Arbeitslosengeld II - Probleme mit ARGE

  • hallo zusammen,


    also zuerst mal kurz zu meiner person was:


    bin mittlerweile 25 jahre alt. seid 17 monaten arbeitslos.


    zu meinem problem:


    also bis ende mai letzten jahres bekam ich noch arbeitslosengeld I.
    natürlich war dann Arbeitslosengeld II in absicht. ok ich natürlich geh zur ARGE und frag dort wie es aussieht. erzähl das ich nen antrag will bla bla bla.
    die dame (eine junge) fragte mich halt ob ich daheim lebe, bla bla bla.
    ja das tue ich. muss normalerweise auch 200 euro daheim abgeben (seid ich arbeitslos bin haben meine eltern gesagt muss ich das nicht, da ich ja auch nichts habe). mein vater arbeitet alleine. ist kein großverdiener. das hab ich der dame auch alles erzählt. sie natürlich immer "sie kriegen da nichts. außerdem müsste ich vater den antrag machen und nicht sie". ich natürlich " ja ok hauptsache ich krieg was. wovon soll ich sonst leben". ok dann hieß es ich muss halt angaben bringen wieviel mein dad verdient , ne kopie vom pass und mein dad muss auch mitkommen. ok zuvor war ich nochmals alleine dort. die schon wieder "ne den antrag müssen siegar nicht stellen, sie kriegen nichts. ihr vater verdient zu gut" . ich dann "das tut er nicht. er muss vier personen ernähren. hat selbst noch nen kredit abzubezahlen udn ihm bleibt nichts nach abzug der miete". die natürlich " nene sie bekommen nichts". ok ich so beschissen blöd ich war glaub halt der dame. sie kennt sich ja wohl aus.


    so inzwischen august. ich selbst auch schulden. bin verzweifelt. das kann doch nicht sein da ich nichts kriege. ich hab miese und krieg dadurch ja nur noch mehr probleme etc. natürlich geh ich wieder hin. saß nen anderes mädel dort und ich zu ihr wieder wie meine situation ist. sie dann halt gesagt versprechen kann ich ihnen nichts. aber versuchen sie es.ok gab mir dann auch einen antrag ich füllte ihn aus und gab ihn ab. natürlich bekam ich dann eine zusage. bekomme nur 197 euro.


    also zum problem. jetzt kommt meine krankenkasse und will geld von mir für die zeit , wo ich nichts bekam. ich war nicht versichert. selbst konnte ich mich nicht versichern und meine eltern hatten/haben das geld auch nicht. also verlangt sie jetzt von mir 320 euro.
    ich natürlich ruf ARGE an erzähl ihr das und die natürlich "sachen im nachhinein zahlen wir nicht. sprich da ich erst seid ende august geld bekomme zahlen sie nichts was vorher war. ich dann gesagt das ich nen antrag machen wollte die dame mich aber abgewimmelt hat und mich nicht so beraten hat sondern dauernd nur sagte das ich nichts bekomme. der chef der ARGE sollte mich dann zurückrufen. natürlich tat er das nicht sondern schickte nen brief wo drin steht da ich unter 25 war bla bla bla.


    sodele zu meiner frage jetzt. was haltet ihr davon? was würdet ihr tun?
    da ich ja jetzt 25 bin, bin ich ja nicht mehr in der bedarfsgemeinschaft oder? wenn nicht hab ich dann nicht recht auf mehr Arbeitslosengeld II?


    hoffe auf hilfe und meinungen. :(


    LG genervte

  • Hallo,


    erstmal, wenn du versuchen würdest etwas genauer und mit weniger "blabla oder okay, okay" zu schreiben, wäre dein Bericht einfacher zu deuten. Versuche es jetzt trotzdem mal.
    Dein Vater hat damals nicht den Antrag auf ALG II Leistungen gestellt, oder? Habt ihr einen Ablehnungsbescheid bekommen? Wenn ihr keinen Antrag gestellt habt - Pecht gehabt. Dein Vater hätte die tun können. Habt ihr einen gestellt und es war eine Ablehnung, wegen zu hohem Einkommen kann man da auch nichts machen. Es ist richtig, dass du dich selber hättest versichern müssen. Hättest darüber aber auch einen Antrag im Job Center stellen können. Zuschuss zur KV/PV nennt sich das.
    Nun da du 25 bist, bildest du deine eigene BG, ohne Angaben der Eltern ( nur als Haushaltszähler, damit die Miete nur zu einem Anteil gezhalt wird). Es ist egal ob du noch bei deinen Eltern wohnst oder eine eigene Wohnung beziehst. Eine BG bildest du ketzt nur noch wenn du heiratest, eine eheähnliche Gemeinschaft führst oder ein Kind bekommst. Bis dahin bist du eine ein Mann BG. Und wenn es nur 197 Euro sind, weil du Zuhause halt nichts abgeben musst und auch zu essen bekommst, ist das so. Der Staat zahlt doch nicht alle Nase lang, obwohl man versorgt wird.
    Zur Krankenkasse würde ich sagen, da musst du in den sauren Apfle beißen und zahlen.


