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Unterhaltspflicht für volljährigen Sohn?

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  #1  
Alt 06.04.2009, 12:19
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Standard Unterhaltspflicht für volljährigen Sohn?

Hallo,
ich habe folgendes Problem:
Mein Lebensgefährte und ich trennen uns,mein 18jähriger Sohn lebt ebenfalls noch bei uns.Leider hat er seit Beendigung der Schule vor 3 Jahren in keinsterweise Lust gehabt,sich eine Ausbildungsstelle zu suchen (3-4 Bewerbungen in den drei Jahren).Das BGJ hat er nach 3 Monate geschmissen,weil Ihm das zu blöd war.Seitdem hängt er zuhause rum,arbeitet ab und zu bei Bedarf als Küchenhilfe in einem griechischen Lokal und verdient sich so seine 150 Euro im Monat zusammen.Beim Arbeitsamt hat er sich jetzt wenigstens gemeldet,allerdings geht er auf die Bewerbungsvorschläge nicht ein und schreibt auch weiterhin keine!
Auch kann man mit Ihm nicht reden,man wird nur beleidigt und wir sollen Ihn alle in Ruhe lassen.
Nun ist es ja so,das sich mein Lebensgefährte und ich uns trennen,ich bin aber nicht bereit,meinen faulen und ich-habe-null-bock Sohn mitzunehmen,da ich mir von meinem kleinen Gehalt (930€) nur eine kleine 2-Zimmerwohnung leisten kann.Wenn ich meinen Sohn mitnehmen würde,gäbe es irgendwann den großen Knall,da er weiterhin in keinsterweise sich bemüht arbeit zu finden und ich mir seine Beschimpfungen auch nicht weiter antun will.Mein Ex-Lebensgefährte sagt,bei meinem Auszug am 15.05.muß auch mein Sohn gehen,was ja sein gutes Recht ist,da die beiden auch kein sehr gutes Verhältnis haben.Mein Sohn ist der Meinung,das ich Ihn bis zu seinem 25.Lebensjahr durchfüttern muß!Stimmt das oder was müssen wir tun,damit er eine eigene Wohnung bekommt,denn mitnehmen werde ich Ihn nicht!Danke für die Hilfe!
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  #2  
Alt 06.04.2009, 14:02
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Du solltest deinen Sohn das so sagen nämlich das du ausziehst und ihn in deine neue Wohnung nicht mitnehmen wirst da diese zu klein ist.Also wird er sich selbst kümmern müssen wo er bleibt.Es ist keinesfalls so das du ihn bis zu seinem 25. Lebensjahr durchfüttern mußt.Zumal er selbst keinerlei Lust hat für seinen Lebensunterhalt aufzukommen.Da wird er zur ARGE müssen und eine eigene Wohnung beantragen müssen und du kannst ja ruhig mitgehen und dort deinen Standpunkt deutlich machen.
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  #3  
Alt 06.04.2009, 14:11
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Sorry, aber mir wird beim (auch wiederholten Male, weil ich glaubte, mich vertan zu haben) Lesen kotzeübel. Es ist dein Sohn, das heißt, er ist unter anderem auch Produkt seiner Kindheit, also all dessen, was er von dir an Anlagen geerbt, bei dir erlebt und gelernt hat. Dieser junge Mensch hat gerade erst einmal 17 oder 18 Sommer hinter sich. Bis zu seinem 25. Lebensjahr wirst du, ob du das möchtest oder nicht, für ihn aufkommen müssen bzw. mit ihm gemeinsam eine Bedarfsgemeinschaft haben. Natürlich gibt es Ausnahmen (wegen zerrütteter Familienverhältnisse beispielsweise). Und vermutlich wäre das für ihn ein Glück. Dein letzter Satz, dass du ihn "durchfüttern" mußt und ihn keinesfalls "mitnimmst" etc. sind einfach nur eklig und damit ist klar, warum es so viele gescheiterte Existenzen gibt. Der Grundstein und der Halt liegen immer in der Familie. Niemand wird böse oder faul geboren.Dein Sohn tut mir abgrundtief leid.

Geändert von lirafe (06.04.2009 um 14:18 Uhr)
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  #4  
Alt 06.04.2009, 15:36
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Hallo,

ich sehe das etwas anders. Es gibt durchaus Jugendliche die trotz einer guten Erziehung eine recht ausgedehnte Pubertät erleben und das Leben als soches auch mit 20 noch nicht ansatzweise begriffen haben. Wie es in eurem Fall aussieht kann ich natürlich nicht beurteilen und ich möchte ungern spekulieren oder ein vorschnelles Urteil fällen.

