Firma Bankrott/ was nun?

  • Hallo alle zusammen


    Stellt euch vor, ich habe vor 3 Wochen jetzt endlich eine Arbeit gefunden. Aber bereits in der ersten Woche hat mich einer meiner Arbeitskollegen gewarnt, dass ich mich da auf was gefasst machen kann, was das Geld betrifft. Diese Firma ist Bankrott und meistens dauert es Monate, bis man da endlich mal sein Geld bekommt. Genau das gleiche habe ich mittlerweile auch von einigen bekannten erfahren, da diese Firma ganz in der nähe von meinen Wohnort liegt.


    Was soll ich also euerer Meinung nach tun, wenn ich am 15.08. mein Geld nicht erhalte?


    Von dem letzten Geld, was ich vom Arbeitsamt bekommen habe, ist schon gar nichts mehr übrig.


    Wenn ich am 15.08. mein Geld nicht bekommen sollte und ich kündige einfach von selber, darf mir dann das Arbeitsamt Leistungen kürzen oder nicht?


    Denn ich meine, man kann ja unmöglich von mir erwarten, dass ich Monatelang ohne Geld leben muß.


    Danke für eure Beiträge

  • Kündigen ist gefährlich, denn dann kommst du in eine 3 Monatige Sperre des ALG...


    Du hast grundsätzlich den Anspruch, die Zinsen für das verpätete Gehalt zu bekommen.


    Mach dich mal schlau wie es mit einer Insolvenz der Firma aussieht... dann hast du noch anspruch auf insolvenzausfallgeld

  • Hallo,


    du solltest die Situation in jedem Fall mit der ARGE besprechen - du hast ggf. Anspruch auf ALG II, wenn dein Arbeitgeber nicht zahlt.


    Interessant wäre aber erstmal der aktuelle Status. Das Unternehmen scheint ja noch keine Insolvenz angemeldet zu haben, sonst würden keine Mitarbeiter mehr eingestellt und auch überhaupt kein Gehalt mehr gezahlt. Welche Gesellschaftsform hat das Unternehmen? Wie groß ist das Unternehmen?


    In jedem Fall solltest du deinen Arbeitgeber umgehend in Verzug setzen, wenn das Gehalt nicht pünktlich da ist und ggf. von dem Rückhaltungsrecht deiner Arbeitskraft gebraucht machen - Genaueres beim Anwalt deines Vertrauens.


    Eine Kündigung ist auf keinen Fall zu empfehlen! Am besten, du spricht das Thema auch mal offen mit deinem Arbeitgeber durch.


    Grüße,
    Joachim