Mein Sohn unter 25, muss nun ausziehen, da es nicht anders geht. Welche Leistung?

  • Guten Tag zusammen,


    derzeit ist bei mir alles im Umbruch und ich weiss mehr, wo mir der Kopf steht.
    Hier erstmal ein paar infos.
    Mein Sohn 19 Jahre, derzeit Schüler und macht seinen Technischen Assistenten für Informatik, oft sehr schwierig da stark ADHS, Endet im Sommer mit der Schule, bewirbt sich gerade um eine Ausbildungsstelle, hat aber noch nichts gefunden.


    Wir wohnen derzeit noch beide im Haus meines Mannes, der sich von mir im Sommer getrennt hat. Ende Mai müssen wir ausziehen, da es sein Haus ist und dann veräußert wird. Ich, berufstätig mit einem Einkommen von ca. 1150 Euro ziehe zu einem Bekannten in eine WG, um mich so günstig wie möglich erstmal über Wasser zu halten und mich zu stabilisieren, da ich seit letzten Jahr im Frühjahr an starken Depressionen erkrankt bin (August bis November Klinikaufenthalt und nun weitere Behandlung). Daher kommt auch kein Umzug mit meinem Sohn in Betracht. Ich muss nun auf mich selbst achten.
    Was wird nun aber mit meinem Sohn? Sein richtiger Vater (nicht der oben genannte Mann von mir) zahlt aufgrund von Arbeitslosigkeit keinen Unterhalt, ich kann ihn mit dem bisschen geld auch nicht unterstützen. Welchen Anspruch kann er geltend machen gegenüber der Staat? Wenn er eine Ausbildung findet, welche Beihilfe kann er erhalten? Wenn er keine findet, was dann? Kann er eine Wohnung und Gelder beantragen? Normalerweise muss er bei den Eltern bleiben, aber das geht aus den oben genannten Gründen nicht. Also, wer hat Rat?
    Lieber Gruß
    Daniela

  • Wenn er eine Ausbildung findet, dann wäre es -je nach Ausbildungsforum- Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Bafög, was er geltend machen könnten. Findet er nichts, wirst du dir einen Kopf machen müssen, wo er verbleibt und wie das finanziert wird. Nur in absoluten Notfällen kann er ALG 2 bekommen.

  • Hallo Daniela,


    erste Möglichkeit, Ihr geht zum zuständigen Jugendamt, Anspruch auf Beratung habt Ihr auf alle Fälle, vielleicht könnt Ihr Hilfen zur Erziehung beantragen und es gibt eine Möglichkeit der Unterbringung im betreuten Wohnen.


    Die andere Möglichkeit,geht zum zuständigen Jobcenter bzw. lass Dir einen Termin für die dortige Rehaabteilung geben. Dein Sohn muss sich ausbildungssuchend melden, da er ADHS ( muss diagnostiziert und ärztlich bescheinigt sein ) und erhält evtl.Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche, wenn Ihr so plausible Gründe für ein weiteres unmögliches Zusammen wohnen habt, benötigt er Wohnraum und erhält möglicherweise bis zur eigenen Selbständigkeit Unterstützung für die Kosten der Unterkunft und Heizung sowie zum Lebensunterhalt, sofern Du diesen nicht für ihn abdecken kannst, das Kindergeld an ihn abzugeben reicht nicht aus.


    Mir fehlt leider gerade etwas die Zeit, daher nur kurz diese Tipps, von denen ich nicht weiß, ob es die allerbesten sind, aber vielleicht Anhaltspunkte...und irgendwo musst Du ja anfangen und Dich kompetent beraten lassen ;-)


    Ihr schafft das Bevorstehende, aber nutzt alle Möglichkeiten und fragt an offizieller Stelle nach. Die Euren Diagnosen sind Grund genug, Hilfen zu bekommen.


    Alles Gute ! käthe