenter vermittelt keine Arbeitsplätze für den 1. Arbeitsmarkt. Wenn Du die Medien verfolgst, wirst Du schon bemerkt haben, dass immer nur von 3 Mio Arbeitslosen in diesem Land gesprochen wird, die 6,7 Mio ALG II-Bezieher werden nie erwähnt.
    Also, reiss Dich zusammen! Sei ein Mann! (Spaß) Vom Herumjammern ist noch keiner ein Stück weiter gekommen, das kannst Du mir glauben. Alles was sich jetzt so zusammenbraut in Deutschand, an Unwillen, Lethargie, Mut- und Kampflosigkeit, habe ich in der DDR schon einmal erlebt. Das ein Volk sich gegen Unrecht mit Erfolg erheben kann, hat die Geschichte doch wohl gezeigt. Aber DIESES VOLK war lange Zeit nicht DAS VOLK, das gemeinsam auf die Straße ging. Es hat Jahrzehnte gedauert und es bedurfte einiger mutiger Menschen, die ihre Ideen von Freitheit und Gerechtigkeit über ihre Ängste stellten, dass Mauern und Grenzen fielen. So war es immer in der Geschichte der Menschheit, wäre es nicht so, dann lebten wir heute alle noch auf Bäumen oder in Höhlen und würden ein Höchstalter von max. 25 Jahren erreichen.
    Denk einmal darüber nach.
    Kannst mir persönlich unter louan@t-online.de schreiben. Grüße Dich herzlich Christel Januschewa

    P.S. Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass Ihre Freundin und Sie als Bedarfsgemeinschaft eingestuft werden und insg. weniger ALG II erhalten. So sollten Sie die Räumlichkeiten streng in zwei Wohnbereiche trennen, mit gemeinsamer Küchen- und Badbenutzung. Also, eine Wohngemeinschaft unter Fremden, die sich bis dato gar nicht gekannt haben, gründen.


    Meine eigentliche Frage ist aber: Wieso und aus welchem Grund werden sie beide in Kürze ALG II empfangen?
    Schreiben Sie doch einfach in das Forum Ihre persönliche Geschichte. Ich suche mit anderen "Kämpfern" auch über dieses Forum hier, Verbündete im Kampf gegen H 4 und vor allem gegen die Diskiminierung von 6,7 Mio Menschen (+ 3 Mio. ALG I-Beziehern) in Deutschland.
    Würde mich sehr freuen, Ihre Meinung dazu zu hören.


    Gruß Ch.I.

    Ich kann Ihnen nur den Rat geben, Ihren ehemaligen Lebenspartner und Mitmieter sofort aus dem Mietvertrag löschen zu lassen. D. h. dieser soll Ihnen schriftlich seine Kündigung des Mietverhältnisses vorlegen. Mit diesem Schreiben veranlassen Sie Ihren Vermieter dazu, den Mietvertrag auf Sie, den alleinigen Mieter bzw. auf ein neues Mietverhältnis mit Ihrer Freundin zu ändern. Dies ist hauptsächlich im Interesse des ausgezogenen Vermieters, der, kommt es Ihrerseits zu Mietschulden, die Sie dann nicht bezahlen können, voll in die Haftung genommen wird. Zum anderen muss ein Untermietverhältnis dem Vermieter bekannt gemacht werden.