    Warum informiert ihr euch alle erst, wenn es zu spät ist und das meckern losgeht und nicht vorher???????


    LG Jule

  • Hallo,


    Jule hat Recht.
    Du hättest den Antrag damals trotzdem einreichen müssen, und gegen den Ablehnungsbescheid schriftlichen Widerspruch einlegen müssen.
    Da dies nicht erfolgte, hast du nun keine Möglichkeiten rückwirkend Leistungen einzufordern.
    Den Krankenkassenbeitrag wirst du also zahlen müssen.
    Dies ist auch in kleinen Raten möglich.


    Du bildest jetzt eine eigene BG.
    Das heißt du hast Anspruch auf den kompletten Leistungsumpfang.
    347€ Regelleistung und anteilig Miet und Nebenkosten.

  • also zuerst mal zu dem bla bla. ich kann hier nicht die ganzen gespräche genau erzählen, sonst bräuchte ich zehn seiten. zudem glaube ich hab ich meine probleme verständlich ausgedrückt.


    ok natürlich sag ich mir selbst auch "pech gehabt, hättest den antrag stellen sollen". jedoch hab ich die dame zick mal gefragt um einen antrag. sie hat mir immer gesagt "nein den müssen wir nicht machen, sie bekommen auch nichts". und mich mit den sätzen auch heimgeschickt. natürlich vertraue ich (so blöd ich bin) der dame auch. sie kennt sich ja wohl aus. jedoch ist das das letzte mal das ich jemanden vom amt vertraue. sprich die dame hat mich falsch beraten und mir keinen antrag geben wollen. ist ja klar das die jeden abwimmeln wollen, nur damit die arge nichts zahlen muss. aber mit dem finde ich mich nicht ab. ich werde mich beim chef beschweren. wenn der nicht handelt und mir diese krankenkassenkosten zahlt werde ich zum sozialgericht gehen. ich kann die krankenkassenbeiträge nicht zahlen.


    zudem werde ich jetzt widerspruch einlegen wieso ich nur so wenig bekomme. wenn ihr sagt man hat recht auf den vollen betrag wenn man eine eigene BG bildet. sowas seh ich nicht ein. wenn man im tv guckt und sieht was für leute so geld bekommen, dann fragt man sich "hä solche faulen säcke bekommen schon jahre geld und wollen nicht arbeiten". und leute die arbeiten wollen jedoch nichts finden bekommen nichts und werden noch abgewimmelt. ne ne mit mir nicht.


    und zu dem wieso soll arge zahlen wenn man zuhause lebt und essen kriegt etc.
    HALLOOOOOO hab ich mich nicht klar ausgedrückt. ich müsste normalerweise 200 euro monatlich zuhause abgeben. aber meine eltern haben mir eben wegen meiner arbeitslosigkeit dies freigegeben für die zeit. und meine eltern schei..en auch kein geld damit sie mich ernähren. zudem krieg ich stress mit ihnen bloß wegen dem weil ich nichts zahlen kann.


    und wenn ich irgendwann von meinen eltern rausgeschmissen werde, dann muss mir die arge ne wohnung bezahlen. das wollen die wohl auch nicht.


    also beschweren werde ich mich so lautstark!!!!!!

  • Hallo,


    ich glaube dir gerne, das du falsch beraten wurdest und die Dame dir eine Fehkauskunft zu deinem Nachteil gegeben hat.
    Aber Fakt bleibt, es wurde kein Antrag gestellt und somit kannst du auch keinen Widerspruch einlegen, da kannst du klagen bis du schwarz wirst.
    Im Zweifelsfall bist du verpflichtet dir selbst Auskunft zu beschaffen!