Es gibt wahrscheinlich genauso viele Jugendliche aus gutem Hause die auf der faulen Haut liegen, nur fällt dies natürlich nicht so ins Gewicht da die Eltern sich den Unterhalt des faulen Sprößlings leisten können.
Ich differnziere hier ganz klar zwischen einem Jugendlichen der die Unterstützung der Eltern braucht und einem der diese ausnutzt ohne dass er in irgendeiner Weise sanktioniert werden kann.

Was kitty schreibt stimmt so NICHT. Wenn es so einfach wäre und man mit einem kurzen Gespräch beim Sb seine Wohnung bekommt, weil die Mutter bestätigt hat dass sie keinen Bock mehr auf Sohnemann hat, dann hätten alle U25 keine Sorgen mehr dem elterlichen Haushalt möglichst schnell zu entfliehen,.
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  #5  
Alt 08.04.2009, 12:07
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Ich habe nicht geschrieben das er einfach so in einem kurzen Gespräch eine Wohnung bekommt und die Mutter keinen Bock mehr hat auf ihren Sohn.Allerdings ist es durchaus möglich das er eine eigene Wohnung beziehen kann nur bedarf es schon zumindestens einem Gespräch mit einem SB bei der ARGE und da ist es schon hilfreich wenn sie als Mutter mitgeht und dort die Situation ordentlich erklärt.Ich kann die Mutter durchaus verstehen das sie keine Lust hat die Faulheit ihres Sohnes zu unterstützen und er hat ja wohl keinerlei Lust zu arbeiten oder eine Ausbildung zu machen sondern ist der Meinung das die Mutter die sicherlich im Laufe der Jahre auch auf so manches verzichtet hat ihn bis zum 25. Lebensjahr zu unterstützen hat.Sicherlich gibt es die Verpflichtung für seine Kinder unterhaltsmäßig aufzukommen aber das umfasst auch das das Kind etwas tut um selbstständig zu werden.Dann habe ich auch kein Problem damit mein Kind nach allen Kräften zu unterstützen.
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  #6  
Alt 08.04.2009, 12:28
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Also - es tut mir herzlich leid -, aber wenn ich bei meinem eigenen Kind, das 18 Jahre alt ist, von "ich muss ihn durchfüttern etc. spreche, wird mir auch nach mehrmaligem Lesen noch übel. Und wenn die liebe Mama schreibt, dass er seit Beendigung "vor 3 Jahren") dies und jenes nicht gemacht hat: Da war das Kind gerade Mal 15 Jahre alt ... Also noch ein wirkliches Kind, von dem sie so häßlich berichtet. Was is`n das? Wenn er sich das seither schon öfter anhören mußte, kann ich mir bildlich vorstellen, wie jede Motivation schwindet. Wo steht denn, bis wann wir unsere Kinder, für die wir uns entschieden haben, "durchfüttern" müssen. Sie tut ja gerade so, als hätte sie sonstwas geleistet. Ich glaube, dass dieses Forum hier falsch ist. Besser wäre vermutlich eine Familienberatungsstelle, bei der es um "richtige" Hilfe und nicht nur darum geht, wie man sein Kind am besten los wird, um weitere Verpflichtungen zu meiden und/oder die Verantwortung dafür auf uns, die Allgemeinheit, abzuschieben.

Geändert von lirafe (08.04.2009 um 12:32 Uhr)
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  #7  
Alt 08.04.2009, 14:23
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Wenn der Sohn bereits mit 15 Jahren aus der Schule raus ist dann hat er wenn überhaupt höchstens einen Hauptschulabschluß oder er ist mit gar keinem Abschluß abgegangen.Insofern kann ich mir schon vorstellen das die Mutter irgendwann einfach die Nase voll hat.Natürlich unterstützt man seine Kinder wo immer es geht und auch noch wenn sie volljährig sind allerdings geht es auch nicht das das Kind sich um gar nichts kümmert.Weder Ausbildung noch Job und nur zu Hause rumsitzt und der Meinung ist Sohn zu sein reicht vollkommen aus und Mama steckt einem das geld zu denn dieses muß auch verdient werden und wächst nicht auf den Bäumen.So wie die Mutter das hier schreibt ist sie nicht mehr bereit seine Faulheit zu unterstützen und selbst auf alles zu verzichten damit es Sohnemann nur ja recht gut geht und an nichts fehlt.Warum kann denn der Sohn nicht eine Ausbildung machen oder die Angebote gerade von der Berufsberatung annehmen um sich erstmal beruflich zu orientieren?Anscheinend reichen ihn diese 150 Euro die er sich so nebenbei dazuverdient.Nur kann man davon eben nicht leben und es baut sich auch keine Zukunft darauf auf wenn er nur dann arbeitet wenn er gerade mal Lust hat und sich ansonsten von der Mutter aushalten läßt.Wenn er jetzt Leistungen von der ARGE beziehen würde dann muß er auch etwas dafür tun ansonsten ist das Geld schnell weg.Ich denke mal das ein KInd mit 18 Jahren durchaus geistig etwas weiter sein sollte.In diesem Alter gehen andere noch zur Schule und jobben nebenher.
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  #8  
Alt 21.05.2009, 20:02
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hallo, bin erst heute in diesem Forum und in einer ähnlichen Situation, denn auch ich unterstütze meinen Sohn, er ist erst nächsten Mai 25 und hat somit Hotel Mama noch fast ein Jahr gepachtet. Meine Nerven liegen blank, denn ich finanziere alles.