    Gruß
    Ch. Ianuschewa

    SUCHE VERBÜNDETE!
    Hallo, liebe Forum-Nutzer,
    Leider habe ich hier bisher zum Thema ÖBS (Öffentlicher Beschäftigungssektor) noch keinen Beitrag gefunden.
    Vielleicht hängt diese Info-Lücke damit zusammen, dass diese Stellen nur in Berlin für 7.500 Langzeitarbeitslose mit wenigstens 3 Vermittlungshemmnissen im Jahre 2008 erfunden wurden. Nach 7 Monaten, in denen ich ALG II bezog, erhielt ich ein solches Stellenangebot über eine Jobmesse beim Jobcenter.
    "Schulbibliothekshelferin", Vollbeschäftigung für 1.300 € Brutto, 25 Tage Urlaub. Am 1. 8. 08 begann ich diese Tätigkeit. Man stellte mich in einem Gymnasium in einen völlig leeren Raum und sagte zu mir "nun machen Sie mal was daraus, Frau J.". Und dies tat ich laut meinen Beurteilungen, die ich für meine Arbeit bekam, wohl auch zur völligen Zufriedenheit meines Vereins und der Schule. Bevor ich meinen Arbeitsvertrag unterschrieben hatte, der nichts darüber aussagte, dass diese Stelle nicht ALV ist, hatte ich schon 2.500 Printmedien (Ende Juli 10 war der Bestand auf über 13.000 angewachsen) für die Schule geordert. Erst mit der ersten Gehaltsabrechnung, Ende August 08, fiel mir auf, dass die Position ALV nicht ausgewiesen war. Auf meine Nachfrage beim JobCenter erhielt ich die Antwort, dass ich mir vorerst keine Sorgen darüber machen müsste, da lt. Gesetzgeber (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) schon beschlossen wurde, dass nach Ablauf der Vertragslaufzeit von zwei Jahren diese Stellen in unbefristete umgewandelt würden (dies habe ich auch schriftlich von Frau von der Leyen). Zur feiererlichen Eröffnung der Bibliothek Anfang Dezember 08 sagte mir der zuständige Stadtrat für Jugend und Bildung ebenfalls zu, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, "alles wird bis 2010 geklärt sein". So stürtze ich mich förmlich in meine Arbeit, die mir sehr, sehr viel bedeutete, konnte ich doch jungen Menschen beim Lernen helfen und viel von meinem lebenslang erworbenen Wissen (bin Dipl.BWLerin, 4 Firmen aufgebaut und geleitet) weitergeben.
    Die Bibliothek, deren Schulbibliothekarin ich nun war (es gab ja nur mich und keinem Leiter, dem ich hilfreich zur Seite stehen konnte) arbeitete sehr erfolgreich und wurde bald über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Von 350 Schülern am 1. Standort verfügten 220 über einen Leseausweis, mit dem sie sich regelmäßig extern Bücher ausleihen konnten und dies täglich mit steigender Begeisterung taten. Entgegen allen Unkenrufen, dass junge Leute heute keine Bücher mehr lesen, wurden über tausend ausgeliehen. Über eine Spende eines großen Medienkonzern erhielt ich auch einen Multimedialen Brockhaus. Zusätzlich zur Ausleih- und Lernbibliothek, für die ein anderer sozialer Verein die Malerarbeiten und den Regalbau übernahm, standen auch der Chatrom und das Deutsch-Fachkabinett unter meiner Verantwortung. Täglich frequentierten zwischen 100 und 150 Schüler die bibliothekarischen Einrichtungen. Da sich die Schulbibliothek so erfolgreich gestaltete, traf die Rektorin mit mir gemeinsam die Entscheidung, auch am 2. Standort unserer Schule eine ähnliche Einrichtung zu schaffen.
    Diese Bibliothek wurde im Dezember 2009 eröffnet und ebenfalls mit einer BEZ/ÖBS-Kraft besetzt.
    Schon im November 2009 unterschrieben alle Schüler und das Kollegium am 1. Standort eine Pedition, in der sie den Erhalt der Schulbibliothek unter meiner Leitung forderten. Seit dieser Zeit kämpfte ich um den Erhalt meiner Arbeitsstelle. Mittlerweile füllen meine zig Anschreiben an Politikern, Ämtern, öffentl. Medien, Universitäten und und und... zwei dicke Aktenordner. Innerhalb von einem Jahr bekam ich genau VIER Antworten darauf. Mein Anliegen und verbunden damit meine Person wurden und werden auch weiterhin einfach totgeschwiegen. Man nimmt wohl an, dass ich meine "Nerverei", wie mein Anliegen schon betitelt wurde, irgendwann schon aufgeben werde. Werde ich aber nicht!
    Meine Stelle habe ich nicht behalten können. Kein Geld mehr dafür vorhanden! Letztendlich scheuchte man mich wie einen ausgedienten alten Hund vom (Schul)hof. Ein kleines Dankeschön für meine geleistete Arbeit findet sich ganz versteckt nur auf der Homepage der Schule.
    Nach zweijähriger harter und erfolgreicher Arbeit stehe ich nun auf der Straße, habe weder Anspruch auf ALG I noch auf ALG II. Letzteres, da mein Mann etwas mehr verdient als der Bedarfsgemeinschaftssatz für Ehepaare ohne Kinder ausweist. Mit 58 Jahren auf dem freien Markt eine Arbeit zu finden ist mir bisher nicht gelungen.
    Nach 41jähriger Berufstätigkeit hat man mich einfach aus allen Statistiken gelöscht. Ich erscheine weder als Arbeitslose noch als Hartz4-Empfängerin. Und damit stehe ich nicht alleine. Ich kenne viele Frauen, denen es ähnlich wie mir geht. Das Thema ÖBS ist abgehakt, darüber möchte man nicht mehr sprechen. Für all diejenigen der 7.500 ÖBSler, für die sich nach Beendigung der Maßnahme keine andere Arbeitsmöglichkeit gefunden hat, steht ja das Jobcenter wieder zur Verfügung. Verhungern muss also niemand. Mein Fall scheint ein Sonderfall zu sein, mit dem man nicht gerechnet hat, so versucht man mich weiterhin totzuschweigen.


    Vielleicht lesen Betroffene diesen Artikel und melden sich bei mir.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ch. Januschewa