    Warum du nicht den vollen Satz bekommst, ist mir nicht ganz klar.
    Wenn du natürlich bei der Arge angibst, das deine Eltern dich ernähren und du keine 200€ abgeben musst etc. dann brauchst du dich nicht zu wundern, das du nicht den vollen Satz bekommst.


    Auch die anteiligen Miet und Nebenkosten werden natürlich nur übernommen, wenn du einen solchen Antrag gestellt hast.

  • klar sicherlich sagt man das man selbst schuld ist. aber für was gibt es personal bei der arge. damit sie dich so informieren das es stimmt. so hat mich ja auch die letzte dame inofmriert und gesagt ich soll es probieren. und nicht einfach "sie müssen keinen antrag stellen. sie kriegen sowieso nichts".


    ja bis jetzt muss ich nichts zahlen. aber dauernd der stress mit meinen eltern weil ich nichts mehr zahlen kann ist auch zuviel. und wenn sie mir nicht den vollen leistungsanspruch geben werden dann kommts dazu das ich rausgeschmissen werde, weil meine eltern selbst ihr geld brauchen.


    da werde ich auf jeden fall antrag stellen und mich beschweren. und das persönlich beim chef.

  • Ich würde erstmal zu einer HartzIV-Beratungsstelle gehen, damit die dir deine Rechte, Pflichten und richtigen Formulierungen für die ARGE erklären. Das ist ungemein nützlich. Adressen von Beratungsstellen findest du im Internet, über die Linkspartei, Frauenhaus u.a. Teilweise begleiten die einen auch zur ARGE - Zeugen sind immer gut im Zweifelsfall.

  • Hallo


    will noch kurz was zur Kritik von jennifer und salle sagen, habe das gestern auch schon einer anderen jungen Teilnehmerin verdeutlicht. Unsere Jugend hat zwar Abi, ist selbstbewusst, aber was denen fehlt ist Lebenserfahrung und die Tatsache das Ihnen im Grunde alles in den Arsch gesteckt wird.
    Doch Naivität ist immer noch besser wie Kriminalität! Ich will nichts zur Ausländer-oder Zuwandererproblematik sagen, denn irgendwo ist jeder ein Ausländer - aber es ist schon traurig zu sehen wie so manchen geholfen wird und den hier geborenen Einheimischen der Spiegel vorgehalten wird.


    Es ist eigentlich egal ob man 25, 35, oder 50 ist, traurig ist das man sich durch den Behörden-Dschungel erst einmal durchzukämpfen hat und das kann der eine besser und der andere eben weniger gut.


    Salle gibt hier sehr informative Lösungen ab und trotzdem sieht man wie viele Leute Schwierigkeiten haben die Zusammenhänge zu begreifen und wir sollen lernen das dies von oben her gewollt ist.


    Ich glaube ich muss niemandem vorrechnen wieviel Geld auf diese Art und Weise an Leistungen nicht erbracht werden.


    Der Leiter einer ARGE formulierte es so, "Brot und Spiele" weil nicht genug Arbeit für alle da ist.


    Die Hinweise auf die LINKS-Partei kann ich langsam nicht mehr ab, in jedem Forum die gleiche Nummer.


    Die etablierten verkriminalisieren alles was nach oben drängt, selbst die "Grauen Panther" sind für die eine Gefahr. Denkste National, was im Grunde ja durchaus legitim ist biste ein Nazzi - denkst Sozial biste ein Linker! Die Schieflage unserer Politik sorgt gegenwärtig dafür das Menschen jeglicher Coloure letztlich in einem Haufen "Scheiße" landen!


    Sicherlich könnte die "genervtte" etwas realistischer sein, aber das hilft uns allen nicht weiter.


    Die Fallmanagerin hat klar die Antragsannahme verweigert, "Dienstaufsichtsbeschwerde" und darüber hinaus eine "oberflächliche Beurteilung des Falles abgegeben" - Fehlverhalten im Amt, und sich der möglichen Verantwortung dadurch entzogen, das keine schriftliche Beantwortung erfolgte. Was einen Verwaltungsakt und damit eine Widerspruchsmöglichkeit bzw. gerichtliche Entscheidung zur Folge gehabt hätte. Man sollte mal den Teamleiter auf diese Vorgehensweise stossen, auch wenn diese gewollt ist.


    Wie wäre es denn mit dem Hinweis auf eine mögliche Schadensersatzklage!


    Manchmal muss man mit Kanonen auf Spatzen schießen!