Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    flash02 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Sohn (22) Tischlergeselle! Nach Abschluss, kein Bock mehr auf Arbeit:-(

    Hallo zusammen,

    mich würde interessieren ob so jemand, wie mein Sohn, von irgendwoher Sozialhilfe bzw. Grundsicherung o.ä. zusteht? Er lebt, wohl behütet bei seinem Vater... Ich habe ihn zu sehr genervt, das er seinen Ar... hoch bekommen soll, da ist er zu ihm gezogen. Ich weiß das mein Ex immer zum Monatsende aufm Zahnfleisch läuft, was die Kohle betrifft! Ich zahle nichts dazu, 2 x im Jahr ein paar Klamotten oder Schuhe,ja, es fordert aber auch niemand was von mir. Da mich mein Daddy (bereits 90) immer wieder nervt:" Wer alles Kohle vom Staat bekommt, da müsste es doch was geben...!" Antworte ich ihm..." Faulheit wird doch nicht noch unterstützt! " Sein Lehrbetrieb übernimmt die Lehrlinge leider nicht , sonst wäre er mit Sicherheit noch in Arbeit, es hat ihm richtig gut gefallen! Vor neuen Dingen hat mein Sohn schon immer Panik gehabt, egal ob schulisch, beruflich oder privat. Er reagierte oft mit Luftnot, Magenschmerzen oder heftigem Nasenbluten. 2,5 Jahre vegetiert er jetzt schon vor sich hin... hat kaum Ansprüche, raucht nicht, trinkt nicht, kein Bock auf Führerschein! Einzig in Sachen Ehrenamt beim Fußball zeigt er sich sehr engagiert. Er trainiert und betreut eine Jugendmannschaft und geht darin voll auf. Das allein kann es natürlich nicht sein... und wenn er von irgendwo Geld bekommen würde, dann würde es sicher in den gemeinsamen Haushalt mit dem Vater fließen. Jemand ne Idee was man mit so einem Burschen machen kann?

    VG flash02

  2. #2
    Turtle1972 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Arbeiten gehen lassen. Kein Taschengeld mehr, Brot und Wasser, kein Strom mehr für PC, Fernsehen, Handy etc. Wäre mal so eine Idee...

  3. #3
    Birgit63 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ich finde es auch erschreckend, dass du die Faulheit deines Sohnes noch unterstützt, indem du dich um evtl. Geldquellen kümmerst. Das ist überhaupt nicht dein Job. Wenn die beiden so auskommen, ist doch alles gut. Wenn euer Sohn mit 23 aus der Familienversicherung fällt und dann noch die Krankenversicherung selbst gezahlt werden muss, kommt er vielleicht von selbst in die Puschen. Im Übrigen sehe ich es so wie Turtle.

  4. #4
    Spejbl ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ob der Ex für ihn gut ist, wage ich auch mal anzuzweifeln. Klar scheint dem Jungen das erst einmal bequemer zu sein und er hat dort mehr gefühlte Ruhe. Aber genau das ist die Falle. Er lernt dort nicht, selbständig zu sein, sein Leben zu führen und auch kein ziel- und lösungsorientiertes Handeln. Das wird ihn zu grunde richten.

    Dass hier aber ausschliesslich Faluheit vorliegt, zweifle ich ebenso mal an. Auch gerade der Hinweis darauf, daß er sicher noch in Lohn und Brot wäre, wenn der Lehrbetrieb die Lehrlinge mit übernommen hätte, und ihm diese Arbeit auch gefallen hat, widerlegt die These von der absoluten Faulheit. Ebenso seine ehrenamtliche Sache beim Fußball.

    Die harte Linie alleine zu fahren ist eigentlich nur gut, wenn es sich wirklich "nur" um eine reine Null-Bock-Stimmung handelt. Das Problem hierbei scheint mir aber ehr eine psychische Störung zu sein. Denn bei dem, was hier beschrieben wird, mit z.B. auch Auswirkungen auf körpelicher Ebene, kann ein Krankheitsbild psychischen Ursprungs nicht ausgeschlossen werden. Und darauf hin muss was passieren. Denn, wenn sich das Ganze körperlich äußert, sollte man schon mal über einen Arztbesuch nachdenken und dahingehend aktiv werden. Das wäre ein Anspruch, den man durchsetzen müßte.

    In sofern tut vielleicht ein Gang zum "Seelenklempner" mal gut. Und natürlich ist auch das dem Jungen klar zu machen: Mit Null Bock auf Alles gehts in die Gosse. Runter in die Depression. Runter in einen Abgrund. Das muß ihm klar sein. Er braucht kompetente Hilfe.

    Allerdings, er muß Hilfe annehmen wollen, auch wenn diese unbequem ist. Das ist allerdings so. Einen Weg zu beschreiten aus dieser Lage, ist mühselig, erfordert Willen und erfordert auch etwas, was man durchaus auch als Glauben oder Motivation bezeichnen kann. Oder nennen wir es (sportlich gesehen) so: Er muß ein Ziel vor Augen haben, für das es sich lohnt, an den Start zu gehen und den Lauf zu laufen.
    Geändert von Spejbl (06.09.2016 um 19:02 Uhr)
    Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Die Bibel NT Matth. 6, 26

  5. #5
    Birgit63 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    In der heutigen Zeit ist es nunmal so, dass die Lehrbetriebe ihre Lehrlinge in den seltensten Fällen behalten. Das sollte man seinem Kind mit auf dem Weg geben. Wir haben unserer Tochter auch von Anfang an mit auf den Weg gegeben, dass es in der heutigen Zeit normal ist, wenn man vom Lehrbetrieb nicht übernommen wird oder auch nur einen Zeitvertrag erhält. Damit muss man leben. Damit kann man auch leben. Aber man muss seinen Kindern auch beratend zur Seite stehen. Jedesmal eine Krankheit zu vermuten, weil ein Kind oder junger Erwachsener Angst hat was Neues oder einen neuen Job zu beginnen halte ich für Blödsinn. Es ist für jedermann erstmal unangenehm, wenn man in einer neuen Firma oder auch überhaupt was Neues beginnen muss. Dass der Sohn Spaß am Fußball hat zeigt mir, dass er was seinem Hobby angeht, sehr wohl Leistung bringen kann. Im Übrigen kann man auch damit zumindest ein paar Euro verdienen. Meine Tochter war Co-Trainerin und auch Schiedsrichterin im Fußball. Sie hat sich dort zumindest ein Taschengeld verdient. Dass er damit nicht seinen Lebensunteralt bestreiten kann, ist klar. Dafür muss er nunmal arbeiten gehen.

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