Beiträge von Rosy

    Zuerstmal wundere ich mich, dass die Frage am 2. Dezember 2006 (!?) gestellt wurde und ein ganzes Jahr später die erste Antwort erfolgte. Das kann doch nicht sein, oder?
    Zum anderen kommt mir die Galle hoch, wenn ich am eigenen Leibe spüren muss und hier durch andere Menschen bestätigt finde, wie man durch den Staat wie eine heiße Kartoffel fallen lassen wird, wenn mal was nicht so läuft, wie geplant. Da rutscht man ganz schnell durch die groben Maschen des so genannten sozialen Netzes.
    Als ich im vergangenen Jahr von der Krankenkasse ausgesteuert wurde habe ich auch 6 Wochen von keiner Stelle Geld erhalten. Von meinem Arbeitgeber ja sowieso nicht mehr, von der Krankenkasse nicht, aber auch von der Arbeitsagentur, vom Jobcenter und vom Sozialamt nicht. Einer schob´s auf den anderen. Auf meine Frage, wie ich denn meine Wohnung bezahlen soll und Obdachlosigkeit vermeiden kann, erhielt ich überall nur die lakonische Antwort, das sei mein eigenes Problem, ich solle arbeiten gehen. Arbeiten gehen konnte und kann ich aber noch nicht wieder, weil ich krank bin. Hab auch einen Antrag auf EU-Rente gestellt, die ich mir im Moment erklagen muss. Auch gegen die Arbeitsagentur habe ich geklagt und habe Recht bekommen. Nur Recht ist leider nicht gleich Geld. Das wird sich noch Monate hinziehen, weil die Arbeitsagentur in Berufung gehen will. Wenigstens krieg ich ja seit Monaten Hartz IV. Es ist aber weniger das geringe Einkommen, mit dem ich zurechtkommen muss, was mich so wütend macht und verzweifeln läßt, es ist vielmehr die menschenverachtende Behandlung die ich auf diesen Ämtern erfahre.
    Ich werde in Kürze 59, habe mein ganzes Leben lang gearbeitet und mir nie was zu Schulden kommen lassen. Bin nur so krank geworden, dass ich über einen langen Zeitraum nicht arbeiten kann.
    Was ist das bloß für ein Staat!?
    Hab im übrigen auch einen Antrag nach der 58er Regelung gestellt, die es ja 2007 noch gab. Darauf hab ich überhaupt keine Reaktion erhalten. Hab ja zum Glück die Einlieferungsquittung. Muss ich wiedermal nachhaken.
    Ich kann nur jedem von Euch empfehlen, lasst Euch das alles nicht gefallen. Holt Euch beim Amtsgericht einen Beratungsschein, mit dem Ihr zu einem Rechtsanwalt Eures Vertrauens geht und reicht Klage ein gegen jede Ablehnung oder unberechtigte Kürzung. Leider finden sich noch viel zu viele Menschen mit ihrem Schicksal ab und resignieren. Das kommt für mich nicht in Frage, auch wenn´s mir oft über die Kräfte geht.
    Macht 2008 zu Eurem Jahr!
    Gruß
    Rosy

    Ich schicke immer alles per Einschreiben, manchmal sogar noch mit Rückschein. Kostet zwar ganz schön viel, aber diese Absicherung ist es mir wert.
    Manchmal schicke ich es auch vorab per Fax und habe dann zusätzlich noch den Faxbericht.
    Ich meine, so oft hat man ja nichts hinzuschicken.

    Ich habe das Geld nicht erhalten, sondern es wurde mit meiner November-Miete verrechnet. Das heißt, mein Vermieter, hat mir im November eine um diesen Betrag gekürzte Miete von meinem Konto abgebucht.


    Ich danke Euch schon mal für Eure Antworten, die mir zumindest ein kleines Stückchen Hoffnung wiedergegeben haben.
    Hoffentlich hast Du Recht, liebe Nataly, das wäre echt toll. Zumal ich besonders sauer bin, weil ich eigentlich Anspruch auf ALG I habe, die Arbeitsagentur sich aber weigert zu zahlen. Trotz mehrfacher Urteile beharren die auf ihrer Dienstanweisung und ändern sie nicht.
    Ich habe auch geklagt und im Dezember Recht bekommen. Aber leider ist Recht bekommen nicht das gleiche wie Geld bekommen. Es ist einfach nur eine Schweinerei, was die mit den Menschen machen.
    Die Betriebskosten werden mir jetzt abgezogen, aber ich krieg sie nicht wieder, wenn die Arbeitsagentur demnächst irgendwann mir das ALG I für ein Jahr rückwirkend zahlt. Dann sind die 340 ? für mich verloren, einfach so. Soll man sich damit abfinden? Ich könnte schreien!

    Ich habe im November 2007 340 ? Betriebskosten zurück bekommen, weil ich im Jahr 2006 Heizkosten gespart habe. ALG II erhielt ich erst ab April 2007, das heißt, die Rückerstattung erfolgte nicht aus Zahlungen des Jobcenters. Muss ich akzeptieren, dass die Betriebskosten trotzdem durch das Jobcenter von meinem ALG II einbehalten werden?
    Die 340 ? sollen in zwei Raten abgezogen werden, das heißt, im März und April erhalte ich jeweils 170 ? weniger. Ich komme schon mit dem "normalen" ALG II nicht zurecht. Wie soll ich diese extreme Kürzung verkraften? Als ich das Geld erhielt, war mir nicht bekannt, dass ich es gleich wieder abgeben muss, also hab ich den größten Teil davon für eine Woche Urlaub (den ich dringend notwendig hatte) und in der Vorweihnachtszeit ausgegeben.
    Geht das wirklich alles mit rechten Dingen zu?
    Hoffe, dass ich eine kompetente Antwort bekomme. Vielleicht weiß auch jemand, wo ich dazu nachlesen kann.
    Wünsche Euch allen einen guten Rutsch!