und wir bekommen KEINEN Cent von der ARGE, da wir eine BG sind, allerdings denk ich auch zuweilen, ob ich selbst ganz einfach mein Köfferchen packen soll, denn irgendwann ist Schluss mit lustig. Wir alle lieben unsere Kinder ( wenigstens die Leute hier im Forum tun es ) aber irgendwas stimmt doch nicht, oder?
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  #9  
Alt 23.05.2009, 17:34
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Wenn du deinen Sohn aus deinem verdienten Geld aushälst dann bist du (bitte nicht übel nehmen) selbst schuld.Wenn dein Söhnchen den ganzen Tag auf der faulen Haut liegt dann würde ich ihm nur das notwendigste bezahlen.Essen und Trinken,Klamotten aus dem Sozialmarkt und am Kühlschrank wäre ein großes Schloß.
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  #10  
Alt 03.08.2009, 15:38
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Zitat:
Zitat von lirafe Beitrag anzeigen
Also - es tut mir herzlich leid -, aber wenn ich bei meinem eigenen Kind, das 18 Jahre alt ist, von "ich muss ihn durchfüttern etc. spreche, wird mir auch nach mehrmaligem Lesen noch übel. Und wenn die liebe Mama schreibt, dass er seit Beendigung "vor 3 Jahren") dies und jenes nicht gemacht hat: Da war das Kind gerade Mal 15 Jahre alt ... Also noch ein wirkliches Kind, von dem sie so häßlich berichtet. Was is`n das? Wenn er sich das seither schon öfter anhören mußte, kann ich mir bildlich vorstellen, wie jede Motivation schwindet. Wo steht denn, bis wann wir unsere Kinder, für die wir uns entschieden haben, "durchfüttern" müssen. Sie tut ja gerade so, als hätte sie sonstwas geleistet. Ich glaube, dass dieses Forum hier falsch ist. Besser wäre vermutlich eine Familienberatungsstelle, bei der es um "richtige" Hilfe und nicht nur darum geht, wie man sein Kind am besten los wird, um weitere Verpflichtungen zu meiden und/oder die Verantwortung dafür auf uns, die Allgemeinheit, abzuschieben.
Hallo zusammen!

Ich gebe Dir grundsätzlich recht!
Man muss sich auch immer vor Augen halten, dass man selbst einmal 18 Jahre alt und vielleicht ähnlich angenervt von den "Oldies" war und auch erstmal seine "Freiheit" auskosten wollte.

ABER...... ich bin in einer ähnlichen Situation wie Brad28S und kann verstehen, dass man an einem Punkt ankommen kann, an dem man einfach keine Nerven mehr hat, sich mit der Faulheit der "Kleinen" auseinanderzusetzen.

Der Sohn meiner Lebensgefährtin ist ebenfalls 18 Jahre alt und redet nicht mit uns!
Es ist vielleicht nicht ganz einfach zu verstehen: Man sagt, nur sprechenden Menschen kann geholfen werden! ER redet gar nicht mit uns!
Der Sohn hat von mir alles bekommen: Angefangen von kleinen Dingen über etwas größere Statussymbole, bis hin zum Angebot, ihm bei Problemen egal welcher Art zu helfen und dem Angebot, ihm zu helfen eine Lehrstelle zu finden.
Alles was er zu sagen hat ist: "kein Bock!" Wohlbemerkt, die Geschenke materieller Art hat er schon angenommen ;-)

Was soll man jemandem sagen, der weder gesprächsbereit, noch arbeitswillig ist? Oder besser gefragt, wie soll man mit jemandem diskutieren, der nicht diskutieren kann oder will?

Und somit bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich sage: Kein Bock mehr drauf! Raus mit dem Typen!
Denn genausogut könnte ich mir einen X-beliebigen taubstummen Landstreicher (soll keine Diskriminierung sein) ins Haus holen.
Klingt hart aber ich bin nervlich am Ende! Wenn ich daran denke, dass der Faulenzer auch noch Anspruch darauf hat, in unserer (Bedarfs)gemeinschaft zu leben, ohne uns auch nur im geringsten das Gefühl vorzuspielen, er würde sich an der Gemeinschaft beteiligen und integrieren wird mir übel!
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